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Meldung des Tages: Gold-Aktie vor Neubewertung? Über 200 Meter Gold: Warum diese Aktie jetzt in den Fokus der Profis rückt

X-FAB Silicon Foundries Aktie

Aktie
WKN:  A2DNYG ISIN:  BE0974310428 US-Symbol:  XFABF Branche:  Halbleiter und Halbleiterausrüstung Land:  Belgien
5,27 €
+0,185 €
+3,64%
21.01.26
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
665,56 Mio. €
Streubesitz
27,27%
KGV
11,06
Index-Zuordnung
-
X-FAB Silicon Foundries Aktie Chart

Unternehmensbeschreibung

X-FAB Silicon Foundries SE ist eine spezialisierte, reine Foundry für Analog‑/Mixed‑Signal‑Halbleiter mit Fokus auf Spezialtechnologien jenseits des Massenmarkts für Standard‑Digitalchips. Das Unternehmen betreibt mehrere Waferfabriken in Europa, Asien und Nordamerika und fertigt kundenspezifische integrierte Schaltungen im Auftragsfertigungsmodell. X-FAB konzentriert sich auf prozessstabile Fertigungsplattformen im Bereich struktureller Knoten von typischerweise 1,0 µm bis 110 nm und adressiert damit Anwendungen in der Automobil-, Industrie-, Medizintechnik- und Kommunikationselektronik. Das Geschäftsmodell basiert auf langfristigen Kundenbeziehungen, hohen Qualifizierungsstandards für Automotive‑Anwendungen und einer klaren Positionierung als unabhängige Spezial‑Foundry ohne eigenes Endproduktgeschäft.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von X-FAB liegt in der Bereitstellung hochzuverlässiger Spezial‑Halbleiterprozesse für anspruchsvolle, oft sicherheitskritische Anwendungen. Im Mittelpunkt stehen Robustheit, Langzeitverfügbarkeit und qualitätsorientierte Fertigung statt kurzfristiger Maximierung des Volumengeschäfts. Strategisch setzt das Management auf:
  • Fokussierung auf analoge, mixed‑signal und Hochspannungs‑Technologien mit hoher Wertschöpfungstiefe
  • Automotive‑Qualifikation nach strengen AEC‑ und IATF‑Standards
  • Diversifizierung über Industrie-, Medizintechnik- und IoT‑Anwendungen
  • Fab‑Netzwerk mit regional verteilter Produktion zur Erhöhung der Liefersicherheit
Damit positioniert sich X-FAB als verlässlicher Partner für Kunden, die Stabilität von Prozessen, Lieferkettenresilienz und Langfristkontrakte höher gewichten als aggressive Preisführerschaft.

Produkte, Technologien und Dienstleistungen

X-FAB produziert keine eigenen Standardchips, sondern stellt kundenspezifische integrierte Schaltungen auf Basis eigener Prozessplattformen her. Zentrale Technologiefelder sind:
  • Analog‑/Mixed‑Signal‑CMOS für Sensorik, Datenkonverter und Schnittstellen‑ICs
  • Hochspannungs‑CMOS und BCD‑Technologien für Leistungstreiber, Motorsteuerungen und Power‑Management
  • SOI‑Technologien (Silicon on Insulator) für erhöhte Spannungsfestigkeit und Isolation in rauen Umgebungen
  • MEMS‑Fertigungskapazitäten für Mikrosensoren und Aktoren in ausgewählten Nischen
Die Dienstleistungen umfassen:
  • Foundry‑Services von der Prototypenfertigung bis zur Serienproduktion
  • Design‑Enablement mit PDKs, Referenzdesigns und Zusammenarbeit mit EDA‑Partnern
  • Langfristige Produktlebenszyklus‑Begleitung mit Obsoleszenzmanagement und Second‑Source‑Strategien
  • Qualifikations- und Zuverlässigkeitstests für Automotive‑ und Industrieanwendungen
Damit deckt X-FAB die Wertschöpfungsstufe der Auftragsfertigung im Halbleiterökosystem ab und bindet Kunden über technologische Spezialisierung sowie unterstützende Design‑Services.

