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Caritas fordert solide Finanzierung der Sozialberatung

MAINZ (dpa-AFX) - Die Finanzierung der allgemeinen Sozialberatung ist nach Darstellung des Deutschen Caritasverbands trotz steigender Nachfrage in Gefahr. Dieser "unverzichtbare Lotsendienst" für Menschen mit ganz unterschiedlichen Problemen dürfe nicht schließen, sondern müsse auf eine solide finanzielle Basis gestellt werden, heißt es in einem Appell der Caritas an Politik und die Kirchen zu Beginn der bundesweiten Armutswochen in Mainz.

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Das Angebot musste bereits eingeschränkt werden

2024 habe rund ein Viertel der Träger das Angebot bereits einschränken oder sogar aufgeben müssen. Rund 80 Prozent der finanziellen Mittel würden im Durchschnitt von den Trägern und aus Eigenmitteln erbracht.

Die Sozialberatung ist eine zentrale, niedrigschwellige Anlaufstelle für ein Erstgespräch in prekären Lebenssituationen. Fast 90 Prozent der Hilfesuchenden hätten mehrere Probleme. Die Sozialberatung helfe kostenlos bei der Lösung akuter Krisen und vermittle weiterführende Hilfe, sei aber unzureichend finanziert. "Türen offen halten: Allgemeine Sozialberatung sichern", lautet daher das Motto der Armutswochen.

Viele Hilfesuchende sind alleinerziehend

Rund 60 Prozent der Ratsuchenden seien Frauen, darunter viele Alleinerziehende sowie Familien mit mehreren Kindern. Viele - darunter besonders Männer - seien von Wohnungslosigkeit bedroht.

Der Deutsche Caritasverband, der Gesamtverein des Sozialdiensts katholischer Frauen und der Bundesverband des Sozialdiensts Katholischer Männer rufen jedes Jahr zu den Armutswochen auf. Sie beginnen am 17. Oktober mit dem Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut und enden am 16. November, dem vom Papst ausgerufenen Welttag der Armen./irs/DP/jha

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