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Tele Columbus Aktie

Aktie
WKN:  TCAG17 ISIN:  DE000TCAG172 Branche:  Medien Land:  Deutschland
0,90 €
+0,00 €
0,00%
19.01.26
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
205,25 Mio. €
Streubesitz
7,63%
KGV
-
Index-Zuordnung
-
Tele Columbus Aktie Chart

Unternehmensbeschreibung

Tele Columbus AG ist einer der größten deutschen Kabelnetzbetreiber und fokussiert sich auf die Versorgung von Wohnungswirtschaft, Privatkunden und Geschäftskunden mit Breitband-Internet, Kabel-TV und Telefonie. Das Unternehmen agiert überwiegend als Infrastruktur- und Plattformbetreiber mit regional stark verankerten Netzen insbesondere in Ostdeutschland und ausgewählten Ballungsräumen. Die Aktie des Unternehmens richtet sich an Anleger, die die Entwicklung des deutschen Breitband- und Glasfasermarktes mit einem auf Kabelinfrastruktur ausgerichteten Player abbilden wollen, ohne in globale Technologiekonzerne zu investieren.

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell von Tele Columbus basiert auf der Bewirtschaftung von Koaxial- und zunehmend Glasfasernetzen, über die das Unternehmen Daten-, TV- und Telefondienste bereitstellt. Die Erlöse stammen primär aus wiederkehrenden Gebühren für Breitbandanschlüsse, TV-Grundversorgung, Zusatzpakete und Sprachdienste. Ein wesentlicher Bestandteil ist die langfristige Zusammenarbeit mit der Wohnungswirtschaft, bei der Mehrnutzerverträge über ganze Liegenschaftsbestände abgeschlossen werden. Zusätzlich setzt Tele Columbus auf Wholesale- und Vorleistungsmodelle, bei denen Dritte die Netzinfrastruktur für eigene Angebote nutzen. Das Unternehmen verfolgt damit ein vertikal integriertes, aber stark infrastrukturzentriertes Modell, das auf Skaleneffekten und hoher Netzauslastung beruht.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Tele Columbus besteht darin, Haushalte und Unternehmen in Deutschland mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen zu versorgen und damit zur digitalen Infrastruktur des Landes beizutragen. Das Unternehmen betont eine Fokussierung auf zuverlässige Konnektivität, stabile Netzqualität und partnerschaftliche Beziehungen zur Wohnungswirtschaft. Strategisch steht der Übergang von koaxialbasierten Netzen hin zu gigabitfähigen Glasfaserlösungen im Vordergrund. Tele Columbus strebt an, als regional starker Infrastrukturanbieter mit hoher Verankerung in seinen Kerngebieten aufzutreten und Investitionen in Netzmodernisierung, Glasfaser-Upgrade und IP-basierte Dienste schrittweise umzusetzen.

Produkte und Dienstleistungen

Tele Columbus adressiert vor allem drei Produktkategorien: Breitband-Internet, TV-Dienste und Festnetz-Telefonie, ergänzt um Geschäftskundenlösungen. Zu den Kernleistungen zählen:
  • Breitband-Internet über Kabel- und Glasfaseranschlüsse mit hohen Bandbreiten für Privat- und Geschäftskunden
  • Digitale TV-Grundversorgung, Pay-TV-Pakete und ausgewählte Zusatzdienste, teils unter Marken wie PŸUR
  • Festnetz-Telefonie und VoIP-Dienste, häufig in Triple-Play-Paketen mit Internet und TV gebündelt
  • Business-Lösungen für kleine und mittelständische Unternehmen, darunter Standortvernetzung, symmetrische Datenanschlüsse und Managed Services
Die Produktpalette ist auf wiederkehrende Abonnements ausgerichtet und zielt auf langfristige Vertragsbeziehungen sowie eine möglichst hohe Anschlussdichte je Netzsegment.

