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NEC Aktie

Aktie
WKN:  853675 ISIN:  JP3733000008 US-Symbol:  NIPNF Branche:  IT-Dienste Land:  Japan
30,99 €
-0,1 €
-0,32%
22.01.26
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
40,16 Mrd. €
Streubesitz
45,33%
KGV
23,70
Dividende
16,00 ¥
Index-Zuordnung
NEC Aktie Chart

Unternehmensbeschreibung

NEC Corporation ist ein japanischer Technologiekonzern mit Schwerpunkt auf Informations- und Kommunikationstechnologie, der als Systemintegrator, Netzwerkausrüster und Anbieter von Sicherheits- sowie Digital-Government-Lösungen auftritt. Das Unternehmen verbindet Telekommunikationsinfrastruktur mit Cloud-, KI- und Biometrie-Technologien und adressiert damit vor allem staatliche Auftraggeber, regulierte Branchen und große Unternehmen. Der Fokus liegt auf langfristigen, komplexen Projekten mit hoher technischer Eintrittsbarriere und signifikanten Switching-Kosten für Kunden. Für konservative Anleger ist NEC primär als etablierter ICT-Infrastruktur- und Lösungsanbieter im asiatisch-pazifischen Raum mit wachsender globaler Präsenz relevant.

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell von NEC basiert auf der Kombination aus Hardware, Software und Services entlang der gesamten digitalen Wertschöpfungskette. Das Unternehmen entwickelt und liefert Netzwerk- und IT-Infrastruktur, integriert diese in bestehende Systemlandschaften und übernimmt Betrieb, Wartung sowie weiterführende Managed Services. Ein großer Teil der Wertschöpfung entsteht in komplexen Integrationsprojekten für Telekommunikationsbetreiber, Behörden, Sicherheitsorganisationen und Unternehmen, bei denen NEC als Generalunternehmer auftritt. Wiederkehrende Erlöse stammen aus Wartungsverträgen, Support, Softwarelizenzen, Subskriptionsmodellen und langfristigen Service-Level-Agreements. Das Geschäftsmodell ist damit stark projektorientiert, zugleich aber durch servicebasierte Verträge teilweise stabilisiert. NEC positioniert sich bewusst in anspruchsvollen Nischen wie 5G/Open RAN-Netzwerken, öffentlicher Sicherheit, biometrischer Authentifizierung, kritischer Infrastruktur und Smart-City-Lösungen. Durch diesen Fokus auf mission-kritische Systeme entsteht eine hohe technologische und organisatorische Abhängigkeit der Kunden, was den Charakter eines Systempartners statt eines reinen Produktanbieters unterstreicht.

Mission und strategische Leitlinien

Die erklärte Mission von NEC lässt sich in dem Leitmotiv zusammenfassen, die Gesellschaft durch digitale Technologien sicherer, effizienter und nachhaltiger zu machen. Das Unternehmen spricht in offiziellen Verlautbarungen von „Orchestrating a brighter world“, womit die Rolle als Enabler für vernetzte, datengestützte Infrastrukturen betont wird. Strategische Leitlinien sind insbesondere: die Bereitstellung von digitalen Plattformen für Regierungen und Kommunen, der Ausbau von Netzwerk- und Cloud-Lösungen für Carrier sowie die Anwendung von KI, Biometrie und Datenanalyse für Sicherheit, Logistik und Energie. Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Nutzen werden stark betont, unter anderem über Fokusthemen wie Smart City, Public Safety, E-Government und digitale Inklusion. Damit positioniert sich NEC als Anbieter von „Social Value Creation“, der technologische Innovation mit öffentlicher Daseinsvorsorge verbindet – ein Ansatz, der im japanischen Markt auf eine traditionell enge Kooperation zwischen Staat und Industrie trifft.

Produkte und Dienstleistungen

NEC bietet ein breites Portfolio an Informations- und Kommunikationstechnologien, das sich grob in Netzwerk-, IT- und Sicherheitslösungen gliedern lässt. Zentrale Produkt- und Servicekategorien sind:
  • Telekommunikationsnetze: Mobilfunk- und Festnetztechnologie, inklusive 4G/5G-Lösungen, Open RAN-Systeme, Transportnetze, optische Übertragungssysteme sowie Core-Network-Komponenten.
  • IT-Systeme und Cloud: Server, Speicher, Middleware, Big-Data-Plattformen, Cloud-Infrastruktur, Edge-Computing sowie Systemintegration und Applikationsentwicklung für Unternehmen und Behörden.
  • Biometrie und öffentliche Sicherheit: Gesichtserkennung, Fingerabdruck- und Iris-Erkennung, Identitätsmanagement, Grenzkontrollsysteme, Videoanalyse, Public-Security-Plattformen für Polizei, Justizbehörden und Grenzschutz.
  • Digital-Government- und Verwaltungssoftware: Lösungen für E-Government, Bürgerdienste, Verwaltungsprozesse, Steuer- und Meldesysteme sowie kommunale Infrastrukturlösungen.
  • Enterprise-Lösungen: Branchenlösungen für Finanzdienstleister, Handel, Transport und Logistik, inklusive Zahlungsverkehr, Supply-Chain-Systeme, Ticketing und Betriebsleitsysteme.
  • Infrastruktur- und Speziallösungen: Unterwasser-Glasfaserkabelsysteme, Satellitenkommunikation, Energie- und Netzleittechnik, Verkehrsleitsysteme und Smart-City-Komponenten.
Zu den Dienstleistungen zählen Beratungsleistungen, Systemdesign, Implementierung, Outsourcing, Managed Services und langfristiger technischer Support. Diese Servicekomponenten sind entscheidend für Kundenbindung und Margenstabilität in einem ansonsten hart umkämpften Hardwareumfeld.

