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Bechtle - kaufenswert!

Vontobel Werbung

Passende Knock-Outs auf SAP SE

Strategie Hebel
Steigender SAP SE-Kurs 4,99 10,00 15,08
Fallender SAP SE-Kurs 4,97 9,92 15,03
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000BD10WB8 , DE000BD2ZAU4 , DE000BD292D2 , DE000VH75E69 , DE000VJ26MV8 , DE000VJ30076 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

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Bechtle AG 35,34 € +0,23%
Perf. seit Threadbeginn:   +649,26%
 
TecDAX (Perf.) 4.072,08 +0,32%
Perf. seit Threadbeginn:   +318,22%
 
ukka:

Marshall Wace

 
19.06.26 08:36
hat seine Shortposition am 16.06.
wieder auf den Stand 20.05. reduziert.

Quelle: Bundesanzeiger Leerverkaufspositionen
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Bilderberg:

Na, wenn das mal nicht in die Hose geht

 
07.07.26 12:38
Interessanterweise ist in der Aufzählung der Services nix von Security dabei.
Das ist doch unglaublich.
Aber nur meine Meinung.

Auszug aus der News hier von heute.

Die Bechtle AG baut ihr Geschäft in den Niederlanden aus und übernimmt die beiden operativen Gesellschaften des Managed-Service-Providers Interforce. Kaufpreis und Vertragsbedingungen bleiben vertraulich. Das 2002 gegründete Unternehmen mit Sitz in Hazerswoude-Dorp beschäftigt 38 Personen und erzielte 2025 einen Umsatz von 11,3 Millionen Euro. Sein Geschäft ruht laut Bechtle auf einem hohen Automatisierungsgrad und richtet sich mit Cloud- und Managed-Services-Lösungen an kleine und mittlere Kunden. Zu den Leistungsfeldern zählen unter anderem Modern Workplace, Cloud Networking und Cloud Hosting.
Antworten
Bilderberg:

Dazu noch was zum Nachdenken

 
07.07.26 12:44
www.wiwo.de/unternehmen/it/...uinieren-koennen/100236856.html
Antworten
pcdc:

KI-Auskünfte i.S. Bechtle

2
07.07.26 14:51

Im Vorfeld meiner Investition in Bechtle habe die künstliche Intelligenz mal gezielt um ein paar Auskünfte gebeten....

"Darum sollte man Aktien der Bechtle AG kaufen!
Bitte folgende Punkte berücksichtigen: #1 Schuldscheindarlehn #2 Speicherkrise #3 KI für Kunden und eigene Prozesse #4 IT-Sicherheits- und Vergaberechtsreformen #5 Umstieg auf Windows 11 #6 Workplace as a Service #7 Öffentliche Großaufträge #8 Ergebnis- und Dividendenkontinuität #9 stetiger Anstieg des Dienstleistungsanteils (Planet AI, BioS) und Hardware-Refresh, #10 Kontinuität in der Geschäftsführung #11 Basisdateneffekt (Q2 2025 ggü. Q2 2026e) #12 KGV im historischen Vergleich #13 Hardware-Refresh i.V.m. Dienstleistungskategorien"



Ergebnis (Antworten z.T. mehrfach korrigiert):

Die Aktie der Bechtle AG (ISIN: DE0005158703) gilt als eines der fundiertesten und verlässlichsten Investments im europäischen IT-Sektor. Das Unternehmen profitiert von massiven strukturellen Treibern, einer starken Marktpositionierung und einer exzellenten Kapitalallokation.

#1 Rekord-Schuldscheindarlehen & Optimierung des Fälligkeitsprofils


Hohe Finanzkraft: Bechtle hat im Juli 2026 erfolgreich ein Schuldscheindarlehen über 450 Millionen Euro platziert (3,5-fache Überzeichnung).
Fälligkeitsprofil: Die Verteilung auf Laufzeiten von drei, fünf und sieben Jahren (aufgeteilt in sechs Tranchen) verhindert ein Klumpenrisiko bei zukünftigen Refinanzierungen.
Strategischer Zinsmix: Die Kombination aus festen und variablen Tranchen schützt vor Zinsänderungsrisiken und hält die Zinslast flexibel steuerbar.
Zweckbindung: Die Mittel sichern langfristig die internationale M&A-Strategie ohne akuten Refinanzierungsdruck.

