Rumänien ist ein Aspirant für den Euro, ich glaube in 2014. Das bedeutet das die Währungsunterschiede zum Euro nicht um mehr als 1% differieren dürfen.
Hält das Land dies nicht durch, weil ihm die finanziellen Mittel ausgeht, dann hat es nur zwei Möglichkeiten:
1. Staat verlässt die Euroaspiration und beginnt wieder mit eigener Währung, welche abgewertet wird, gegenzusteuern.
2. Staat erklärt Staatsbankrott.
Der Euro verliert dabei jedenfalls an Glaubwürdigkeit.
Von Joachim Goldberg

Joachim Goldberg widmet sich seit mehr als zehn Jahren der Behavioral Finance, mit deren Hilfe psychologische Einflüsse auf Finanzmärkte erklärt werden.
Der Mitgründer und Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Cognitrend schreibt in Börse Online über Psychologie und Märkte.
E-Mail: perspektiven@boerse-online.de
Eigentlich bedarf es nur einer satten Erholung an den Aktienmärkten, und schon scheint die Welt wieder in Ordnung zu sein. Aber viele sind misstrauisch, weil es zu stark und zu schnell nach oben gegangen ist. Und manch einer lässt sich immer noch - hinter vorgehaltener Hand, versteht sich - zu der Äußerung hinreißen, der ganze Aktienmarkt gebärde sich wieder einmal viel zu euphorisch, kurzum: irrational. Tatsächlich wird der Begriff irrational gerade im Zusammenhang mit der Finanzkrise viel zu oft gebraucht. Dieselbe Kritik hat der Begründer der Theorie effizienter Märkte, Eugene Fama, bereits im Jahr 2007 in einem Zeitungsinterview geübt. Wir erinnern uns: Einfach ausgedrückt besagt diese Theorie, dass der Marktpreis alle verfügbaren Informationen beinhaltet. Und so sollte uns nicht wundern, wenn Fama in diesem Interview die These verwirft, dass es an den Märkten spekulative Blasen geben kann. Stattdessen, so Fama, würden Ökonomen eben alles, was sie nicht erklären können, einfach als irrational abtun.
Ähnliches passiert übrigens auch an den Finanzmärkten, wo Kursentwicklungen dann gerne als irrational bezeichnet werden, wenn sie dem eigenen Engagement zuwiderlaufen. Womit impliziert ist: Irrational sind nur die anderen, man selbst aber entscheidet und handelt konsequenterweise stets rein vernünftig, rein rational. Gleichwohl handelt es sich hierbei um eine Rationalität, die man sich, wie John Maynard Keynes wusste, nur so lange leisten kann, wie man solvent ist. Interessanterweise würden aber auch diejenigen, die auf der anderen, der richtigen Seite des Marktes liegen, nie behaupten, ihr Verhalten sei irrational.
Aber noch etwas anderes brachte Eugene Fama, dessen Theorie angesichts der Finanzkrise selbst von namhaften Vertretern der Wissenschaft teils heftig kritisiert wird, zum Ausdruck: sein unumstößliches Vertrauen in den US-Häusermarkt. Zwar sei dieser weniger liquide als andere Anlageklassen, aber die Menschen agierten dort viel vorsichtiger. Weil es beim Hauskauf für viele von ihnen um das größte Investment ihres Lebens ginge. Und so schauten sich die Interessenten sehr sorgfältig um und verglichen die Preise. Nur vergaß Fama dabei, dass es sich bei diesen Preisen um die Preise der anderen Häuser handelt, und die sind auf die gleiche Weise zustande gekommen, nämlich durch Vergleiche mit den anderen und so weiter und so fort, und niemand kann daher sagen, ob irgendeine Immobilie jemals zu ihrem tatsächlichen Wert taxiert wurde.
Börsianer haben im Übrigen meist nicht so viel Zeit wie Hauskäufer, um ihre Entscheidungen zu treffen. Erfolgs- und Zeitdruck und noch viele andere psychologische Faktoren können das Verhalten der Finanzmarktteilnehmer in hohem Maße beeinflussen. Seien wir deshalb nicht so streng mit ihnen. Denn ihre Entscheidungen sind keineswegs immer irrational, sie sind oft einfach nur nicht optimal.
" .... Dass die Aufträge aus dem Inland im Juli um mehr als 10,3 Prozent nach oben schnellten, liegt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vor allem an einem Sondereffekt: Die Bundeswehr kaufte 405 Schützenpanzer vom Typ "Puma". Der Rüstungsauftrag hat einen Wert von immerhin 3,1 Milliarden Euro.
"Wenn man diese Orders herausrechnet, sind die Daten nicht mehr so spektakulär", gibt Ökonom Sebastian Wanke von der DekaBank zu bedenken. Bei Konsumgütern sei durch die Bank ein Minus zu verzeichnen. Hoffnung mache allerdings, dass wichtige Vorprodukte wie Chemiefasern und Verpackungsmaterial stark nachgefragt würden. "Das zeigt, dass die Lager wieder aufgefüllt werden. Auf kurze Sicht ist die Erholung gesichert. Die Frage ist, wie stark sie sein wird." Enttäuschung macht sich dagegen bei den Autoherstellern breit, die trotz der Abwrackprämie deutlich weniger Aufträge erhielten. Zugleich sanken im Industriesektor die Bestellungen aus dem Ausland.
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