Geschäftsbereiche und Zielmärkte

X-FAB segmentiert sein Geschäft primär nach Endmärkten und Technologiefeldern. Typische Business‑Cluster umfassen:
  • Automotive‑Elektronik mit Sensor‑ICs, Mixed‑Signal‑Steuerungen, Airbag‑ und Bremssteuerungen, Antriebselektronik sowie On‑Board‑Sensorik
  • Industrie‑ und Energieelektronik mit Motorsteuerungen, Industrieautomation, Stromversorgung und Smart‑Grid‑Anwendungen
  • Medizintechnik und Biomedizin mit Auslese‑ASICs für Bildgebung, Diagnostik und Implantate
  • Kommunikations- und IoT‑Applikationen mit Schnittstellen‑ICs, RF‑Frontends im niedrigen bis mittleren Frequenzbereich und Sensor‑Nodes
Die Fertigung erfolgt in einem Netzwerk von Waferfabs, insbesondere in Deutschland und Frankreich, ergänzt um Standorte in Nordamerika und Asien. Damit adressiert X-FAB sowohl europäische als auch globale Kunden mit Fokus auf Regionen mit ausgeprägter Automobil- und Industrieelektronikbasis.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Der Wettbewerbsvorteil von X-FAB beruht weniger auf der fortschrittlichsten Strukturbreite, sondern auf spezialisierten, qualitätsorientierten Prozessplattformen. Wesentliche Moats sind:
  • Automotive‑Zertifizierungen und langjährige Audit‑Historie bei großen Tier‑1‑Zulieferern und OEMs
  • Prozessstabilität über lange Produktlebenszyklen, was Kundenwechselkosten erhöht
  • Kombination von Analog‑/Mixed‑Signal‑, Hochspannungs- und SOI‑Technologien in einem Foundry‑Portfolio
  • Know‑how in der Fertigung komplexer Nischenapplikationen wie Sensor‑ASICs und sicherheitskritischer Steuerungen
  • Mehrere geographisch verteilte Fertigungsstätten, die die Liefersicherheit erhöhen und Reshoring‑Bestrebungen europäischer Kunden unterstützen
Diese Faktoren schaffen Eintrittsbarrieren für neue Wettbewerber und erschweren einen kurzfristigen Wechsel zu alternativen Foundries, insbesondere bei qualifizierten Automotive‑Bauteilen mit hohen Requalifikationskosten.

Wettbewerbsumfeld

X-FAB agiert im Segment der Specialty‑Foundries, das sich deutlich vom hochvolumigen Digital‑Business unterscheidet. Relevante Wettbewerber sind unter anderem:
  • GlobalFoundries mit eigenen Specialty‑Plattformen, insbesondere für RF‑ und Power‑Anwendungen
  • TSMC in ausgewählten Nischen analoger und Hochspannungsprozesse
  • UMC und andere asiatische Foundries, die zunehmend Mixed‑Signal‑ und BCD‑Technologien anbieten
  • Europäische Spezialisten im Bereich Power‑Semiconductors und Automotive‑Foundry‑Dienstleistungen
Im Automobil- und Industrieumfeld punktet X-FAB mit europäischer Präsenz, Automotive‑Historie und kundenspezifischer Nähe. Gleichzeitig besteht intensiver Preisdruck durch asiatische Anbieter, insbesondere bei standardisierbaren Mixed‑Signal‑Plattformen. Für konservative Anleger ist relevant, dass der Markt fragmentiert bleibt und Abhängigkeiten von Schlüsselgroßkunden branchenüblich sind.

Management und Unternehmensstrategie

Das Management von X-FAB verfolgt eine konservativ geprägte, auf Resilienz und Prozessstabilität ausgerichtete Strategie. Kernelemente sind:
  • Priorisierung von Automotive‑ und Industrieanwendungen mit hohen Qualitätsbarrieren
  • Ausbau der eigenen Specialty‑Prozessplattformen statt Einstieg in extrem kapitalkostenintensive Leading‑Edge‑Nodes
  • Optimierung der Auslastung des bestehenden Fab‑Netzwerks und selektive Kapazitätserweiterungen
  • Vertiefung von Partnerschaften mit Systemhäusern, Halbleiterdesignern und IP‑Anbietern
Die Unternehmensführung kommuniziert eine langfristig orientierte Kapitalallokation, bei der Investitionen in Prozessverbesserungen, Effizienzsteigerung und Automotive‑Qualität im Vordergrund stehen. Für risikobewusste Anleger ist bedeutsam, dass die Strategie auf organisches Wachstum, selektive Nischenerweiterung und technologischen Fokus statt auf aggressive Expansion ausgerichtet ist.

Branchen- und Regionenanalyse

X-FAB operiert in der globalen Halbleiterindustrie, fokussiert auf Analoge, Mixed‑Signal‑ und Power‑Anwendungen. Die Nachfrage wird strukturell getrieben durch:
  • Elektrifizierung und Digitalisierung des Automobils (ADAS, Elektrifizierung des Antriebsstrangs, Komfort- und Sicherheitsfunktionen)
  • Industrie 4.0, Automatisierung und Sensorik in der Fertigung
  • Wachsende Anforderungen an Energieeffizienz und Netzstabilität
  • Zunehmenden Einsatz von Medizinelektronik und bildgebenden Verfahren
Regional profitiert X-FAB von einer starken Basis in Europa mit Nähe zur Automobil- und Industrieelektronik, ergänzt um Kunden in Nordamerika und Asien. Gleichzeitig unterliegt das Unternehmen branchenüblichen Zyklen der Halbleiternachfrage, die insbesondere im Automotive‑Segment durch Modellzyklen, Lagerbestandsanpassungen und makroökonomische Schocks verstärkt werden können. Die geopolitische Fragmentierung und der politische Wille zur Stärkung europäischer Halbleiterkapazitäten wirken dabei sowohl als Chance (Reshoring, Förderprogramme) als auch als Risiko (regulatorische Anforderungen, Standortkosten).

