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Meldung des Tages: SILBER-TSUNAMI: $82/Unze – PRINCE SILVER EXPANDIERT BOHRPROGRAMM NACH HISTORISCHEM PREISANSTIEG

DÄNENreferendum

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Passende Knock-Outs auf DAX

Strategie Hebel
Steigender DAX-Kurs 5,00 10,00 19,99
Fallender DAX-Kurs 5,77 9,99 20,02
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB11KN5 , DE000NB2E3F2 , DE000NB4LQR0 , DE000NB32ZH1 , DE000NB2MJF2 , DE000NB24NB7 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

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Senator
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HAHAHA:

DÄNENreferendum

 
28.09.00 08:21
´sobald Ihtr was wisst - bitte hier posten.

Danke
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Eddie:

Ref. geht bis 20:00 Uhr

 
28.09.00 11:56
Die Auszählung beginnt erst nach 20 Uhr.

Dann können zunächst nur noch die Amis reagieren.

Habe aber gelesen (Gerüchte, Spekulation), daß ggfalls. die Notenbanken
nochmal intervenieren  werden.
Antworten
HAHAHA:

@eddie

 
28.09.00 12:57
Habe gehört, dass Umfragen veröffentlicht werden - mit den Leuten, die aus den Wahllokalen kommen - und da soll es schon ab 14 h erste Resulte (Hochrechnungen) geben.

Notenbanken werden SICHER nochmals intervenieren - hat man schon durchklingen lassen. Kurzfristig sollte der Euro zumindest stabil bleiben.
Bei einem JA könnte er meiner Meinung sogar die 90-Hürde nehmen.

Ein NEIN wäre in Hinblick auf die ENtscheidungen in SWE und GB sehr negativ.
Mittelfristig hätte es der Euro dann eher schwer die 88 zu halten.

Gruss
HAHAHA






Antworten
estrich:

Dänen lügen nicht!

2
28.09.00 13:21
Wenn ich die Dänen wäre würde ich für nein stimmen. Wer will denn schon auf ein sinkendes Schiff steigen?
Antworten
mr.andersson:

erste zwischenumfrage

 
28.09.00 13:33

wurde vor ein paar minuten auf n-tv durchgegeben.

51,5 dagegen
48,5 dafür

kursreaktion : keine

in diesem sinne
Antworten
cap blaubär:

estrich Du willst doch wohl Häger dem schrkln.

 
28.09.00 13:36
das Geschäft versauen,gerade Barschaften aus Seinen beliebten Raubzügen stellen nicht unerheblichen Verwaltungsaufwand dar,so sie in ner Fremdwährung zur Verwertung kommen müssen,es bestünde geradezu die Gefahr des verzettelns,sein Erfolg besteht ja auf Konzentration aufs Kerngeschäft,eine eigene Währungsabteilung würde(so eine neue McKinsey Studie das Ebit in nicht unerheblichen Bereich drücken)Bedenke auch bitte das www.Haegers-Raubzuege.com demnächst ein NM IPO plant(brandschatzen+ausräubern von Aktiendepots online)
blaubärgrüsse  
Antworten
Ötzi V:

Dänen wählen schon das richtige

 
28.09.00 13:42
Um mal ehrlich zu sein, wenn interessiert den schon ein Projekt das schon von vornherein zum Scheitern verurteilt ist???
Antworten
joker:

das kann auch nur ein österreicher sagen,

 
28.09.00 13:50
vielleicht auch noch Kärntner?
Antworten
nobody:

Referendum in DK - joker ./. ötzi v

 
28.09.00 14:13
Bekanntlich war Ötzi Tiroler und der Hinweis auf JH ist in diesem Zusammenhang nur ein Schlagetot- aber kein Argument. Etwas sehr dünne in richtug Gutmensch. Zähl doch bitte mal die herausragenden praktischen Vorteile des tollen € auf. Kommunismus ist theoretisch auch prima. Wenn aber Volkswirtschaften fundamental unterschiedlich sind, kann man die Währung nicht als Deckel benutzen und abwarten, daß darunter sich alles schon zurechtkochen wird.
Antworten
daz1:

Euro fällt nach ersten Nachwahlbefragungen in Däne

 
28.09.00 14:18
London, 28. September (AFP) - Der Euro hat am Donnerstagnachmittag mit einem Kursverlust auf das Bekanntwerden erster Nachwahlbefragungen in Dänemark reagiert, die auf ein "Nein" zur Gemeinschaftswährung hindeuten. In London fiel der Euro kurz nach 14.00 Uhr auf 0,8829 Dollar; ein Dollar war damit 2,2152 Mark wert. Zuvor waren noch 0,8846 Dollar für die Gemeinschaftswährung gezahlt worden. (AFP)

hoffe das war schnell genug HAHAHA ;)

gruesse

daz
Antworten
Gruenspan:

CNBC- News : Danish Euro 47,5 % yes 52,5% no. o.T.

 
28.09.00 14:30
Antworten
daz1:

Dänen lehnen Euro laut Nachwahlumfrage offenbar ab

 
28.09.00 14:31
Und hier noch die aktuellste News:

Kopenhagen, 28. September (AFP) - Die Dänen lehnen einer Nachwahlumfrage zufolge die Einführung des Euro offenbar mit knapper Mehrheit ab. Nach der Umfrage, die am Donnerstag sechs Stunden vor Schließung der Wahllokale vom dänischen Fernsehsender TV2 veröffentlicht wurde, sprachen sich bis dahin 52,5 Prozent gegen den Beitritt zur Gemeinschaftswährung aus, 47,5 Prozent waren dafür. Die Umfrage noch während des Referendum war höchst umstritten. Die Fehlerquote lag bei rund drei Prozent. Befragt wurden Wähler, die ihre Stimme bereits abgegeben hatten oder gerade abgeben wollten. Die Wahllokale sollten um 20.00 Uhr schließen. (AFP)
Antworten
Ötzi V:

An Nobody, joker

 
28.09.00 14:32
Danke Nobody, ich lese gerne solche genau definierten Statements.

Aber man muß auch verstehen, daß es Menschen wie Joker gibt, deren politisches Verständnis sich nur auf ein enges Bild beschränken, und zwar das Bild des hinterherlaufens und Faschismuskeule....etc und noch viel mehr.
Es ist immer mehr zur Mode geworden unliebsame Meinungen politisch als auch beruflich zu denunzieren und schlechtzumachen. Das ist mit Ö passiert, und wird momentan auch schon mit Dänemark gemacht.

Sind nun die Dänen die mit Nein stimmen schlechtere Menschen,wie die Leute die ein opportunistisches Ja geben?

Mit kommt es vor, daß alle Länder und Politiker der EU nach einem common sense entscheiden müssen. Machen Sie es nicht, werden sie ausgeschlossen.
Schöne Demokratie.

P.S.: Zur Information, mehrheitlich wird die EU durch Sozis vertreten.
Antworten
daz1:

Gruenspan du warst schneller als ich ;)) o.T.

 
28.09.00 14:32
Antworten
Drogo:

Und der Euro hält sich erstmal.....strange...

 
28.09.00 14:39
Dachte jetzt kommt der tiefe Fall. Oder machen uns das die Amis vor ?
Antworten
IZ:

dänen werden ablehnen =>> signal für england,

 
28.09.00 14:40
euro sinkt auf $0,50, Crash und 3. Weltkrieg.











Nein, so schlimm siehts dann doch nicht aus,
denke auch, daß die Dänen ablehnen und das den
euro nur wenig kratzt (dauerhaft). Über kurzfristige
reaktionen wage ich keine Prognose.

Gruß
IZ

Antworten
Drogo:

Euro leicht im +++ *kopfschüttel* o.T.

 
28.09.00 14:44
Antworten
mr.andersson:

genau, weg mit dem scheiss euro

 
28.09.00 14:50

das kann man nämlich alles nicht zusammenfassen, was da geköchelt wird in den einzelnen volkswirtschften.

und weg mit der scheis-dm.
das kann man nämlich nicht zusammenfassen , was da in den einzeln bundesländern geköchelt wird.
-zynismus off-

kann mir mal bitee jemand erklären, warum sich die wirtschaftliche lage von frankreich, deutschland und italien mehr voneinander unterscheidet, als die von bayern, hessen und niedersachsen ?

bayern ist seit jahrzehten ein überdurchnittlih produktives bundesland, das mit seinem beitrag zum bruttosozialprodukt solche pleiteländer wie niedersachsen mit durschleift ( ich bin niedersachse, bevor da diskussionen aufkommen ) .

also ? warum nicht gleich die dm abschaffen ?
jedes bundesland kriegt seine eingene währung....
ach was sage ich : jede stadt bekommt ihre währung , da man das alles nicht vergleichen kann.

quatsch? überzogen ? falsches beispiel ?

sicher nicht. den wir hatten zeiten, in denen jede burg ihre eigene währung hatte. jemand kam auf die idee, das es von vorteil wäre, sich mit den umliegenden städten zusammen zu tun.
die meisten waren dagegen: "identitäsverlust" "unsere harte währung wird durch die anderen geschwächt"

in zwischenschritten, die alle mit den gleichen argumenten abliefen, kam man zu nationlen währungen .
bis jemand auf die idee kam :das es von vorteil wäre, sich mit den umliegenden ländern zusammen zu tun.die meisten waren dagegen: "identitäsverlust" "unsere harte währung wird durch die anderen geschwächt"

aber trotzdem haben die amerikaner ihren dollar geschaffen. und diese gemeischaftwährung ist nun das mass der dinge. und da unsere gemeinschaftswährung im moment niedriger gehandelt wird als deren gemeinschaftswährung, ist das also ein argument, das eine gemeinschaftswährung nichts gutes ist ?!?

oder verstehe ich die euro diskussion mal wieder nicht und in wirklichkeit gibt es gute gründe die gegen den euro sprechen ?
zum beispiel, das die brd in der gemeinschaftwährung ist ? die ziehen nämlich mit ihrer inflation und der schleppenden politik den euro in den keller. so hört es sich jedenfalls in frankreich an .

immer wenn was neues kommt, ist das erst mal schlecht.lang lebe unsere ach so fortschritlich generation.

die dm-mark hat die reichsmark vor weniger als 60 jahren ersetzt und einige leute tuen so, als wäre die dm kulturgut.

in diesem sinne

ps: ötzi: was du alles in jokers satz reininterpretiert hast ist lächerlich.
Antworten
Drogo:

Einen * für mr. andersson.... o.T.

 
28.09.00 14:53
Antworten
Ötzi V:

Tja, das sind eben andere Grundvoraussetzungen

 
28.09.00 15:05
gewesen. Deutsche sind Deutsche von Grund auf. Ein Franzose ist kein Deutscher. Und ein Italiener erst recht nicht. Der Nationalstolz der anderen europäischen Länder hat sich sogar noch gesteigert in den letzten Jahren. Länder sind gespalten(politisch), Flamen und Walonen(hoffentlich richtig geschrieben), Spanier(Basken, Katalanen), Nord/Süditalien, Irland..... was denn noch.
Die Sache mit den USA war ein Interessenszusammenschluss von Weissen vor mehreren hundert Jahren, damit Sie nicht mehr von den Engländern ausgebeutet werden etc....................

Was haben Deine anscheinenden Argumente(anderson) also mit Europa zu tun???????

Big question?
Antworten
Alpet:

@ ötzi

 
28.09.00 15:21
Das ist doch eine ziemlich kleinkarierte Sicht der Dinge !
Alles nur eine Frage der Gewöhnung.
Meinst du die Badenser haben sich gefreut, als Sie mit den Schwaben zusammengelegt wurden ? Heute ist das Normalität.
Die Berliner und Brandenburger haben es nicht geschafft, darunter leiden diese zwei auch mächtig !

Darum haben wir Politiker, die nicht so kleinkariert denken, und Entscheidungen treffen die in die Zukunft gericht sind, die das beste für das Land und nicht für den Nationalstolz der Bürger bewriken.
Darum bin ich auch total gegen einen Volksentscheid bei solch wichtigen Entscheidungen. Da sind zuviele Emotionen und Gefühle mit dabei !

alpet  
Antworten
mr.andersson:

"Deutsche sind Deutsche von Grund auf ?"