Business Units und Markenstruktur

Tele Columbus gliedert seine Aktivitäten im Wesentlichen in Privat- und Geschäftskundensegmente sowie in die Zusammenarbeit mit der Wohnungswirtschaft. Die Endkundenangebote werden überwiegend unter der Marke PŸUR vermarktet, während die Zusammenarbeit mit Wohnungsunternehmen und kommunalen Partnern eher unternehmensnah erfolgt. Historisch eingebrachte Marken regionaler Kabelnetzbetreiber wurden schrittweise in eine einheitlichere Markenarchitektur überführt. Innerhalb der Organisation stehen Netzbetrieb, Wholesale, Privatkundenprodukte und Geschäftskundenlösungen als operative Einheiten im Vordergrund, wobei der Infrastruktur- und Technikbereich eine zentrale Rolle für Qualität und Ausbaugeschwindigkeit spielt.

Alleinstellungsmerkmale

Tele Columbus hebt sich insbesondere durch seine starke Präsenz in bestimmten ostdeutschen Regionen und durch langfristige Rahmenverträge mit der Wohnungswirtschaft von Wettbewerbern ab. Diese Beziehungen sorgen für planbare Anschlusszahlen und relativ stabile Basisumsätze aus der TV-Grundversorgung und Breitbanddiensten. Ein weiteres Merkmal ist der Fokus auf eine vergleichsweise hohe Netzintegration in den eigenen Kernnetzen, was Eingriffe in Netzplanung und -modernisierung erleichtert. Durch die Marke PŸUR positioniert sich Tele Columbus im Privatkundengeschäft als vergleichsweise transparenter Anbieter mit schlanker Tarifstruktur, was die Abgrenzung gegenüber komplexen Tariflandschaften mancher Wettbewerber unterstützt.

Burggräben und strukturelle Moats

Die wesentlichen Burggräben von Tele Columbus beruhen auf Infrastruktur- und Vertragsstrukturen. Zu den relevanten Schutzmechanismen zählen:
  • Kapitalintensive Netzinfrastruktur, die den Markteintritt für neue Wettbewerber erschwert
  • Langfristige Verträge mit der Wohnungswirtschaft, häufig mit Laufzeiten, die die Kundenbasis für TV- und Breitbandprodukte absichern
  • Regionale Netzcluster mit hoher Anschlussdichte, die Skaleneffekte bei Betrieb, Wartung und Ausbau ermöglichen
Diese Moats sind jedoch nicht uneingeschränkt. Alternative Infrastrukturen wie FTTH-Netze anderer Anbieter und Mobilfunk-basierte Lösungen können diese Vorteile im Laufe der Zeit relativieren, insbesondere dort, wo parallele Netze ausgebaut werden.

Wettbewerbsumfeld

Tele Columbus steht in einem intensiven Wettbewerb mit nationalen und regionalen Telekommunikationsunternehmen. Zu den wichtigsten Wettbewerbern in Deutschland zählen:
  • Telekom Deutschland mit einem breiten Glasfaser-, VDSL- und Mobilfunkportfolio
  • Vodafone mit einem großen Kabelnetz, DSL-Angeboten und starken Mobilfunkaktivitäten
  • 1&1 und andere Anbieter, die über Vorleistungszugang Netze Dritter nutzen
  • Regionale Stadtwerke, Glasfaser- und City-Carrier, die in ausgewählten Gebieten FTTH-Infrastruktur ausbauen
Der Wettbewerbsdruck manifestiert sich in aggressiven Preisaktionen, steigenden Marketingaufwendungen, einem Wettlauf um Glasfaser-Roll-outs sowie in konvergenten Angeboten, die Festnetz und Mobilfunk kombinieren. Tele Columbus versucht, dem mit regionaler Verankerung, Kooperationen und fokussierten Breitband- und TV-Lösungen zu begegnen.

Management und Strategie

Das Management von Tele Columbus verfolgt eine Strategie, die auf Netzmodernisierung, Glasfaser-Upgrade und Effizienzsteigerung im operativen Geschäft ausgerichtet ist. Im Fokus stehen Investitionen in gigabitfähige Infrastrukturen, die Migration auf IP-basierte TV- und Sprachdienste sowie eine Stabilisierung der Kundenbasis. Die Geschäftsführung betont typischerweise Kostendisziplin, Optimierung von Netzbetrieb und Servicequalität sowie eine klare Fokussierung auf Kernregionen, in denen Tele Columbus eine signifikante Marktpräsenz besitzt. Strategische Partnerschaften mit Investoren und Infrastrukturanbietern sollen zugleich Finanzierungsspielräume sichern und den Netzausbau beschleunigen. Der Vorstand agiert in einem Umfeld, das durch regulatorische Vorgaben, technologischen Wandel und intensiven Preiswettbewerb geprägt ist und damit hohe Anforderungen an Kapitalallokation und Risikomanagement stellt.

