- Die Zahl der Pendler in Deutschland wächst weiter.
- 20,59 Millionen arbeiten außerhalb ihres Wohnorts.
- München bleibt die deutsche Pendlerhauptstadt.
- Ölpreisboom 2026 - Diese 3 Aktien könnten jetzt stark profitieren! (hier klicken)
Nach München fährt die Bevölkerung einer Großstadt
Deutsche Pendlerhauptstadt blieb wie in den Vorjahren München: 458.400 der in der bayerischen Landeshauptstadt arbeitenden Beschäftigten wohnte außerhalb. Im Verhältnis zur ortsansässigen Bevölkerung noch viel höher ist allerdings der Pendleranteil im wesentlich kleineren Frankfurt am Main: Obwohl die Bankenmetropole nur etwa halb so viele Einwohner hat wie München, war die Zahl der Pendler mit 415.600 fast ebenso hoch, Platz zwei in der Tabelle.
Erst auf den Plätzen drei bis fünf folgen Berlin (398.900), Hamburg (396.300) und Köln (317.000). Das Bundesinstitut analysiert nicht, wie oft die betreffenden Arbeitnehmer ins Büro oder die Fabrik fahren, und auch nicht, welche Verkehrsmittel sie dafür nutzen. Nach Berechnungen des Ifo-Instituts liegt die Heimbüro-Quote in Deutschland bei knapp einem Viertel, so dass jeden Tag der Großteil der arbeitenden Bevölkerung tatsächlich zum Arbeitsplatz fährt.
2,3 Millionen Menschen fahren über 100 Kilometern zur Arbeit
Der durchschnittliche einfache Weg zur Arbeit belief sich nach BBSR-Berechnung auf 17,2 Kilometer. Doch die Durchschnittszahl verbirgt, dass viele Arbeitnehmer extrem weite Wege auf sich nehmen: Über 4 Millionen Pendler legten demnach mehr als 50 Kilometer zurück, gut 2,3 Millionen sogar mehr als 100 Kilometer.
"Rund 42 Prozent der Beschäftigten arbeiten inzwischen in Großstädten", sagte BBSR-Experte Thomas Pütz. "Diese üben als Arbeitsmarktzentren eine enorme Anziehungskraft aus." Die hohe Zahl der Pendlerinnen und Pendler in die Großstädte habe spürbare Folgen für Verkehr, Umwelt und Lebensqualität.
Die Zahlen des Bundesinstituts decken sich mit der Einschätzung von Immobilienmaklern, der zufolge die Corona-Pandemie den Trend zum Wohnen im Umland großer Städte verstärkte. Als Gründe häufig genannt werden zum einen hohe Mieten und Immobilienkaufpreise in den Zentren, zum anderen die gestiegene Heimbüro-Quote./cho/DP/men
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.