Walmart crasht – 40 von 44 Analysten bleiben trotzdem bullish

Nicolas Ebert Nicolas Ebert
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Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.

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Walmart erlebt den schlimmsten Börsentag seit vier Jahren. JPMorgan sieht den Ausverkauf als Kaufchance. Auch die Wall Street bleibt klar bullish.
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Walmart hat den schwächsten Börsentag seit vier Jahren hinter sich. Für JPMorgan bietet der Kursrutsch jedoch eine Kaufchance. Die Investmentbank bestätigt ihre Einstufung "Übergewichten", senkt das Kursziel aber von 137 auf 125 US-Dollar. Damit sieht sie vom Schlusskurs am Donnerstag aus noch um die 20 Prozent Aufwärtspotenzial.

Die Walmart-Aktie war am Donnerstag um 9 Prozent eingebrochen. Das war der stärkste Tagesverlust seit Mai 2022. Anleger reagierten auf eine schwache Prognose und enttäuschende vergleichbare Umsätze.

JPMorgan-Analyst Christopher Horvers hält den Ausverkauf dennoch für überzogen. "Wir sind Käufer", schrieb er in einer Mitteilung. Die negativen Argumente seien weitgehend eingepreist. Gleichzeitig dürften sich die Geschäftstrends verbessern und alternative Gewinnquellen schneller wachsen.

Rückenwind sieht JPMorgan vor allem durch den Ausbau des Marktplatzgeschäfts, zusätzliche Erlösquellen und Automatisierung durch Künstliche Intelligenz. Horvers erwartet deshalb eher steigende als fallende Gewinnschätzungen.

Werte aus dem Artikel:
Walmart Aktie 103,70 $ -0,13%

Auch der Analystenkonsens bleibt positiv. Von 44 Analysten, die Walmart beobachten, empfehlen laut LSEG 40 die Aktie zum Kauf oder starken Kauf.

Serge Nussbaumer, Kapitalmarktexperte bei Maverix, sieht in den Zahlen zugleich ein Warnsignal für den US-Konsum. Die vergleichbaren Umsätze in den Vereinigten Staaten stiegen um 2,6 Prozent und blieben damit hinter den Erwartungen von 3,8 Prozent zurück. Der durchschnittliche Einkaufswert legte lediglich um 1,1 Prozent zu.

Lebensmittel blieben gefragt, während sich Verbraucher bei weniger notwendigen Ausgaben zurückhielten. Höhere Energiepreise und Finanzierungskosten belasteten zunehmend die Haushalte. Walmart habe bereits bei mehr als 7.000 Artikeln die Preise gesenkt.

Gleichzeitig entwickelt sich der Konzern stärker zu einer Plattform. Der E-Commerce wuchs um 24 Prozent, das US-Werbegeschäft Walmart Connect sogar um 43 Prozent. Walmart kann damit Marktanteile gewinnen, auch wenn der breitere Konsum schwächer wird.

Nussbaumer sieht deshalb noch kein Rezessionssignal, wohl aber zunehmende Vorsicht. Der US-Konsument gebe weiterhin Geld aus, verschiebe seine Ausgaben aber stärker in Richtung notwendiger Güter.


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