 
28.09.00 15:22

ich bin deutscher und weltbürger von grund auf.

mit diesem "Deutsche sind Deutsche von Grund auf "-quatsch rückt man sich leicht in eine ecke, aus der man schwer rauskommt.

was ist den "deutsch von grund auf sein" ?

"Ein Franzose ist kein Deutscher"
das ist wahr.was hat das mit dem euro zu tun ?

"Und ein Italiener erst recht nicht"
du hast vergessen zu erwähnen, das ein italiener kein franzose ist.

"Was haben Deine anscheinenden Argumente(anderson) also mit Europa zu tun???????"

nen dreck, aber ich rede ja auch vom euro,und nicht von europa.
und so wie sich bayern , hessen und niedersachen trotz regionaler unterschiede auf eine währung geeinigt haben( die ja auf einmal von allen geliebt wird ), so können sich auch franzosen, italierer und alle anderen zusammen auf eine währung einigen .

bayern,hessen und niedersachen sind nicht seit schöpfungsbegin in einer bundesrepulik zusammengefasst. die waren mal eigenständig. im laufe der jahrhunderte sind sie aber zusammengefasst worden.

ich poste ja auch mit dir auf ein und dem selben internetboard in ein und derselben sprache, obwohl wir sicher nicht verschieden sein könnten .

in diesem sinne
Antworten
Ötzi V:

Nun, Politiker sind zuallererst Opportunisten!

 
28.09.00 15:38
alphet, das muß mir keiner verkaufen das Politiker ja so toll wären und nur die Interessen der kleinen dummen Wähler vertreten, sorry, aber dein Statement hat sich so angehört.

Zu andersson:

Auch ein na ja, es kommt beim Euro sicher auf den Versuch darauf an. Aber man sollte sich gegenüber ehrlich sein, und wenn ein Land die Vormundschaft nicht möchte, dann sollte sie nicht von anderen Ländern angegriffen werden.

Das ist für mich kein Demokratieverständnis.
Die Schweiz ist für mich ein Musterland. Das ist direkte Demokratie!!

Hier in der Eurozone kommt es mir vor wie eine Bevormundung unserer ach so tollen Politiker, die sich ja nur ach so toll für die kleinen Bürger einsetzen. Pah, sag ich nur.

Eine Demokratie ist das, wo Menschen sich direkt einbringen können und über die Belange eines Landes " M I T A B S T I M M E N "

Das ist meine persönliche Meinung.

Antworten
nobody:

mr. andersson

 
28.09.00 15:47
Aber: Ötzi ist doch TIROLER :-). Small question: wie halte ich Euro und Europa sauber getrennt ?

Zu USA: es hat ja nie einen Virginia-Taler und einen New York Shekel gegeben, oder ? Natürlich wäre es schön, wenn Europa eine echte Gemeinschaft würde. Aber wieso sind denn die Franzosen aufgerufen, Noten zu verteilen ? Sie haben doch gerade wieder einmal ausschließlich national gehandelt. Ne m'en fait pas ! Kleine Schritte sind aber besser und realistischer.

Selbstverständlich sich Referenden gefährlich und ich würde sie auch nur sehr eingeschränkt zulassen, nur gerade in der Demokratie habe ich als Bürger die Pflicht, mich einzumischen. In Deutschland ist noch nicht einmal eine politische Diskussion über den Euro geführt worden. Dafür kämpft man gemeinsam mit BLÖD gegen die Benzinpreise.

Die Damen/Herren Entscheidungsträger sind keine Säulenheiligen, die es schon richten. Es wird so vieles sowohl in der Wirtschaft als auch in der Politik erst einmal auf den Weg gebracht und entwickelt eine Eigendynamik, die dann nicht mehr aufgehalten werden kann. Deshalb ist noch lange nicht gut. Hinterher war wieder keiner zuständig oder "hat nichts gewußt".
Antworten
mr.andersson:

da scheint ein misverständniss vorzuliegen

 
28.09.00 16:11

ich finde das referendum in dänemark überhaupt nicht schlimm.
wenn es darum in dieser diskussion geht, haben wir aneinander vorbeigeredet.

also :
das die dänische bevölkerung direkt gefragt wird, ob sie der gemeischaftswährung beitreten will, finde ich vollkommen okay.
auch würde ich es nie verurteilen wenn die dort gegen die einführung des euro's stimmen. das ist doch deren sache, ob die das nun wollen oder nicht.

ich bin für den euro und kann die ganze debatte darüber nur schwer verstehen.aber wenn andere nationen da nicht mitmachen wollen, is das doch in ordnung.in 20 jahren werden wir sehen, welche entscheidung richtig war.

das beispiel mit den franzosen habe ich nur gebracht um zu zeigen , daß irgendwie in jedem land erzählt wird, das gerade das andere land die gemeinschaftswährung runterzieht.hätte auch jedes andereland nehmen können

abschliessend: ich glaube fest an wirtschaftliche vorteile durch den euro für eine mehrheit der beteiligten ( insbesondere deutschland, da die innereuropäischen währungsschwankungen nicht mehr den export belasten. und über ein drittel unserer exporte gehen in europäische nachbarländer).
ausserdem finde ich vieles der negativen stimmungsmache gegen den euro unverstndlich.

aber ich bin absolut dafür, das jede nation einen beitritt in ruhe mit sich abmacht und dann in frieden mit dem wie auch immer gearteten ergebniss leben kann.

@nobody :small answer : ich merke mir das immer so : europa ist ein kontinent und der euro eine währung :-))
den kontinenten gibt es schon seit jahrtausenden, den euro erst seit kurzem . europa findet also unabhängig von der währung statt. die wirtschaftliche lage der europäischen länder aber nicht.

in diesem sinne
Antworten
pekunia n.o.:

die nun auch im SPIEGEL kolportierte Fehlerquote

 
28.09.00 16:16
von 3 % ist bei solchen prognosen über wahlausgänge eine ziemlich willkürliche angelegenheit (und eher ein erfahrungswert). befürworter und gegner des dk-beitritts liegen ausserdem prozentual so dicht beieinander, dass selbst eine fehlerquote von 3 % beide ergebnisse noch zuliesse.
warten wirs also ab.
pekunia n.o.
Antworten
physik:

locker bleiben

 
28.09.00 16:22
Wie war das?:
"
, sprachen sich bis dahin 52,5 Prozent gegen den Beitritt zur Gemeinschaftswährung aus, 47,5 Prozent waren dafür. Die Umfrage noch während des Referendum war höchst umstritten. Die Fehlerquote lag bei rund drei Prozent
"
Eine Fehlerquote von 3% bedeutet ja nun, daß das Ergebnis auch genau umgekehrt sein kann...
man sollte die Auszählung abwarten. Die politischen Implikationen sind nicht ganz straightforward.
Die Teilnahme an einem Währungspool betrifft zunächst nur das Land, das beschließt beizutreten oder nicht beizutreten. Die Wirtschaftsmacht Dänemarks ist nicht erschütternd groß.
Daß eine Bevölkerung ungern die eigene Währung abgibt, ist vollkommen normal und kein Hinweis auf die Stabilität der Währung. Ich glaube die Abstimmungsergebnisse hätten ähnlich ausgesehen, wenn es darum gegangen wäre, den US-Dollar einzuführen.
Antworten
avantgarde:

USA und Europa sind denke ich überhaupt nicht

 
28.09.00 16:30
zu vergleichen. Wie NOBODY gerade richtig bemerkt hat gab es in Amerika gar keine andere Wahl als eine gemeinsame Währung. Außerdem sollte unser Vorbild in meinen Augen nicht immer Amerika sein, denn die gesamte "Ver-Amerikanisierung" geht mir seit jahren auf den Keks.

Aber zum Thema möchte ich noch einige Punkte hinzufügen:

Ich denke das Amerika nicht gerade das perfekte Beispiel für eine tolle EInheit bietet, da es zwar eine einheitliche Währung mit sich bringt, jedoch die Rechtssituation in den einzelnen Bundesstaaten weit auseinanderdriftet. Das Resultat ist ein Verbrechenstourismus, mit dem wir auch hier in Europa rechnen müssen.

Ich glaube Ötzi hat mit seiner Aussage über Franzosen und Italiener auch nur das Gemüt zum Ausdruck bringen wollen, das hinter den einzelnen Bevölkerungen steht. Die einzelnen Kulturen hat er ja gar nicht bewertet, aber ich gebe ihm recht, das das nicht so einfach unter einen Hut zu bringen sein wird. Dabei können die Deutschen sich überhaupt nicht aus dem Fenster lehnen, da aus bekannter Vergangenheit immernoch in den anliegenden Staaten höchste Skepsis gegenüber den deutschen besteht.

Und genau hier mache ich den Politikern einen Vorwurf, denn man hätte durchaus Maßnahmen um Völkerverständigungen voranzutreiben, anstelle dessen werden hier jedoch über 250.000 Menschen in ein neues System gepreßt, daß für sie den Segen bringen soll. Warum fängt man eigentlich mit der Währung an, warum nicht mit dem Rechtssystem, warum nicht mit der Kulturpolitik, warum nicht mit anderen Dingen, die nicht so schwer wiegen wie eine Währung??

Tatsache ist doch: der Euro MUß ein Erfolg werden, denn wenn er es nicht wird, dann brauche ich nicht zu erwähnen, daß dann die Leute wieder einmal Orientierungslos sind, und wir wissen ja, was das in der Vergangenheit bedeutet hat.

Was für ein Europa soll das überhaupt werden, wenn sich z. B. die Franzosen das Recht auf Atomversuche herausnehmen (siehe 1998)??

Was für ein Europa ist das, in dem Deutschland bisher ca. 72 % aller Kosten trägt?? (Quelle suche ich bei Bedarf gern heraus).

Aus meiner Sicht ist Europa für Deutschland ein fauler Tausch, denn dann kommen wir in das Scenario, daß Mr. Andersson mit Niedersachsen und Bayern beschrieben hat. Ich komme aus SH, bin also so gesehen derzeit auch ein Schmarotzer.

In diesem Sinne

Euer Avant

P.S. An Mr. Andersson Frage: Wo ist das Klima besser: In einem kleinen Gallierdorf oder in einem großen Rom?


Antworten
Parocorp:

Danish euro vote too close to call (Reuters)

 
28.09.00 16:34
Danish euro vote is too close to call

All Europe awaits Denmark's verdict on single currency


Reuters

COPENHAGEN, Denmark, Sept. 28 —  Danes voted on Thursday on whether to join Europe’s single currency, with last-minute opinion polls pointing to a tense photo-finish. Most recent polls have shown a slight lead for those who shun closer European ties and want to keep Denmark’s crown.

STORY CONTINUES BELOW  


   
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The referendum is seen as a test of public confidence in the euro, which has lost nearly a third of its value against major currencies since its launch last year.
 
 BUT AS long queues built up at several polling stations in the capital and with the outcome too close to call, the balance could be tipped by as few as 20,000 undecided voters.
The referendum, the sixth on European issues in this prosperous and strongly independent nation, is seen as a test of public confidence in the euro, which has lost nearly a third of its value against major currencies since its launch last year.

Economists polled by Reuters predicted an anti-euro ’no’ vote could knock two cents off the euro against the dollar, although fear of concerted intervention would probably stop markets sending it into freefall. A Danish ’yes’, however, would be a timely, though limited, shot in the arm, boosting the euro by 1.5 cents, they said.

The euro held steady on currency markets at around 88.40 cents on Thursday as dealers waited for early exit polls. Critics say exit polls while voting still continues may unduly influence voters, but Denmark’s interior minister said there was insufficient legislation to ban them. Voting closes at 1400 ET.

 
 Global markets at a glance
   

 • Asian-Pacific Markets
 

 • European Markets
 

 • The Americas Markets
 

 • Wall Street
 
 

Source: Wall Street Journal


Some analysts said central banks may step in even if Denmark voted ’yes’ to the euro, taking advantage of a short-term rise. “If there is a ’no’ vote, the downside is probably limited given the fears of intervention and there is some speculation that, even if there is a ’yes’ ... they might come in and push it even higher,” said Jesper Dannesboe, chief foreign exchange strategist at Dresdner Kleinwort Benson in London.

The Danish crown firmed a touch against the euro to 7.4611 on Thursday from Wednesday’s 7.4652 close, while bond yields narrowed slightly, reducing their spread to European debt.

Economists and dealers put the moves down to growing awareness that the impact of a ’no’ was likely to be limited. “People aren’t worried that much that a ’no’ will cause that much currency turmoil,” said Keld Holm, head of research at BG Bank in Copenhagen.