#2 Überwindung der Speicherkrise


Marktdynamik: Steigende Preise für PCs, Server und Speicherkomponenten treiben das Geschäftsvolumen an.
Skaleneffekt: Als Branchenriese sichert Bechtle über exzellente Herstellerkontakte die Lieferfähigkeit.
Margenhebel: Höhere Hardwarepreise schlagen sich direkt in einem wachsenden Geschäftsvolumen nieder.

#3 KI für Kunden und eigene Prozesse


Effizienz intern: KI-Tools optimieren das Kundenerlebnis und automatisieren eigene administrative Abläufe.
Mehrwert extern: Bechtle fungiert als Integrator, um generative KI sicher in Kunden-Infrastrukturen einzubinden.

#4 Regulatorische Reformen (IT-Sicherheit & Vergaberecht)


Zwang zur Modernisierung: Verschärfte Gesetze wie NIS-2 verpflichten Tausende Unternehmen zu massiven Sicherheitsinvestitionen.
Beratungskompetenz: Bechtle fängt diese Sonderkonjunktur über spezialisierte Security-Consultants perfekt ab.
Vereinfachtes Vergaberecht: Reformierte öffentliche Beschaffungsprozesse beschleunigen die Zuteilung neuer IT-Budgets.

#5 Zyklischer Windows 11-Umstieg


Hardware-Austauschwelle: Das Support-Ende älterer Windows-Systeme erzwingt eine weltweite Erneuerung der PC-Flotten.
Volumenbringer: Als Marktführer im IT-Handel generiert Bechtle dadurch planbare Hardware-Massenaufträge.

#6 Workplace as a Service (WaaS)


Wiederkehrende Umsätze: Der Wandel vom Einmalverkauf zu cloudbasierten Abo-Modellen (Miete von Hardware + Software) schafft stabile Cashflows.
Kundenbindung: Langfristige WaaS-Verträge binden Unternehmenskunden über Jahre an das Bechtle-Ökosystem.

#7 Öffentliche Großaufträge als Fels in der Brandung


Krisenresistenz: Der Bund und öffentliche Institutionen investieren dank des verabschiedeten Haushalts konstant in digitale Souveränität.
Großvolumen: Bechtle sichert sich regelmäßig langfristige Rahmenverträge (z. B. GovTech-Rahmenverträge für Cloud und KI).

#8 Ergebnis- und Dividendenkontinuität


Zuverlässiger Zahler: Die Stabilität der Dividende liegt auf einem Spitzenwert von 0,95 von 1,0 Punkten.
Konstante Ausschüttung: Die Bechtle Dividende blieb selbst in schwierigen Jahren stabil (0,70 € je Aktie).
Defensives Profil: Die Ausschüttungsquote von rund 37,5 % lässt Spielraum für Reinvestitionen.
Bechtle hat seit dem Börsengang (IPO) im Jahr 2000 in keinem einzigen Monat einen operativen Verlust ausgewiesen.

#9 Steigender Dienstleistungsanteil (Planet AI, BIoS) und Hardware-Refresh

Marge im Fokus:

Services und Software besitzen deutlich höhere operative Margen als der reine Hardware-Handel.
Deep Learning mit Planet AI: Durch die 51-Prozent-Mehrheitsbeteiligung an Planet AI sichert sich Bechtle proprietäre KI zur intelligenten Dokumentenanalyse.
Digitale Souveränität via BIoS: Der Bechtle Index of Sovereignty (BIoS) analysiert herstellerunabhängig die Souveränität von Kunden-Infrastrukturen und generiert lukrative Folgeaufträge.
Marge im Fokus: IT-Services (z. B. via Planet AI oder den BIoS-Souveränitäts-Audits) besitzen deutlich höhere Margen als der reine Handelsarm.
Automatischer Hardware-Refresh: Der tiefere Einzug hochkomplexer Dienstleistungen und rechenintensiver KI-Software erfordert zwingend leistungsfähigere Endgeräte. Dieser Anstieg der Service-Komplexität stößt bei Unternehmenskunden automatisch zyklische und margenstarke Hardware-Erneuerungswellen an.

