12. April 2019 Fremont / CA / USA - Außenansicht der Tesla-Fabrik in der East San Francisco Bay Area, Kalifornien
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Tesla: Long oder Short - JP Morgan hat sich klar positioniert

Der Druck auf Tesla wächst! Sowohl an der Börse als auch in der öffentlichen Wahrnehmung. Die Aktie des Elektroautobauers hat seit Jahresbeginn rund 25 Prozent an Wert verloren. Analysten äußern zunehmend Zweifel an der ambitionierten Bewertung des Unternehmens. Für JPMorgan ist der Fall klar. Tesla ist ein Short-Kandidat im 2. Halbjahr.
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Analyst Ryan Brinkman von JPMorgan warnte kürzlich vor weiter sinkenden Gewinnen. In einer Mitteilung verwies er auf die “himmelhohe Bewertung”Teslas, die angesichts der operativen Entwicklung schwer zu rechtfertigen sei. Derzeit bringt es Tesla auf eine Marktkapitalisierung von rund 976 Milliarden US-Dollar. Eine Bewertung, die laut Brinkman zunehmend fragwürdig erscheint, zumal “reduzierte Subventionen für Elektrofahrzeuge die ohnehin schon geringe Rentabilität gefährden”.

Zentrale Hoffnungen des Marktes ruhen auf der Robotaxi-Initiative von Tesla. Doch auch hier dämpft der Experten von JPMorgan die Erwartungen. Brinkman geht davon aus, dass das Projekt “wahrscheinlich enttäuschen” wird. 

Musk beleidigt seinen größten Fan 

Im Vergleich zu JPMorgan ist Dan Ives von Wedbush klar auf der Long-Seite. Ende Mai erhöhte er das Kursziel für Tesla von 350 auf 500 US-Dollar. Für Ives ist Tesla in das “goldene Zeitalter des autonomen Fahrens” eingebogen. Das Geschäft mit autonomen Fahren und KI taxiert der Wedbush-Analyst auf bis zu einer Billion US-Dollar. Allerdings sieht Ives dabei auch die Problematik des wieder aufkommenden politischen Engagement von Elon Musk

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10
15
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Aus diesem Grund rät Ives dem Tesla-Aufsichtsrat, ein neues Vergütungsmodell für Elon Musk zu entwickeln, das konkret definiert, wie viel Zeit der CEO künftig für die operative Führung des Unternehmens aufbringen muss. Die Empfehlung lief unter dem Titel “Soap opera must end”. Der Tesla-Chef war von dem Vorschlag alles andere als begeistert und riet Dan IvesShut up, Dan” auf seiner Plattform X.

Droht nächstes Unheil? 

Für zusätzlichen Druck sorgt ein bevorstehender Prozess, bei dem sich Tesla erstmals vor einer Jury in einem Geschworenenverfahren wegen eines tödlichen Unfalls mit dem Autopilotsystem verantworten muss. In dem Fall geht es um einen Zusammenstoß im April 2019 in Südflorida, bei dem eine junge Frau ums Leben kam. Der Tesla Model S war laut Klageschrift mit aktiviertem Autopiloten auf einen parkenden SUV aufgefahren. Die Kläger argumentieren, das System habe weder gewarnt noch gebremst, obwohl es das Hindernis erkannt habe. Tesla hingegen verweist auf Telemetriedaten, die ein manuelles Eingreifen des Fahrers belegen sollen. Besonders heikel bei dem Verfahren: Das Gericht hat der Forderung nach Strafschadensersatz zugestimmt.

Fazit: Tesla steht an einem kritischen Punkt. Die Visionen sind groß, doch die kurzfristigen Risiken ebenfalls. Zwischen rückläufigem Absatz, juristischem Druck, Bewertungsfragen und Governance-Diskussionen könnte die Aktie weiter abrutschen. Welchen Weg der Kurs einschlägt, könnten die Quartalszahlen bestimmen. Am 23.07 wird Elon Musk sie verkünden. Bis dahin gilt die Devise: Oberhalb von 300 US-Dollar haben die Bullen das Zepter in der Hand. Erst unter dieser Marke versuchen die Bären das Ruder zu übernehmen. 

Redaktion Ariva / MW


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