- China hat seine Visa-Befreiungsprogramme ausgeweitet.
- Im ersten Quartal 2023 stieg die Zahl der Touristen.
- Air China wird von Analysten positiv bewertet.
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"30 Monate nach der vollständigen Wiederöffnung Chinas im Januar 2023 hat uns der Incoming-Tourismus in vielerlei Hinsicht positiv überrascht", erklärten die Analysten in ihrer Analyse. Besonders Fluggesellschaften könnten zu den Gewinnern gehören, wenn der Trend anhält.
China hat seit Anfang 2023 die strengen Einreisebeschränkungen nach der Pandemie aufgehoben und seine Visa-Befreiungsprogramme deutlich ausgeweitet. Seit Juli dürfen Reisende aus mehr als 30 europäischen Ländern sowie Teilen Asiens und Lateinamerikas für bis zu 30 Tage ohne Visum einreisen. US-Bürger können bei der Durchreise zehn Tage lang visafrei bleiben.
"Im ersten Quartal dieses Jahres verzeichnete China die höchste Zahl an Einreise-Touristen", sagte Daniel Zipser, Leiter Konsum und Einzelhandel für Asien bei McKinsey.
"Die Leute fragen mich immer nach Prognosen. Das hätte ich nie vorhergesagt."
Auch der Zahlungsverkehr wurde vereinfacht. Große Transaktionen lassen sich inzwischen über internationale Kreditkarten in Verbindung mit den mobilen Diensten WeChat Pay und Alipay abwickeln, die bisher nur lokale Konten unterstützten.
Morgan Stanley betont, man sei heute "zuversichtlicher als vor einem Jahr", dass sich der Trend verstetigt. Analysten erwarten, dass die internationale Nachfrage nicht nur den Einzelhandel ankurbelt, sondern auch chinesischen Airlines höhere Gewinnmargen bescheren dürfte.
Im Juni lag die Zahl der Passagiere bereits über dem Vorkrisenniveau. Besonders positiv bewertete Morgan Stanley die Aktien von Air China, die in Hongkong notierte Staatsfluggesellschaft im Star-Alliance-Netzwerk.
Auch regionale Konferenzen und Veranstaltungen tragen zur Erholung bei. "Wir sehen erste Anzeichen für regionale Konferenzen auf dem chinesischen Festland", sagte Zipser. Inzwischen reisten wieder Vorstandsmitglieder internationaler Unternehmen nach China, und Hunderte Teilnehmer aus Asien versammelten sich zu Events wie den ersten "World Humanoid Robot Games" in Peking.
Noch hinken die Einnahmen hinterher: Mit 0,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts lag der Beitrag ausländischer Besucher 2024 bei der Hälfte des Vor-Covid-Niveaus von 1 Prozent. Doch bis 2034 könnte China laut Morgan Stanley seinen Anteil am globalen Tourismusmarkt von 2,4 Prozent im Jahr 2019 auf 6 Prozent steigern.
Autor: sbh-Redaktion/neb
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