Das Analysehaus Morningstar hält an seiner mittelfristigen Einschätzung für den Ölpreis fest. Demnach dürfte ein Barrel der Nordseesorte Brent perspektivisch bei rund 65 US-Dollar liegen. Gleichzeitig verweisen die Analysten jedoch auf ein potenzielles Störszenario mit erheblicher Sprengkraft.
Joshua Aguilar, Direktor bei Morningstar, sieht vor allem geopolitische Entwicklungen als entscheidenden Risikofaktor. Sollte es zu einem Angriff der USA auf die iranische Ölinfrastruktur kommen, könnte dies die Märkte kurzfristig stark unter Druck setzen und die Preise deutlich nach oben treiben. Dieses Szenario wird derzeit allerdings als wenig wahrscheinlich eingestuft.
Die Analysten messen der angekündigten Freigabe von 400 Millionen Barrel aus strategischen Reserven durch die Internationale Energieagentur hingegen nur wenig Einfluss bei. Aus Sicht von Aguilar handelt es sich dabei lediglich um eine temporäre Maßnahme, die strukturelle Ungleichgewichte am Ölmarkt nicht beheben kann.
Neben geopolitischen Risiken rückt auch die konjunkturelle Entwicklung stärker in den Fokus. Längere Phasen knappen Angebots könnten die Nachfrage dämpfen. Zudem bleibt die Gefahr einer wirtschaftlichen Abschwächung ein relevanter Faktor für die weitere Preisentwicklung. Der Ölmarkt wird somit nicht nur durch Angebotsrisiken, sondern auch durch die Frage nach der globalen Nachfrage bestimmt.
Aktuell notiert Brent bei 103,40 US-Dollar je Barrel, während die US-Sorte WTI bei 96,85 US-Dollar liegt (Stand: 12:47 Uhr).
Aus Anlegersicht ergibt sich laut Morningstar ein differenziertes Bild: Bevorzugt werden Produzenten von US-Schieferöl, kanadische Ölunternehmen sowie Raffinerien. Weniger attraktiv erscheinen dagegen Dienstleister der Branche sowie Unternehmen mit starkem Engagement im Nahen Osten.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB64SJ5 , DE000NB7DST2 , DE000NB7ENZ8 , DE000NB6GMR4 , DE000NB681T0 , DE000NB69250 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.