Business Units und organisatorische Struktur

NEC gliedert sein Geschäft in mehrere Segmente, die sich in den letzten Jahren im Zuge strategischer Anpassungen verändert haben. Im Kern lassen sich folgende Bereiche unterscheiden:
  • Public Solutions: Lösungen für nationale und lokale Verwaltungen, öffentliche Institutionen, Gesundheitswesen und Bildung, inklusive Digital-Government, Verwaltungssoftware und Smart-City-Anwendungen.
  • Public Infrastructure: Systeme für Verkehr, Energie, Sicherheit und Katastrophenschutz, darunter Leit- und Überwachungstechnik, Videomanagement, Kommunikationssysteme für kritische Infrastrukturen sowie unterseeische Kabelnetze.
  • Enterprise Business: IT- und Netzwerk-Lösungen für Unternehmen, insbesondere Finanzdienstleister, Handel, Fertigungsindustrie, Transport und Logistik, inklusive ERP-naher Systeme und branchenspezifischer Plattformen.
  • Network Services: Produkte und Services für Telekommunikationsnetzbetreiber, einschließlich Mobilfunkinfrastruktur, Core-Netzwerke, Open RAN-Lösungen, optische Netze und Carrier-Cloud-Dienste.
  • Global und Cross-Industry Solutions: Internationale Projekte und horizontale Plattformen, etwa im Bereich Biometrie, KI, Datenanalyse, Cloud-Integration und Cybersecurity, die über mehrere Branchen und Regionen hinweg eingesetzt werden.
Diese Struktur unterstützt die Ausrichtung auf „Social Solutions“ und erleichtert die Bündelung von Kompetenzen für komplexe, sektorenübergreifende Projekte.

Alleinstellungsmerkmale und technologische Stärken

NEC weist mehrere Merkmale auf, die das Unternehmen von typischen Hardwareherstellern oder reinen Softwareanbietern unterscheiden. Technologisch hervorzuheben sind:
  • Starke Position in der biometrischen Identifikation mit international anerkannten Gesichtserkennungs- und Fingerabdrucksystemen, die in unabhängigen Benchmarks regelmäßig hohe Platzierungen erzielen.
  • Kombination aus Telekommunikations- und IT-Kompetenz, die es ermöglicht, Ende-zu-Ende-Lösungen von der physischen Netzwerkschicht bis zur Applikationsebene zu liefern.
  • Langjährige Erfahrung mit kritischen Infrastrukturen und behördlichen Großprojekten, insbesondere in Japan, aber zunehmend auch international.
  • Eigenentwickelte KI- und Datenanalyseplattformen, die in Sicherheits-, Verkehrs- und Stadtentwicklungssysteme integriert werden.
Ein wesentliches Differenzierungsmerkmal ist der Fokus auf „Social Value“-Lösungen für Regierungen und öffentliche Einrichtungen. Während viele Wettbewerber einzelne Technologiebausteine liefern, tritt NEC als Systemintegrator mit hoher Domänenexpertise in Verwaltung, Sicherheit, Verkehr und Infrastruktur auf. Diese Positionierung schafft eine spezifische Nische, in der fachliche Prozesskompetenz ebenso wichtig ist wie Technik.