#10 Absolute Kontinuität in der Geschäftsführung


Erfahrenes Management: Das Führungsteam um CEO Dr. Thomas Olemotz lenkt Bechtle seit Jahren extrem erfolgreich und verlässlich.
Keine Experimente: Strategische Entscheidungen erfolgen weitsichtig, was das Vertrauen von Großinvestoren stärkt.

#11 Attraktiver Basisdateneffekt (Q2 2025 vs. Q2 2026e)


Leichte Vergleichsbasis: Das Vorjahr (2025) war im IT-Sektor von einer allgemeinen Kaufzurückhaltung geprägt.
Wachstumsturbo: Durch die anziehende Nachfrage und das Rekordniveau beim Auftragsbestand (3,34 Mrd. € per Q1 2026) fällt der direkte Quartalsvergleich (Q2 2025 zu Q2 2026e) optisch extrem stark aus und dürfte positive Analystenkommentare triggern.

#12 Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) im historischen Vergleich


Unter dem historischen Schnitt: Mit einem aktuellen KGV von ca. 17 notiert das Papier signifikant unter seinem 5-Jahres-Schnitt (21,14) und unter dem langfristigen 10-Jahres-Schnitt (18,41).
Sicherheitsmarge: Verglichen mit historischen Höchstständen (KGV über 30) bietet das aktuelle Niveau eine solide fundamentale Absicherung, da der Markt die anziehenden strukturellen Treiber derzeit noch unterschätzt.

#13 Hardware - Refresh i.V.m. Dienstleistungskategorien

Die Dienstleistungen der Bechtle AG, die nicht selten einen Hardware-Refresh nach sich ziehen, konzentrieren sich auf das IT Lifecycle Management, IT-Modernisierungen und Arbeitsplatzkonzepte. Dazu zählen insbesondere die folgenden Services:
Lifecycle Services, Managed Workplace Services, Rechenzentrumskonsolidierung & Cloud-Migration, IT-Sicherheitsberatung & Anwendungsmodernisierung, Bechtle Circular IT (ehem. Remarketing)

Antworten
Bilderberg:

So so, sehr schön aufgelistet

 
07.07.26 16:06
Ich picke jetzt nur mal ein Beispiel raus, das zeigt wo es knackt.
Umstellung auf windoof 11.
Die Hardware und die Software sind der eine Part.
Leider bleibt da der sicherlich wichtigere Part ungenannt.
Das ist die SCHULUNG auf das neue System.
Selbst von Seiten des Herstellers wird darauf hingewiesen, dass die Verwender dringend geschult werden müssen da man genau wissen muss was man da tut.
Diese scheint jedoch außen vor zu bleiben.
Ich komme aus der IT und weiß wie wenig Wert die Unternehmen auf diesen Punkt legen.
Daher habe ich gekündigt schon als Windows 10 an die vielen ahnungslosen User bei uns ausgerollt werden sollte.
Ich warte eigentlich täglich auf irgend eine Meldung einer Attacke in irgend einem Unternehmen.
Sie lernen es einfach nicht.
Das ist vermutlich der Grund warum sich Bechtle da zurück hält, aber nur meine Meinung.
Es gleicht aus meiner Sicht einem Tanz auf dem Vulkan in so ein Unternehmen zu investieren.
Antworten
Bilderberg:

Upps, hää, what Nicht sicher?

 
08.07.26 16:30
Es war nicht raus zu bekommen ob man bei Bechtle das überhaupt schon auf dem Schirm hat.

Heute bei den News konnte in der App aber nicht verlinkt werden.

