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Société Générale Aktie (ADR)

Aktie
WKN:  916129 ISIN:  US83364L1098 US-Symbol:  SCGLY Land:  Frankreich
14,40 €
-0,50 €
-3,36%
08:25:42 Uhr
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
48,28 Mrd. €
Streubesitz
99,96%
KGV
4,33
Dividende
0,14 $
Dividendenrendite
0,89%
Faktor
5
Originalaktie
Société Générale Aktie (ADR) Chart

Unternehmensbeschreibung

Société Générale SA ist eine der größten universal ausgerichteten Banken Europas mit Schwerpunkt auf Frankreich und der EMEA-Region. Das Institut kombiniert ein breit diversifiziertes Retailbanking-Geschäft mit Corporate- und Investmentbanking, spezialisierter Finanzierung sowie umfassendem Asset- und Wealth-Management. Für Anleger fungiert die Bank als Hebel auf die Entwicklung des europäischen Bankensektors, mit starker Verankerung im Heimatmarkt und relevanter Präsenz in Mittel- und Osteuropa sowie Afrika.

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell basiert auf einem integrierten Universalbank-Ansatz. Société Générale erzielt Erträge aus Zinsgeschäften, Provisionsgeschäften und Handelsaktivitäten. Im Retailbanking generiert sie stabile, wiederkehrende Erträge durch Kontoführung, Zahlungsverkehr, Konsumentenkredite, Hypothekendarlehen und standardisiertes Anlagegeschäft. Im Corporate- und Investmentbanking stehen strukturierte Finanzierung, Kapitalmarktprodukte, Risikomanagement-Lösungen und Beratung bei M&A-Transaktionen im Vordergrund. Daneben spielen Asset- und Wealth-Management, spezialisierte Leasing- und Factoring-Produkte sowie Finanzierungslösungen für Infrastruktur und nachhaltige Projekte eine wichtige Rolle. Das diversifizierte Ertragsprofil soll Zinszyklizität und Marktvolatilität glätten und eine relativ robuste Kapitalbildung ermöglichen.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission der Bank zielt auf die Bereitstellung umfassender Finanzlösungen für Privatkunden, Unternehmen und institutionelle Anleger, mit einem Schwerpunkt auf verantwortungsbewusster Finanzierung und Begleitung der Transformation hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft. Strategisch verfolgt die Bank eine Fokussierung auf kernertragsstarke Segmente, eine Optimierung der Kapitalallokation sowie eine Stärkung der Risikokultur. Die jüngeren Strategieprogramme betonen Portfolio-Bereinigung, Kosteneffizienz, Digitalisierung der Kundenprozesse, Stärkung der Solvenzquoten und die Integration von ESG-Kriterien in Kreditvergabe, Investmentprozesse und Produktarchitektur. Ziel ist ein ausgewogenes Profil aus Profitabilität, Resilienz und regulatorischer Konformität.

Produkte und Dienstleistungen

Société Générale bietet ein breites Spektrum an Bank- und Finanzdienstleistungen an. Im Privatkundengeschäft umfasst das Angebot Giro- und Sparkonten, Zahlungsverkehr, Kreditkarten, Konsum- und Wohnungsbaufinanzierungen, Vermögensverwaltung und standardisierte Anlageprodukte. Im Firmenkundengeschäft reicht die Palette von Betriebsmittelkrediten, Handelsfinanzierung, Cash-Management und Devisenabsicherung bis hin zu Syndizierungen, Strukturierung komplexer Finanzierungen und Working-Capital-Lösungen. Im Bereich Capital Markets stellt die Bank Derivate, Equity- und Fixed-Income-Produkte, strukturierte Produkte, Prime-Brokerage, Clearing und Research zur Verfügung. Asset- und Wealth-Management decken individuelle Portfoliokonzepte, fondsbasierte Strategien, Mandate für institutionelle Investoren, Private-Banking-Dienstleistungen und Nachfolgeplanung ab. Ergänzend bietet die Bank spezialisierte Leasing- und Mobilitätsfinanzierung, Konsumfinanzierung über Partnernetzwerke sowie digitale Plattformlösungen für Zahlungs- und Handelsabwicklung.

