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Linken-Chef verteidigt Forderung nach Vermögenssteuer

BERLIN (dpa-AFX) - Der Linken-Vorsitzende Jan van Aken hat die Forderung seiner Partei nach einer Vermögenssteuer für Reiche verteidigt. Er sieht darin einen Erfolgsfaktor für die Linke, wie er im Sommerinterview im "Bericht aus Berlin" der ARD deutlich machte: "Ich sehe für uns ein Potenzial irgendwann weit über 20 Prozent, weil die Menschen haben die Nase voll." Bei der Bundestagswahl im Februar hatte die Linke 8,8 Prozent der Zweitstimmen gewonnen, ein Plus von 3,9 Prozentpunkten.

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Es handele sich nicht um eine theoretische Frage, sagte van Aken. Er bezifferte die jährlichen Einnahmen für den Staat aus einer Vermögenssteuer auf 108 Milliarden Euro. "Das ist der Unterschied, ob in einer Schulklasse 20 oder 35 Kinder sitzen. Die Vermögenssteuer ist der Unterschied, ob irgendwelche Leute noch 10 Milliarden mehr haben oder ob unsere Kinder gut ausgebildet werden. Das ist der Unterschied. Und ich bin für die gute Ausbildung."

Zwei Millionen und Hängematte am Strand gefiele auch van Aken

Die Linke will nach Angaben ihres Vorsitzenden Vermögen ab einer Million Euro mit einem Prozent versteuern, ab 50 Millionen mit fünf Prozent und aber einer Milliarde Euro mit zwölf Prozent.

Er habe überhaupt nichts gegen Reichtum, beteuerte van Aken. "Mal ganz ehrlich, wir wollen doch alle irgendwie reich sein. Ich denke auch immer: Wenn mir jetzt jemand zwei Millionen geben würde, Hängematte am Strand, fände ich echt in Ordnung. Aber ab einem bestimmten Punkt wird das unverschämt." Eine Milliarde Euro etwa habe kein Mensch selbst erarbeitet./sk/DP/he

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