Die EZB kündigt in ihrem Brief bereits den nächsten Schritt an: Ein separates Schreiben zur Bedrohung traditioneller Verschlüsselungsverfahren durch die fortschreitende Entwicklung von Quantencomputern soll folgen. Frankreichs Cybersicherheitsbehörde ANSSI ist diesem Thema bereits einen Schritt voraus. Ab 2027 will die Behörde keine Sicherheitsprodukte mehr zertifizieren, die nicht quantenresistente Verschlüsselung unterstützen, Unternehmen sollten laut ANSSI bis 2030 auf quantensichere Produkte umgestellt haben
Antworten
ukka:

# Bilderberg

 
11.07.26 12:26
Du kommst aus der IT Branche und bist bestens über alles informiert und involviert.
Ich nehme an, das du damit andeuten willst, dass du es besser  weißt als Bechtle selbst.
So liest du dich jedenfalls.
Wie kann das sein?
Arbeitest du bei Bechtle?
Oder ist da irgendein Frust in dir?
Jeffries sieht Bechtle jedenfalls aus einer anderen Perspektive als du, mit KZ 45€. Und mit plausibler Begründung.
Antworten
Bilderberg:

Das ist ja schon bezeichnent

 
14.07.26 19:51
Fetter Auftrag und der Kurs geht nach Süden.
Nein ich habe nichts persönlich gegen dieses Unternehmen.
Aber ich zähle auch dieses Unternehmen zu den Kritischen und damit gehört es nicht an die Börse.
Rendite optimieren verträgt sich prinzipiell nicht mit der Vorsorge auch für den worst Case.
Aber nur meine Meinung und allen die hier investiert weiterhin viel Glück.
Antworten
ukka:

# Bilderberg

 
16.07.26 07:01
Ich kann dir nicht ganz folgen!
Für dich zählt Bechtle zu den ... Kritischen ...  und gehört nicht an die Börse......
Könntest du mal konkretisieren, was  da kritisch ist??
Antworten
pcdc:

Price is what you pay. Value...