Business Units und Segmentstruktur

Die Bank ist entlang mehrerer Business Units organisiert, die unterschiedliche Kundengruppen und Ertragsquellen adressieren. Eine wesentliche Einheit bildet das französische Retail- und Privatkundengeschäft mit Filialbanken und digitalen Angeboten. Darunter fallen klassisches Filialbanking, Online-Banking-Plattformen, Konsumentenkredite und lokale KMU-Betreuung. Ein weiteres Segment umfasst das internationale Retailbanking inklusive Mittel- und Osteuropa sowie ausgewählter afrikanischer Märkte, mit Fokus auf Kreditvergabe, Kontodienstleistungen und Zahlungsverkehr. Das Corporate- und Investmentbanking-Business konzentriert sich auf große Firmenkunden, Finanzinstitute und institutionelle Anleger mit Corporate-Finance, Kapitalmarkt- und Risikomanagement-Produkten. Asset- und Wealth-Management bilden eine eigene Einheit, die Investmentfonds, Mandatslösungen und Private-Banking-Leistungen bündelt. Spezialisierte Finanzdienstleistungen wie Leasing, Flottenmanagement und Konsumfinanzierung sind in weiteren Subsegmenten gebündelt, die Skaleneffekte und sektorales Know-how nutzen sollen.

Alleinstellungsmerkmale

Als eine der ältesten großen Banken Frankreichs verbindet Société Générale eine starke inländische Verankerung mit einer historisch gewachsenen Expertise in strukturierten Produkten und Derivaten. Die Bank zählt im europäischen Kontext zu den relevanten Anbietern komplexer Kapitalmarkt- und Risikomanagement-Lösungen und ist bei bestimmten strukturierten Retail- und Zertifikateprodukten für Privatanleger und Vermögensverwalter besonders sichtbar. Ein weiteres Merkmal ist die Kombination aus Retailbanking, Corporate Banking, Investmentbanking und spezialisierter Finanzierung in Schwellenländern, die Kunden länderübergreifende Lösungen aus einer Hand bietet. Zudem betont die Bank ihre Rolle bei der Finanzierung nachhaltiger Infrastruktur, Energieprojekte und ökologischer Transformation, was sie im wachsenden ESG-Segment positionieren soll.

Burggräben und Wettbewerbsvorteile

Die wettbewerblichen Burggräben der Bank liegen vor allem in ihrer Skala, der regulatorischen Zulassung in zahlreichen Jurisdiktionen, langjährigen Kundenbeziehungen und der Integration von Retail-, Corporate- und Investmentbanking. Netzwerkeffekte entstehen durch dichte Filialnetze im Heimatmarkt, etablierte IT- und Zahlungsverkehrsinfrastruktur sowie die Rolle als Kernbank für große Unternehmenskunden. Im Kapitalmarktgeschäft bieten Produktbreite, Risikomodellierungskompetenz und Marktzugang in mehreren Währungsräumen Vorteile gegenüber kleineren Wettbewerbern. Gleichwohl sind diese Moats im stark regulierten, kompetitiven Bankensektor eher relativ als absolut: Sie können durch regulatorische Änderungen, technologische Disruption und anhaltenden Margendruck verwässert werden.

Wettbewerber

Im Heimatmarkt konkurriert Société Générale mit anderen französischen Großbanken, darunter BNP Paribas, Crédit Agricole und BPCE-Gruppe. Auf europäischer Ebene stehen deutsche, italienische, spanische und niederländische Großbanken in direktem Wettbewerb, insbesondere im Corporate- und Investmentbanking sowie bei der Strukturierung komplexer Finanzierungen. Im Kapitalmarkt- und Derivategeschäft konkurriert das Institut zusätzlich mit großen US-Investmentbanken und britischen Universalbanken, die global ähnliche Produktpaletten anbieten. Im Retail- und Zahlungsverkehrsgeschäft rücken zudem Direktbanken, Fintechs, Zahlungsdienstleister und Technologieplattformen als neue Wettbewerber auf, die angestammte Ertragsquellen wie Kontoführungsgebühren, Kartenerlöse und Konsumentenkredite unter Druck setzen.

Management und Strategie

Das Management verfolgt eine auf Kapitaldisziplin, Risikoreduktion und Vereinfachung der Konzernstruktur ausgerichtete Strategie. Nach Jahren erhöhter regulatorischer Anforderungen und Marktvolatilität liegt der Fokus auf Stärkung der Eigenkapitalbasis, Reduktion komplexer, kapitalintensiver Positionen und aktiver Steuerung von RWA-Volumina. Parallel treibt die Führungsebene Fusionen und Optimierungen im französischen Retailbanking, IT-Harmonisierung sowie Filialkonsolidierungen voran, um Skaleneffekte und Effizienzgewinne zu heben. Im Bereich Corporate- und Investmentbanking setzt die Strategie auf selektives Wachstum in margenstärkeren, beratungsintensiven Segmenten, eine kontrollierte Risikobereitschaft und eine Ausrichtung der Produktpalette an strengeren ESG-Standards. Das Management betont wiederholt die Bedeutung einer konservativen Risikokultur, erhöhter Compliance und robuster interner Kontrollen, um Reputations- und Rechtsrisiken zu begrenzen.