Branchen- und Regionalanalyse

Tele Columbus ist in der deutschen Telekommunikations- und Kabelbranche tätig, einem Markt mit hohem Regulierungsgrad, zunehmender Konsolidierung und starkem Fokus auf Breitband- und Glasfaserinvestitionen. Deutschland verzeichnet im europäischen Vergleich einen Aufholbedarf beim FTTH-Ausbau, was strukturelle Chancen für etablierte Infrastrukturanbieter eröffnet. Gleichzeitig führt die politische Priorisierung von Gigabitnetzen zu einem intensiven Wettbewerb um Fördergelder, Baukapazitäten und attraktive Ausbaugebiete. Regional ist Tele Columbus stark in Ostdeutschland und ausgewählten urbanen Räumen vertreten, wodurch das Unternehmen von der dortigen Nachfrage nach stabilen Internetanschlüssen und TV-Versorgung profitiert. Allerdings erhöhen parallele Ausbauinitiativen anderer Netzbetreiber und Stadtwerke die Gefahr von Überbau und sinkenden Margen. Die regulatorische Umgebung mit Vorgaben zur Netzneutralität, Entgeltausgestaltung und Mietrecht im Zusammenhang mit TV-Kabelanschlüssen kann das Geschäftsmodell ebenfalls beeinflussen.

Unternehmensgeschichte

Tele Columbus entstand aus der Konsolidierung verschiedener regionaler Kabelnetzbetreiber, die in den 1990er- und 2000er-Jahren aus ehemals staatlichen oder monopolistisch geprägten Strukturen hervorgingen. Durch Zukäufe und Fusionen wurde nach und nach ein größerer Netzverbund geschaffen, der insbesondere im Osten Deutschlands eine hohe Haushaltsabdeckung erreichte. Mit der Zeit verlagerte sich der Schwerpunkt von der reinen Kabel-TV-Verbreitung hin zu Breitband-Internet und konvergenten Triple-Play-Angeboten. Der Börsengang diente der Finanzierung von Schuldenabbau und Netzinvestitionen. In der Folge war das Unternehmen wiederholt Gegenstand von Finanzierungs- und Strukturmaßnahmen, an denen auch Finanzinvestoren beteiligt waren. Die Historie ist geprägt von der Transformation eines klassischen Kabelnetzbetreibers zu einem breit aufgestellten Telekommunikationsanbieter mit zunehmendem Glasfaserfokus.

Sonstige Besonderheiten

Eine Besonderheit von Tele Columbus ist die ausgeprägte Ausrichtung auf die Wohnungswirtschaft. Viele Netze sind direkt an große Wohnungsunternehmen gekoppelt, wodurch der Zugang zu ganzen Liegenschaften gesichert wird. Diese Struktur führt zu einer Bündelung von Endkunden in Mehrnutzerverträgen und beeinflusst die Wahrnehmung des Unternehmens, da Mieter häufig indirekt Kunden werden. Darüber hinaus ist Tele Columbus in zahlreichen technischen Partnerschaften hinsichtlich Content-Distribution, Backbone-Kapazitäten und Glasfaserprojekten eingebunden. Die Markenführung mit PŸUR als Konsumentenmarke und der parallel laufenden B2B-Orientierung erzeugt eine zweigeteilte Marktansprache, die einerseits Differenzierung erlaubt, andererseits aber hohe Anforderungen an Marketing und Service-Organisation stellt.