2
19.07.26 16:32

Bewertung der Bechtle AG gestern und heute, exemplarisch am Beispiel KUV und KGV


Nach dem Börsengang der Bechtle AG im März 2000 zum Ausgabekurs von 27 € entwickelte sich der Kurs zunächst alles andere als positiv. Im Zuge des Platzens der Dotcom-Blase im Jahr 2002 bekamen Anleger die Aktie für knapp 5 € (auf Basis der damaligen 21 Mio. Aktien) oder splitbereinigt für 81 Cent (auf Basis der heutigen 126 Mio. Aktien). Wer diesen extremen Pessimismus für sich nutzte, kaufte schon damals ein profitables, wachsendes Unternehmen zum Allzeittief – bei einer Marktkapitalisierung von gerade einmal rund 100 Mio. € und einem für ein Wachstumsunternehmen beachtlich niedrigen KGV von rund 7,2.
Im März 2006 kletterte der Kurs wieder über das Niveau des Ausgabepreises (27 € bzw. splitbereinigt 4,5 €). Nur zwei Jahre später, 2008, drückte die weltweite Finanzkrise den Börsenwert erneut drastisch – diesmal auf rund 280 Mio. €. Dem stand operativ bereits ein Bechtle-Umsatz von über 1,4 Mrd. € gegenüber. Dieses Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) von unter 0,2 war das Resultat purer Marktangst. Antizyklische Investoren erwarben hier ein hochprofitables Unternehmen für einen Bruchteil seines Jahresumsatzes und sicherten sich mit einem historischen KGV-Tiefststand von rund 4,7 die günstigste fundamentale Bewertung der Unternehmensgeschichte. Im Mai 2011 trennte sich die im Aufsichtsrat vertretene LBBW-Tochter BWK vollständig von ihrem Aktienpaket. Der Verkauf von fast 4 Mio. Aktien (18,7 % des damaligen Grundkapitals) erfolgte zu einem Preis von 29 € je Aktie (splitbereinigt knapp 5 €), was einem Gesamtvolumen von rund 114 Mio. € entsprach. Zehn Jahre später, auf dem Allzeithoch im Jahr 2021, wären für diesen BWK-Anteil bis zu 1,65 Mrd. € oder knapp 70 € je Aktie erzielbar gewesen. Nach einem kurzen Einbruch zu Pandemiebeginn herrschte an den Märkten, getrieben von der explodierenden Nachfrage nach Homeoffice-Ausstattung und IT-Infrastruktur, grenzenloser Optimismus. Die Marktkapitalisierung von Bechtle erreichte rund 8,8 Mrd. €, wodurch das KUV auf 1,12 kletterte. Parallel dazu markierte die Bewertung am Ende des Boom-Jahres 2020 bzw. im Verlauf von 2021 mit einem KGV von über 36 den historischen Höchststand der Aktie.
Mit dem aktuellen Kursniveau um die 30 € und einem KUV von rund 0,45 ist die Euphorie der Corona-Jahre inzwischen verflogen. Das KGV hat sich seither spürbar normalisiert und notiert derzeit in einer Spanne von etwa 16 bis 17. Der Markt sorgt sich momentan auch angesichts geopolitischer Krisen und Konflikte um die schwächere Konjunktur und stagnierende IT-Budgets der Unternehmen. An die extreme und irrationale Unterbewertung der historischen Krisen von 2002 (KGV ca. 7,2) und 2008 (KGV ca. 4,7) reicht das aktuelle Bewertungsniveau jedoch nicht heran.
Wir sprechen hier von historischen KGV-Bewertungen zwischen unter 5 und über 36 – unterjährig in der Spitze sogar über 40 – sowie einer KUV-Spanne von 0,19 bis 1,12. Das sind extreme Ausschläge für ein Unternehmen, das im Grunde genommen wie ein Uhrwerk funktioniert und seit dem Börsengang in jedem Quartal profitabel - und Ende 25 offenbar hochprofitabel war. Allein im Dezember des Jahres überschritt das Geschäftsvolumen erstmals die Milliardengrenze – und das bei einer zeitgleichen Marktkapitalisierung von weit  unter 4 Mrd. €. Ein bemerkenswerter Kontrast zwischen realer Wirtschaftskraft, Unternehmensqualität und börslicher Bewertung.
Verschiedene externe Faktoren wie das Markt- und Zinsumfeld, Liquidität und in zunehmendem Maße auch automatisierte Handelssysteme sind natürlich (mit-)ursächlich für diese volatilen Schwankungen. Die psychologische Hauptursache beschreibt Warren Buffett m.M.n. sehr gut: „Die häufigste Ursache für niedrige Preise ist Pessimismus – manchmal weit verbreitet, manchmal spezifisch für ein Unternehmen oder eine Branche. Wir wollen in einem solchen Umfeld Geschäfte machen, nicht weil wir Pessimismus mögen, sondern weil wir die Preise mögen, die er hervorbringt. Der Optimismus ist der Feind des rationalen Käufers.“

Fortsetzung je nach Wetterlage


Antworten
pcdc:

Leerverkäufe etc.

2
22.07.26 17:54

Wir befinden uns ja zur Zeit am Anfang der Stillhaltephase („Quiet Period“), die am 12.08.2026 mit der Präsentation der Halbjahresberichts endet; in dieser Zeitspanne kommuniziert die IR der Bechtle nur eingeschränkt mit dem Kapitalmarkt. Wasserstandsmeldungen sind kurzfristig nicht zu erwarten (was in der Sommerpause nicht ganz ungefährlich ist). Es bleibt also ein wenig Zeit, sich mit Dingen zu beschäftigen, die mit der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen zu echten Weichenstellungen mutieren könnten.
Bechtle dürfte in der Halbjahresbilanz überschlägig mind. 800 Mio. € Cash ausweisen - u.a. aus dem operativen Cashflow, der Wandelanleihe (300 Mio.) und dem Schuldscheindarlehen (450 Mio.). Die Cash-Zuflüsse zu Vorzugsbedingungen und weitere positive Unternehmensmeldungen konnten bisher nicht verhindern, dass der Kurs unter Verkaufsdruck geriet. Leerverkäufe (Short-Selling) und Hedging in Verbindung mit der Wandelanleihe dürften hier zu den Ursachen gehören. Sobald die Quiet Period endet und die Zahlen Transparenz schaffen, könnte sich das Blatt wenden. Ein starker Ausblick könnte jedenfalls zu einem schnellen Eindecken der Short-Positionen führen.