Branchen- und Regionenfokus

Société Générale ist in der europäischen Bankenbranche verankert, einem stark regulierten Sektor mit mittelfristigem Margendruck infolge intensiven Wettbewerbs, hoher Eigenkapitalanforderungen und strukturell veränderter Zinsumfelder. Der Schwerpunkt liegt auf Frankreich und der Eurozone, ergänzt um Aktivitäten in Mittel- und Osteuropa sowie in ausgewählten afrikanischen Märkten. Diese Regionen zeichnen sich durch heterogene Wachstumsdynamiken, unterschiedliche regulatorische Rahmen und variierende Kreditqualität aus. In entwickelten Märkten dominiert der Kampf um Marktanteile über Servicequalität, digitale Angebote und Preisgestaltung. In Schwellenländern bieten höhere Wachstumsraten, aber auch politische, währungsbezogene und regulatorische Unsicherheiten Chancen und Risiken zugleich. Der Branchenmix der Kreditportfolien umfasst Privatkunden, KMU, Großunternehmen, Infrastruktur, Energie, Transport, Immobilien und öffentlichen Sektor, was zu einer gewissen Diversifikation beiträgt.

Unternehmensgeschichte

Société Générale wurde im 19. Jahrhundert in Frankreich gegründet, mit dem Ziel, Handel und Industrie durch moderne Bankdienstleistungen zu fördern. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts entwickelte sich das Institut zu einer der prägenden Banken des französischen Finanzsystems, mit einer Ausweitung in das internationale Geschäft und die Finanzierung von Infrastruktur, Handel und großen Industrieprojekten. Phasen staatlicher Einflussnahme, Deregulierung, Europäisierung der Finanzmärkte und die Einführung des Euro prägten die strategische Ausrichtung. In den 1990er- und 2000er-Jahren baute die Bank ihr Investmentbanking und Kapitalmarktgeschäft deutlich aus, engagierte sich stärker in Mittel- und Osteuropa sowie auf ausgewählten internationalen Märkten. Die globale Finanzkrise, anschließende Regulierungswellen und vereinzelte Handelsskandale führten zu einer Neuausrichtung auf Kapitalstärke, Risikoreduktion und regulatorische Konformität. In den vergangenen Jahren kamen Initiativen zur Digitalisierung, Konsolidierung des französischen Privatkundengeschäfts und eine verstärkte Fokussierung auf nachhaltige Finanzierung hinzu.

Sonstige Besonderheiten

Die Bank ist als systemrelevantes Institut eingestuft und unterliegt damit besonders strengen Anforderungen in Bezug auf Kapital, Liquidität, Resolution-Planung und Stresstests. Sie wird von europäischen und nationalen Aufsichtsbehörden intensiv überwacht. Eigenheiten ergeben sich zudem aus der Rolle Frankreichs als Kernland der Eurozone, was Einfluss auf regulatorische Rahmenbedingungen, Steuerpolitik und makroprudenzielle Maßnahmen hat. Société Générale ist aktiv im Bereich digitaler Bankmodelle, Plattformkooperationen und Fintech-Partnerschaften, um Prozesse zu automatisieren und neue Ertragsquellen zu erschließen. Gleichzeitig spielt die Integration von ESG-Kriterien in Kreditportfolios, Anlagelösungen und interne Steuerungsmechanismen eine zunehmend zentrale Rolle in der Außendarstellung und Produktentwicklung. Für konservative Anleger ist die enge Verflechtung mit dem europäischen Finanzsystem sowohl Stabilitätsfaktor als auch potenzielle Quelle systemischer Risiken.