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

X-FAB entstand in den 1990er‑Jahren aus der Umstrukturierung ehemals staatlicher Mikroelektronikstandorte in Ostdeutschland und wurde schrittweise zu einer internationalen Foundry‑Gruppe ausgebaut. In den Folgejahren erwarb und integrierte das Unternehmen zusätzliche Fertigungsstätten, unter anderem in Frankreich und den USA, und entwickelte sich so zu einem global aufgestellten Spezialisten für analog‑intensive Halbleiter. Die Ausrichtung auf Automotive‑ und Industrieanwendungen wurde früh verankert, da diese Segmente mit längeren Produktlebenszyklen, stabileren Nachfrageprofilen und höheren Qualifizierungsanforderungen einhergehen. Der Börsengang und die Umwandlung in die heutige X-FAB Silicon Foundries SE schufen einen breiteren Zugang zum Kapitalmarkt und ermöglichten Investitionen in Prozessplattformen und Kapazitätserweiterungen. Über die Zeit hat sich X-FAB von einem regionalen Fertiger zu einem global tätigen Spezial‑Foundry‑Anbieter entwickelt, der seine Wurzeln in der europäischen Mikroelektronik beibehalten hat.

Besonderheiten und strukturelle Eigenschaften

Eine Besonderheit von X-FAB ist die Kombination aus mittelgroßer Unternehmensgröße und breiter technologischer Diversifikation im Nischensegment. Das Unternehmen ist groß genug, um mehrere Fabs und komplexe Prozessentwicklungen zu tragen, bleibt aber im Vergleich zu den Branchengiganten überschaubar, was Entscheidungswege verkürzt und kundenspezifische Lösungen erleichtert. Weitere Merkmale sind:
  • Fokus auf hohe Zuverlässigkeit, Temperaturfestigkeit und Langzeitstabilität der Bauteile
  • Ausgeprägte Automotive‑Orientierung mit entsprechenden Qualitäts- und Rückverfolgbarkeitsanforderungen
  • Foundry‑Modell ohne eigene Endprodukte, wodurch Interessenkonflikte mit Kunden reduziert werden
  • Technologiemix aus CMOS, Hochspannungs‑CMOS, BCD, SOI und ausgewählten MEMS‑Lösungen
Diese Struktur verleiht X-FAB ein Profil, das sich deutlich von rein digital fokussierten, volumengetriebenen Foundries abhebt. Für konservative Anleger ist insbesondere der Spezialfokus auf robuste Nischenanwendungen von Relevanz.

Chancen für langfristig orientierte Anleger

Aus Sicht eines konservativen Investors ergeben sich mehrere strukturelle Chancen:
  • Wachstumstreiber im Bereich Automotive‑Halbleiter durch Elektrifizierung, Fahrerassistenzsysteme und Vernetzung
  • Steigende Sensor- und Mixed‑Signal‑Dichte in Industrieanlagen, Smart‑Infrastructure und Medizintechnik
  • Potenzielle Vorteile aus europäischer Halbleiterförderung und der politischen Zielsetzung, kritische Wertschöpfungsstufen in Europa zu stärken
  • Moats durch Automotive‑Zertifizierungen, qualifizierte Prozesse und langfristige Kundenprogramme
  • Relativ geringere Abhängigkeit von extrem zyklischen Leading‑Edge‑Knoten, da X-FAB in ausgereiften Strukturgrößen operiert
Für einen risikoaversen Anleger kann die Spezialisierung auf analoge und Hochspannungs‑Technologien mit hoher Anwendungsrelevanz und die Rolle als unabhängige Foundry ein strukturell interessantes, wenn auch zyklisches Exposure zum industriellen und automobilen Halbleiterhochlauf darstellen.

Risiken und Unsicherheiten

Dem gegenüber stehen signifikante Risiken, die bei einer Anlageentscheidung berücksichtigt werden müssen:
  • Zyklische Halbleiternachfrage mit teils abrupten Abschwüngen, insbesondere im Automotive‑ und Industrieumfeld
  • Hohe Fixkosten durch kapitalintensive Fabriken, die eine ausreichende Auslastung erfordern
  • Intensiver Wettbewerb durch größere Foundries mit Skalenvorteilen und durch asiatische Anbieter mit potenziell niedrigeren Produktionskosten
  • Kundenkonzentration auf große OEMs und Tier‑1‑Zulieferer, die in Verhandlungen über Volumina und Preise über erhebliche Marktmacht verfügen
  • Technologische Disruption, etwa durch alternative Integrationskonzepte oder sich verändernde Architekturentscheidungen auf Systemebene
  • Standort- und Regulierungskosten in Europa, die im internationalen Vergleich nachteilig wirken können
Konservative Anleger sollten daher die Branchenzyklik, die Kapazitätsauslastung, die Wettbewerbssituation im Specialty‑Foundry‑Segment sowie die Abhängigkeit von Schlüsselindustrien laufend beobachten. X-FAB bleibt ein spezialisiertes Halbleiterunternehmen mit attraktiven Nischen, jedoch auch mit den typischen Risiken kapitalintensiver, zyklischer Industrien.