Leerverkäufe sind in meinen Augen dann keine echten Leerverkäufe, wenn sie nicht zwangsläufig bedeuten, dass Investoren kurzfristig Risiken sehen. Bechtle könnte also schlicht und einfach unter Marktmechanismen leiden, bspw. durch die Absicherung der Aktien-Kaufoption, die Bestandteil der Wandelanleihe ist.


Deshalb meine Frage an die KI:


„Könnte der gegenwärtige Angebotsdruck vor dem Hintergrund der Wandelanleihe über 300 Mio. € nicht auf Short-Selling sondern vielmehr auf Delta-Hedging basieren?“

Hier die (gekürzte) Antwort meiner Intelligenzprothese:
Ein dynamischer Angebotsdruck bei der Bechtle-Aktie ist durch die komplexe Struktur der Wandelanleihe über 300 Mio. € sehr plausibel, allerdings historisch und richtungsabhängig differenziert zu betrachten. Investoren akzeptieren aufgrund der enthaltenen Aktien-Kaufoption (Wandlungspreis 54,99 €) einen niedrigen Kupon von 2,00 %. Der sichtbare Verkaufsdruck im tiefen Kurssegment ist quantitativ jedoch nicht auf fortlaufendes Delta-Hedging zurückzuführen: Da das Delta bei fallenden Kursen sinkt, müssen Hedging-Algorithmen Aktien tendenziell zurückkaufen, anstatt sie auf den Markt zu werfen. Der reale Abwärtsdruck stammt daher primär von klassischen Shortsellern wie Marshall Wace, die psychologische und fundamentale Impulse im IT-Sektor nutzen. Bei einer Kurserholung mutieren die Hedging-Banken jedoch zum Turbolader: Steigt die Aktie über 34,50 €, verlässt die Option den tiefen „Out-of-the-Money“-Bereich. Das Delta schießt mathematisch überproportional nach oben (z. B. von 0,18 auf 0,30). Ab dieser Marke (der sog. Beschleunigungsschwelle) sind Absicherungsbanken gezwungen, überproportional viele Aktien am Markt nachzukaufen, um das Delta neutral zu halten. Dies wirkt wie ein interner Verstärker und erzeugt einen typischen Delta-Squeeze. Bei Erreichen der Referenzschwelle von 42,30 € (Ausgabekurs vom Dezember 2023) liegt das rechnerische Delta nahe 0,50. Bricht der Kurs durch diese Markierung nach oben aus, mutiert die Aktie im Auge der Hedger wieder zum vollwertigen Options-Underlying, was die Algorithmen zwingt, in kurzer Zeit schätzungsweise bis zu 1 Million Aktien über den regulären Markt einzusammeln.


Das eigentliche Short-Squeeze-Potenzial durch die meldepflichtigen Leerverkäufer (Marshall Wace, AKO Capital) koppelt sich an markante charttechnische Trendlinien: Die Aktie hat jüngst die 100-Tage-Linie bei 30,81 € nach unten durchbrochen. Solange Bechtle darunter notiert, verkaufen Hedging-Algorithmen bei Erholungen stumpf weiter ab (dynamisches Absenken des Deltas). Gelingt per Tagesschlusskurs ein nachhaltiger Sprung über 31,20 €, schalten die ersten spekulativen Shortseller auf Verlustbegrenzung. Da das tägliche Xetra-Volumen mit rund 120.000 Stücken im Sommerloch dünn ist, reichen bereits moderate Eindeckungskäufe aus, um eine Kettenreaktion in Richtung 34,50 € in Gang zu setzen. Ab diesem Niveau wechselt die Wandelanleihe-Absicherung mathematisch von der Angebotsseite (Verkaufsdruck) vollständig auf die Nachfrageseite (Kaufzwang).

