Ukraine setzt Frachter wegen illegalem Anlauf der Krim fest
ODESSA (dpa-AFX) - Der ukrainische Geheimdienst SBU hat in Odessa ein Schiff wegen des illegalen Anlaufens der von Russland annektierten Halbinsel Krim festgesetzt. Der Frachter habe vor dem russischen Einmarsch von 2022 mindestens siebenmal Sewastopol angelaufen, um illegal Agrarprodukte zu exportieren, teilte der SBU mit. Unter anderem seien so Ende Januar 2021 knapp 7.000 Tonnen Getreide nach Nordafrika ausgeführt worden. Nun habe das Schiff Odessa unter der Flagge eines afrikanischen Staates angelaufen, um eine Ladung Stahlrohre zu exportieren.
Der Name des Frachters wurde nicht genannt. Nach Angaben des SBU gelten bereits Sanktionen der Ukraine gegen den tatsächlichen Schiffseigner. Jedoch seien zur Umgehung der Schiffsname und die formellen Eigentümer in Drittstaaten ständig geändert worden. Auf dem Schiff befanden sich der Kapitän und 16 Besatzungsmitglieder aus Ländern des Nahen Ostens. Ihnen drohen Strafverfahren unter anderem wegen illegaler Einreise und Finanzierung von Handlungen zur Änderung der Staatsgrenzen der Ukraine.
Die im Schwarzen Meer gelegene ukrainische Halbinsel Krim wurde 2014 von Russland annektiert./ast/DP/mis
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