Burggräben und strukturelle Wettbewerbsvorteile

Die Moats von NEC liegen weniger im klassischen Massenmarkt-Branding als in technologischen Kompetenzen, langjährigen Kundenbeziehungen und regulatorischen Eintrittsbarrieren. Wesentliche Burggräben sind:
  • Hohe Wechselkosten: Staatliche Auftraggeber und Betreiber kritischer Infrastrukturen scheuen Systemwechsel aufgrund von Integrationsrisiken, Sicherheitsanforderungen und Schulungsaufwand. Einmal installierte NEC-Systeme bleiben häufig über viele Jahre im Einsatz.
  • Regulatorische Hürden: Lösungen für Sicherheit, Grenzschutz und Behörden unterliegen strengen Zulassungsvorschriften, Datenschutz- und Sicherheitsstandards. Anbieter müssen sich in langwierigen Zertifizierungsprozessen bewähren, was neuen Wettbewerbern den Einstieg erschwert.
  • Vertrauensbasierte Beziehungen: In Japan und anderen asiatischen Märkten pflegt NEC teils jahrzehntelange Beziehungen zu Ministerien, Kommunen, Verkehrs- und Energiebetreibern, die auf Zuverlässigkeit und Krisenfestigkeit beruhen.
  • Forschungs- und Entwicklungskompetenz: NEC investiert traditionell in Grundlagen- und angewandte Forschung, etwa in Optik, Biometrie, Netzwerktechnik und KI. Patente und proprietäre Algorithmen in Nischenmärkten wie Biometrie und Unterseekabeltechnik stützen die Differenzierung.
Diese Moats sind allerdings kontextabhängig: Sie wirken besonders stark im heimischen Markt und im sicherheitsrelevanten Umfeld, sind aber in global standardisierten Bereichen wie allgemeiner IT-Infrastruktur oder Standard-Cloud-Diensten schwächer ausgeprägt.

Wettbewerbsumfeld

NEC agiert in mehreren überlappenden Märkten, in denen jeweils unterschiedliche Wettbewerber dominieren. Im Bereich Telekommunikationsausrüstung konkurriert NEC mit globalen Konzernen wie Ericsson, Nokia und – in Märkten, in denen diese zugelassen sind – Huawei und ZTE. Der Schwerpunkt von NEC liegt hier zunehmend auf 5G, Open RAN und optischen Netzen, wo Kooperationen und Allianzen mit anderen Anbietern eine Rolle spielen. Im IT- und Enterprise-Segment in Japan trifft NEC auf Fujitsu, Hitachi und internationale Anbieter wie IBM, Oracle, SAP, Microsoft und verschiedene Cloud-Hyperscaler. Bei öffentlichen Sicherheits- und Biometricsystemen sind konkurrierende Anbieter unter anderem Thales, IDEMIA, Motorola Solutions sowie spezialisierte Biometrieunternehmen. Im Bereich Digital Government und Smart City treten zudem Systemintegratoren und Beratungsunternehmen auf, etwa Accenture, NTT Group und lokale IT-Dienstleister. Das Wettbewerbsumfeld ist damit fragmentiert: NEC steht jeweils branchenspezifischen und technologisch spezialisierten Rivalen gegenüber, kann seine Stärken aber in Projekten ausspielen, in denen integrierte End-to-End-Lösungen aus einer Hand gefragt sind.

Management, Governance und Unternehmensstrategie

NEC wird als börsennotierte Gesellschaft nach japanischen Corporate-Governance-Standards geführt. Der Verwaltungsrat (Board) setzt sich aus internen Führungskräften und unabhängigen externen Direktoren zusammen, wobei in den vergangenen Jahren die Rolle unabhängiger Mitglieder gestärkt wurde. Das Management verfolgt eine mehrjährige Transformationsstrategie, die auf Portfoliobereinigung, Profitabilitätsverbesserung und Internationalisierung abzielt. Kernelemente sind: Fokussierung auf margenstärkere „Social Solutions“, Reduktion weniger profitabler Hardware-Aktivitäten, Ausbau von Cloud-, KI- und Sicherheitslösungen sowie vertiefte Partnerschaften mit globalen Technologiekonzernen. Gleichzeitig versucht das Management, die Kapitalallokation zu professionalisieren, etwa durch Priorisierung von Wachstumsfeldern, Optimierung des Projekt- und Risikomanagements sowie selektive M&A-Transaktionen. Für konservative Anleger sind insbesondere die langfristige Kontinuität des Managements, die allmähliche Verbesserung der Governance-Strukturen und die stärkere Ergebnisorientierung relevant, auch wenn die Transformation nicht frei von operativen Risiken ist.