Realtime-Kursdaten

Geld/Brief 5,305 € / 5,355 €
Spread +0,94%
Schluss Vortag 5,085 €
Gehandelte Stücke 8.830
Tagesvolumen Vortag 84.331,71 €
Tagestief 5,025 €
Tageshoch 5,27 €
52W-Tief 3,01 €
52W-Hoch 7,375 €
Jahrestief 5,01 €
Jahreshoch 5,605 €

Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 816,38 €
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 85,54 €
Jahresüberschuss in Mio. 83,29 €
Umsatz je Aktie 6,25 €
Gewinn je Aktie 0,47 €
Gewinnrendite +8,14%
Umsatzrendite +7,54%
Return on Investment +4,38%
Marktkapitalisierung in Mio. 679,28 €
KGV (Kurs/Gewinn) 11,06
KBV (Kurs/Buchwert) 0,66
KUV (Kurs/Umsatz) 0,83
Eigenkapitalrendite +6,02%
Eigenkapitalquote +53,85%

Derivate

Hebelprodukte (8)
Faktor-Zertifikate 7
Knock-Outs 1
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Termine

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Prognose & Kursziel

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Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 5,08 € -1,26%
5,145 € 21.01.26
Frankfurt 5,025 € -1,08%
5,08 € 21.01.26
Hamburg 5,11 € -0,78%
5,15 € 21.01.26
München 5,14 € -0,77%
5,18 € 21.01.26
Stuttgart 5,34 € +5,53%
5,06 € 21.01.26
L&S RT 5,34 € +5,01%
5,085 € 21.01.26
Nasdaq OTC Other 6,28 $ +1,29%
6,20 $ 21.01.26
Tradegate 5,27 € +3,64%
5,085 € 21.01.26
Quotrix 5,105 € -1,35%
5,175 € 21.01.26
Gettex 5,355 € +5,31%
5,085 € 21.01.26
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
21.01.26 5,04 20.956
20.01.26 5,085 84 T
19.01.26 5,19 29.542
16.01.26 5,36 6.976
15.01.26 5,40 33.408
14.01.26 5,24 24.103
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 5,24 € -3,82%
1 Monat 5,005 € +0,70%
6 Monate 6,725 € -25,06%
1 Jahr 5,17 € -2,51%
5 Jahre 7,16 € -29,61%

Unternehmensprofil X-FAB Silicon Foundries SE

X-FAB Silicon Foundries SE ist eine spezialisierte, reine Foundry für Analog‑/Mixed‑Signal‑Halbleiter mit Fokus auf Spezialtechnologien jenseits des Massenmarkts für Standard‑Digitalchips. Das Unternehmen betreibt mehrere Waferfabriken in Europa, Asien und Nordamerika und fertigt kundenspezifische integrierte Schaltungen im Auftragsfertigungsmodell. X-FAB konzentriert sich auf prozessstabile Fertigungsplattformen im Bereich struktureller Knoten von typischerweise 1,0 µm bis 110 nm und adressiert damit Anwendungen in der Automobil-, Industrie-, Medizintechnik- und Kommunikationselektronik. Das Geschäftsmodell basiert auf langfristigen Kundenbeziehungen, hohen Qualifizierungsstandards für Automotive‑Anwendungen und einer klaren Positionierung als unabhängige Spezial‑Foundry ohne eigenes Endproduktgeschäft.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von X-FAB liegt in der Bereitstellung hochzuverlässiger Spezial‑Halbleiterprozesse für anspruchsvolle, oft sicherheitskritische Anwendungen. Im Mittelpunkt stehen Robustheit, Langzeitverfügbarkeit und qualitätsorientierte Fertigung statt kurzfristiger Maximierung des Volumengeschäfts. Strategisch setzt das Management auf:
  • Fokussierung auf analoge, mixed‑signal und Hochspannungs‑Technologien mit hoher Wertschöpfungstiefe
  • Automotive‑Qualifikation nach strengen AEC‑ und IATF‑Standards
  • Diversifizierung über Industrie-, Medizintechnik- und IoT‑Anwendungen
  • Fab‑Netzwerk mit regional verteilter Produktion zur Erhöhung der Liefersicherheit
Damit positioniert sich X-FAB als verlässlicher Partner für Kunden, die Stabilität von Prozessen, Lieferkettenresilienz und Langfristkontrakte höher gewichten als aggressive Preisführerschaft.