Chancen für Anleger

Für konservativ orientierte Anleger ergeben sich Chancen primär aus der Rolle von Société Générale als etablierter europäischer Universalbank mit diversifiziertem Geschäftsmodell. Potenziale liegen in der weiteren Konsolidierung des französischen und europäischen Bankenmarktes, die über Synergien und Kostenvorteile zu einer nachhaltigeren Profitabilität führen könnte. Effizienzgewinne durch Digitalisierung, Prozessautomatisierung und IT-Vereinfachung können die Kosten-Ertrags-Relation schrittweise verbessern. Die strategische Ausrichtung auf ESG-Finanzierung, Infrastruktur- und Transformationsprojekte könnte mittelfristig zusätzliche Ertragsquellen erschließen, zumal politische Programme und regulatorische Anreize nachhaltige Investitionen begünstigen. Eine robuste Kapitalausstattung, diversifizierte Refinanzierungsquellen und die Fähigkeit, sich an neue aufsichtsrechtliche Vorgaben anzupassen, sind für langfristig orientierte Investoren weitere positive Faktoren, sofern sie dauerhaft gewährleistet bleiben.

Risiken für Anleger

Dem stehen substanzielle Risiken gegenüber, die konservative Anleger sorgfältig abwägen sollten. Universalbanken sind strukturell Zinsänderungsrisiken, Kreditrisiken, Marktpreisrisiken, Liquiditätsrisiken und operationellen Risiken ausgesetzt. Ungünstige Konjunkturverläufe in der Eurozone können Kreditqualität, Risikovorsorge und Profitabilität belasten. Regulatorische Eingriffe, höhere Eigenkapitalanforderungen oder neue Abgaben können die Rendite auf das eingesetzte Kapital mindern. Historische Ereignisse im Handels- und Compliance-Bereich verdeutlichen die Relevanz von Rechts- und Reputationsrisiken, die in Form von Bußgeldern, Restriktionen oder Reputationsschäden materialisieren können. Zusätzlich können technologische Disruption, Cyberrisiken und der Aufstieg von Fintechs und BigTechs traditionelle Ertragsquellen aushöhlen. Engagements in Schwellenländern bringen überdies politische, regulatorische und währungsbezogene Unsicherheiten mit sich. Für Anleger mit konservativem Profil bleibt daher eine sorgfältige Beobachtung der Kapitalquote, der Risikovorsorge, des regulatorischen Umfelds und der Umsetzung der Effizienz- und Transformationsstrategie unerlässlich, ohne dass daraus eine konkrete Anlageempfehlung abgeleitet werden soll.

Kursdaten

Geld/Brief 14,60 € / 15,00 €
Spread +2,74%
Schluss Vortag 14,90 €
Gehandelte Stücke 0
Tagesvolumen Vortag 327,80 €
Tagestief 14,40 €
Tageshoch 14,40 €
52W-Tief 5,85 €
52W-Hoch 14,90 €
Jahrestief 13,50 €
Jahreshoch 14,90 €

Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 97.636 $
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 6.730 $
Jahresüberschuss in Mio. 5.129 $
Umsatz je Aktie 27,73 $
Gewinn je Aktie 1,19 $
Gewinnrendite +7,30%
Umsatzrendite +4,30%
Return on Investment +0,33%
Marktkapitalisierung in Mio. 18.134 $
KGV (Kurs/Gewinn) 4,33
KBV (Kurs/Buchwert) 0,26
KUV (Kurs/Umsatz) 0,19
Eigenkapitalrendite +5,98%
Eigenkapitalquote +4,46%

Dividenden Historie

Datum Dividende
06.10.2025 0,14 $ (0,12 €)
23.05.2024 0,19 $ (0,18 €)
23.05.2022 0,35 $ (0,33 €)
25.05.2017 0,43 €
20.05.2016 0,39 €
20.05.2015 0,24 €
21.05.2014 0,20 €
23.05.2013 0,091 €
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Termine

31.03.2026 Quartalsmitteilung
30.06.2026 Quartalsmitteilung
30.09.2026 Quartalsmitteilung
Quelle: Leeway

Prognose & Kursziel

Keine aktuellen Prognosen oder Kursziele bekannt.

Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 14,70 € +1,38%
14,50 € 12:30
Frankfurt 14,40 € -3,36%
14,90 € 08:25
München 14,50 € 0 %
14,50 € 08:27
Stuttgart 14,80 € +0,68%
14,70 € 13:17
L&S RT 14,90 € +1,02%
14,75 € 13:37
Nasdaq OTC Other 17,53 $ +0,75%
17,40 $ 30.01.26
Quotrix 14,80 € +2,07%
14,50 € 07:43
Gettex 14,80 € +0,68%
14,70 € 13:13
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
30.01.26 14,90 328
29.01.26 14,30 1.301
28.01.26 14,30 0
27.01.26 14,10 0
26.01.26 13,80 0
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 13,90 € +7,19%
1 Monat 13,40 € +11,19%
6 Monate 10,40 € +43,27%
1 Jahr 5,95 € +150,42%
5 Jahre 3,06 € +386,93%

Unternehmensprofil Société Générale SA ADR

Société Générale SA ist eine der größten universal ausgerichteten Banken Europas mit Schwerpunkt auf Frankreich und der EMEA-Region. Das Institut kombiniert ein breit diversifiziertes Retailbanking-Geschäft mit Corporate- und Investmentbanking, spezialisierter Finanzierung sowie umfassendem Asset- und Wealth-Management. Für Anleger fungiert die Bank als Hebel auf die Entwicklung des europäischen Bankensektors, mit starker Verankerung im Heimatmarkt und relevanter Präsenz in Mittel- und Osteuropa sowie Afrika.

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell basiert auf einem integrierten Universalbank-Ansatz. Société Générale erzielt Erträge aus Zinsgeschäften, Provisionsgeschäften und Handelsaktivitäten. Im Retailbanking generiert sie stabile, wiederkehrende Erträge durch Kontoführung, Zahlungsverkehr, Konsumentenkredite, Hypothekendarlehen und standardisiertes Anlagegeschäft. Im Corporate- und Investmentbanking stehen strukturierte Finanzierung, Kapitalmarktprodukte, Risikomanagement-Lösungen und Beratung bei M&A-Transaktionen im Vordergrund. Daneben spielen Asset- und Wealth-Management, spezialisierte Leasing- und Factoring-Produkte sowie Finanzierungslösungen für Infrastruktur und nachhaltige Projekte eine wichtige Rolle. Das diversifizierte Ertragsprofil soll Zinszyklizität und Marktvolatilität glätten und eine relativ robuste Kapitalbildung ermöglichen.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission der Bank zielt auf die Bereitstellung umfassender Finanzlösungen für Privatkunden, Unternehmen und institutionelle Anleger, mit einem Schwerpunkt auf verantwortungsbewusster Finanzierung und Begleitung der Transformation hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft. Strategisch verfolgt die Bank eine Fokussierung auf kernertragsstarke Segmente, eine Optimierung der Kapitalallokation sowie eine Stärkung der Risikokultur. Die jüngeren Strategieprogramme betonen Portfolio-Bereinigung, Kosteneffizienz, Digitalisierung der Kundenprozesse, Stärkung der Solvenzquoten und die Integration von ESG-Kriterien in Kreditvergabe, Investmentprozesse und Produktarchitektur. Ziel ist ein ausgewogenes Profil aus Profitabilität, Resilienz und regulatorischer Konformität.

Produkte und Dienstleistungen

Société Générale bietet ein breites Spektrum an Bank- und Finanzdienstleistungen an. Im Privatkundengeschäft umfasst das Angebot Giro- und Sparkonten, Zahlungsverkehr, Kreditkarten, Konsum- und Wohnungsbaufinanzierungen, Vermögensverwaltung und standardisierte Anlageprodukte. Im Firmenkundengeschäft reicht die Palette von Betriebsmittelkrediten, Handelsfinanzierung, Cash-Management und Devisenabsicherung bis hin zu Syndizierungen, Strukturierung komplexer Finanzierungen und Working-Capital-Lösungen. Im Bereich Capital Markets stellt die Bank Derivate, Equity- und Fixed-Income-Produkte, strukturierte Produkte, Prime-Brokerage, Clearing und Research zur Verfügung. Asset- und Wealth-Management decken individuelle Portfoliokonzepte, fondsbasierte Strategien, Mandate für institutionelle Investoren, Private-Banking-Dienstleistungen und Nachfolgeplanung ab. Ergänzend bietet die Bank spezialisierte Leasing- und Mobilitätsfinanzierung, Konsumfinanzierung über Partnernetzwerke sowie digitale Plattformlösungen für Zahlungs- und Handelsabwicklung.