Branchen- und Regionenanalyse

NEC ist hauptsächlich in der globalen ICT-Industrie tätig, mit Schwerpunkten in Telekommunikationsinfrastruktur, IT-Services, Cybersecurity, Biometrie und öffentlichen Infrastrukturlösungen. Die Branche ist durch hohe Innovationsgeschwindigkeit, intensiven Wettbewerb und zunehmende Konsolidierung geprägt. Trends wie 5G-Ausbau, Cloud-Migration, Edge Computing, digitale Verwaltung und Smart-City-Konzepte schaffen strukturelle Nachfrage, erhöhen aber zugleich den Preisdruck und die Notwendigkeit permanenter F&E-Investitionen. Regional bildet Japan den Kernmarkt mit hoher Bedeutung des öffentlichen Sektors und stabilen, aber reifen Nachfrageprofilen. Im asiatisch-pazifischen Raum, Europa, dem Nahen Osten und Amerika treibt NEC das internationale Projektgeschäft voran, insbesondere in den Bereichen Telekommunikation, öffentliche Sicherheit und Unterseekabel. Politische und regulatorische Rahmenbedingungen spielen dabei eine entscheidende Rolle, etwa bei der Zulassung ausländischer Anbieter in sicherheitskritischen Bereichen. Insgesamt operiert NEC in einem Umfeld, das von langfristigen Infrastrukturzyklen, staatlicher Regulierung und geopolitischen Interessen beeinflusst wird. Dies kann sowohl Stabilität durch öffentliche Investitionsprogramme als auch Volatilität durch politische Kurswechsel und Exportbeschränkungen bedeuten.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

NEC wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Japan gegründet und zählt zu den traditionellen Technologiekonglomeraten des Landes. Ursprung war die Produktion von Telekommunikationsausrüstung in Kooperation mit internationalen Partnern. Im Verlauf der Jahrzehnte entwickelte sich NEC von einem Hardwarehersteller für Telefon- und Funktechnik zu einem breiter aufgestellten Elektronik- und IT-Konzern. In der Nachkriegszeit profitierte das Unternehmen von der Telekommunikationsmodernisierung in Japan und engagierte sich in der Computerentwicklung, Halbleiterfertigung und Elektronik. Ab den 1980er- und 1990er-Jahren geriet NEC im globalen Wettbewerb mit US-amerikanischen und später asiatischen Konkurrenten unter Druck und begann, sich stärker auf Systemintegration, Netzwerktechnik und Dienstleistungsgeschäfte zu konzentrieren. In den 2000er- und 2010er-Jahren folgten Restrukturierungen, Desinvestitionen im Halbleiterbereich und eine zunehmende Fokussierung auf „Social Solutions“. Strategische Allianzen und Akquisitionen im Bereich Biometrie, Sicherheit und digitale Plattformen ergänzten die organische Entwicklung. Heute versteht sich NEC als historisch gewachsener, technologieorientierter Lösungsanbieter mit Wurzeln in Telekommunikation und Elektronik, der aktiv versucht, sich in der datengetriebenen, serviceorientierten ICT-Welt neu zu positionieren.

Besonderheiten und aktuelle Schwerpunktthemen

Eine Besonderheit von NEC ist die starke Ausrichtung auf gesellschaftliche Infrastruktur und öffentliche Sicherheit, die das Unternehmen enger mit staatlichen Interessen verknüpft als viele reine Privatkundenanbieter. Dies betrifft etwa:
  • Biometrische Identitätssysteme und Grenzkontrolllösungen, die in mehreren Ländern für Passkontrolle, Visaverwaltung und Strafverfolgung eingesetzt werden.
  • Unterseeische Glasfaserkabel, die globale Datenverbindungen sichern und in geopolitisch sensiblen Regionen relevant sind.
  • Smart-City-Projekte, bei denen Verkehrssteuerung, Energieeffizienz, Videoüberwachung und Datenanalyse in integrierten Plattformen zusammengeführt werden.
NEC verfolgt zudem einen strategischen Schwerpunkt auf offenen Netzwerktechnologien wie Open RAN, was Telecom-Betreibern mehr Lieferantenflexibilität bieten soll. Diese Positionierung kann dem Unternehmen in Märkten zugutekommen, in denen Betreiber aus Sicherheits- oder Compliance-Gründen ihre Abhängigkeit von einzelnen Ausrüstern reduzieren wollen. Gleichzeitig bewegt sich NEC in einem Spannungsfeld zwischen Datenschutz, Bürgerrechten und Sicherheitsbedürfnissen, insbesondere bei biometrischen Anwendungen und Videoüberwachung. Regulatorische Entwicklungen und gesellschaftliche Debatten können hier direkten Einfluss auf Geschäftsmodelle und Projektpipelines haben.

