versucht stetig die langfristigen Wachstumsraten zu betonen, auch in der Historie. Man hat inklusive der Rezession 2008/09 ein durchschnittliches Wachstum in den wesentlichen Segmenten von 6-7% erzielt. Man rechnet daher als Vorstand für die nächsten Jahre mit aus seiner Sicht konservativem Wachstum von 5%, wobei sie natürlich 1-2 Jahre Rezession inklusive dieses Zeitraums (ich geh mal von 10 Jahren aus) nicht ausschließen können. Aber gerade deshalb betont man offensichtlich mehrmals das durchschnittliche, längerfristige Wachstum.
Rheinwasserproblem hatte nur einen Effekt im niedrigen einstelligen Mio-Bereich.
In 2019 soll es einen Anstieg der Fixkosten um 150 Mio € geben, die man aber mit dem Effizienzprogramm ausgleichen möchte. Das kann aber dazu führen, dass es im 1.Halbjahr 2019 zu temporär geringerer Marge kommt, so wie ich das verstehe, da man für die Kapazitätsausweitung schon mal Personal aufbaut. In anderen Bereichen baut man dann aber im Rahmen des Effizienzprogramms sukzessive bis Ende 2020 in gleichem Umfang Personal ab.
Insgesamt würd ich sagen, dass der Vorstand hinsichtlich Positionierung und Mengenwachstum sehr guter Dinge auch für 2019/20 ist, aber Rohstoffkosten nicht vorhersehbar sind. Beim Preis geht man von leicht fallenden Preisen bei TDI/MDI aus. Ich bleib daher bei meiner Einschätzung, dass wir jetzt erstmal 3-4 Quartale relativ deutlich sinkende Ebitdas sehen werden. Könnten durch den temporären Effekt der Personalaufstockung sogar mal in 1-2 Quartalen 30% sein. Aber aufs Jahr gerechnet geh ich eher von 20-25% aus. Dann sollte man dort aber auch einen Boden finden, da Covestro weitere Preisrisiken ab dem 2.Halbjahr 2019 durch die Investitionen über Mengenwachstum und das Effizienzprogramm ausgleichen sollte. Kommt es zu keiner längeren Rezession, gehe ich dann ab 2020 wieder von Umsatz- und Gewinnanstieg aus.
the harder we fight the higher the wall