Nun ja, "also differenziert zu betrachten", die Kettenreaktion in Richtung 34,5 und der Wechsel auf Kaufzwang gefällt mir aber ;-) 

Antworten
ukka:

sieht gut aus

 
28.07.26 13:29
weiter so :):)
Antworten
ukka:

Ist der Kaufzwang in Aktion

 
28.07.26 13:30
getreten?
Antworten
ukka:

Kettenreaktion

 
28.07.26 13:31
und Kaufzwang in Kraft getreten?
Antworten
ukka:

Da sind die letzten Tage ...

 
29.07.26 19:20
eine ordentliche Menge  an Aktien
bewegt worden.
Jetzt warten wir wohl erst einmal auf die entgültigen Zahlen, damit KZ 45 € angepeilt werden kann?
Antworten
Highländer49:

Bechtle

 
30.07.26 10:43
Die Bechtle-Aktie legte in den vergangenen Tagen rund +22% zu und konnte damit einen großen Teil der Kursverluste seit Jahresbeginn wettmachen. Am Donnerstag verliert sie aktuell leicht und notiert bei 36,70 €. Auslöser der Rally waren überzeugende Quartalszahlen und ein angehobener Jahresausblick. Doch stellt sich nun die Frage: Ist der Kursanstieg nachhaltig oder droht zunächst eine Konsolidierung?
www.finanznachrichten.de/...agen-jetzt-noch-zugreifen-486.htm
Antworten
ukka:

Im Moment sieht es

 
31.07.26 10:02
nach Konsolidierung aus.
Das Geld wandert erst ein
mal wieder Richtung DAX Werte
Antworten
pcdc:

Wenn das Unternehmen gut läuft ...

2
01.08.26 15:51

... läuft früher oder später auch die Aktie (nach W.B.)

Wer also trotz der Umfeldrisiken in Aktien investieren möchte, sollte m.M. n. über halbwegs krisenfeste Unternehmen wie Bechtle nachdenken, die keine strukturellen Probleme aufweisen und nun, da sie in der zurückliegenden sschwierigen Phase alles richtig gemacht haben, von ersten konjunkturellen Impulsen in der Breite profitieren. Dass sowohl öffentliche als auch private Aufträge selbst über alle bisherigen Problemregionen und Geschäftssegmente hinweg wieder anziehen, unterstreicht die operative Eigendynamik und beweist (eindrucksvoll), wie intakt und zukunftsstark das Geschäftsmodell ist. Und auch das Kleingeld hilft. Ein massiver Cash-Zufluss zum Ende des Halbjahres dürfte die strategische Liquidität auf weit über 800 Millionen Euro anwachsen lassen, nachdem man nach der Wandelanleihe vor Jahren (2%!) nun über eine stark überzeichnete Schuldscheintransaktion von 450 Millionen Euro punktgenau zu extrem günstigen (schätzungsweise 3,5% - 3,8% Mittelzins) und flexiblen Bedingungen mittel- bis langfristig verschuldet hat. Diese Finanzkraft erweist sich als unschlagbarer Wettbewerbsvorteil, da Bechtle im Gegensatz zu kleineren Marktteilnehmern die Liquidität besitzt, um bei Bedarf – wie in der Speicherkrise – massiv in das Working Capital zu investieren, Lieferketten abzusichern oder auch Großprojekte vorzufinanzieren. Gleichzeitig verschafft dieses Polster dem Konzern exzellente Chancen, um antizyklisch bei strategischen Akquisitionen (wohl eher im  Ausland) zuzugreifen, erhebliche Mittel in die eigene Infrastruktur zu stecken oder das Kapital wertsteigernd für den Rückkauf eigener Anteile (als Akquisitionswährung oder im Vorgriff auf ein etwaiges späteres Wandlungsrecht) oder auch nur zur Umschuldung zu nutzen.

Ein prüfender Blick in den Halbjahresbericht zwecks Aufhellung wird empfohlen!

Antworten
pcdc:

The trend is your friend?

 
06.08.26 21:54

..... 2.923,2 ... 141,9 ... 4,85 %

..... 3.387,4 ... 162,2 ... 4,79 %

..... 3.701,6 ... 170,1 ... 4,60 %

..... 3.782,5 ... 151,1 ... 4,00 %

..... 3.892,6 ... 122,1 ... 3,14 %

..... 4.497,2 ... 141,6 ... 3,15 % (e)

Was wird hier verglichen?