Chancen für langfristig orientierte, konservative Anleger

Für konservative Anleger liegen die Chancen von NEC vor allem in der Stabilität von Infrastruktur- und Regierungsprojekten sowie im strukturellen Bedarf an moderner Kommunikations- und Sicherheitsinfrastruktur. Wesentliche Chancefelder sind:
  • Nachfrage nach 5G- und Glasfaserinfrastruktur, bei der NEC von der Rolle als Ausrüster und Systemintegrator profitieren kann.
  • Weltweit zunehmende Digitalisierung von Verwaltung und öffentlicher Daseinsvorsorge, die den Bedarf an E-Government-, Identitäts- und Sicherheitslösungen erhöht.
  • Smart-City- und Verkehrsinfrastrukturprojekte, insbesondere in wachsenden urbanen Regionen Asiens und anderer Emerging Markets.
  • Skalierung von Biometrie- und KI-Lösungen, sofern regulatorische Rahmenbedingungen klar definiert und gesellschaftlich akzeptiert werden.
  • Potenzial für Margenverbesserungen durch Portfoliofokus, Effizienzsteigerungen und höheren Software- sowie Serviceanteil.
Die breite Diversifikation über Sektoren und Regionen hinweg kann die Abhängigkeit von einzelnen Projekten mindern. Für Anleger mit langfristigem Horizont und konservativem Profil bietet NEC damit die Möglichkeit, an strukturellen Digitalisierungs- und Infrastrukturtrends teilzuhaben, ohne ausschließlich auf junge, wachstumsstarke, aber hoch volatile Technologiewerte setzen zu müssen.

Risiken und strukturelle Herausforderungen

Gleichzeitig ist ein Investment in NEC mit einer Reihe von Risiken verbunden, die insbesondere konservative Anleger sorgfältig abwägen sollten. Zentrale Risikofaktoren sind:
  • Projekt- und Ausführungsrisiken: Großprojekte im öffentlichen Sektor sind komplex, anfällig für Verzögerungen und Budgetüberschreitungen. Fehlkalkulationen oder technische Probleme können die Profitabilität belasten.
  • Intensiver Wettbewerb und Preisdruck: In den Kernsegmenten Telekommunikation, IT-Services und Sicherheit sind zahlreiche starke Wettbewerber aktiv, die Margendruck und Preiswettbewerb forcieren.
  • Technologischer Strukturwandel: Schneller Wandel bei Cloud, KI, Cybersecurity und Netzwerkarchitekturen erfordert hohe und kontinuierliche F&E-Investitionen. Strategische Fehlentscheidungen können zu technologischer Veraltung einzelner Produktlinien führen.
  • Regulatorische und politische Risiken: Geschäfte mit Regierungen und Sicherheitsbehörden hängen stark von politischen Prioritäten, Haushaltslagen, Exportkontrollen und Datenschutzregelungen ab. Geopolitische Spannungen können sowohl Chancen als auch Beschränkungen erzeugen.
  • Transformationsrisiken im Konzern: Die Umstellung von hardwarelastigen auf stärker service- und softwareorientierte Geschäftsmodelle kann interne Reibungen, Restrukturierungskosten und Übergangsphasen schwächerer Ertragsqualität verursachen.
Für konservative Anleger ist insbesondere relevant, dass die Geschäftsentwicklung von NEC anfällig für externe Schocks in Form von politischen Entscheidungen, regulatorischen Veränderungen oder Verschiebungen in staatlichen Investitionsprogrammen ist. Zudem erfordert die technologische Breite des Portfolios ein hohes Maß an Managementdisziplin, um Kapital effizient zu allokieren und Fokusverluste zu vermeiden. Eine sorgfältige, laufende Beobachtung der Unternehmensstrategie, der Governance-Weiterentwicklung und der Positionierung in Schlüsselsegmenten ist für ein risikobewusstes Investment unerlässlich. Konkrete Anlageentscheidungen sollten auf einer umfassenden individuellen Analyse und unabhängiger Beratung beruhen.

Realtime-Kursdaten

Geld/Brief 30,62 € / 31,02 €
Spread +1,31%
Schluss Vortag 31,09 €
Gehandelte Stücke 456
Tagesvolumen Vortag 14.589,79 €
Tagestief 30,61 €
Tageshoch 30,99 €
52W-Tief 15,404 €
52W-Hoch 34,20 €
Jahrestief 28,62 €
Jahreshoch 32,95 €

News

NEU
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5 defensive Top-Picks für 2026!
06.01.26
ARIVA.DE Redaktion

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Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 3,42 M ¥
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 283.134 ¥
Jahresüberschuss in Mio. 175.183 ¥
Umsatz je Aktie 2.568,62 ¥
Gewinn je Aktie 131,44 ¥
Gewinnrendite +8,97%
Umsatzrendite +5,12%
Return on Investment +4,06%
Marktkapitalisierung in Mio. 4,15 M ¥
KGV (Kurs/Gewinn) 23,70
KBV (Kurs/Buchwert) 2,13
KUV (Kurs/Umsatz) 1,21
Eigenkapitalrendite +8,97%
Eigenkapitalquote +45,23%

Dividenden Kennzahlen

Auszahlungen/Jahr 2
Gesteigert seit 6 Jahre
Keine Senkung seit 6 Jahre
Stabilität der Dividende 0,66 (max 1,00)
Jährlicher 14,98% (5 Jahre)
Dividendenzuwachs 10,12% (10 Jahre)
Ausschüttungs- 15% (auf den Gewinn/FFO)
quote 10,9% (auf den Free Cash Flow)
Erwartete Dividendensteigerung 14,29%

Dividenden Historie

Datum Dividende
29.09.2025 16,00 ¥ (0,092 €)
28.03.2025 70,00 ¥ (0,43 €)
27.09.2024 70,00 ¥ (0,43 €)
28.03.2024 60,00 ¥ (0,37 €)
28.09.2023 60,00 ¥ (0,38 €)
30.03.2023 55,00 ¥ (0,38 €)
29.09.2022 55,00 ¥ (0,39 €)
29.09.2021 50,00 ¥ (0,38 €)
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Termine

31.03.2026 Quartalsmitteilung
Quelle: Leeway

Prognose & Kursziel

Keine aktuellen Prognosen oder Kursziele bekannt.

Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 30,57 € -1,10%
30,91 € 22.01.26
Frankfurt 30,40 € -1,46%
30,85 € 22.01.26
Hamburg 30,63 € -1,61%
31,13 € 22.01.26
Hannover 30,63 € -1,61%
31,13 € 22.01.26
München 30,77 € -1,47%
31,23 € 22.01.26
Stuttgart 30,61 € -2,52%
31,40 € 22.01.26
L&S RT 30,775 € -1,06%
31,105 € 22.01.26
Nasdaq OTC Other 35,99 $ -0,83%
36,29 $ 22.01.26
Tradegate 30,99 € -0,32%
31,09 € 22.01.26
Quotrix 30,75 € +0,03%
30,74 € 22.01.26
Gettex 30,76 € -0,77%
31,00 € 22.01.26
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
22.01.26 30,96 13.376
21.01.26 31,09 14.590
20.01.26 31,44 22.906
19.01.26 32,65 168 T
16.01.26 32,02 17.447
15.01.26 31,88 35.408
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 31,88 € -2,89%
1 Monat 28,79 € +7,54%
6 Monate 22,90 € +35,20%
1 Jahr 15,744 € +96,65%
5 Jahre - -

Unternehmensprofil NEC Corp

NEC Corporation ist ein japanischer Technologiekonzern mit Schwerpunkt auf Informations- und Kommunikationstechnologie, der als Systemintegrator, Netzwerkausrüster und Anbieter von Sicherheits- sowie Digital-Government-Lösungen auftritt. Das Unternehmen verbindet Telekommunikationsinfrastruktur mit Cloud-, KI- und Biometrie-Technologien und adressiert damit vor allem staatliche Auftraggeber, regulierte Branchen und große Unternehmen. Der Fokus liegt auf langfristigen, komplexen Projekten mit hoher technischer Eintrittsbarriere und signifikanten Switching-Kosten für Kunden. Für konservative Anleger ist NEC primär als etablierter ICT-Infrastruktur- und Lösungsanbieter im asiatisch-pazifischen Raum mit wachsender globaler Präsenz relevant.

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell von NEC basiert auf der Kombination aus Hardware, Software und Services entlang der gesamten digitalen Wertschöpfungskette. Das Unternehmen entwickelt und liefert Netzwerk- und IT-Infrastruktur, integriert diese in bestehende Systemlandschaften und übernimmt Betrieb, Wartung sowie weiterführende Managed Services. Ein großer Teil der Wertschöpfung entsteht in komplexen Integrationsprojekten für Telekommunikationsbetreiber, Behörden, Sicherheitsorganisationen und Unternehmen, bei denen NEC als Generalunternehmer auftritt. Wiederkehrende Erlöse stammen aus Wartungsverträgen, Support, Softwarelizenzen, Subskriptionsmodellen und langfristigen Service-Level-Agreements. Das Geschäftsmodell ist damit stark projektorientiert, zugleich aber durch servicebasierte Verträge teilweise stabilisiert. NEC positioniert sich bewusst in anspruchsvollen Nischen wie 5G/Open RAN-Netzwerken, öffentlicher Sicherheit, biometrischer Authentifizierung, kritischer Infrastruktur und Smart-City-Lösungen. Durch diesen Fokus auf mission-kritische Systeme entsteht eine hohe technologische und organisatorische Abhängigkeit der Kunden, was den Charakter eines Systempartners statt eines reinen Produktanbieters unterstreicht.

Mission und strategische Leitlinien

Die erklärte Mission von NEC lässt sich in dem Leitmotiv zusammenfassen, die Gesellschaft durch digitale Technologien sicherer, effizienter und nachhaltiger zu machen. Das Unternehmen spricht in offiziellen Verlautbarungen von „Orchestrating a brighter world“, womit die Rolle als Enabler für vernetzte, datengestützte Infrastrukturen betont wird. Strategische Leitlinien sind insbesondere: die Bereitstellung von digitalen Plattformen für Regierungen und Kommunen, der Ausbau von Netzwerk- und Cloud-Lösungen für Carrier sowie die Anwendung von KI, Biometrie und Datenanalyse für Sicherheit, Logistik und Energie. Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Nutzen werden stark betont, unter anderem über Fokusthemen wie Smart City, Public Safety, E-Government und digitale Inklusion. Damit positioniert sich NEC als Anbieter von „Social Value Creation“, der technologische Innovation mit öffentlicher Daseinsvorsorge verbindet – ein Ansatz, der im japanischen Markt auf eine traditionell enge Kooperation zwischen Staat und Industrie trifft.