Chancen und Risiken für konservative Anleger

Für konservative Anleger ergeben sich bei Tele Columbus sowohl strukturelle Chancen als auch signifikante Risiken. Zu den Chancen zählen:
  • Teilnahme am langfristigen Trend zu höheren Bandbreiten, Video-Streaming und Cloud-Nutzung, der die Nachfrage nach verlässlichen Breitbandanschlüssen stützt
  • Potenzial aus Glasfaser-Upgrades in bestehenden Netzgebieten, die den Wert der Infrastruktur erhöhen können
  • Planbare Erlösströme aus Mehrnutzerverträgen mit der Wohnungswirtschaft und wiederkehrenden Abonnementmodellen
Dem stehen verschiedene Risiken gegenüber:
  • Hoher Kapitalbedarf für Netzmodernisierung und Glasfaserausbau, verbunden mit Investitions- und Refinanzierungsrisiken
  • Intensiver Wettbewerb durch große integrierte Telekommunikationskonzerne, regionale Glasfaseranbieter und Mobilfunknetzbetreiber
  • Regulatorische Unsicherheit, etwa im Hinblick auf die Behandlung von Kabelgebühren im Mietrecht oder staatliche Förderlogiken
  • Technologischer Wandel, der bestehende Koaxinfrastrukturen schrittweise relativiert und zusätzlichen Anpassungsdruck erzeugt
Aus Sicht eines konservativen Anlegers bleibt Tele Columbus damit ein Engagement, das stark von Infrastrukturwerten, langfristigen Verträgen und der Fähigkeit des Managements abhängt, Investitionen kontrolliert zu steuern und zugleich den strukturellen Wandel im deutschen Breitbandmarkt zu bewältigen, ohne dass sich daraus eine eindeutige Handlungsanweisung ableiten lässt.

Kursdaten

Geld/Brief -   / -  
Spread -
Schluss Vortag 0,90 €
Gehandelte Stücke 0
Tagesvolumen Vortag 909,10 €
Tagestief 0,90 €
Tageshoch 0,90 €
52W-Tief 0,29 €
52W-Hoch 0,93 €
Jahrestief 0,72 €
Jahreshoch 0,93 €

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Fundamentale Kennzahlen (2022)

Umsatz in Mio. -
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. -
Jahresüberschuss in Mio. -
Umsatz je Aktie -
Gewinn je Aktie -
Gewinnrendite -
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Marktkapitalisierung in Mio. -
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Hamburg 0,90 € 0 %
0,90 € 19.01.26
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Datum
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19.01.26 0,90 0
16.01.26 0,90 909
15.01.26 0,90 0
14.01.26 0,90 1.800
13.01.26 0,90 5.762
12.01.26 0,93 5.446
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 0,93 € -3,23%
1 Monat 0,75 € +20,00%
6 Monate 0,422 € +113,27%
1 Jahr 0,35 € +157,14%
5 Jahre 3,23 € -72,14%

Unternehmensprofil Tele Columbus AG

Tele Columbus AG ist einer der größten deutschen Kabelnetzbetreiber und fokussiert sich auf die Versorgung von Wohnungswirtschaft, Privatkunden und Geschäftskunden mit Breitband-Internet, Kabel-TV und Telefonie. Das Unternehmen agiert überwiegend als Infrastruktur- und Plattformbetreiber mit regional stark verankerten Netzen insbesondere in Ostdeutschland und ausgewählten Ballungsräumen. Die Aktie des Unternehmens richtet sich an Anleger, die die Entwicklung des deutschen Breitband- und Glasfasermarktes mit einem auf Kabelinfrastruktur ausgerichteten Player abbilden wollen, ohne in globale Technologiekonzerne zu investieren.

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell von Tele Columbus basiert auf der Bewirtschaftung von Koaxial- und zunehmend Glasfasernetzen, über die das Unternehmen Daten-, TV- und Telefondienste bereitstellt. Die Erlöse stammen primär aus wiederkehrenden Gebühren für Breitbandanschlüsse, TV-Grundversorgung, Zusatzpakete und Sprachdienste. Ein wesentlicher Bestandteil ist die langfristige Zusammenarbeit mit der Wohnungswirtschaft, bei der Mehrnutzerverträge über ganze Liegenschaftsbestände abgeschlossen werden. Zusätzlich setzt Tele Columbus auf Wholesale- und Vorleistungsmodelle, bei denen Dritte die Netzinfrastruktur für eigene Angebote nutzen. Das Unternehmen verfolgt damit ein vertikal integriertes, aber stark infrastrukturzentriertes Modell, das auf Skaleneffekten und hoher Netzauslastung beruht.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Tele Columbus besteht darin, Haushalte und Unternehmen in Deutschland mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen zu versorgen und damit zur digitalen Infrastruktur des Landes beizutragen. Das Unternehmen betont eine Fokussierung auf zuverlässige Konnektivität, stabile Netzqualität und partnerschaftliche Beziehungen zur Wohnungswirtschaft. Strategisch steht der Übergang von koaxialbasierten Netzen hin zu gigabitfähigen Glasfaserlösungen im Vordergrund. Tele Columbus strebt an, als regional starker Infrastrukturanbieter mit hoher Verankerung in seinen Kerngebieten aufzutreten und Investitionen in Netzmodernisierung, Glasfaser-Upgrade und IP-basierte Dienste schrittweise umzusetzen.

