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Stark im 4. QuartalEuropäische Telekommunikationstitel : > Stark im 4. Quartal
Seit der großen Baisse im Jahr 2003 war auf die europäischen Telekommunikationstitel meist Verlass - in vier von fünf Jahren haben die Unternehmen der Branche den Markt mehr oder weniger deutlich abgehängt. Seit Jahresbeginn jedoch läuft der Auswahlindex MSCI European Telecom Index dem Gesamtmarkt hinterher. Während der Euro STOXX 50 in diesem Jahr schon um 16 Prozent zugelegt hat, bringt es die Telekommunikationsauswahl nur auf ein Plus von rund acht Prozent. Dabei schreiben die europäischen Telekommunikationsgiganten auch in der Krise deutlich schwarze Zahlen.
Deutsche Telekom im Fokus
Die Halbjahresbilanzen der großen Konzerne fielen durchweg besser aus als erwartet, doch hat sich das bei der Performance in diesem Jahr noch nicht gezeigt. "Die europäischen Telekommunikationsaktien haben im bisherigen Jahresverlauf schlechter als der Gesamtmarkt abgeschnitten und sind damit reif für eine Jahresendrallye", urteilt Robert Grindle, Analyst der Deutschen Bank, der sein Kursziel für die Aktie der Deutschen Telekom von 11, 10 auf 12 Euro angehoben hat. Vor allem die beginnende Stabilisierung des Mobilfunkgeschäftes berge Potenzial, so Grindle in einer Branchenstudie vom 13. September. Da die Einnahmen auch in der Krise sprudeln, winkt Anlegern zudem eine satte Dividendenrendite von knapp neun Prozent - einem Vielfachen des Anleihezinses.
Kurspotenzial sehen Analysten der Société Générale bei der Aktie von France Télécom. Die Franzosen haben ihr Kursziel von 23 Euro am 8. September bestätigt - damit liegt der erwartete Kurs rund 27 Prozent über dem aktuellen Niveau. Britische Medienberichte über ein mögliches Joint Venture mit der britischen Telekom-Tochter T-Mobile UK sorgen zudem für Fantasie. Nach Einschätzung der Analysten von Independent Research könnten sich Synergieeffekte mit einem Netto-Barwert von mehr als 3,5 Milliarden GBP ergeben.
Die spanische Telefónica profitierte im 2. Quartal von den stabilen Margen im Mobilfunkgeschäft und dem starken Wachstum in Lateinamerika. Hier legte der Umsatz um 7,4 Prozent zu. Vor allem dieser positive Geschäftsbereich sollte sich in den Kursen niederschlagen, so die Einschätzung von Graham Pearson, Analyst bei Nomura Securities. In seiner Analyse vom 7. September 2009 hat Pearson das Kaufrating und das Kursziel von 21 Euro für die Telefónica-Aktie bestätigt.
Per Zertifikate und ETF breit investieren
Neben den Einzeltiteln gibt es auch zahlreiche Zertifikate und ETFs, mit denen Anleger breit gestreut auf die europäische Telekommunikationsbranche setzen können. Wegen der niedrigen Kosten bietet sich der iShares DJ Euro STOXX Telecom ETF von Barclays Global Investors an. Die jährliche Managementgebühr beträgt nur 0,3 Prozent. Telefónica, France Télécom und Deutsche Telekom machen rund 75 Prozent des Anlagevermögens aus.
www.comdirect.de/pbl/cms/cms/direct/...telekom_branche_q4.html
Keine Kauf Empfehlung!!
brunneta