NECK-AND-NECK RACE
Final opinion polls suggested Denmark’s four million voters are evenly split. Of the three polls published before voting began, one pointed to a ’no’ vote, one to a ’yes’ and a third put the two sides neck-and-neck.

The last poll, published by the Green’s research institute, put the anti-euro vote at 49 percent and support at 47 percent, narrowing the gap from earlier surveys.

The vote is also expected to have broader implications for the pace of economic and political integration within the 15-nation European Union. Danish rejection would do little to help pro-euro camps in Britain and Sweden, both due to ask voters to decide on euro membership within the next few years.

British Prime Minister Tony Blair, however, dismissed any threat that a Danish ’no’ would hijack Britain’s euro debate. Asked if a ’no’ in Denmark would mean a delay in a UK referendum, Blair said: “No, it doesn’t. Denmark has got its own decision we have got our own decision.”

Blair, struggling in recent opinion polls and facing a possible general election next year that could be dominated by the thorny European issue, maintained that he favored euro entry as long as key economic conditions suited.

“Even if it is difficult in terms of short-term popularity, it is important to stress to people Europe is important for Britain,” he said.

RISK OF 'TWO-SPEED' EUROPE
A Danish ’no’ could also damage European integration by spurring France, Germany and other EU “integrationists” to forge closer political ties, political analysts said.

In this two-speed Europe, the three euro zone ’outs’ would risk being left in the slow lane.

Denmark’s political and business leaders have urged voters to say ’yes’, arguing the small country, which accounts for just two percent of the EU economy, would be better off having its voice heard within the euro zone than shouting from the sidelines.

 
 
   

 • MSNBC Cable coverage
Watch MSNBC Cable for coverage of this and other stories  
 



Opponents — from across the political and social spectrum — warn that a ’yes’ vote could spell the end of Danish sovereignty, lead to increased European bureaucracy and threaten Denmark’s cherished welfare system.


© 2000 Reuters Limited. All rights reserved. Republication or redistribution of Reuters content is expressly prohibited without the prior written consent of Reuters.


Antworten
daz1:

Neue Nachwahlumfrage: Euro-Gegner liegen vorne

 
28.09.00 16:36
Kopenhagen, 28. September (AFP) - Bei dem Euro-Referendum in Dänemark zeichnet sich neuen Nachwahlbefragungen zufolge ein Sieg des "Nein" zur europäischen Einheitwährung weiter ab. Wie der dänische Fernsehsender TV2 unter Berufung auf das Meinungsforschungsinstitut Magafon am Donnerstagnachmittag berichtete, sprachen sich 52,1 der Befragten gegen den Beitritt Dänemarks zur Europäischen Währungsunion aus. 47,9 Prozent stimmten dem Euro zu. Insgesamt waren 9044 Wähler vor und nach ihrer Stimmabgabe befragt worden. Nach Angaben der dänischen Presseagentur Ritzau hatte sich zuvor eine hohe Wahlbeteiligung abgezeichnet. Die Wahlbüros in Dänemark sollten um 20.00 Uhr MESZ schließen, das amtliche Endergebnis wurde gegen 23.00 Uhr MESZ erwartet. Der dänische Ministerpräsident Poul Nyrup Rasmussen äußerte sich im Fernsehen derweil besorgt über die Wahlprognosen. (AFP)

gruesse

daz
Antworten
Levke:

Was glaubt Ihr denn ?

 
28.09.00 16:46
Geben fällt immer schwerer als nehmen, von daher muß man die
negative Entscheidung der Dänen akzeptieren.
Was glaubt Ihr, wenn man die Griechen gefragt hätte ?
Dort wären 80% dafür, da nehmen ja ziemlich leicht fällt !
Antworten
Ötzi V:

An alle, die kritisch gegenüber

 
28.09.00 17:10
Entscheidungen unserer Politik sind. Danke für die positiven Statements.
Natürlich bin ich für ein vereinigtes Land, in dem Reiserestriktionen und andere nicht da sind. Natürlich gehe ich gerne italienisch dinieren, mache in F und E Urlaub. Ich sehe immer noch die wunderschöne karge Landschaft Irlands vor mir.

Das alles soll auch so sein.

Nur wir, das Volk, sollte endlich mal aufwachen und an den Entscheidungen unserer so hochwohlgeborener Politiker teilhaben.
Denn muß ich schon zum zweiten Mal in der Zeitung lesen, daß unser Finanzminister auch ohne Zustimmung der Opposition etwas durchbringen will.
Wo sind wir?

In einer Demokratie, oder doch vielleicht in einem Staat, indem Leute regieren, die es in der Industrie zu nichts gebracht haben?
Antworten
Ötzi V:

nochmals ötzi

 
28.09.00 17:48
Yahoo!-Umfrageergebnis


                                   
Yahoo! Umfragen
alten Sie den Euro für eine stabile Währung?
Vielen Dank für Ihre Stimme!
297481 Stimmen seit Oct 7 1999

 Ja              35%         103109 Stimmen                                                
 Nein             65%        192793 Stimmen
               
 Weiß nicht          1%       1579 Stimmen                                                          
                                     
                                               
                                                                             
Antworten
mr.andersson:

verständnissfrage

 
28.09.00 17:55

bezog sich die frage nach der stabilität auf den innenwert des euro's oder den aussenwert ?

das wird nämlich selten unterschieden in diesen fragen.

wenns um den ausswert ging, hatten die teilnehmer der umfrage mittelfristig recht.

wenns um den innwert ging, hatten die teilnehmer der umfrage mittelfristig unrecht.

in diesem sinne
Antworten
daz1:

Dritte Nachwahlbefragung: Kopf-an-Kopf

 
28.09.00 19:01
Kopenhagen, 28. September (AFP) - Kurz vor der Schließung der Wahllokale haben sich bei dem Euro-Referendum in Dänemark Befürworter und Gegner der europäischen Einheitwährung ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert. Wie der dänische Fernsehsender TV2 unter Berufung auf das Meinungsforschungsinstitut Megafon am frühen Donnerstagabend berichtete, sprachen sich in einer dritten Nachwahlbefragung 50,8 Prozent der Befragten gegen den Beitritt Dänemarks zur Europäischen Währungsunion aus. 49,2 Prozent stimmten dem Euro zu. Insgesamt waren fast 15.000 Wähler vor und nach ihrer Stimmabgabe befragt worden. Die Wahlbüros in Dänemark sollten um 20.00 Uhr MESZ schließen, das amtliche Endergebnis wurde gegen 23.00 Uhr MESZ erwartet. (AFP)  
Antworten
jopius:

bei JA zum Euro - morgen Rallye mit US Rückenwind o.T.

 
28.09.00 19:17
Antworten
Gruenspan:

Danish - Euro ja 49,1% nein 50,9% akt. o.T.

 
28.09.00 19:37
Antworten
nobody:

DanEuro o.T.

 
28.09.00 19:44
Antworten
Hans Dampf:

ötzi - was soll diese ständige Politikerschelte? o.T.

 
28.09.00 19:48
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nobody:

DanEuro 2. Versuch

 
28.09.00 19:54
Leider habe ich nicht die Zeit, auf alle Diskussionsbeiträge einzugehen. Ich finde es aber ungeheuer spannend, wie engagiert und weitgehend fair hier die Meinungen ausgetauscht werden.

Nur noch dies: die jetzt so erfolgreichen Bayern waren ja früher ganz schön am Ende der Skala in der Reihe der Bundesländer und verdanken ihren Aufstieg dem Länder-Finanzausgleich und FJS (aber ich will keine neue Debatte lostreten). Jetzt wehren sie sich dagegen, ärmeren Ländern etwas "zurückzugeben".

Ötzi, auch wenn wir in vielen Punkten übereinstimmen, es tut mir leid: wie kommst Du denn darauf, daß ein Gesetz denn mit Zustimmung der Opposition verabschiedet werden muß ?

Avantgarde: Dein Hinweis auf rechtliche und andere Harmonisierung in Europa ist genau das, was ich mit dem brodelnden Topf meinte. Man muss UNTEN anfangen, das Europäische Parlament muß eine wirkliche Kontrollfuktion ausüben können, die Bürokraten dürfen nicht länger mauscheln.
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Hans Dampf:

2. Versuch

 
28.09.00 20:00
Was haben dir die Damen und Herren denn getan?

Du glaubst doch wohl nicht, dass auch nur ein Bruchteil der anstehenden Entscheidungen per Volksentscheid getroffen werden können, bei der zunehmenden Komplexität der Materie(Globalisierung mal als Schlagwort).
Es würden doch nur rein gefühlsm,äßige Abstimmungen laufen, bei der der gewinnt, der seine Thesen am populistischsten darlegen kann.

Tut mir leid, Politiker haben einen schweren, nicht besonders gut bezahlten, Job, und dieser pauschalierend als gescheiterte Existenzen darzustellen, kann ich nicht ganz nachvollziehen.

Es gibt wie überall in der Bevölkerung bessere und schlechtere, Egoisten, Dilettanten und Profis - was ist daran so verwerflich?

Im übrigen ist der Finanzminister dazu gewählt worden, Entscheidungen zu treffen - von einem Votum , dass zwingend die Zustimmung der Opposition erfordert, steht so nichts in der Verfassung.

Gruß Dampf


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Hans Dampf:

Prognose TV2 (DK) 50:50 o.T.

 
28.09.00 20:04
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Parocorp:

der "nichtbeitritt" ist doch schon eingepreist!!! o.T.

 
28.09.00 20:07
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avantgarde:

@ Hans

 
28.09.00 20:33
Hallo Hans,

ich möchte über den Punkt mit dem Finanzminister noch ein paar Worte verlieren, denn sicher hast Du mit Deinem beschriebenen Votum für den Finanzminister recht, aber genau wie im Steuerrecht gibt es eben auch in unser Verfassung Lücken und Möglichkeiten, um Entscheidungen, die eigentlich über den Bundesrat entschieden werden müssen, zu umgehen.

Ich möchte übrigens auch nicht mit einem Politiker tauschen, auch wenn ich die Bezahlung gar nicht soooo schlecht finde, aber es sind eben zu viele Termine und lästige Aufgaben.

Wenn Du von Globalisierung sprichst und den Menschen, die das gar nicht mehr nachvollziehen oder verstehen können, dann müssen wir uns fragen, ob unsere gesellschaft in dem Tempo wirklich weiter wachsen sollte, denn ich sehe das ähnlich. Im übrigen können auch unsere Politiker die Gesellschaftlichen Entwicklungen kaum noch nachvollziehen, denn mit dem entsprechenden Backround würde man das Internet wohl nicht so um jeden Preis nach vorne bringen wollen, ohne auf die Sicherheitsrisiken zu achten. Ich denke dann immer an den Film das Netz, und da werden wir wohl früher oder später landen. Seufz*

Bis morgen zum fröhlichen Börsenausverkauf

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redcrx:

Mehrheitlich gegen Euro-Beitritt nach ersten ...

 
28.09.00 21:17
... Hochrechnungen. (ARD)
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Guru Brauni:

Ich glaube, daß die Dänen mit JA stimmen, weil...

 
28.09.00 21:20
... die Umfragen deuteten in den letzten Tagen alle auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Bei uns im Ösiland war das doch bei der Abstimmung zum EU-Beitritt genauso. Das interessante war dann aber, daß doch mehr als 60% dem Beitritt zustimmten! Wenn jeder weiß es wird knapp überlegen viele die Situation und schließen sich dann doch den Volksvertretern und Wirtschaftsexperten an. Mag vielleicht eine komische Begründung sein, aber sowas hatten wir schon mal bei uns im Ösiland. Und ich halte die Wahrscheinlichkeit für groß, daß die Dänen ähnlich denken...

Viele Grüße
Guru Brauni
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joker:

Hallo alle miteinander!

 
28.09.00 21:23
Ich bin wieder da. Um mal ganz langsam zu beginnen.

Mein lieber Ötzi. Ich lebe in Österreich und kenne die Mentalität und die Gewohnheiten der Österreicher. Ich bin nicht in Österreich geboren. Ich lebe aber mein halbes Leben schon hier, und zwar der Teil an dem man sich erinnern kann :-), dh die letzte hälfte meines bisherigen Lebens.

