SpaceX-Fusion im Anflug: Muss Elon Musk dafür Teslas China-Sparte opfern?
Nicolas Ebert
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Tesla bereitet möglicherweise eine Abspaltung seines China-Geschäfts vor. Dahinter könnten Kriegsängste und eine SpaceX-Fusion stecken. Doch Peking dürfte bei diesem Plan kaum tatenlos zusehen.
Für dich zusammengefasst:
Tesla plant eine mögliche Abspaltung seiner China-Sparte.
Führungskräfte prüfen Optionen wie einen Verkauf oder eine Schließung.
Tesla hat zwei große Fabriken in Shanghai für Elektroautos.
Tesla bereitet offenbar eine mögliche Abspaltung seines China-Geschäfts vor. Hintergrund sind geopolitische Risiken und eine mögliche Fusion mit SpaceX. Das berichtet das Wall Street Journal (WSJ) unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen.
Elon Musk habe Tesla bereits vor Jahren angewiesen, die Geschäfte in den Vereinigten Staaten und China klar voneinander zu trennen. Bei einem Konflikt zwischen beiden Ländern sollte zumindest der amerikanische Teil des Konzerns weiterarbeiten können.
Nun sollen sich Führungskräfte auf eine mögliche Abspaltung vorbereiten. Berater prüften dem Bericht zufolge eine Ausgliederung, einen Verkauf oder im äußersten Fall eine Schließung der China-Sparte.
Musk führt beide Unternehmen und verwies zuletzt auf mögliche Synergien bei Künstlicher Intelligenz. "Natürlich können wir bei Gewinnbekanntgaben nicht über Unternehmensfusionen sprechen", sagte Musk zuletzt vor Investoren. Dafür sei ein geregeltes Verfahren notwendig.
SpaceX arbeitet eng mit der Regierung der Vereinigten Staaten zusammen. Das Unternehmen startet geheime Satelliten und betreibt Internetdienste in Kriegsgebieten. Im Jahr 2025 stammten 20,9 Prozent des Umsatzes aus Regierungsgeschäften.
Eine Kontrolle der chinesischen Tesla-Werke durch einen großen US-amerikanischen Rüstungskonzern dürfte deshalb auf Widerstand in Peking stoßen. China könnte zudem den Zugriff auf Daten von rund zwei Millionen Tesla-Kunden und die Weitergabe strategischer Rohstoffe befürchten.
Tesla betreibt zwei große Fabriken in Shanghai. Dort entstehen Elektroautos und Batterien für China und andere Märkte. Das Land ist nach den Vereinigten Staaten der zweitgrößte Absatzmarkt des Konzerns. Im ersten Halbjahr 2026 entfielen rund 18 Prozent des Umsatzes auf China.
Laut dem WSJ erwägt Tesla auch eine eigene Vertriebsgesellschaft für Exporte aus Shanghai. Getrennte Computersysteme könnten den Zugriff chinesischer Mitarbeiter auf andere Konzernbereiche begrenzen.
Musk sorgt sich zudem um Teslas Abhängigkeit von chinesischen Batteriezellen und Halbleitern aus Taiwan. Ein Konflikt um Taiwan könnte den Zugang zu Chips von Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) gefährden. Tesla will deshalb bis 2027 in seinen US-amerikanischen Werken auf chinesische Zulieferer verzichten.
Eine Abspaltung wäre dennoch ein tiefer Einschnitt. Das Werk in Shanghai trug entscheidend dazu bei, Tesla zu einem profitablen Weltmarktführer für Elektroautos zu machen. Eine Trennung könnte daher auch die Bewertung bei einer möglichen Fusion mit SpaceX beeinflussen.
Ob Tesla die China-Sparte tatsächlich ausgliedert, bleibt offen. Die Planungen könnten sich noch ändern. Klar ist jedoch: Musk bereitet den Konzern auf eine mögliche Verschärfung des Konflikts zwischen Washington und Peking vor.
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