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ich werde das Gefühl nicht los, das das ganze Kurshinundher Absicht ist und sich ein Großhändler dumm und dämlich verdient.
Er verkauft, bei hohen Kursen -- wir die Lemminge oder andere Händler - rennen hinterher: folglich fällt der Kurs. Dann steigt der Großhändler wieder ein und immer so weiter und immer sofort.
Der Kurs der AIG wird doch schon lange nicht mehr von Zahlen und Aussichten gemacht.
Ok - ich gebe es zu - ein enig gefrustet bin ich schon!
nächstes jahr...glaub ich wohl nicht. mit glück bekommen die vorzüge was...die sind eh in rückstand,weil die letzten 4 quartalsdividenden an vorzüge nicht bedient wurden.
kümmert euch nicht um dividenden...das geld soll im unternehmen bleiben.nur so erstarkt aig wieder.
den großen sind,die mit aig zocken...hier das paradebeispiel.
aufgelistet die tätigkeiten von goldman sachs bzgl aig...
immer wieder gekauft,verkauft,gekauft,verkauft.....
der staatsbeteiligung...auch wenn das die meisten vermutlich wissen:
AIG hatte ursprünglich einen Kredit in höhe von 85 mrd USD erhalten.also wirklich volle 85 mrd,die auch benötigt wurden. da war der staat noch nicht an aig beteiligt.dieser kredit sollte nur 2 jahre laufen. doch dann hat man gemerkt dass aus der finanzkrise eine globale wirtschaftskrise wird und eine pleite AIGs ein so gewaltiges ausmaß hätte,wie es lehman nichtmal annähernd war.aig hatte allein das 3-fache an schrottpapieren (AIGFP). aber die gefahr bei aig bestand ja nicht nur aus diesen schrottpapieren. eine pleite hätte noch viel mehr schaden bei den vertragspartner angerichtet (va eben banken,aber auch staatliche einrichtungen wären betroffen gewesen).eine bilanzsumme von über 1.000.000.000.000 lässt es erahnen.
also blieb keine wahl und man musste volle kontrolle über aig erhalten. man hat für 41 mrd usd vorzüge der serie D gekauft (E) gekauft. der erlös wurde von aig dafür genutzt,die verbindlichkeiten von 85 auf knapp über 40 zu senken. erst dann wurde das konstrukt rund um die 60 mrd kreditlinie errichtet. die tatsache dass die kreditlinie dann von den ursprünglich 2 jahren angesetzte verbindlichkeit auf 5 jahre erweitert werden musste, ließ diese kreditlinie nicht mehr als überbrückung und kurzfristiges darlehen erscheinen. also musste aig "übernommen werden",weil es nun ein "langfristiges" engagement des staates war. also gab man im gegenzug zur kreditlinie die 79,9%. es sind nicht ganz 80% - da bei 80% das ding ganz verstaatlicht werden müsste.
die berechnung der "echten staatsbeteiligung" funktioniert so ,wie ich es geschrieben hatte. allerdings hab ich mir das jetzt mal in der kompletten bilanz angeschaut:
die haben das wie folgt verbucht:
die staatsbeteiligung bleibt bei 79,9% bis sie es nicht mehr so wollen. weil:
auf dem anlagevermögen wurden die 23 mrd als "sicherheit" verbucht (und werden nun mit fair value bewertet,gemessen an commons- und preferredkursen).
im eigenkapital hat man dies mit dem FIXEN wert von 23 mrd angegeben.
also war dies quasi eine bilanzverlängerung.man hat eben die 23 mrd "einfach dazugeschrieben,damit man wie gesagt bilanztechnisch festhält,dass der staat 80% hält).
daran ändert sich solange nichts,bis man eine bilanzverkürzung vornimmt bzw man diese 23 mrd auf beiden seiten einfach wieder "rausstreicht".
die "echte " staatsbeteiligung kann man aber dennoch ablesen:
es wurden die maximale summe,nämlich die 23 mrd, nochmals im anlagevermögen verbucht:als "verfügbare finanzielle mittel bzw maximales guthaben".
im eigenkapital müssen also ebenfalls nochmal 23 mrd vorkommen um die bilanz wieder auszugleichen: und hier kann man die echte staatsbet. rauslesen:
diese 23 setzen sich nämlcih IMMER aus dem "zusätzlich eingezahlten kapital" und der summe der "bilanzverluste" zusammen,die bisher ausgewisen wurden. zusammen ergeben diese IMMER 23 mrd.
so: je geringer die schulden in der kreditlinie,desto geringer wird auch das "zusätzlich eingezahlte kapital".dh der "bilanzverlust" wird größer,weil ja in summe IMMER 23 mrd.
irgendwann,wenn die schulden der kreditlinie abbezahlt sind,steht dort nur noch:
0 mrd. bei "zusätzl. einges. kap."
und 23 mrd, bei bilanzverlust.
wenn jetzt der staat aus aig rausgeht,werden auf der aktivseite die "sicherheiten" (wie ganz oben schon erwähnt), ausgebucht....im Eigenkapital wird parallel die fixen 23 mrd gestrichen.
jetzt bleibt aber ja noch die summe der bilanzverluste (23 mrd) im eigenkapital stehen...dh mit einem "-" zeichen...also verringert sich das EK nochmal um 23.
im anlagevermögen muss dann auch nochmal 23 mrd gestrichen werden.und das geschieht indem man die 23 mrd an "verfügbare finanzielle mittel bzw maximales guthaben" streicht.
warum hat man die 23 mrd "doppelt verucht"?
das liegt an der FED bzw deren bilanz.
die echte staatsbeteiligung ist an den schuldenstand von aig gekoppelt.sinkt dieser,sinkt auch der anteil des staates an aig. aber die fed will selbst entscheiden,wann sie die staatsbeteiligung runterfährt.deshalb die feste buchung der fixen 23 mrd.
aber mit sinkenden schulden,sinkt auch die verfügbare,wandelbare summe,die die fed erzielen kann wenn sie ihren anteil in commons wandeln würde. da dies ja an die verbindlichkeiten von aig gekoppelt ist.deshalb sinkt auf der aktivseite der fedbilanz nicht nur die"forderung " gegenüber aig aus der kreditlinie,sonder auch ihr eigenes "anlagevermögen" durch den weniger wert werdenden anteil den die fed an aig hält. damit sinkt auf der passivseite der fedbilanz notgedrungen auch etwas. nämlich ihr eigenes eigenkapital, dass sie in aig gepackt hat (und zwar um die summe,die aig als bilanzverlust bei sich selbst ausweist).
nicht zu vergessen: die 23 mrd sind nie geflossen...sie sind nur hypothetisch,sollte die fed ihren anteil in commons wandeln müssen,da aig die kreditlinie nicht mehr bedient.
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