Ich will keine Romane schreiben also fasse ich mich kurz. Österreich ist arm dran ohne euro und Österreich ist noch ärmer dran ohne die EU. Die Argumente die mir dazu immer entgegen gebracht werden sind: "Aber die Schweizer sind nicht in der EU und denen geht es noch besser." Dazu will ich mich nicht äussern. Dafür müssen die die das sagen mal Österreich und die Schweiz vergleichen, dann können wir weiter reden. Aber ich will gar nicht darauf hinaus.

Ich weiss ehrlich gesagt nicht was ich sagen soll. Es kommt mir einfach irrsinnig engstirnig vor, eine Neuheit, die einem auch viel bringt, nicht zu akzeptieren und alles menschlich und wirtschaftlich notwendige zu tun, um den Erfolg dieser Sache (euro) zu garantieren. Es tut mir leid Leute aber euch geht es zu gut!! Glaubt mir! Ihr habt euch in euren Liegestühlen und sonstigen Stühlen reingekuschelt, schaut euch die deperten Politiker an wie die Trotteln versuchen "unsere" schöne Währung (dm, ats, oder was auch immer) aus dem Weg zu räumen, damit wir armen Bürger dann ohne nationalen Stolz und mit verlohrener Identität (oh gott oh gott, jetzt sama alle europäer und können nicht mehr auf die scheiss franzosn der scheiss sonstwas schimpfen) im vereinigten Europa irgenwann untergehen. Tschuldige, Leute, aber ausserhalb der Europäischen Wirtschaftunion mit 60% wirtschaftlicher Abhängigkeit von Deutschland, einem an die Mark gebundenen Schilling und einem gesamtwirtschaftlichen Anteil an der EU von 3%... braucht man da noch gross reden? Ihr wollt keinen Euro? Wenn die Mark weg ist auf was zum Kuckuck will man sich denn sonst stützen? An die grosse Österreichische Industrie? An die grossen Österreichhischen Bankgesellschaften? An die grosse Abhängigkeit der grossen weiten Welt oder meinetwegen nur der EU an den Österreichhischen Produkten ohne die man nicht auskommen würde? Klar. Warum nicht... Werden ja sehn was rauskommt.

Ich will jetzt nicht auf Österreich reinprügeln oder so. Ist ja schliesslich meine Wahlheimat. Wenn auch nicht mehr lange. So wie dass hier läuft. Ich find es schade dass die Österreicher nicht mehr aus dem Potenzial machen das sie haben. Ö. hat angst vor Überfremdung, dabei ist es doch die Vielfalt die die Fantasie des Menschen anregt. Zu meinen schönsten Erinnerungen zählen die Campingtouren die ich mit meinen österreichischen Freunden in Spanien, Portugal, Frankreich und Italien gemacht habe. So viele Leute kennengelernt von denen man sich so stark unterscheidet und gerade dass mag ich so daran. Ich finde das ist mehr Wert als ein Studium, da es viel Erfahrung mit sich bringt.

Und, entschuldige mich Ötzi, aber noch was zu deinem Satz:
"Eine Demokratie ist das, wo Menschen sich direkt einbringen können und über die Belange eines Landes " M I T B E S T I M M E N "". Natürlich stimmt dass, aber genauso wie der Kommunismus nicht funktioniert geht das auch nicht. Was glaubst du soll der Herr Meier aus Haus nr.5 von 7 im Dorf XY sagen wenn man ihn fragt: Willst du den Euro?
Ich sage dir was. Er wird nein sagen. Warum? Weil er keine Ahnung hat was dass für Folgen auf die Wirtschaft hat. Oder hat er wirtschaft studiert? Glaub ich nicht. Wieso soll man ihm seinen geliebten schon sein ganzes Leben lang dagewesenen Schilling wegnehmen und im ein "euro" in die Hand drücken bei dem er nicht mal weiss wieviel er Wert ist? Der Mann und viele andere können vieles gar nicht verstehen und wissen und dass heisst nicht dass sie dumm sind oder blöd oder sonst was schlimmes. Sonder es kann ja nicht jeder auf dieser Welt Wirtschaft studiert haben und die spezialisierung Währungspolitik und Volkswirtschaftslehre und Finanzpolitik und etc. dabei gemacht haben um sich wirklich gut auszukennen. Das geht nicht! Ich verlange ja auch nicht von einem Bauern er solle mir die Relativitätstheorie runterrattern, oder von 'nem Politiker er solle mir eine Monalisa malen, oder von 'nem Wirtschafter er solle gefälligst ein Atomkraftwerk reparieren. Oder? Wir habe manchmal nicht das Wissen um qualifizierte Meinungen abzugeben.

@nobody. Wegen der Streiks um die Benzinpreise. Ich glaube die hohen Benzinpreise sind für den Normalbürger um einiges mehr greifbarer als der eurofall. Die Währung an sich, wernn sie sich änder tut ja keinem weh. Ausser natürlich im nationalen Stolz. Aber am Schluss bleibt dann nur mehr der Stolz und dafür kann man sich auch nichts kaufen. Und diesen Stolz werden eure Kinder in 20 Jahren schon gar nicht mehr verstehen. Fragt doch mal die Enkelkinder ob sie lieber einen stolzen toten Vater hätten, der sich im Krieg heldenhaft verhalten hat und genauso auch gestorben ist, oder ob es für sie besser war, dass er sich verkrochen hat aber heil zurückgekommen ist. Interessiert später keine Sau mehr warum er noch lebt. Hauptsache er ist da. Ist ein schlimmes Beispiel für einfache Logik und wenn man es so sagen kann, Wirtschaftlichkeit. Klingt blöd ist aber so.

Tut mir leid für meinen etwas temperamentvollen Beitrag, aber ich werde immer Fuxteufelswild wenn es um den euro oder die EU geht. Ich bin ein, ist wahrscheinlich schon leicht durchgesickert, starker verfechter der Gemeinschaft und lasse mich verdammt schwer vom gegenteil überzeugen. Nichtsdesto trotz bin ich immer offen für Gespräche, nur sollten es nicht kleinkarierte Meinungen sein die sich auf einen winzigen Horizont beschränken, der im Haus vorm Tabackgeschäft an der Gränze zu Italien anfängt und bei den Nutten nach der Grenze zur Tschechei im Bierlokal "zur roten Flamme" (was weiss ich) aufhören. Denn als Nutten, Tschuschenarbeiter und Putzfrauen sind alle anderen gut.

Habe die Ehre,
joker

PS: Ich bin NICHT für die Osterweiterung in den nächsten 10 Jahren!
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KOHLHAAS II:

Knauserig bei der Werbeschlacht ? In Ösiland wurde

 
28.09.00 21:46
angeblich eine Milliarde ATS für die Werbelügenkampagne zur EU-Abstimmung verpulvert.
Scheinbar waren die dänischen Politiker zu knauserig - oder lügen die schlechter als die Ösi-Politiker?
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Gruenspan:

Nach Auszählung von 83% der Stimmen 53 zu 47 nein. o.T.

 
28.09.00 22:05
Antworten
redcrx:

Euro fällt unter 0,88-USD-Marke ; 54:46 nein / ja

 
28.09.00 22:05
Devisen: Euro fällt unter 0,88-USD-Marke

Dänisches 'Nein' zeichnet sich ab

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro  ist nach dem sich abzeichnenden "Nein" der Dänen zur Gemeischaftswährung unter die Marke von 0,88 US-Dollar gefallen. Der Euro kostete um 21.35 Uhr 0,8787 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 0,8832 (Mittwoch: 0,8861) US-Dollar festgesetzt.

Ein "Nein" aus Dänemark wird immer klarer. Die ersten 21,8% der ausgewählten Stimmen ergaben einen Vorsprung für die Euro-Gegner von 54% zu 46%./wö/ms

Antworten
Parocorp:

We keep the Krone because (CNN-TV)

 
28.09.00 22:06
we trust in our hearts not in our politicans!

sie werden die krone behalten, aber schlimm ist das doch nicht...? in den nächsten tagen wird über einen neuen termin abgestimmt.. sie werden noch früh genug ja sagen! also?!

wie würde man es auf dem grand prix trällern?

*fly on the wings of love.... fly baby flyyyyy* ;)

davon wird die (börsen)welt nicht untergehen!
Parocorp
Antworten
Crash-Kid:

Dänemark sagt nein, ja und?

 
28.09.00 22:16
Dänemark hat vier Millionen Wahlberechtigte. Da wird aus einer Mücke ein Elefant gemacht. Ich denke, diese Entscheidung ist im Euro längst eingepreist.

MfG

crash-kid
Antworten
Parocorp:

...und er erholt sich gerade auch wieder!

 
28.09.00 23:34
0.8797 , aaaber was machen die amis nun schon wieder? nasdaq future -28...

ojeee
Parocorp
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avantgarde:

@ JOKER ich bin auch ein gern über...

 
28.09.00 23:37
Politik redner, und deshalb kann ich Deine Zeilen nicht unbeantwortet lassen.

Das was Ötzi sagt kann ich nur unterstreichen, es geht in einer Demokratie darum, das auch der einzelne an politischen Entscheidungen teil nehmen darf und Veränderungen einbringen darf.

Dabei kommt es nicht darauf an, ob Herr Meier aus Haus Nr. 7 etwas zum Euro sagen kann oder will, es geht darum, das er etwas verändern können müßte, wenn er denn wollte, und das ist in Deutschland und Österreich und vielen anderen Ländern eben nicht möglich. Selbst wenn ich mich noch so ärgere, ich kann mit egal wieviel Aufwand nichts an der Situation ändern, und das ist dann ganz schön deprimierend.

In Deutschland wird kein hohes Staatliches Amt vom Volk direkt gewählt?? Warum eigentlich nicht? Hält man die Leute für zu Dumm???

Du bezeichnest Dich als einen harten Verfechter des Euros, und es gibt bestimmt 1000 gute Gründe dafür, aber da Du sagst das Du über diese Dinge diskutieren möchtest, mit wem auch immer, mußt Du eben auch einsehen, daß es genauso 1000 Argumente gegen den Euro gibt.

Ich selbst kann keine klare Position für oder gegen den Euro einnehmen, dafür ist mir ehrlich gesagt zu viel wischiwaschi an Informationen im Umlauf.

Aus meinem gesunden Nationalverständnis heraus würde ich sicher, wie Du richtig gesagt hast, auf Teufel komm raus meinen hohes Status versuchen zu behalten, um eben bloß kein Stück von dem Kuchen abzugeben. Das dies sicher ignorant ist und auf lange Sicht gesehen völlig falsch, mag ja alles sein, aber nenne Du mir doch bitte einen vernünftigen grund, warum jemand seinen Wohlstand gefährden sollte, nur weil ihm jemand das blaue vom Himmelverspricht. Unglaubliches Wirtschaftswachstum, mehr Arbeitsplätze, keine Grenzen mehr, Preistransparenz.....alles Schwachsinn, und das müßtest Du eigentlich auch wissen.

Das unglaubliche Wirtschaftswachstum z. B. wird nicht durch den Euro geändert, forciert oder verringert, es bleibt so wie eh und je. Warum? Ganz einfach, weil Wirtschaftliche Zyklen in großem Maße von der geburtenrate eines Landes abhängen. Glaubst Du nicht? Ich sauge mir das nicht aus den Fingern, das ist eine Studie von Harry S. Dent, einem berühmten Zukunftsforscher. Er hat z. B. schon vor Jahren vorausberechnet, das der Dow im jahre 2000 die 10.000 er Marke knacken wird.

Ich kann wie gesagt keine tolle oder schlechte Aussage für oder gegen den Euro treffen, aber wie gesagt, nenne mir bitte einen guten Grund warum ich meine Meinung in Deine Richtung ändern sollte, vielleicht schaffst Du es ja!

Gruß und gute Nacht an alle Nachtwandler und "Frauenmeider" (-:

Avanti

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gutsi:

Die Dänen sind nicht alle

 
29.09.00 00:44
Das Problem ist nur kommen die Dänen nicht nach Euroland, dann auch nicht die Schweden. Die Engländer werden dann sicher auch nicht kommen. also die Dänen ziehen mehr als 4 Mill. Wahlberechtigte mit sich.

Tschau gutsi
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stein:

Euro

 
29.09.00 01:04
Ich stehe zum Euro,der Euro ist unsere Zukunft!
Klopales Denken ist angesagt,kein engstirniges Verhalten!!!