Produkte, Technologien und Dienstleistungen

X-FAB produziert keine eigenen Standardchips, sondern stellt kundenspezifische integrierte Schaltungen auf Basis eigener Prozessplattformen her. Zentrale Technologiefelder sind:
  • Analog‑/Mixed‑Signal‑CMOS für Sensorik, Datenkonverter und Schnittstellen‑ICs
  • Hochspannungs‑CMOS und BCD‑Technologien für Leistungstreiber, Motorsteuerungen und Power‑Management
  • SOI‑Technologien (Silicon on Insulator) für erhöhte Spannungsfestigkeit und Isolation in rauen Umgebungen
  • MEMS‑Fertigungskapazitäten für Mikrosensoren und Aktoren in ausgewählten Nischen
Die Dienstleistungen umfassen:
  • Foundry‑Services von der Prototypenfertigung bis zur Serienproduktion
  • Design‑Enablement mit PDKs, Referenzdesigns und Zusammenarbeit mit EDA‑Partnern
  • Langfristige Produktlebenszyklus‑Begleitung mit Obsoleszenzmanagement und Second‑Source‑Strategien
  • Qualifikations- und Zuverlässigkeitstests für Automotive‑ und Industrieanwendungen
Damit deckt X-FAB die Wertschöpfungsstufe der Auftragsfertigung im Halbleiterökosystem ab und bindet Kunden über technologische Spezialisierung sowie unterstützende Design‑Services.

Geschäftsbereiche und Zielmärkte

X-FAB segmentiert sein Geschäft primär nach Endmärkten und Technologiefeldern. Typische Business‑Cluster umfassen:
  • Automotive‑Elektronik mit Sensor‑ICs, Mixed‑Signal‑Steuerungen, Airbag‑ und Bremssteuerungen, Antriebselektronik sowie On‑Board‑Sensorik
  • Industrie‑ und Energieelektronik mit Motorsteuerungen, Industrieautomation, Stromversorgung und Smart‑Grid‑Anwendungen
  • Medizintechnik und Biomedizin mit Auslese‑ASICs für Bildgebung, Diagnostik und Implantate
  • Kommunikations- und IoT‑Applikationen mit Schnittstellen‑ICs, RF‑Frontends im niedrigen bis mittleren Frequenzbereich und Sensor‑Nodes
Die Fertigung erfolgt in einem Netzwerk von Waferfabs, insbesondere in Deutschland und Frankreich, ergänzt um Standorte in Nordamerika und Asien. Damit adressiert X-FAB sowohl europäische als auch globale Kunden mit Fokus auf Regionen mit ausgeprägter Automobil- und Industrieelektronikbasis.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Der Wettbewerbsvorteil von X-FAB beruht weniger auf der fortschrittlichsten Strukturbreite, sondern auf spezialisierten, qualitätsorientierten Prozessplattformen. Wesentliche Moats sind:
  • Automotive‑Zertifizierungen und langjährige Audit‑Historie bei großen Tier‑1‑Zulieferern und OEMs
  • Prozessstabilität über lange Produktlebenszyklen, was Kundenwechselkosten erhöht
  • Kombination von Analog‑/Mixed‑Signal‑, Hochspannungs- und SOI‑Technologien in einem Foundry‑Portfolio
  • Know‑how in der Fertigung komplexer Nischenapplikationen wie Sensor‑ASICs und sicherheitskritischer Steuerungen
  • Mehrere geographisch verteilte Fertigungsstätten, die die Liefersicherheit erhöhen und Reshoring‑Bestrebungen europäischer Kunden unterstützen
Diese Faktoren schaffen Eintrittsbarrieren für neue Wettbewerber und erschweren einen kurzfristigen Wechsel zu alternativen Foundries, insbesondere bei qualifizierten Automotive‑Bauteilen mit hohen Requalifikationskosten.

Wettbewerbsumfeld

X-FAB agiert im Segment der Specialty‑Foundries, das sich deutlich vom hochvolumigen Digital‑Business unterscheidet. Relevante Wettbewerber sind unter anderem:
  • GlobalFoundries mit eigenen Specialty‑Plattformen, insbesondere für RF‑ und Power‑Anwendungen
  • TSMC in ausgewählten Nischen analoger und Hochspannungsprozesse
  • UMC und andere asiatische Foundries, die zunehmend Mixed‑Signal‑ und BCD‑Technologien anbieten
  • Europäische Spezialisten im Bereich Power‑Semiconductors und Automotive‑Foundry‑Dienstleistungen
Im Automobil- und Industrieumfeld punktet X-FAB mit europäischer Präsenz, Automotive‑Historie und kundenspezifischer Nähe. Gleichzeitig besteht intensiver Preisdruck durch asiatische Anbieter, insbesondere bei standardisierbaren Mixed‑Signal‑Plattformen. Für konservative Anleger ist relevant, dass der Markt fragmentiert bleibt und Abhängigkeiten von Schlüsselgroßkunden branchenüblich sind.