Produkte und Dienstleistungen

Tele Columbus adressiert vor allem drei Produktkategorien: Breitband-Internet, TV-Dienste und Festnetz-Telefonie, ergänzt um Geschäftskundenlösungen. Zu den Kernleistungen zählen:
  • Breitband-Internet über Kabel- und Glasfaseranschlüsse mit hohen Bandbreiten für Privat- und Geschäftskunden
  • Digitale TV-Grundversorgung, Pay-TV-Pakete und ausgewählte Zusatzdienste, teils unter Marken wie PŸUR
  • Festnetz-Telefonie und VoIP-Dienste, häufig in Triple-Play-Paketen mit Internet und TV gebündelt
  • Business-Lösungen für kleine und mittelständische Unternehmen, darunter Standortvernetzung, symmetrische Datenanschlüsse und Managed Services
Die Produktpalette ist auf wiederkehrende Abonnements ausgerichtet und zielt auf langfristige Vertragsbeziehungen sowie eine möglichst hohe Anschlussdichte je Netzsegment.

Business Units und Markenstruktur

Tele Columbus gliedert seine Aktivitäten im Wesentlichen in Privat- und Geschäftskundensegmente sowie in die Zusammenarbeit mit der Wohnungswirtschaft. Die Endkundenangebote werden überwiegend unter der Marke PŸUR vermarktet, während die Zusammenarbeit mit Wohnungsunternehmen und kommunalen Partnern eher unternehmensnah erfolgt. Historisch eingebrachte Marken regionaler Kabelnetzbetreiber wurden schrittweise in eine einheitlichere Markenarchitektur überführt. Innerhalb der Organisation stehen Netzbetrieb, Wholesale, Privatkundenprodukte und Geschäftskundenlösungen als operative Einheiten im Vordergrund, wobei der Infrastruktur- und Technikbereich eine zentrale Rolle für Qualität und Ausbaugeschwindigkeit spielt.

Alleinstellungsmerkmale

Tele Columbus hebt sich insbesondere durch seine starke Präsenz in bestimmten ostdeutschen Regionen und durch langfristige Rahmenverträge mit der Wohnungswirtschaft von Wettbewerbern ab. Diese Beziehungen sorgen für planbare Anschlusszahlen und relativ stabile Basisumsätze aus der TV-Grundversorgung und Breitbanddiensten. Ein weiteres Merkmal ist der Fokus auf eine vergleichsweise hohe Netzintegration in den eigenen Kernnetzen, was Eingriffe in Netzplanung und -modernisierung erleichtert. Durch die Marke PŸUR positioniert sich Tele Columbus im Privatkundengeschäft als vergleichsweise transparenter Anbieter mit schlanker Tarifstruktur, was die Abgrenzung gegenüber komplexen Tariflandschaften mancher Wettbewerber unterstützt.

Burggräben und strukturelle Moats

Die wesentlichen Burggräben von Tele Columbus beruhen auf Infrastruktur- und Vertragsstrukturen. Zu den relevanten Schutzmechanismen zählen:
  • Kapitalintensive Netzinfrastruktur, die den Markteintritt für neue Wettbewerber erschwert
  • Langfristige Verträge mit der Wohnungswirtschaft, häufig mit Laufzeiten, die die Kundenbasis für TV- und Breitbandprodukte absichern
  • Regionale Netzcluster mit hoher Anschlussdichte, die Skaleneffekte bei Betrieb, Wartung und Ausbau ermöglichen
Diese Moats sind jedoch nicht uneingeschränkt. Alternative Infrastrukturen wie FTTH-Netze anderer Anbieter und Mobilfunk-basierte Lösungen können diese Vorteile im Laufe der Zeit relativieren, insbesondere dort, wo parallele Netze ausgebaut werden.