Grüsse an Euch
            Stein
Antworten
joker:

@avantgarde, ein paar Gedanken zur EU

 
29.09.00 01:52
Ich stimme dir zu. Demokratie muss vom Volk ausgehen. Keine Einwände. Ich sage auch nichts dagegen das bei wichtigen Entscheidungen ein Referendum zu Rate gezogen wird. Schliesslich ist es ja Zukunftsentscheidend welche Richtung man einschlägt. Darum geht es nicht.

Ich würde gerne was darauf sagen:
"Aus meinem gesunden Nationalverständnis heraus würde ich sicher, wie Du richtig gesagt hast, auf Teufel komm raus meinen hohes Status versuchen zu behalten, um eben bloß kein Stück von dem Kuchen abzugeben.
Das dies sicher ignorant ist und auf lange Sicht gesehen völlig falsch, mag ja alles sein, aber nenne Du mir doch bitte einen vernünftigen grund, warum jemand seinen Wohlstand gefährden sollte, nur weil ihm jemand das blaue vom
Himmelverspricht."
Du hast es erkannt. Es ist ignorannt und falsch und auch menschlich. Genau da liegt das Problem. Wenn man uns, das Volk fragt, reagieren wir Menschlich. Wir entscheiden subjektiv. Wir versuchen uns dafür zu entscheiden was uns, mir, dir am meisten bringt. Genau DAS ist der Punkt! Wie funktioniert eine AG. In einer AG ist "fast" jede Person ersetzbar. D.h. man könnte jede Person ersetzen ohne die AG zu verändern. Die AG hat ja Rechtspersönlichkeit. Dadurch ist die AG wie eine "Person". Für diese "Person" arbeiten Menschen die als Aufgabe haben diese AG zu mehr Geld mehr Produktivität, mehr Gewinn, mehr Wohlstand um es allgemein zu sagen, zu bringen. Wenn ich nun in einer AG als Vorstand alle paar Wochen oder Monate die Arbeiter fragen würde ob sie dieses und jenes Geschäft in Ordnung finden werden sie auch nicht mit allem einverstanden sein. Warum soll er z.B. einem Geschäft zustimmen dass die Firma im Ausland zwar weiterbringen würde, und vielleicht zu einem Global Player machen kann, wenn er zu Hause wo er ist einen gesicherten Arbeitsplatz haben kann, gutes Einkommen und soziale Sicherheit hat. Ihm ist es wurscht ob nun die Firma in Asien, Amerika oder Afrika 50 Filialen aufmacht. Schliesslich ändert sich an seinem Arbeitsplatz nix. Einkomen bleibt gleich. Kollegen bleiben gleich. etc. Kann man von diesem Menschen dann eine rationale Entscheidung erwarten auf die Frage: "bist du einverstanden... ". Ich finde nein.

Was ich damit sagen will ist, entweder bleiben wir auf der Stelle stehen mache keinen Schritt mehr nach forne weil dass Risiko deshalb einen Schritt oder zwei zurück zu gehen zu gross ist. Das ist genau so als wenn ich sagen würde, ich will nicht über die Strasse gehen ich könnte ja überfahren werden. Na dann bleib ich da wo ich bin, da bin ich ja sicher. Aber da werde ich verhunger da das Brotgeschäft auf der anderen Strassenseite ist. Aber ich lebe immerhin länger als wenn ich jetzt beim Versuch die Strasse zu überqueren überfahren worden wäre. Was ist besser. Das musst du selber entscheiden. Oder du wählst Politiker, Vorstände, sonstige Leiter die sich Gedanke über solche Probleme machen können. Oder du fragst die ganzen Leute die nicht in 10 20 Jahresabstände denken sonder die daran denken was passieren könnte wenn es schief geht. Worst case meistens. Und diese Leute werden dann dagegen stimmen und du als Visionär und Vorstand hast das nachsehen. Man kann den Leuten ja keine Sicherheit geben, und genau das wollen die ja. Aber es gibt doch gar keine Sicherheit, und ohne Risiko keinen Preis. Das hört man immer wieder hier im Board. Dänemark gehört zur EU aber in gewisser weise dann doch nur halb da sie ja nicht Währungsgebunden sind wie die anderen. Gut, haben wir halt wieder mal gezeigt dass wir viel vertrauen in die Währung haben. Wenn die Europäer schon kein Vertrauen in die Währung haben dann bitte keine Weinorgien wenn es mit dem euro dann schlecht steht. Ich als Japaner oder Ami würde mich jetzt umdrehn und weggehen. Ihr vertraut eurer Eigenen Währung nicht, warum soll ich das tun?

Dänemark ist klein, würde auch nicht viel im euro ausmachen von der Gewichtung her, aber es zeigt dass man sogar in der eigenen "Firma" zweifel an der "Geschäftsidee" hat. Sind das gute Aussichten? So geht das nicht. Der euro und die EU sind grossartige Sachen die heute im entstehen sind. Wir können dazu beitragen dass es klappt, oder sie vernichten. Wie können wir dazu beitragen? Indem wir europäisch denken. Probleme gibt es in jedem Land also wieso nicht auch in der EU? Wollt ihr nicht auch besser als die Amis oder die Asiaten sein? Ich schon. Fliegt doch mal für ein Monat nach Amerika oder nach Australien oder Japan. Die in Amerika kennen nicht mal die hälfte der EU-Mitglieder sie kennen aber die EU.

Es ist echt schade dass jeder nur seinen eigenen Garten sieht und nicht was es darüber hinaus noch gibt.

alles Gute,
joker
Antworten
prager:

Die Dänen

 
29.09.00 01:53
Vorläufiges Endergebnis
 
Dänen lehnen den Euro-Beitritt ab

Die Dänen haben sich in einem Referendum am Donnerstag gegen die Einführung des Euro entschieden. 53,1 Prozent stimmten dem vorläufigen Endergebnis nach gegen, 46,9 Prozent für den Euro.

(www.handelsblatt.de)

Haben die Dänen vielleicht nicht den günstigen Einstiegspunkt verpaßt? Bei der jetzigen Euro-Schwäche hätten sie für ihre Krone wesentlich mehr Euro bekommen als in etwa 1-2 Jahren, wenn der Kurs sich auf cirka 1.00-1.20 (Dollar für Euro) erholt.? Oder ist der Kurs schon jetzt fixiert?
Antworten
prager:

übrigens: mein Name war früher VAJA99

 
29.09.00 01:58
Ich grüsse euch alle!
Antworten
Parocorp:

hält sich ja noch sehr stabil

 
29.09.00 07:47
oder ist das die ruhe vor dem sturm?
Antworten
avantgarde:

@ Joker, alles richtig was DU sagst,

 
29.09.00 08:56
auch Deine Argumentation bzgl. des Gartens, über den niemand so richtig gerne hinausschauen will. Leider sind viele Menschen heutzutage viel zu sehr mit ihren eigenen Entscheidungen befaßt und denken dann eben nicht an das Wohl der Gemeinschaft.

Meine gestellte Frage hast Du dabei im übrigen gekonnt umfahren: Ich hatte Dich gebeten mir EINEN guten Grund FÜR den Euro zu nennen. Alle Dinge die Du genannt hast, sind schon 100.000 mal durch die Mediale Landschaft gedrückt worden und keiner hat es verstanden.

Was ich sagen möchte ist: Du hast recht, die meisten menschen sind engstirnig, auch Du und ich, jeder in gewisser Weise und in bestimmten Bereichen. Aber wenn von insgesammt übr 365.000.000 Menschen mehr als 2/3 sagen, daß Sie eine Veränderung in eine Unsicherheit NICHT möchten, dann muß man das ggf. auch mal akzeptieren.

Sicher brauchen Menchen immer einen Leitfaden, an dem sie dann geführt werden können, von wem auch immer, aber sollten wir nicht gerade deshalb alle Veränderungen zumindest einmal kritisch hinterfragen? Ich denke schon, vor allem weil nicht alles neue gut ist.

Meinen von Dir Zitierten Satz mit der ignoranz und dem falschen auf lange Sicht gesehen möchte ich ebenfalls noch eimal aufgreifen. Ich habe Dir ja geschrieben, daß ich noch zwischen einer eindeutigen Meinung Schwanke, und genau deshalb habe ich diese Punkte "ignorant" und "für die Zukunft falsch" ins Felde geführt. Aber nicht weil ich so denke und handele, sondern weil ich davon ausgehe, das die meisten Menschen sich derartige Gedanken schon einmal bzgl. des Euro gemacht haben, und das einzige was dann die Herren Politiker dazu zu sagen haben ist genau das, was Du gerade so schön beschrieben hast. Aber das ist keine Antwort.

Noch eine kleine Tatsache zum Schluß:" Wenn ich Däne wäre, und ich wohne leider verdammt nah an Ihnen dran, dann würde ich doch auch gegen den Euro stimmen, ich müßte doch Angst haben, das das Schulsystem, das soziale Netz (1993 Grundlegend revormiert), der Dänische Nationalismus (in Dänemark sehr hoch), .... aufgeweicht werden. Das diese Ängste unbegründet sind, hat noch kein Politiker der Welt versucht zu erläutern, geschweige denn zu widerlegen.

Dem Euro fehlen die guten Argumente.

So, und jetzt kommst Du  (-:

Avant
Antworten
Gadnjef:

@prager

 
29.09.00 09:16
Ich glaube die D-Krone ist innerhalb eines Bandes mit Breite plusminus 2.25% an den Euro gekoppelt

mfg Gadnjef
Antworten
Bronco:

Eine weise Entscheidung, die die Dänen da

 
29.09.00 09:21
getroffen haben. Mit dem Euro hätten sie in erster Linie ihre Währungs- und Zinshoheit verloren. - Und was hätten sie dafür bekommen ? - Eine Währung, die eher schwächer ist als die eigene und auf die sie als kleines unbedeutendes Mitgliedsland keinen Einfluß haben.
Die Dänen haben es geschafft, ihren Sozialstaat bis in die heutige Zeit hinüberzuretten, bei nur halb soviel Arbeitslosigkeit wie im EU-Durchschnitt oder speziell in der BRD und einem einigermaßen soliden Haushalt (zumindest solider als unserer). Offensichtlich sind die "äußeren Zwänge", die angeblich unsere Regierungen in der EU nötigen, den blanken Sozialdarwinismus wiedereinzuführen, doch nicht so gewaltig, wenn ein kleines Land wie Dänemark diesen Zwängen erfolgreich standhält.
Vielleicht sollten die EU-Leader erstmal darüber nachdenken, ob sie an ihrer Arroganz nicht etwas ändern könnten und z.B. in der EU erstmal sowas wie demokratische Strukturen zulassen (z.B. mit einem Parlament, das tatsächlich was zu sagen hätte), bevor sie sich anmaßen, ein Land zu maßregeln, das in allen Punkten erfolgreicher war als diese Leader. - Die Schweden werden den Dänen folgen, und die Briten haben von Blairs Etiketten-Schwindel in der Sozialpolitik ebenfalls die Schnauze gestrichen voll (sie werden es am Euro-Ventil ablassen).
Antworten
avantgarde:

@ Bronco 1x Sternchen für gut analysiert von mir o.T.

 
29.09.00 09:26
Antworten
daz1:

Dänische Zentralbank hebt Leitzins um 0,5 %Punkte

 
29.09.00 09:37
Kopenhagen, 29. September (AFP) - Nach dem "Nein" zum Euro hat die dänische Zentralbank ihren wesentlichen Zinssatz um 0,5 Prozentpunkte angehoben, um mögliche Spekulationen gegen die Krone abzuwehren. Der Leitzins sei am Freitag von bislang 5,1 Prozent auf 5,6 Prozent erhöht worden, teilte die Notenbank in Kopenhagen mit. Die dänische Regierung hatte im Vorfeld der Volksabstimmung erklärt, sie habe einen "Verteidigungsplan" zum Schutz der Krone vorbereitet, falls der Euro abgelehnt werde. (AFP)  
Antworten
Ötzi V:

Hab ich es nicht gesagt,

 
29.09.00 09:41
aber das Ding ist ja, das die Leute, die mit nein gestimmt haben in den Medien als die Klasse eingeordnet wird, die eh niedrigere Schulbildung haben. Das ist eine Frechheit und Denunzierung, wie ich es in meinen vorherigen Ausführungen schon beschrieben habe.
Antworten
avantgarde:

Richtig Ötzi, vor allem sind die Nein-Sager

 
29.09.00 10:04
ein gefundenes Fressen für die Medien. Auch ein Bericht in der ARD von gestern Abend hat mich auf die Palme gebracht. Der ungefaire Wortlaut war:"Was die Dänen sich mir diesem Nein eingebrockt haben, das wird die Zukunft zeigen, vor allem aber in Konjunkturell schwächeren Zeiten wird Dänemark sich an diese Entscheidung nur mit Grauß erinnern können."