Business Units und Segmentstruktur

Die Bank ist entlang mehrerer Business Units organisiert, die unterschiedliche Kundengruppen und Ertragsquellen adressieren. Eine wesentliche Einheit bildet das französische Retail- und Privatkundengeschäft mit Filialbanken und digitalen Angeboten. Darunter fallen klassisches Filialbanking, Online-Banking-Plattformen, Konsumentenkredite und lokale KMU-Betreuung. Ein weiteres Segment umfasst das internationale Retailbanking inklusive Mittel- und Osteuropa sowie ausgewählter afrikanischer Märkte, mit Fokus auf Kreditvergabe, Kontodienstleistungen und Zahlungsverkehr. Das Corporate- und Investmentbanking-Business konzentriert sich auf große Firmenkunden, Finanzinstitute und institutionelle Anleger mit Corporate-Finance, Kapitalmarkt- und Risikomanagement-Produkten. Asset- und Wealth-Management bilden eine eigene Einheit, die Investmentfonds, Mandatslösungen und Private-Banking-Leistungen bündelt. Spezialisierte Finanzdienstleistungen wie Leasing, Flottenmanagement und Konsumfinanzierung sind in weiteren Subsegmenten gebündelt, die Skaleneffekte und sektorales Know-how nutzen sollen.

Alleinstellungsmerkmale

Als eine der ältesten großen Banken Frankreichs verbindet Société Générale eine starke inländische Verankerung mit einer historisch gewachsenen Expertise in strukturierten Produkten und Derivaten. Die Bank zählt im europäischen Kontext zu den relevanten Anbietern komplexer Kapitalmarkt- und Risikomanagement-Lösungen und ist bei bestimmten strukturierten Retail- und Zertifikateprodukten für Privatanleger und Vermögensverwalter besonders sichtbar. Ein weiteres Merkmal ist die Kombination aus Retailbanking, Corporate Banking, Investmentbanking und spezialisierter Finanzierung in Schwellenländern, die Kunden länderübergreifende Lösungen aus einer Hand bietet. Zudem betont die Bank ihre Rolle bei der Finanzierung nachhaltiger Infrastruktur, Energieprojekte und ökologischer Transformation, was sie im wachsenden ESG-Segment positionieren soll.

Burggräben und Wettbewerbsvorteile

Die wettbewerblichen Burggräben der Bank liegen vor allem in ihrer Skala, der regulatorischen Zulassung in zahlreichen Jurisdiktionen, langjährigen Kundenbeziehungen und der Integration von Retail-, Corporate- und Investmentbanking. Netzwerkeffekte entstehen durch dichte Filialnetze im Heimatmarkt, etablierte IT- und Zahlungsverkehrsinfrastruktur sowie die Rolle als Kernbank für große Unternehmenskunden. Im Kapitalmarktgeschäft bieten Produktbreite, Risikomodellierungskompetenz und Marktzugang in mehreren Währungsräumen Vorteile gegenüber kleineren Wettbewerbern. Gleichwohl sind diese Moats im stark regulierten, kompetitiven Bankensektor eher relativ als absolut: Sie können durch regulatorische Änderungen, technologische Disruption und anhaltenden Margendruck verwässert werden.

Wettbewerber

Im Heimatmarkt konkurriert Société Générale mit anderen französischen Großbanken, darunter BNP Paribas, Crédit Agricole und BPCE-Gruppe. Auf europäischer Ebene stehen deutsche, italienische, spanische und niederländische Großbanken in direktem Wettbewerb, insbesondere im Corporate- und Investmentbanking sowie bei der Strukturierung komplexer Finanzierungen. Im Kapitalmarkt- und Derivategeschäft konkurriert das Institut zusätzlich mit großen US-Investmentbanken und britischen Universalbanken, die global ähnliche Produktpaletten anbieten. Im Retail- und Zahlungsverkehrsgeschäft rücken zudem Direktbanken, Fintechs, Zahlungsdienstleister und Technologieplattformen als neue Wettbewerber auf, die angestammte Ertragsquellen wie Kontoführungsgebühren, Kartenerlöse und Konsumentenkredite unter Druck setzen.

Management und Strategie

Das Management verfolgt eine auf Kapitaldisziplin, Risikoreduktion und Vereinfachung der Konzernstruktur ausgerichtete Strategie. Nach Jahren erhöhter regulatorischer Anforderungen und Marktvolatilität liegt der Fokus auf Stärkung der Eigenkapitalbasis, Reduktion komplexer, kapitalintensiver Positionen und aktiver Steuerung von RWA-Volumina. Parallel treibt die Führungsebene Fusionen und Optimierungen im französischen Retailbanking, IT-Harmonisierung sowie Filialkonsolidierungen voran, um Skaleneffekte und Effizienzgewinne zu heben. Im Bereich Corporate- und Investmentbanking setzt die Strategie auf selektives Wachstum in margenstärkeren, beratungsintensiven Segmenten, eine kontrollierte Risikobereitschaft und eine Ausrichtung der Produktpalette an strengeren ESG-Standards. Das Management betont wiederholt die Bedeutung einer konservativen Risikokultur, erhöhter Compliance und robuster interner Kontrollen, um Reputations- und Rechtsrisiken zu begrenzen.