Antworten
pcdc:

...

 
08.08.26 09:29
Die Zeilen zeigen die chronologische Entwicklung der Halbjahresergebnisse von 2021 bis zur aktuellen Prognose für 2026:
2021 (H1): 2.923,2 Mio. € Geschäftsvolumen | 141,9 Mio. € EBT | 4,85 % Marge
2022 (H1): 3.387,4 Mio. € Geschäftsvolumen | 162,2 Mio. € EBT | 4,79 % Marge
2023 (H1): 3.701,6 Mio. € Geschäftsvolumen | 170,1 Mio. € EBT | 4,60 % Marge
2024 (H1): 3.782,5 Mio. € Geschäftsvolumen | 151,1 Mio. € EBT | 4,00 % Marge
2025 (H1): 3.892,6 Mio. € Geschäftsvolumen | 122,1 Mio. € EBT | 3,14 % Marge
2026 (H1): 4.497,2 Mio. € Geschäftsvolumen | 141,6 Mio. € EBT | 3,15 % Marge (e = erwartet)
Antworten
Bilderberg:

Genau mein Humor

 
10.08.26 08:21
Scheinbar wird übersehen, dass die Marge kontinuierlich sinkt.
Allen hier noch Investierten weiterhin viel Erfolg.
Antworten
pcdc:

Q2-Vergleich Bechtle - Cancom (EBT, Basis Umsatz)

 
11.08.26 11:13
Bechtle AG
Q2 2021: 1.234,3 Mio. € Umsatz | 74,4 Mio. € EBT | 6,03 % Marge
Q2 2022: 1.411,4 Mio. € Umsatz | 88,2 Mio. € EBT | 6,25 % Marge
Q2 2023: 1.512,1 Mio. € Umsatz | 93,8 Mio. € EBT | 6,20 % Marge
Q2 2024: 1.474,8 Mio. € Umsatz | 78,9 Mio. € EBT | 5,35 % Marge
Q2 2025: 1.487,2 Mio. € Umsatz | 62,3 Mio. € EBT | 4,19 % Marge
Q2 2026: 1.730,0 Mio. € Umsatz | 80,0 Mio. € EBT | 4,62 % Marge (vorläufig)

Cancom SE
Q2 2021: 304,6 Mio. € Umsatz | 14,3 Mio. € EBT | 4,69 % Marge
Q2 2022: 318,2 Mio. € Umsatz | 9,8 Mio. € EBT | 3,08 % Marge
Q2 2023: 313,4 Mio. € Umsatz | 4,2 Mio. € EBT | 1,34 % Marge
Q2 2024: 424,1 Mio. € Umsatz | 9,1 Mio. € EBT | 2,15 % Marge
Q2 2025: 398,5 Mio. € Umsatz | 1,8 Mio. € EBT | 0,45 % Marge
Q2 2026: 381,2 Mio. € Umsatz | 7,6 Mio. € EBT | 1,99 % Marge
Antworten
ukka:

Ich denke dass es

 
11.08.26 18:34
keine Frage ist wer besser aufgestellt ist.  
Antworten
Bilderberg:

Das ist genau mein Humor

 
11.08.26 22:40
Steht aktuell auf heise.de

Ein Schelm der böses dabei denkt.
Möchte gar nicht wissen ob es auch Firmen betrifft die hier unter Vertrag sind.

Patch seit Mai verfügbar: Ransomware attackiert Microsoft Sharepoint
Eine schwere Sicherheitslücke in Microsoft SharePoint wird nun von Ransomware ausgenutzt. Ein Patch steht bereit, ungeschützte Systeme auch.
Antworten
Bilderberg:

#448 unter den Blinden ist der Einäugige

 
11.08.26 22:42
der König.
Sehr schöner Vergleich.
Aber völlig unnütz.
Antworten
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5 270 Bechtle hat jetzt 20% Potential E8DEF285 ukka 01.06.23 17:01
2 3 Ja daher bin ich ja rein Balu4u Balu4u 30.04.22 10:26
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