Ich sage Euch eins, der größte Fehler bei all unserern Gemeinschaftsentscheidungen ist.......der Mensch.

IN diesem Sinne


Antworten
joker:

@avantgarde, EIN guter Grund für den euro

 
29.09.00 11:00
wäre, ganz trivial, reise doch mal durch die EU. Du musst dich in jedem Land an die Währung erst gewöhnen. Man hat kein Gefühl für das Geld. Der euro vereinfacht doch alles. Wenn wir schon keine Grenzen mehr haben, wenn wir schon die Möglichkeit haben durch Europa zu reisen ohne Einschränkung wieso nicht diese auch noch abbauen, und wenn es schon heisst dass die EU eine gemeinsame Wirtschaftsbasis schaffen will um den Firmen in der EU die Expansion leichter zu machen, dann ist eine gemeinsame Währung und  Währungspolitik doch die logischste Folge, oder? Warum? Preisvergleiche werden leichter, Märkte können besser analysiert werden, etc. etc. Das haben wir doch alles schon mal gehört, oder? Wurde schon alles tausendfach im Fernsehn und in der Zeitung geschrieben.

Dass dabei auch Nachteile zu erwarten sind ist doch wohl klar. Aber es gibt doch wohl nichts vorteilhaftes auf dieser Welt ohne dabei auch Nachteile zu haben. Aber ich bin der Meinung dass die Vorteile aus den oben genannten Gründen und wegen anderen (TV,Zeitung lesen) überwiegen.

Noch ein Wort zum Schluss: Ich finde die Diskussion hier sehr gut! Wenn ich könnte würde ich allen einen Stern geben! ;-)

Tut mir leid dass ich nicht mehr schreiben kann aber ich bin heute etwas im Zeitstress. Prüfung am Montag. Schaue aber am Abend wieder rein.

Bis dann,
Joker
Antworten
avantgarde:

@ Joker; machen wir uns doch nichts vor,

 
29.09.00 11:30
die Reisemöglichkeiten sind und waren bereits perfekt, und ob ich einem Zöllner meine Papiere zeige oder nicht, hat mich noch nie gestört. Die kriminellen Subjekte werden es natürlich schön finden Autos, Waffen, Drogen und anderen Kram ohne Probleme von a nach b schaffen zu können, aber das nur nebenbei.

Der Grund den ich Deinerseits akzeptiere ist die Markttransparenz, die mit Sicherheit stark zunehmen wird, Preise werden vergleichbar und somit einfacher zu durchschauen. In den Änfängen der Euroumstellung dachte im Übrigen ein Teil der Bevölkerung das alle Preise überall gleich sein würden. Ja Du lachst, aber selbst mein Opa wollte mir in einer hitzigen Diskussion weiß machen, das ja der Portugiese gar nicht zu unseren Lohnsätzen arbeiten könne, und daher der ganze Euro mist wäre. Das ist eine der Sachen, die in der Bevölkerung natürlich zu sehr viel unmut geführt haben, auch wenn sie natürlich nicht der Wahrheit entsprechen.

Ich komme aber noch einmal auf die Markttransparenz zu sprechen. Wem nützt die eigentlich?? Die großen Firmen rechnen eh in Dollar oder kennen ihre Umrechnungskurse, machen somit ggf. sogar noch die eine oder andere Mark, aber was hilft es denn dem kleinen Bürger? Er oder sie kann es doch sowieso nur nutzen, wenn er oder sie im Grenzgebiet wohnt. Und wer fährt bitte schön nach Frankreich oder Österreich, weil da der PC 200€ günstiger zu haben wäre (bei den Spritpreisen allein!)? Richtig, niemand. Die Markttransparenz greift wenn überhaupt nur für Urlauber, die einzelne Länder bereisen wollen, aber auch da kenne ich keinen Fall, daß jemand sich einen Kalbsstrick genommen hat, weil er plötzlich in Spanien gemerkt hat, daß er ja völlig mittellos darsteht. Jeder Urlauber kennt die Umrechnungskurse, sonst würde er ja gar nicht losfahren.

Ein anderes Thema. Ein vereintes Europa mit z. B. gleichen Steuersätzen ist derzeit gar nicht zu realisieren, und auch nicht in den nächsten 20 Jahren. Warum, hier ein Beispiel: Dänemark hat eine Mwst von ca. 25 % derzeit, Deutschland hat 16%. Überleg Dir mal wieviele Jahre es noch dauern mag, bis diese Sätze gleich sind, und überleg weiter, welchen Unmut der Bürger Du Dir hierzulande auflädst, wenn Du den Menschen jedes Jahr aus einem neuen Grund erklären mußt, das die MWST wieder um einen weiteren % Punkt angehoben werden muß.

So, ich muß nachladen und werde ersteinmal etwas essen.

Guten Hunger auch den anderen

Avanti
Antworten
joker:

Ok, aber

 
29.09.00 12:55
Die Polen, Russen und sonstige Mafia schaffen die ganzen Sachen auch über die Grenze wenn kontrolliert wird. Das mit den Verbrechen tut nichts zur Sache dass muss nun mal besser Coordiniert werden.

Ja, die sehr grossen Firmen rechnen in Dollar, die global Tätig sind, aber nicht die in der EU grossen Firmen. z.B. Consors expandiert nach Frankreich, Italien etc., HVB kauft BA, u.s.w. Das alles ist einfacher wenn man die selbe Währung hat. Wenn man sich auf gewisse Regeln verlassen kann die in der ganzen EU gelten. Das die Steuersätze nicht die gleichen sind ist in diesem Fall klar, und dass die nicht so schnell angeglichen werden ist auch klar. Wird wahrscheinlichauch nicht passieren. Ist ja in vielen Bundesländer vieler Staaten dieser Welt auch nicht gleich. Manche müssen mehr an den an sozialen Ausgleichen oder Ust., etc zahlen als andere. Dass bleibt ja den einzelnen Staaten überlassen, die ja immer noch genug zu tun haben. Es ist ja nicht so dass auf einmal alles gleich sein muss.

Es würde ja nicht jeder Bürger nach Frankreich fahren nur weil ein Computer 200€ billiger ist, aber ein Computerfachhändler würde es schon tun. Das ist die Konkurrenz die dabei für den Bürger die Preise runtertreibt. Ganz normale Marktwritschaft. Würdest du aber nach Frankreich gehen wenn der Computer 400 FF weniger kosten würde? Ich glaube du würdest nicht mal vergleichen, weill man sich dann die Computerverkäufer aus Deutschland aussucht bevor man in der weiter fremden Ferne sucht. Dafür ist die EU ja gemacht worden.

Natürlich kennt jeder Urlauber die Umrechnungskurse. Auswendig? Kann man im Kopf umrechnen? Ich z.B. war in 2 Wochen im Sommer mit Zelt in Italien, Frankreich, Spanien und Portugal. Ich gebe zu etwas stressig da wenig Zeit, aber schön. Nun, mein Problem war, wieviel Geld soll ich wechseln. Es sind 3% Gebühren von der Bank wenn man im EU-Raum abhebt, glaube ich, aber mindestens um die 3€. Hebe ich jetzt viel ab, bleibt mir was übrig und ich kann nichts mit dem Fremdgeld anfangen wenn ich wieder zu Hause bin. Ok, wieder Umwechseln. Geht aber wieder Geld drauf wegen den Gebühren. Und sagt mir jetzt ja nicht die paar Prozent kann sich jeder leisten. Leisten vielleicht schon aber es tut einem z.B. Studenten schon weh in 4 Länder jeweils 2 bis 3 mal abzuheben jedes mal um die 3 bis 7€ nur für den Umtausch zu zahlen wenn er das alles gar nicht tun müsste. Ich, ganz ehrlich, hab mir den € damals mehr als je zuvor herbei gewünscht.
Wie gesagt, das sind ganz triviale Alltagssachen, die man bei einem Buchen einer Reise nach Spanien wo alle fast inbegriffen ist, Hotel, Flug, Essen, etc. und man am Anfang 1000 Mark umtauscht für eine Woche nicht so leicht merkt. Macht doch mal ein Interrail durch alle EU-Staaten. Ihr werdet danach den euro lieben!!

Guten Appetit avanti,
joker
Antworten
Ötzi V:

Joker, das ist kein Argument mit dem Reise

 
29.09.00 13:19
man kann wirtschaftlich alles umgehen. Man fakturiert einfach in US-Dollar.
Desweiteren muß ich noch dazu sagen, daß mit der Globalisierung ist doch auch ein großer Scheiss. Wer profitiert denn nur davon, die Industriestaaten. Durch die Globalisierung haben die einflußreichen Staaten noch mehr Macht um die kleinen auszubeuten. Warum demonstrieren soviele dagegen auf der ganzen Welt?
Natürlich sind das ja alles nur ungebildete Spinner, wie es unsere Nachrichten gerne sehen. Da steckt aber viel mehr dahinter. Was wollen bestimmte Personen mit einer Globalisierung erreichen, doch nur, daß diese Leute ihren Dunst-und Machtkreis erweitern können.

Es wird nie eine Welt geben die Friede Freude Eierkuchen ist. Vergiß es, dazu sind die Religionen, die unterschiedlichen Auffassungen da, die Menschen haben.
The fittest wins.
So war es bei Darwin, so ist es heute auch noch so.
Antworten
avantgarde:

OK JOKER, laß uns eine EU für Touris machen,

 
29.09.00 13:21
dann können die ohne Gebührenverlust durch die EU Reisen, wovon über 40% sowieso nur nach Spanien donnern, aber das ist dann zumindest für die sinnvoll.

Ich hatte weiter oben ein Thema aufgegriffen, daß bisher noch von keinem beantwortet wurde. Dabei ging es um die Notwendigkeit der Einführung des Euro vor anderen Änderungen, wie z. B. des Rechtssystems in der EU. Warum muß man gleich mit der Änderung einer Währung anfangen, wo es mindestens 10 andere Dinge geben würde, die nicht so heikel wären wie eine Währungsänderung, dabei aber trotzdem eine art Gemeinschaft in den Vordergrund bringen würden. Hierzu zähle ich z. B. ein einheitliches Rechtssystem, eine einheitliche Besteuerung, Verteidigungstechnische Einigkeit, Euro-Polizei,...

Die Japaner kennen es unter dem Begriff "Kaizen", was nichts anderes bedeutet als Verbesserungen zunächst in einem kleinen Rahmen durchzuführen, bevor man es auf eine große Masse überträgt. Das System wäre doch für die EU auch aufgegangen. Frankreich und Deutschland hätten eine Einheit gebildet, und nach und nach wären weitere Staaten dazugekommen. Wir aber schmeißen 12 Länder in den Topf, reden reden reden, holen noch mal 3 dazu, reden reden reden, denken über Osterweiterung nach und und und, aber so richtig durchdacht scheint das ganze dabei nicht zu sein.

Ich möchte es noch einmal betonen, ich bin nicht gegen den Euro, aber ich sehe auch keine positiven Aspekte, die nicht auch ohne euro hätten erreicht werden können.

Gruß und danke, hat gut geschmeckt

avantgarde
Antworten
Ötzi V:

Das sollte doch endlich einmal eine

 
29.09.00 13:33
positive Bewertung für Avantgarde geben.

Bravo, sehr gute Gedanken.
Antworten
nobody:

Avantgarde

 
29.09.00 16:01
Deinen Beitrag hinsichtlich der Reihenfolge der "Europäisierung" kann ich nur immer wieder unterstreichen. Das ist das was ich hier immer wieder mit den kleinen Schritten gemeint habe - wobei Steuer- und Gesetzesanpassung wirklich keine Kleinigkeiten sind.