Produkte und Dienstleistungen

NEC bietet ein breites Portfolio an Informations- und Kommunikationstechnologien, das sich grob in Netzwerk-, IT- und Sicherheitslösungen gliedern lässt. Zentrale Produkt- und Servicekategorien sind:
  • Telekommunikationsnetze: Mobilfunk- und Festnetztechnologie, inklusive 4G/5G-Lösungen, Open RAN-Systeme, Transportnetze, optische Übertragungssysteme sowie Core-Network-Komponenten.
  • IT-Systeme und Cloud: Server, Speicher, Middleware, Big-Data-Plattformen, Cloud-Infrastruktur, Edge-Computing sowie Systemintegration und Applikationsentwicklung für Unternehmen und Behörden.
  • Biometrie und öffentliche Sicherheit: Gesichtserkennung, Fingerabdruck- und Iris-Erkennung, Identitätsmanagement, Grenzkontrollsysteme, Videoanalyse, Public-Security-Plattformen für Polizei, Justizbehörden und Grenzschutz.
  • Digital-Government- und Verwaltungssoftware: Lösungen für E-Government, Bürgerdienste, Verwaltungsprozesse, Steuer- und Meldesysteme sowie kommunale Infrastrukturlösungen.
  • Enterprise-Lösungen: Branchenlösungen für Finanzdienstleister, Handel, Transport und Logistik, inklusive Zahlungsverkehr, Supply-Chain-Systeme, Ticketing und Betriebsleitsysteme.
  • Infrastruktur- und Speziallösungen: Unterwasser-Glasfaserkabelsysteme, Satellitenkommunikation, Energie- und Netzleittechnik, Verkehrsleitsysteme und Smart-City-Komponenten.
Zu den Dienstleistungen zählen Beratungsleistungen, Systemdesign, Implementierung, Outsourcing, Managed Services und langfristiger technischer Support. Diese Servicekomponenten sind entscheidend für Kundenbindung und Margenstabilität in einem ansonsten hart umkämpften Hardwareumfeld.

Business Units und organisatorische Struktur

NEC gliedert sein Geschäft in mehrere Segmente, die sich in den letzten Jahren im Zuge strategischer Anpassungen verändert haben. Im Kern lassen sich folgende Bereiche unterscheiden:
  • Public Solutions: Lösungen für nationale und lokale Verwaltungen, öffentliche Institutionen, Gesundheitswesen und Bildung, inklusive Digital-Government, Verwaltungssoftware und Smart-City-Anwendungen.
  • Public Infrastructure: Systeme für Verkehr, Energie, Sicherheit und Katastrophenschutz, darunter Leit- und Überwachungstechnik, Videomanagement, Kommunikationssysteme für kritische Infrastrukturen sowie unterseeische Kabelnetze.
  • Enterprise Business: IT- und Netzwerk-Lösungen für Unternehmen, insbesondere Finanzdienstleister, Handel, Fertigungsindustrie, Transport und Logistik, inklusive ERP-naher Systeme und branchenspezifischer Plattformen.
  • Network Services: Produkte und Services für Telekommunikationsnetzbetreiber, einschließlich Mobilfunkinfrastruktur, Core-Netzwerke, Open RAN-Lösungen, optische Netze und Carrier-Cloud-Dienste.
  • Global und Cross-Industry Solutions: Internationale Projekte und horizontale Plattformen, etwa im Bereich Biometrie, KI, Datenanalyse, Cloud-Integration und Cybersecurity, die über mehrere Branchen und Regionen hinweg eingesetzt werden.
Diese Struktur unterstützt die Ausrichtung auf „Social Solutions“ und erleichtert die Bündelung von Kompetenzen für komplexe, sektorenübergreifende Projekte.