Wettbewerbsumfeld

Tele Columbus steht in einem intensiven Wettbewerb mit nationalen und regionalen Telekommunikationsunternehmen. Zu den wichtigsten Wettbewerbern in Deutschland zählen:
  • Telekom Deutschland mit einem breiten Glasfaser-, VDSL- und Mobilfunkportfolio
  • Vodafone mit einem großen Kabelnetz, DSL-Angeboten und starken Mobilfunkaktivitäten
  • 1&1 und andere Anbieter, die über Vorleistungszugang Netze Dritter nutzen
  • Regionale Stadtwerke, Glasfaser- und City-Carrier, die in ausgewählten Gebieten FTTH-Infrastruktur ausbauen
Der Wettbewerbsdruck manifestiert sich in aggressiven Preisaktionen, steigenden Marketingaufwendungen, einem Wettlauf um Glasfaser-Roll-outs sowie in konvergenten Angeboten, die Festnetz und Mobilfunk kombinieren. Tele Columbus versucht, dem mit regionaler Verankerung, Kooperationen und fokussierten Breitband- und TV-Lösungen zu begegnen.

Management und Strategie

Das Management von Tele Columbus verfolgt eine Strategie, die auf Netzmodernisierung, Glasfaser-Upgrade und Effizienzsteigerung im operativen Geschäft ausgerichtet ist. Im Fokus stehen Investitionen in gigabitfähige Infrastrukturen, die Migration auf IP-basierte TV- und Sprachdienste sowie eine Stabilisierung der Kundenbasis. Die Geschäftsführung betont typischerweise Kostendisziplin, Optimierung von Netzbetrieb und Servicequalität sowie eine klare Fokussierung auf Kernregionen, in denen Tele Columbus eine signifikante Marktpräsenz besitzt. Strategische Partnerschaften mit Investoren und Infrastrukturanbietern sollen zugleich Finanzierungsspielräume sichern und den Netzausbau beschleunigen. Der Vorstand agiert in einem Umfeld, das durch regulatorische Vorgaben, technologischen Wandel und intensiven Preiswettbewerb geprägt ist und damit hohe Anforderungen an Kapitalallokation und Risikomanagement stellt.

Branchen- und Regionalanalyse

Tele Columbus ist in der deutschen Telekommunikations- und Kabelbranche tätig, einem Markt mit hohem Regulierungsgrad, zunehmender Konsolidierung und starkem Fokus auf Breitband- und Glasfaserinvestitionen. Deutschland verzeichnet im europäischen Vergleich einen Aufholbedarf beim FTTH-Ausbau, was strukturelle Chancen für etablierte Infrastrukturanbieter eröffnet. Gleichzeitig führt die politische Priorisierung von Gigabitnetzen zu einem intensiven Wettbewerb um Fördergelder, Baukapazitäten und attraktive Ausbaugebiete. Regional ist Tele Columbus stark in Ostdeutschland und ausgewählten urbanen Räumen vertreten, wodurch das Unternehmen von der dortigen Nachfrage nach stabilen Internetanschlüssen und TV-Versorgung profitiert. Allerdings erhöhen parallele Ausbauinitiativen anderer Netzbetreiber und Stadtwerke die Gefahr von Überbau und sinkenden Margen. Die regulatorische Umgebung mit Vorgaben zur Netzneutralität, Entgeltausgestaltung und Mietrecht im Zusammenhang mit TV-Kabelanschlüssen kann das Geschäftsmodell ebenfalls beeinflussen.

Unternehmensgeschichte

Tele Columbus entstand aus der Konsolidierung verschiedener regionaler Kabelnetzbetreiber, die in den 1990er- und 2000er-Jahren aus ehemals staatlichen oder monopolistisch geprägten Strukturen hervorgingen. Durch Zukäufe und Fusionen wurde nach und nach ein größerer Netzverbund geschaffen, der insbesondere im Osten Deutschlands eine hohe Haushaltsabdeckung erreichte. Mit der Zeit verlagerte sich der Schwerpunkt von der reinen Kabel-TV-Verbreitung hin zu Breitband-Internet und konvergenten Triple-Play-Angeboten. Der Börsengang diente der Finanzierung von Schuldenabbau und Netzinvestitionen. In der Folge war das Unternehmen wiederholt Gegenstand von Finanzierungs- und Strukturmaßnahmen, an denen auch Finanzinvestoren beteiligt waren. Die Historie ist geprägt von der Transformation eines klassischen Kabelnetzbetreibers zu einem breit aufgestellten Telekommunikationsanbieter mit zunehmendem Glasfaserfokus.