Ich bin wahrhaftig kein Chauvi und habe anfänglich den Bedenkenträgern auch gesagt, daß es etwas schlicht ist, sich über eine Währung zu definieren, aber die Auswirkungen sind ja nun wirklich etwas umfangreicher als die Erleichterung beim Bezahlen im Urlaub - Joker, das ist unter Deinem Niveau !

Wie wäre es, wenn hier ein Forum Wirtschaft / Politik extra eingerichtet würde ?

Leider habe ich noch eine ziemlich stressige Nebenbeschäftigung :-), so daß nicht immer auf alles eingegangen werden kann.

Ötzi, ich komme weiterhin Skifahren nach Tirol, und zwar nicht nur, wei Ihr jetzt wieder "ordentliche" EU-Bürger geworden seid...
Antworten
AktiOnNow:

Denen Dänen...

 
29.09.00 16:05
Denen Dänen denen Dänen deren Sehnen dehnen, denen Dänen dehnen Dänen deren Sehnen.

Muste hier ja mal gesagt werden!
Antworten
avantgarde:

@ ötzi und Nobody

 
29.09.00 16:31
Danke Jungs für eure Worte, geht runter wie Öl. Öl ist übrigens auch dänisch und heißt Bier (paßte gerade so gut).

Hallo Nobody, ich wollte mit der Angleichung der Besteuerung nicht ausdrücken, das dies eine Kleinigkeit ist, aber eine solche Anpassung könnte in kleineren Schritten geschehen, während die Euroeinführung auf JA oder NEIN zu stehen hat.

Bis die Tage und Schö mit Ö

Ein laaaaannnnggeeesss Wochenende wartet auf mich.
Antworten
joker:

@avantgarde & co

 
30.09.00 01:18
Zitat:
"Ich bin wahrhaftig kein Chauvi und habe anfänglich den Bedenkenträgern auch gesagt, daß es etwas schlicht ist, sich über eine Währung zu definieren, aber die Auswirkungen sind ja nun wirklich etwas umfangreicher als die Erleichterung beim Bezahlen im Urlaub - Joker, das ist unter Deinem Niveau!"
Nobody, es tut mir leid deinem Niveau nicht entsprochen zu haben, anscheinend. Aber ich glaube du hast mich schlecht interpretiert. Es war ein simples, triviales, anschauliches Beispiel, mit dem fast jeder schon mal komfrontiert war. Es ist nicht die Hauptaufgabe des Euros die Touristen vom Umrechnen zu befreien. Das habe ich nicht gesagt.

Leute, die "quasi" EU gibt es ja schon seit langer Zeit. Man hat nicht gestern, Anfang der 90er Jahre oder vor 20 Jahren angefangen darüber nach zu denken sonder schon etwas länger als das. Es gab ja schliesslich mehrere wirtschaftliche Gemeinschaften in Europa die nicht so ausgeprägt waren wie die EU jetzt.

Warum diesen Schritt gehen mit der gemeinsamen Währung? Es ist wie mit dem Schwimmen lernen. Es gibt 2 Möglichkeiten. Entweder lernt man die Theorie und danach springt man ins Wasser und versucht zu schwimmen, und schafft es (ich spreche aus Erfahrung), oder man geht einmal pro Woche zum Schwimmbad und taucht zuerst die Füsse, das nächste mal das halbe Bein, das nächste mal geht's bis zum Po, das nächste mal bis zur Brust und wenn es darauf ankommt endlich ins tiefe Wasser zu kommen merkt man dass es doch zu nass ist und geht raus. Die Probleme die dabei aufkommen kann man vorher gar nicht alle wissen. Das Problem bei den EU-Ländern ist, dass sie nicht sehen dass sie mit diesem Schritt schneller vorankommen. Man kann natürlich um weniger Probleme zu haben in den nächsten 50 Jahren daran arbeiten die Wirtschaft auf die Beine zu stellen oder das Rechtssystem anzugleichen um irgendwann, wenn man eine internationale Sprache erfunden hat die mindestens 10 Wörter aus jeder europäischen Sprache enthält, damit auch jeder auf seine Kosten kommt, dann doch, es endlich anzugehen die EU zu bilden. Aber man hat 30 bis 40 Jahre mehr gebraucht. Wenn es aber in diesen 10 bis 20 Jahren klappt, und ich bin überzeugt davon, die EU zum laufen zu bringen dann können wir alle davon profitieren. Dafür muss sich die Mentalität der Menschen aber grundlegend Ändern. Und das ist ein grosses Problem. Die junge Generation ist ja schon auf dem besten Weg dahin, bei den älteren ist es etwas schwieriger. Macht der Gewohnheit und Angst vor Neuem. Neues beinhaltet Risiko und Risiko macht Angst. Alles nur Menschlich. Aber Angst macht die ganze Sache schlimmer und schlimmer, weil sie Hass weckt und diese erzeugen Aggressionen, und anders rum. Somit wären wir wieder bei den "scheiss Franzosen" & "Scheiss Belgier". Sind Zitate von der Strasse nicht von mir.

Leute, wir sind alle europäer. Manche EU-Mitglieder mögen davon profitieren in dieser zu sein. Diese nehmen die anderen müssen geben. Aber am schluss werden alle davon profitieren. Es geht gar nicht anders. Die Menschen die das sagen sind ja schliesslich auch nicht dumm. Glaubt ihr die wollen dass ihr Land untergeht? Glaubt ihr die deutsche Führung will Deutschland zerstören? Es müssen grosse Dummköpfe sein wenn sie sich nichts dabei gedacht haben. Und dass gleich in mehrfacher Ausführung, in jedem EU-Land einer.

Ihr merkt doch auch, als Deutsche die nach Mallorca oder eben Iberische HI fliegen, die Veränderungen die sich in diesem Land getan haben. Es wurde grösstenteils von EU Gelder finanziert. Hat es was gebracht? Wer nein sagt ist entweder blind oder realitätsfern.

@avantgarde. Das mit der kleinen Gemeinschaft vor der grossen hat man doch eh gemacht. Siehe Wirtschaftgeschichte. Noch was steht in der Wirtschaftsgeschichte: schon mal was vom Marshall-Plan gehört? Hat die ganze Westliche Wirtschaft mit Gelder der Amis wieder auf die Beine gebracht. Lest mal nach, es ist eine sehr interessante Idee die ich übrigens an Stelle der EU auch für Osteuropa einsetzen würde. Da würden aber die gemütlichen Westeuropäer aber aufschreiend aus den Fernsehsesseln aufspringen und sich um ihre soziale Sicherheit gebracht fühlen. Nicht vergessen ihr wart auch mal am Boden und seid nur mit Hilfe raufgekommen.

Noch was zu "Kaizen". Reformen im kleinen haben Vorteile aber auch grosse Nachteile. Einer ist es, sie sind seeeeeeeehr langsam. Man wird von allen anderen überholt. Siehe Japan. Die waren mal ganz forne. Und jetzt? Manchmal muss man schneller sein um nicht das Nachsehen zu haben.

Ich will euch doch nur zum Nachdenken anregen Leute. Ihr müsst mir nicht zustimmen. Ich will auch nicht sagen dass es nicht bessere Methoden gegeben hätte die ganze Gemeinschaft anders aufzubauen. Im nachhinein ist es einfach, es besser gewusst zu haben. Aber wir sind nun diesen Weg eingegangen und wir sollten es durchziehen. Zurück bedeutet aufgeben. Und jetzt zu kritisieren, wenn alles schon im entstehen ist, ist als ob man ein Huhn aus dem Kochtopf nimmt und es wieder in den Stall zu den anderen zurück geben würde. -  Komm, leb wieder und leg Eier wie vorher. Da hast du übrigens deine Federn zurück. - So geht das nicht.

Ich kenne die Lösung auch nicht, aber es wäre grundsätzlich besser beide Beine zum gehen und nicht dazu zu verwenden sich selbst ein Bein zu stellen.

Schönes Wochenende,
joker

PS: Tut mir leid dass wir nicht in harmonischer x-samkeit der gleichen Meinung sein können.  
Antworten
avantgarde:

@ Joker Junge Junge Junge

 
01.10.00 14:25
Das sind alles Schöne Beispiele aus der Welt von heute und von morgen, die Du da vorbringst. Und auch eines meiner Lebens-mottos (Motten??) lautet:"Wer aus der Vergangenheit nicht lernt ist verdammt diese zu wiederholen"!!. Das ist eine Tatsache.

Der Marshall Plan sagt mir sehr wohl etwas. Der von dem damaligen Senator Marshall initiierte Vorschlag beinhaltete den raschen wiederaufbau in Form von Geld Bereitstellung seitens der Siegermächte, bzw. zu 90 % von Amerika.

dabei vergleichst Du jedoch Äpfel mit Birnen: 1. Wir befinden uns nicht kurz nach einem Krieg. 2. Es ist nichts zerstört, was man aufbauen müßte, 3. Den Menschen in der EU geht es viel zu gut,....An dieser Stelle könnte man noch weitere 5 - 10 Besipiele nennen, die den Marshall-Plan von der heutigen Zeit unterscheiden.

Dein Beispiel mit dem Huhn finde ich übrigens sehr gelungen, Glückwusch, daß veranschaulicht die Sache aus Deiner Sicht sehr schön. Nur eine kurze Anmerkung: Wer hat das Huhn denn aus dem Stall geholt und gerupft? Du tust gerade so, als wenn alle Menschen "JA, EURO, JA" geschriehen hätten und nun sagen "Ähh, nee, wollen wir doch nicht" Qasi das arme Huhn, es friert bestimmt.

Wenn es nach dem Willen der Menschen in der EU gegangen wäre, dann würde das Huhn wahrschinlich noch in seinem Stall sitzen, wo es warm und gemütlich zugeht.

Ich versuche es einmal mit einem anderen Zitat:
"Nur wer gegen den Strom schwimmt gelangt zur Quelle!"

Diese Debatten über EU gefasel gibt es im übrigen schon seit 1956, damals hatte der "Club of Rome" meines Wissens ein Zusammenführen der heutigen EU-Partner grob umschrieben.

Zu den dummen Politikern: Helmut Kohl hat es schon vor zehn Jahren gesagt:" Egal welche regierung welcher Farbe an der Macht ist, nur ca. 10% der Entscheidungen sind Regierungsabhängig, die anderen 90% bestimmt die Wirtschaft." Und damit hat er mehr als recht, denn sieh Dir mal die Deustche Regierung an, meines erachtens hatten wir noch nie so eine "Schwarze" rote Regierung. Mir kam es zunächst wie ein Fremdwort vor, als unser Bundesfinanzminister in Bezug auf Geld von "sparen" sprach. Das war doch früher ein Fremdwort für SPD Angehörige. Aber das ist ein anderes Thema.

Zurück zum Euro.

Du läßt Dich meines Erachtens gasnz schön blenden. Wenn jemand Dir erzählt, das der Euro den Segen und Wohlstand bringt, dann glaubst Du das eben. Das ist Grundsätzlich auch OK, denk aber bitte immer an einen Kritischen Blick auf derartige Dinge. Zu den dummen Politikern kann ich nur sagen: Wenn man die gesamten Sitzungsgelder aller Politiker nehmen würde, die bisher für die Bildung der EU geflossen sind, bündeln würde, um diese dann gezielt gegen Kriminalität, Bildungslücken, Völkerverständigung und was weiß ich noch alles einsetzen würde, dann wären wir sicher in vielen Belangen schon einen größreren Schritt weiter, als wir das heute sind. Denn eines muß Dir immer bewußt sein, die Politiker sind auch die Menschen, die Du vorhin als das Problem bei der Einheit genannt hast. Sie sind nämlich auch habgierig, wollen imemr mehr und mehr, und wenn Sie Benzin und andere Steuern zahlen müßten, wären sie sicher nicht so Basis-fern, wie dies viele heute sind.

Noch ein letztes Beispiel, um den Behördlichen Wahsinn darzulegen, sder die EU umgibt:"Schau Dir bitte mal das Abkommen der EU über die Einführung von Caramelbonbons an (kein Scherz)." Dieses Buch ist mehrere 100 Seiten stark, und regelt nur die innerlichen und externen Geflogenheiten von "Caramelbonbons".

Einen hab ich noch:

Ich denke das die EU für Deutschland ein Faß ohne Boden ist.
Beispiel: Im Bundestag sitzen ca. 672 Personen. Meines Erachtens viel zu viel. Jetzt schau dir den Europarat an, wieviele da derzeit sitzen, und ich garantiere Dir eins. Das werden nicht weniger.