Management und Unternehmensstrategie

Das Management von X-FAB verfolgt eine konservativ geprägte, auf Resilienz und Prozessstabilität ausgerichtete Strategie. Kernelemente sind:
  • Priorisierung von Automotive‑ und Industrieanwendungen mit hohen Qualitätsbarrieren
  • Ausbau der eigenen Specialty‑Prozessplattformen statt Einstieg in extrem kapitalkostenintensive Leading‑Edge‑Nodes
  • Optimierung der Auslastung des bestehenden Fab‑Netzwerks und selektive Kapazitätserweiterungen
  • Vertiefung von Partnerschaften mit Systemhäusern, Halbleiterdesignern und IP‑Anbietern
Die Unternehmensführung kommuniziert eine langfristig orientierte Kapitalallokation, bei der Investitionen in Prozessverbesserungen, Effizienzsteigerung und Automotive‑Qualität im Vordergrund stehen. Für risikobewusste Anleger ist bedeutsam, dass die Strategie auf organisches Wachstum, selektive Nischenerweiterung und technologischen Fokus statt auf aggressive Expansion ausgerichtet ist.

Branchen- und Regionenanalyse

X-FAB operiert in der globalen Halbleiterindustrie, fokussiert auf Analoge, Mixed‑Signal‑ und Power‑Anwendungen. Die Nachfrage wird strukturell getrieben durch:
  • Elektrifizierung und Digitalisierung des Automobils (ADAS, Elektrifizierung des Antriebsstrangs, Komfort- und Sicherheitsfunktionen)
  • Industrie 4.0, Automatisierung und Sensorik in der Fertigung
  • Wachsende Anforderungen an Energieeffizienz und Netzstabilität
  • Zunehmenden Einsatz von Medizinelektronik und bildgebenden Verfahren
Regional profitiert X-FAB von einer starken Basis in Europa mit Nähe zur Automobil- und Industrieelektronik, ergänzt um Kunden in Nordamerika und Asien. Gleichzeitig unterliegt das Unternehmen branchenüblichen Zyklen der Halbleiternachfrage, die insbesondere im Automotive‑Segment durch Modellzyklen, Lagerbestandsanpassungen und makroökonomische Schocks verstärkt werden können. Die geopolitische Fragmentierung und der politische Wille zur Stärkung europäischer Halbleiterkapazitäten wirken dabei sowohl als Chance (Reshoring, Förderprogramme) als auch als Risiko (regulatorische Anforderungen, Standortkosten).

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

X-FAB entstand in den 1990er‑Jahren aus der Umstrukturierung ehemals staatlicher Mikroelektronikstandorte in Ostdeutschland und wurde schrittweise zu einer internationalen Foundry‑Gruppe ausgebaut. In den Folgejahren erwarb und integrierte das Unternehmen zusätzliche Fertigungsstätten, unter anderem in Frankreich und den USA, und entwickelte sich so zu einem global aufgestellten Spezialisten für analog‑intensive Halbleiter. Die Ausrichtung auf Automotive‑ und Industrieanwendungen wurde früh verankert, da diese Segmente mit längeren Produktlebenszyklen, stabileren Nachfrageprofilen und höheren Qualifizierungsanforderungen einhergehen. Der Börsengang und die Umwandlung in die heutige X-FAB Silicon Foundries SE schufen einen breiteren Zugang zum Kapitalmarkt und ermöglichten Investitionen in Prozessplattformen und Kapazitätserweiterungen. Über die Zeit hat sich X-FAB von einem regionalen Fertiger zu einem global tätigen Spezial‑Foundry‑Anbieter entwickelt, der seine Wurzeln in der europäischen Mikroelektronik beibehalten hat.

Besonderheiten und strukturelle Eigenschaften

Eine Besonderheit von X-FAB ist die Kombination aus mittelgroßer Unternehmensgröße und breiter technologischer Diversifikation im Nischensegment. Das Unternehmen ist groß genug, um mehrere Fabs und komplexe Prozessentwicklungen zu tragen, bleibt aber im Vergleich zu den Branchengiganten überschaubar, was Entscheidungswege verkürzt und kundenspezifische Lösungen erleichtert. Weitere Merkmale sind:
  • Fokus auf hohe Zuverlässigkeit, Temperaturfestigkeit und Langzeitstabilität der Bauteile
  • Ausgeprägte Automotive‑Orientierung mit entsprechenden Qualitäts- und Rückverfolgbarkeitsanforderungen
  • Foundry‑Modell ohne eigene Endprodukte, wodurch Interessenkonflikte mit Kunden reduziert werden
  • Technologiemix aus CMOS, Hochspannungs‑CMOS, BCD, SOI und ausgewählten MEMS‑Lösungen
Diese Struktur verleiht X-FAB ein Profil, das sich deutlich von rein digital fokussierten, volumengetriebenen Foundries abhebt. Für konservative Anleger ist insbesondere der Spezialfokus auf robuste Nischenanwendungen von Relevanz.