Sonstige Besonderheiten

Eine Besonderheit von Tele Columbus ist die ausgeprägte Ausrichtung auf die Wohnungswirtschaft. Viele Netze sind direkt an große Wohnungsunternehmen gekoppelt, wodurch der Zugang zu ganzen Liegenschaften gesichert wird. Diese Struktur führt zu einer Bündelung von Endkunden in Mehrnutzerverträgen und beeinflusst die Wahrnehmung des Unternehmens, da Mieter häufig indirekt Kunden werden. Darüber hinaus ist Tele Columbus in zahlreichen technischen Partnerschaften hinsichtlich Content-Distribution, Backbone-Kapazitäten und Glasfaserprojekten eingebunden. Die Markenführung mit PŸUR als Konsumentenmarke und der parallel laufenden B2B-Orientierung erzeugt eine zweigeteilte Marktansprache, die einerseits Differenzierung erlaubt, andererseits aber hohe Anforderungen an Marketing und Service-Organisation stellt.

Chancen und Risiken für konservative Anleger

Für konservative Anleger ergeben sich bei Tele Columbus sowohl strukturelle Chancen als auch signifikante Risiken. Zu den Chancen zählen:
  • Teilnahme am langfristigen Trend zu höheren Bandbreiten, Video-Streaming und Cloud-Nutzung, der die Nachfrage nach verlässlichen Breitbandanschlüssen stützt
  • Potenzial aus Glasfaser-Upgrades in bestehenden Netzgebieten, die den Wert der Infrastruktur erhöhen können
  • Planbare Erlösströme aus Mehrnutzerverträgen mit der Wohnungswirtschaft und wiederkehrenden Abonnementmodellen
Dem stehen verschiedene Risiken gegenüber:
  • Hoher Kapitalbedarf für Netzmodernisierung und Glasfaserausbau, verbunden mit Investitions- und Refinanzierungsrisiken
  • Intensiver Wettbewerb durch große integrierte Telekommunikationskonzerne, regionale Glasfaseranbieter und Mobilfunknetzbetreiber
  • Regulatorische Unsicherheit, etwa im Hinblick auf die Behandlung von Kabelgebühren im Mietrecht oder staatliche Förderlogiken
  • Technologischer Wandel, der bestehende Koaxinfrastrukturen schrittweise relativiert und zusätzlichen Anpassungsdruck erzeugt
Aus Sicht eines konservativen Anlegers bleibt Tele Columbus damit ein Engagement, das stark von Infrastrukturwerten, langfristigen Verträgen und der Fähigkeit des Managements abhängt, Investitionen kontrolliert zu steuern und zugleich den strukturellen Wandel im deutschen Breitbandmarkt zu bewältigen, ohne dass sich daraus eine eindeutige Handlungsanweisung ableiten lässt.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 205,25 Mio. €
Aktienanzahl 273,67 Mio.
Streubesitz 7,63%
Währung EUR
Land Deutschland
Sektor Kommunikation
Branche Medien
Aktientyp Stammaktie