Branchen- und Regionenfokus

Société Générale ist in der europäischen Bankenbranche verankert, einem stark regulierten Sektor mit mittelfristigem Margendruck infolge intensiven Wettbewerbs, hoher Eigenkapitalanforderungen und strukturell veränderter Zinsumfelder. Der Schwerpunkt liegt auf Frankreich und der Eurozone, ergänzt um Aktivitäten in Mittel- und Osteuropa sowie in ausgewählten afrikanischen Märkten. Diese Regionen zeichnen sich durch heterogene Wachstumsdynamiken, unterschiedliche regulatorische Rahmen und variierende Kreditqualität aus. In entwickelten Märkten dominiert der Kampf um Marktanteile über Servicequalität, digitale Angebote und Preisgestaltung. In Schwellenländern bieten höhere Wachstumsraten, aber auch politische, währungsbezogene und regulatorische Unsicherheiten Chancen und Risiken zugleich. Der Branchenmix der Kreditportfolien umfasst Privatkunden, KMU, Großunternehmen, Infrastruktur, Energie, Transport, Immobilien und öffentlichen Sektor, was zu einer gewissen Diversifikation beiträgt.

Unternehmensgeschichte

Société Générale wurde im 19. Jahrhundert in Frankreich gegründet, mit dem Ziel, Handel und Industrie durch moderne Bankdienstleistungen zu fördern. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts entwickelte sich das Institut zu einer der prägenden Banken des französischen Finanzsystems, mit einer Ausweitung in das internationale Geschäft und die Finanzierung von Infrastruktur, Handel und großen Industrieprojekten. Phasen staatlicher Einflussnahme, Deregulierung, Europäisierung der Finanzmärkte und die Einführung des Euro prägten die strategische Ausrichtung. In den 1990er- und 2000er-Jahren baute die Bank ihr Investmentbanking und Kapitalmarktgeschäft deutlich aus, engagierte sich stärker in Mittel- und Osteuropa sowie auf ausgewählten internationalen Märkten. Die globale Finanzkrise, anschließende Regulierungswellen und vereinzelte Handelsskandale führten zu einer Neuausrichtung auf Kapitalstärke, Risikoreduktion und regulatorische Konformität. In den vergangenen Jahren kamen Initiativen zur Digitalisierung, Konsolidierung des französischen Privatkundengeschäfts und eine verstärkte Fokussierung auf nachhaltige Finanzierung hinzu.

Sonstige Besonderheiten

Die Bank ist als systemrelevantes Institut eingestuft und unterliegt damit besonders strengen Anforderungen in Bezug auf Kapital, Liquidität, Resolution-Planung und Stresstests. Sie wird von europäischen und nationalen Aufsichtsbehörden intensiv überwacht. Eigenheiten ergeben sich zudem aus der Rolle Frankreichs als Kernland der Eurozone, was Einfluss auf regulatorische Rahmenbedingungen, Steuerpolitik und makroprudenzielle Maßnahmen hat. Société Générale ist aktiv im Bereich digitaler Bankmodelle, Plattformkooperationen und Fintech-Partnerschaften, um Prozesse zu automatisieren und neue Ertragsquellen zu erschließen. Gleichzeitig spielt die Integration von ESG-Kriterien in Kreditportfolios, Anlagelösungen und interne Steuerungsmechanismen eine zunehmend zentrale Rolle in der Außendarstellung und Produktentwicklung. Für konservative Anleger ist die enge Verflechtung mit dem europäischen Finanzsystem sowohl Stabilitätsfaktor als auch potenzielle Quelle systemischer Risiken.