Chancen für langfristig orientierte Anleger

Aus Sicht eines konservativen Investors ergeben sich mehrere strukturelle Chancen:
  • Wachstumstreiber im Bereich Automotive‑Halbleiter durch Elektrifizierung, Fahrerassistenzsysteme und Vernetzung
  • Steigende Sensor- und Mixed‑Signal‑Dichte in Industrieanlagen, Smart‑Infrastructure und Medizintechnik
  • Potenzielle Vorteile aus europäischer Halbleiterförderung und der politischen Zielsetzung, kritische Wertschöpfungsstufen in Europa zu stärken
  • Moats durch Automotive‑Zertifizierungen, qualifizierte Prozesse und langfristige Kundenprogramme
  • Relativ geringere Abhängigkeit von extrem zyklischen Leading‑Edge‑Knoten, da X-FAB in ausgereiften Strukturgrößen operiert
Für einen risikoaversen Anleger kann die Spezialisierung auf analoge und Hochspannungs‑Technologien mit hoher Anwendungsrelevanz und die Rolle als unabhängige Foundry ein strukturell interessantes, wenn auch zyklisches Exposure zum industriellen und automobilen Halbleiterhochlauf darstellen.

Risiken und Unsicherheiten

Dem gegenüber stehen signifikante Risiken, die bei einer Anlageentscheidung berücksichtigt werden müssen:
  • Zyklische Halbleiternachfrage mit teils abrupten Abschwüngen, insbesondere im Automotive‑ und Industrieumfeld
  • Hohe Fixkosten durch kapitalintensive Fabriken, die eine ausreichende Auslastung erfordern
  • Intensiver Wettbewerb durch größere Foundries mit Skalenvorteilen und durch asiatische Anbieter mit potenziell niedrigeren Produktionskosten
  • Kundenkonzentration auf große OEMs und Tier‑1‑Zulieferer, die in Verhandlungen über Volumina und Preise über erhebliche Marktmacht verfügen
  • Technologische Disruption, etwa durch alternative Integrationskonzepte oder sich verändernde Architekturentscheidungen auf Systemebene
  • Standort- und Regulierungskosten in Europa, die im internationalen Vergleich nachteilig wirken können
Konservative Anleger sollten daher die Branchenzyklik, die Kapazitätsauslastung, die Wettbewerbssituation im Specialty‑Foundry‑Segment sowie die Abhängigkeit von Schlüsselindustrien laufend beobachten. X-FAB bleibt ein spezialisiertes Halbleiterunternehmen mit attraktiven Nischen, jedoch auch mit den typischen Risiken kapitalintensiver, zyklischer Industrien.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 665,56 Mio. €
Aktienanzahl 130,63 Mio.
Streubesitz 27,27%
Währung EUR
Land Belgien
Sektor Technologie
Branche Halbleiter und Halbleiterausrüstung
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+72,73% Weitere
+27,27% Streubesitz