Community-Beiträge zu Tele Columbus AG

  • Community-Beiträge
  • Aktuellste Threads
Avatar des Verfassers
b336870
Stimmrechtsanteile reduziert
BlackRock, Inc. Wilmington, DE Vereinigte Staaten von Amerika , hat seine Anteile von 4,97% auf 3,22% reduziert. Es handelt sich somit um 2,232 Mio / Aktien. Somit steigt der Freefloat von 31,65% auf 33,44 %. --- Es ist ein kleiner Schritt zu mehr Eigenständigkeit der TC - Aktie --- Der 1 te. Aktionär hat seinen Bestand an Aktien abgebaut. Insgesamt eine positive Nachricht für Tele - Columbus. --- So langsam sieht man Licht, am Ende des Tunnel's ---
Avatar des Verfassers
b336870
Es kommt Bewegung
in die Aktie. Man testet zur Zeit erneut die 8,30 €. Wenn es gelingt diese Linie zu überwinden , werden wir wesentlich bessere Kurse sehen. Evtl. werden auch die GS - Zahlen am 28.04.17 wesentlich besser als erwartet. --- Abwarten, vielleicht hat sich der ständige Aufkäufer nun ausreichend eingedeckt. --- Noch eine -- gute New 's -- vor den Zahlen, das wäre der Hit.
Avatar des Verfassers
fbo|228887676
Ja, Ja gaehn
Avatar des Verfassers
broker-poker
News
Tele Columbus will schnelles Internet im Schwarzwald ausbauen 11.04.2017, 16:36 Uhr, buhl Beim Breitbandausbau will auch Tele Columbus ein Wort mitreden und wird demnächst im Schwarzwald für schnelles Internet sorgen. Das Tochterunternehmen Pepcom konnte sich bei einer Vergabe in Lörrach durchsetzen und wird Privat- wie Geschäftskunden versorgen. Um die Digitalisierung in Deutschland voranzutreiben, ist ein Ausbau des schnellen Internets unumgänglich. Vor allem in ländlichen Regionen kommt allerdings von den versprochenen hohen Geschwindigkeiten fast nichts an. Im Schwarzwald soll hier nun Tele Columbus Abhilfe schaffen. Beziehungsweise Pepcom, ein Tochterunternehmen des drittgrößten Kabelnetzbetreibers in Deutschland. Meldungen zu diesem Thema Tele Columbus: Schnelles Internet im Münchner Kabelnetz Tele Columbus steigert Zahl der Internetabos 2016 deutlich Leipzig: Neuer Internetknoten dank HL Komm Diese hat sich bei einem Vergabeverfahren des 2015 gegründeten Zweckverbandes Breitbandversorgung Landkreis Lörrach durchgesetzt und wird künftig den Betrieb einer hochleistungsfähigen Glasfaser-Infrastruktur übernehmen. Dabei sollen sowohl Privat- als auch Geschäftskunden über auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnittene Anschlüsse versorgt werden. Privatkunden können zwischen einer Bandbreite von 50 Mbit/s bis hin zu einem Gigabit je Sekunde wählen. Gewerbebetriebe, etwa Arztpraxen, Ingenieurbüros und Handwerksbetriebe, sollen sich für spezielle Anschlüsse entscheiden können, die neben hohen Downloadraten auch über symmetrische Bandbreiten verfügen, welche den Versand von großen Datenmengen ermöglichen. Ein bereits im Bau befindlicher Glasfaser-Backbone soll bis 2018 fertiggestellt werden, die ersten Anschlüsse will die Pepcom noch im laufenden Jahr zur Verfügung stellen
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Häufig gestellte Fragen zur Tele Columbus Aktie und zum Tele Columbus Kurs

Der aktuelle Kurs der Tele Columbus Aktie liegt bei 0,90 €.

Für 1.000€ kann man sich 1.111,11 Tele Columbus Aktien kaufen.

Die 1 Monats-Performance der Tele Columbus Aktie beträgt aktuell 20,00%.

Die 1 Jahres-Performance der Tele Columbus Aktie beträgt aktuell 157,14%.

Der Aktienkurs der Tele Columbus Aktie liegt aktuell bei 0,90 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von 20,00% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Tele Columbus eine Wertentwicklung von 114,29% aus und über 6 Monate sind es 113,27%.

Das 52-Wochen-Hoch der Tele Columbus Aktie liegt bei 0,93 €.

Das 52-Wochen-Tief der Tele Columbus Aktie liegt bei 0,29 €.

Das Allzeithoch von Tele Columbus liegt bei 10,19 €.

Das Allzeittief von Tele Columbus liegt bei 0,24 €.

Die Volatilität der Tele Columbus Aktie liegt derzeit bei 72,21%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Tele Columbus in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 205,25 Mio. €

Tele Columbus hat seinen Hauptsitz in Deutschland.

Tele Columbus gehört zum Sektor Medien.

Nein, Tele Columbus zahlt keine Dividenden.