An Deinen Äußerungen habe ich denke ich herausgehört, das Du noch Schüler bist. Deine Meinung wird sich sicher relativieren, wenn Du Dein erstes geld verdienst und Dich fragst, wofür Du eigentlich soviel Steuern bezahlen sollst.

Bis Montag

Avantgarde
Antworten
joker:

@avantgarde

 
01.10.00 18:21
Schüler? Damit ist wohl gemeint, dass unreif denke/schreibe oder was?

Ich bin Wirtschaftsstudent. Mag sein dass ich mich nicht so gut auskenne bei vielen Sachen. Wird sich in spätestens einem Jahr ändern.

Zum Marshall-Plan will ich noch sagen, dass es mir das bewusst ist: "1. Wir befinden uns nicht kurz nach einem Krieg. 2. Es ist nichts zerstört, was man aufbauen müßte, 3. Den Menschen in der EU geht es viel zu gut,....", aber aus der Geschichte lernen heisst, nicht alles 1:1 zu übernehmen sonder die Auswirkungen bestimmter Verhaltensweisen zu analysieren und zu bewerten, und Schlüsse für die heutigen, geänderten und sehr verschiedenen Probleme zu ziehen. Die Amerikaner haben durch die Hilfe an Westeuropa den westeuropäischen Markt wieder in schwung gebracht und für sich aufgemacht. Die Eurpäer hatten nach dem Krieg kein Geld, das wirkte sich auf die amerikanische Wirtschaft aus. Kein Geld, keine Nachfrage, kein Aufschwung im amerikanischen Export, kein aufschwung für die amerikanische Wirtschaft. Man könnte, wenn man wollen würde, parallelen finden zum unterentwickelten Portugal (verglichen mit Deutschland oder Frankreich) oder Spanien, Süd-Italien, Griechenland,  und nicht zuletzt zum osten Europas. Man müsste nur ein bischen sich mit den anderen Problemen anderer Länder auch beschäftigen. Nur "3. Den Menschen in der EU geht es viel zu gut,...." um sich mit etwas schlechtem auseinander zu setzen. Dann schaltet man halt auf einen anderen Kanal um.

Zurück zum Euro.

Zu den Politiker. Ich werde nun wieder ein Beispiel nehmen. Wir zwei schönen, reden schon seit fast einer Woche miteinander in diesem Thread. Ich finde es super interessant und mag auch deine Ansichten, auch wenn ich teilweise anderer Ansicht bin. Worum geht es eigentlich in unserem Gesprächen? Es geht doch nur darum dass wir verschiedener Ansicht sind, oder? Wir sehen beide eine andere Seite der Medaille. Wieviel Zeit haben wir mit dem schreiben hier im Forum "vergeudet"(vergeudet aus Sicht eines anderen hart arbeitenden Menschen; wir arbeiten auch hart, keine Frage), Zeit in der wir z.B. mehr hätten arbeiten können, mehr um unsere Freundin/Frau/Kinder hätten kümmern können oder ein Buch hätten lesen können. Das alles ist vergeudete Zeit und Zeit ist bekanntlich Geld. Also sind wir in gewisser Weise Geldverschwender bzw. verwenden wir unsere Zeit/Geld für unnötige Sachen, aus der Sicht eines anderen, vor allem aus der Sicht von jemandem der, in Afrika oder Albanien oder ein Landstreicher in Deutschland, sich jeden Tag um sein überleben sorgen muss(nur ein Beispiel). Jetzt mach mal eine Parallele zu den Politiker, die auch Wochenlang um den heissen Brei debattieren und nie gleicher Meinung sind. Ich will die Politiker um Gottes Willen ja nicht in Schutz nehmen. Du hast Recht mit dem was du schreibst und es sind verdammt viele Sachen die falsch gemacht werden und es sind unmengen von Geldmassen ausgegeben worden um wenig zu bewegen oder für unnötige Angestellte, etc.etc. Aber es gibt wie gesagt zwei Seiten der Medaillie und wir werden nie oder extrem schwer beide auf einmal vestehen und begreifen können, weil wir subjektiv analysieren und subjektiv wahrnehmen. Ich schliesse mich dabei nicht aus, wieso auch, bin ja kein Computer. Es gibt aber Menschen die das nicht verstehen und deshalb immer glauben recht zu haben. Nicht vergessen die Wahrheit ist immer irgendwo dazwischen. Die Lösung auch.

Ich muss wieder lernen gehen.
Schöne Woche wünsch ich dir,
joker
Antworten
avantgarde:

@ Joker, auf gehts in eine neue Runde

 
01.10.00 19:52
Vielleicht sollten die uns eine eigene Seite zur verfügung stellen.

Irgendwann würden wir sicher in einem Punkt einer Meinung sein.

Ich möchte an dieser Stelle betonen, das ich im Grunde genommen wirklich konservativ bin und seit Jahren sogar Mitglied der CDU bin. Als CDU Anhänger hat man es derzeit aber nicht ganz leicht überhaupt ernst genommen zu werden, und Parteibuch hin oder her, was da ind er Vergangenheit gelaufen ist, daß ist ganz schön schlimm, wobei dies der SPD oder den Grünen oder jeder anderer Partei ebenfalls passieren könnte. Und das ist doch das schlimme. das ist genau das, was mich an den Politikern so nervt, nicht im Augenblick, sondern schon seit einigen Monaten.

Ich wollte mit dem Ausdruck Schüler keine beleidigung an Dich aussprechen, sondern lediglich darauf´hindeuten, das Du als Schüler ja eine gewisse Staatslast (sprich steuern) nicht zu tragen hast. Dies kann ich jedoch stehen lassen, denn auch als Student trifft Dich Staates Hand lange nicht so heftig wie den "gewöhnlichen" Arbeitnehmer.

SO, moment, muß kurz etwas essen...........es lebe die Flatrate.....

So, bin wieder da, weiter gehts, Wo war ich stehengeblieben??

Du beschreibst in Deiner Antwort mit dem Verschwenden von zeit einige Dingwe, die sicher nicht Produktiv oder wirklich sinnvoll sind, jedoch wird auch bei Deinen Beispiel eines ganz deutlich. Wenn ich nämlich hier vor meiner kiste sitze, ein Buch lese oder was auch sonst mache, dann kostet das den Steuerzahler kein Geld, sondern nur mich selbst. Und das eine ungeheure Verschwendung von Steuergeldern in unserem Land vor sich geht, das sollte Dir mittlerweile bewußt geworden sein.

Ich habe auch Betriebswirtschaft studiert und vor ca. 2 jahren erfolgreich beendet. Seit dem ich im berufsleben stehe, könnte ich mich eigentlich nur jeden Monat ärgern, daß ich so verdammt viele Steuern bezahle. Das dies der normale Weg der Dinge ist, und das eine Besteuerung sinnvoll ist, will ich gar nciht bestreiten, jedoch muß der Sinn einer Steuer zumindest nachvollziehbar sein. Wenn man dann noch zahlen ließt, in denen die Europäische Union (wie bereits gepostet) zu ca. 72% aus BRD Mitteln finanziert wird, dann hat man ganz schnell die Nase voll. Auch hier wieder eine parallele zu unseren Politikern, die haben nämlich schon im Grundgesetz von 1949 festgelegt, das Steuern dem sog. "non-Affektionsprinzip" unterliegen, das heißt nichts anderes, als das Deine Steuergelder eingetrieben werden, und Du keine Chance hast zu bestimmen, wofür Sie eingesetzt werden. Das ist Schlicht und ergreifend Betrug am Volk.

Meines erachtens hat der Staat die Aufgabe, mit Steuergeldern die DInge zu bezahlen, die der Bürger ( also der Staat) in Anspruch nimmt. Straßenbau, Schul- und Universitätswesen, Gesundheitssystem,..... . Da unser Staat jedoch so unwirtschaftlich aufgebaut ist, reichen diese Unsummen von Geld nicht, und der eigentliche Sinn eines Staates geht verloren, und das vertrauen in ihn, denn wenn man jetzt noch die Straßen extra besteuert, oder wie bereits geschehen mit der Gesundheitsreform, dann ist der Sinn des Steuereintreibens doch völlig daneben, denn man zahlt ja sowieso alles doppelt und dreifach, und das ist milde ausgedrückt einfach mies.

Noch ein Beispiel in bezug auf historische Ereignisse (paßt ganz gut zur Dummheit der Politiker). Im Frankreich des 18. Jahrhunderts wurde eine Steuer seitens der Regierung verabschiedet, die das einbauen von Fenstern in Richtung Norden gesteuerte (kein Scherz). Resultat: Wenn Du heute durch Französische Altstädte fährst, dann siehst Du teilweise noch Gebäude (wunderschön), die nicht ein einziges Fenster in Richtung Norden haben (sieht insgesamt ziemlich komisch aus). Soviel dazu.

Zurück zur Europroblematik. ich merke das wir teilweise im kreis reden, da wir unsere anfänglich genannten Argumente eigentlich nur mit immer neuen Beispielen untermauern. Ich hoffe genau wie Du das der Euro ein Erfolg wird, denke aber das das größte Argument für Ihn die Gegenwährung zum USD ist, und deshalb würde ich, grade als Börsianer, den Euro nicht so verteufeln wie ich es in den vergangenen Postings dargestellt habe. Meine Zweifel sind aber dennoch berechtigt, und sie wurmen nicht nur mich, sondern einen Teil (ich weiß nicht ob Großteil) der Bevölkerung, und den sollte man nie ignorieren oder übergehen. Hoffen wir gemeinam auf einen straken Euro, dann steigen nämlich unser aller Aktien, und dann haben wir auch endlich einmal eine gemeinsame Auffassung von einer Sache (-:

in diesem Sinne

Avantgarde
Antworten
RudiP:

starker Euro

 
01.10.00 21:05
Avantgarde hast du da auch ein Tip , WANN der Euro nun stark sein sollte ?
Antworten
avantgarde:

@ rudip Das Tal ist ganz klar durchschritten

 
02.10.00 10:38
Das erkennt man nicht nur an den sinkenden Ölpreisen, sondern an der Gesamtsituation des Marktes. Du willst sicher von mir kein exaktes Datum haben, aber ich sage Dir, daß die Talsohle durchschritten ist. Neben einigen kleinen Schlenkern (z. B. England Volksabstimmung) dürfte sich der Kurs des Euro weiter erholen. Selbst wenn das Vertrauen in den Euro auch in der Zukunft nicht stimmt, so wird es immer wieder stützende Hilfe aus Amerika und Japan zum Euro geben, so wie vorletzte Woche geschehen.

Bis denne
Antworten
joker:

@avantgarde, gutes Gespräch.

 
03.10.00 00:08
Ich bin sooooo müde. Ich habe heute die Prüfung gehabt, mal sehen was draus wird.

Auf jeden Fall gebe ich mich mehr oder weniger geschlagen. Deine Argumente sind plausibel, ich finde meine Argumente und Gedanken auch plausibel und logisch, obwohl ich zugeben muss, dass du viel praktischer Argumentierst als ich. Bei mir ist es eher die Vorstellung was daraus werden könnte im Vordergrund. Aber genau das finde ich wichtig, da es ein Ziel ist, und mit einem Ziel vor Augen kämpft sich's leichter. Ich bin immer noch überzeugt dass die europäischen Staaten zusammenwachsen werden. Ich hoffe nur es passiert früher als alle anderen erwarten. Und ich hoffe es gibt mehr Menschen die daran glauben.

Hat Spass gemacht mit dir zu Argumentieren und, man sieht, es geht auch ohne Schimpfen und Streiten, auch bei verschiedenen Meinungen!! ;-)

Auf neue Gesprächsthemen bzw. -runden.
joker
Antworten
nobody:

Hallo Joker

 
03.10.00 15:30
Hoffentlich hat Du gut geschlafen, alles Gute für die Prüfung !! Erzähl mal, was daraus geworden ist.
Antworten
joker:

hi nobody,

 
03.10.00 17:29
Die Prüfung verlief relativ gut. Bin am Schluss gerade noch fertig geworden. Das ist schon mal was. Hoffentlich hab ich da auch brauchbare Sachen hingeschrieben. Nächste Woche weiss ich's ja.

Danke der Nachfrage.
Grüsse,
joker
Antworten
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