Chancen für Anleger

Für konservativ orientierte Anleger ergeben sich Chancen primär aus der Rolle von Société Générale als etablierter europäischer Universalbank mit diversifiziertem Geschäftsmodell. Potenziale liegen in der weiteren Konsolidierung des französischen und europäischen Bankenmarktes, die über Synergien und Kostenvorteile zu einer nachhaltigeren Profitabilität führen könnte. Effizienzgewinne durch Digitalisierung, Prozessautomatisierung und IT-Vereinfachung können die Kosten-Ertrags-Relation schrittweise verbessern. Die strategische Ausrichtung auf ESG-Finanzierung, Infrastruktur- und Transformationsprojekte könnte mittelfristig zusätzliche Ertragsquellen erschließen, zumal politische Programme und regulatorische Anreize nachhaltige Investitionen begünstigen. Eine robuste Kapitalausstattung, diversifizierte Refinanzierungsquellen und die Fähigkeit, sich an neue aufsichtsrechtliche Vorgaben anzupassen, sind für langfristig orientierte Investoren weitere positive Faktoren, sofern sie dauerhaft gewährleistet bleiben.

Risiken für Anleger

Dem stehen substanzielle Risiken gegenüber, die konservative Anleger sorgfältig abwägen sollten. Universalbanken sind strukturell Zinsänderungsrisiken, Kreditrisiken, Marktpreisrisiken, Liquiditätsrisiken und operationellen Risiken ausgesetzt. Ungünstige Konjunkturverläufe in der Eurozone können Kreditqualität, Risikovorsorge und Profitabilität belasten. Regulatorische Eingriffe, höhere Eigenkapitalanforderungen oder neue Abgaben können die Rendite auf das eingesetzte Kapital mindern. Historische Ereignisse im Handels- und Compliance-Bereich verdeutlichen die Relevanz von Rechts- und Reputationsrisiken, die in Form von Bußgeldern, Restriktionen oder Reputationsschäden materialisieren können. Zusätzlich können technologische Disruption, Cyberrisiken und der Aufstieg von Fintechs und BigTechs traditionelle Ertragsquellen aushöhlen. Engagements in Schwellenländern bringen überdies politische, regulatorische und währungsbezogene Unsicherheiten mit sich. Für Anleger mit konservativem Profil bleibt daher eine sorgfältige Beobachtung der Kapitalquote, der Risikovorsorge, des regulatorischen Umfelds und der Umsetzung der Effizienz- und Transformationsstrategie unerlässlich, ohne dass daraus eine konkrete Anlageempfehlung abgeleitet werden soll.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 48,28 Mrd. €
Aktienanzahl 3,53 Mrd.
Streubesitz 99,96%
Währung EUR
Land Frankreich
Aktientyp ADR

Aktionärsstruktur

+0,04% Weitere
+99,96% Streubesitz

Häufig gestellte Fragen zur Société Générale Aktie und zum Société Générale Kurs

Der aktuelle Kurs der Société Générale Aktie liegt bei 14,40 €.

Für 1.000€ kann man sich 69,44 Société Générale Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Société Générale Aktie lautet SCGLY.

Die 1 Monats-Performance der Société Générale Aktie beträgt aktuell 11,19%.

Die 1 Jahres-Performance der Société Générale Aktie beträgt aktuell 150,42%.

Der Aktienkurs der Société Générale Aktie liegt aktuell bei 14,40 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von 11,19% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Société Générale eine Wertentwicklung von 41,90% aus und über 6 Monate sind es 43,27%.

Das 52-Wochen-Hoch der Société Générale Aktie liegt bei 14,90 €.

Das 52-Wochen-Tief der Société Générale Aktie liegt bei 5,85 €.

Das Allzeithoch von Société Générale liegt bei 14,90 €.

Das Allzeittief von Société Générale liegt bei 2,16 €.

Die Volatilität der Société Générale Aktie liegt derzeit bei 42,45%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Société Générale in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 48,28 Mrd. €

Insgesamt sind 3.521,0 Mio Société Générale Aktien im Umlauf.

Société Générale hat seinen Hauptsitz in Frankreich.

Das KGV der Société Générale Aktie beträgt 4,33.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Société Générale betrug 97,64 Mrd $.

Die nächsten Termine von Société Générale sind:
  • 31.03.2026 - Quartalsmitteilung
  • 30.06.2026 - Quartalsmitteilung
  • 30.09.2026 - Quartalsmitteilung

Ja, Société Générale zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 06.10.2025 eine Dividende in Höhe von 0,14 $ (0,12 €) gezahlt.

Zuletzt hat Société Générale am 06.10.2025 eine Dividende in Höhe von 0,14 $ (0,12 €) gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 0,82%. Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Société Générale wurde am 06.10.2025 in Höhe von 0,14 $ (0,12 €) je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 0,82%.

Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 06.10.2025. Es wurde eine Dividende in Höhe von 0,14 $ (0,12 €) gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.