Die Bundesagentur selbst macht geltend, dieser Vergleich zeige nicht das tatsächliche Bild. Die herangezogene Quote gehe von einem "völlig veralteten Verständnis der Vermittlungsarbeit aus", sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur, Andrea Nahles, der Deutschen Presse-Agentur. "Das geht noch auf eine Zeit zurück, wo man mit Papier und Bleistift gearbeitet hat."
Die BA setze heute auf moderne Online-Angebote, Apps und die Jobbörse: "Unsere Kundinnen und Kunden erhalten über ihr digitales Suchprofil täglich neue Stellenangebote. Diese werden von der Vermittlungszahl aber nicht abgebildet", sagte Nahles.
Ein Sprecher der Bundesagentur betonte, die Quote berücksichtige lediglich direkte Vermittlungen und damit einen geringen Teil der eigentlichen Vermittlungstätigkeit. Sie bilde nicht ab, wie viele Personen tatsächlich mit Hilfe der Bundesagentur eine Arbeit aufgenommen haben.
Die Zahl der Arbeitsvermittler bei Bundesagentur und bei Jobcentern sei weitgehend stabil. Zuletzt arbeiteten den Angaben der BA zufolge 28.800 Vermittlerinnen und Vermittler in den Arbeitsagenturen und Jobcentern. Im Jahr 2015 waren es 30.900. In dem Bericht der "Bild"-Zeitung war von einem Rückgang um 30 Prozent die Rede gewesen./dm/DP/nas
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.