Community-Beiträge zu X-FAB Silicon Foundries SE

  • Community-Beiträge
  • Aktuellste Threads

Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community

  • Forum diskutiert jüngste politische Förderung: Die EU hat deutsche Staatshilfe für Chipfabriken genehmigt, die Bundesregierung plant 2 Mrd. € Fördermittel und X‑Fab ist als förderfähiges Projekt gelistet, wobei Teilnehmer auf Vorteile durch nationale Programme hinweisen und zugleich die Konkurrenz um begrenzte Mittel (z. B. FMC) thematisieren.
  • Finanz- und Betriebsdaten (Q2/Q3 2025) zeigten über den Erwartungen liegende Umsätze und solide EBITDA-Margen sowie eine angehobene Jahresprognose, gleichzeitig sorgen deutliche Rückgänge bei Auftragseingängen und einem niedrigeren Auftragsbestand für Kursdruck; Nutzer verweisen auf laufende Investitionen (u. a. Indonesien, Dresden), Wachstumsfelder wie photonische Chips und temporäre SiC/EV‑Schwächen als Erklärungen für unterschiedliche Einschätzungen.
  • Bewertungen werden von vielen Mitgliedern als attraktiv beschrieben (unter Buchwert, niedriges KGV), mehrere posten von Aufstockungen und Kaufgelegenheiten, während andere die Möglichkeit von Übernahmekandidaten (z. B. Infineon) und die Rolle des Großaktionärs Xtrion sowie widersprüchliche Analystenstimmen als zusätzliche Unsicherheitsfaktoren nennen.
Hinweis
Avatar des Verfassers
ElCondor
EU genehmigt deutsche Staatshilfe zur
EU genehmigt deutsche Staatshilfe zur Unterstützung von Chipfabriken https://de.tradingview.com/news/reuters.com,2025:newsml_L8N3XH0SB:0/
Nur wer das Unmögliche versucht,kann das Mögliche erreichen. Keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf
Avatar des Verfassers
Juliette
Q3
X-Fab veröffentlicht die Zahlen zum 3. Quartal 2025: - Umsatzerlöse von 228,6 Mio. USD, ein Anstieg von 11% zum Vorjahres- und 6% zum Vorquartal und liegt damit deutlich über der Prognose von 215-225 Mio. USD - EBITDA von 53,9 Mio. USD, ein Anstieg von 7% zum Vorjahres- und 4% zum Vorquartal - EBITDA-Marge von 23,6% im Rahmen der Prognose von 22,5-25,5%. Ausblick: Die Umsatzprognose für das vierte Quartal 2025 liegt zwischen 215-225 Mio. USD, die EBITDA-Marge wird zwischen 22,5 und 25,5% erwartet. Das entspricht Umsatzerlösen zwischen 863-873 Mio. USD im Gesamtjahr 2025. Eigentlich Top-Zahlen zum Q3 und der Umsatz ist höher als erwartet. Trotzdem knickt der Kurs ein, was an den mauen Auftragseingang und Auftragsbestand liegen dürfte. Zitat aus dem Q3-Bericht: "...Die Auftragseingänge des dritten Quartals beliefen sich auf 163,0 Mio. USD, das ist ein Rückgang von 25% zum Vorjahres- sowie 21% zum Vorquartal. Hauptursache hierfür sind anhaltende Bestandskorrekturen bei Automobilkunden sowie durch geopolitische Spannungen bedingte makroökonomische Unsicherheiten. Diese Faktoren haben zu einem vorsichtigeren Bestellverhalten geführt. Gleichzeitig nutzen Kunden die kürzeren Fabrikdurchlaufzeiten und platzieren ihre Bestellungen später als üblich und mit kürzeren Vorlaufzeiten. Die Sichtbarkeit nach vorn bleibt daher weiterhin eingeschränkt. Der Auftragsbestand für das dritte Quartal belief sich auf 346,9 Mio. USD, verglichen mit 412,9 Mio. USD am Ende des Vorquartals...." Quelle: https://www.xfab.com/investors
Avatar des Verfassers
sekundärsilver
Interview mit Rudi De Winter, X-Fab
https://www.elektroniknet.de/halbleiter/x-fab-setzt-auf-wachstumsmarkt-photonische-chips.226858.html
Avatar des Verfassers
sekundärsilver
2 Milliarden Euro Förderung von Chipfabriken

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die neue Bundesregierung will an dem Plan festhalten, zwei Milliarden Euro in die Förderung von Chipfabriken zu investieren. Das Geld hatte bereits die Vorgängerregierung im Klima- und Transformationsfonds (KTF) hinterlegt: "Die Förderung der Projekte ist mit den im KTF hinterlegten zwei Milliarden Euro geplant", sagte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums dem "Handelsblatt". Das Wirtschaftsministerium hatte im November 2024 eine Ausschreibung für Förderungen im Rahmen des europäischen Chips-Acts durchgeführt. Darauf haben sich nach Informationen des "Handelsblatts" aus Regierungskreisen Unternehmen mit insgesamt 34 Projekten gemeldet. 25 davon wurden als grundsätzlich förderfähig eingestuft. Darunter sind Vorhaben von X-Fab, Vishay, Semikron Danfoss, Aixtron, AMTC, Carl Zeiss, Infineon und Siltronic. Das mit Abstand größte Projekt auf der Liste ist das des Unternehmens "Ferroelectric Memory Company", kurz FMC. Das Dresdner Unternehmen plant den Regierungskreisen zufolge den Bau seines ersten Halbleiterwerks in Deutschland. Es wäre die einzige Speicherchip-Serienproduktion in ganz Europa. FMC soll sich demnach Flächen in Magdeburg, Pirna und Frankfurt/Oder anschauen. FMC fordere für die Ansiedlung allerdings eine staatliche Förderung in Höhe von 1,3 Milliarden Euro, heißt es. Sollte die Regierung dem stattgeben, kann sie voraussichtlich nicht alle der anderen Projekte fördern, die gemeldet wurden. Die Ministeriumssprecherin sagte, man führe "aktuell mit mehreren Unternehmen Gespräche", machte dazu aber keine Angaben. FMC ließ Anfragen unbeantwortet, schreibt das "Handelsblatt".

https://www.wallstreet-online.de/nachricht/19396326-wirtschaft-bundesregierung-milliarden-chip-projekte-investieren

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Häufig gestellte Fragen zur X-FAB Silicon Foundries Aktie und zum X-FAB Silicon Foundries Kurs

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