Alleinstellungsmerkmale und technologische Stärken

NEC weist mehrere Merkmale auf, die das Unternehmen von typischen Hardwareherstellern oder reinen Softwareanbietern unterscheiden. Technologisch hervorzuheben sind:
  • Starke Position in der biometrischen Identifikation mit international anerkannten Gesichtserkennungs- und Fingerabdrucksystemen, die in unabhängigen Benchmarks regelmäßig hohe Platzierungen erzielen.
  • Kombination aus Telekommunikations- und IT-Kompetenz, die es ermöglicht, Ende-zu-Ende-Lösungen von der physischen Netzwerkschicht bis zur Applikationsebene zu liefern.
  • Langjährige Erfahrung mit kritischen Infrastrukturen und behördlichen Großprojekten, insbesondere in Japan, aber zunehmend auch international.
  • Eigenentwickelte KI- und Datenanalyseplattformen, die in Sicherheits-, Verkehrs- und Stadtentwicklungssysteme integriert werden.
Ein wesentliches Differenzierungsmerkmal ist der Fokus auf „Social Value“-Lösungen für Regierungen und öffentliche Einrichtungen. Während viele Wettbewerber einzelne Technologiebausteine liefern, tritt NEC als Systemintegrator mit hoher Domänenexpertise in Verwaltung, Sicherheit, Verkehr und Infrastruktur auf. Diese Positionierung schafft eine spezifische Nische, in der fachliche Prozesskompetenz ebenso wichtig ist wie Technik.

Burggräben und strukturelle Wettbewerbsvorteile

Die Moats von NEC liegen weniger im klassischen Massenmarkt-Branding als in technologischen Kompetenzen, langjährigen Kundenbeziehungen und regulatorischen Eintrittsbarrieren. Wesentliche Burggräben sind:
  • Hohe Wechselkosten: Staatliche Auftraggeber und Betreiber kritischer Infrastrukturen scheuen Systemwechsel aufgrund von Integrationsrisiken, Sicherheitsanforderungen und Schulungsaufwand. Einmal installierte NEC-Systeme bleiben häufig über viele Jahre im Einsatz.
  • Regulatorische Hürden: Lösungen für Sicherheit, Grenzschutz und Behörden unterliegen strengen Zulassungsvorschriften, Datenschutz- und Sicherheitsstandards. Anbieter müssen sich in langwierigen Zertifizierungsprozessen bewähren, was neuen Wettbewerbern den Einstieg erschwert.
  • Vertrauensbasierte Beziehungen: In Japan und anderen asiatischen Märkten pflegt NEC teils jahrzehntelange Beziehungen zu Ministerien, Kommunen, Verkehrs- und Energiebetreibern, die auf Zuverlässigkeit und Krisenfestigkeit beruhen.
  • Forschungs- und Entwicklungskompetenz: NEC investiert traditionell in Grundlagen- und angewandte Forschung, etwa in Optik, Biometrie, Netzwerktechnik und KI. Patente und proprietäre Algorithmen in Nischenmärkten wie Biometrie und Unterseekabeltechnik stützen die Differenzierung.
Diese Moats sind allerdings kontextabhängig: Sie wirken besonders stark im heimischen Markt und im sicherheitsrelevanten Umfeld, sind aber in global standardisierten Bereichen wie allgemeiner IT-Infrastruktur oder Standard-Cloud-Diensten schwächer ausgeprägt.

Wettbewerbsumfeld

NEC agiert in mehreren überlappenden Märkten, in denen jeweils unterschiedliche Wettbewerber dominieren. Im Bereich Telekommunikationsausrüstung konkurriert NEC mit globalen Konzernen wie Ericsson, Nokia und – in Märkten, in denen diese zugelassen sind – Huawei und ZTE. Der Schwerpunkt von NEC liegt hier zunehmend auf 5G, Open RAN und optischen Netzen, wo Kooperationen und Allianzen mit anderen Anbietern eine Rolle spielen. Im IT- und Enterprise-Segment in Japan trifft NEC auf Fujitsu, Hitachi und internationale Anbieter wie IBM, Oracle, SAP, Microsoft und verschiedene Cloud-Hyperscaler. Bei öffentlichen Sicherheits- und Biometricsystemen sind konkurrierende Anbieter unter anderem Thales, IDEMIA, Motorola Solutions sowie spezialisierte Biometrieunternehmen. Im Bereich Digital Government und Smart City treten zudem Systemintegratoren und Beratungsunternehmen auf, etwa Accenture, NTT Group und lokale IT-Dienstleister. Das Wettbewerbsumfeld ist damit fragmentiert: NEC steht jeweils branchenspezifischen und technologisch spezialisierten Rivalen gegenüber, kann seine Stärken aber in Projekten ausspielen, in denen integrierte End-to-End-Lösungen aus einer Hand gefragt sind.

Management, Governance und Unternehmensstrategie

NEC wird als börsennotierte Gesellschaft nach japanischen Corporate-Governance-Standards geführt. Der Verwaltungsrat (Board) setzt sich aus internen Führungskräften und unabhängigen externen Direktoren zusammen, wobei in den vergangenen Jahren die Rolle unabhängiger Mitglieder gestärkt wurde. Das Management verfolgt eine mehrjährige Transformationsstrategie, die auf Portfoliobereinigung, Profitabilitätsverbesserung und Internationalisierung abzielt. Kernelemente sind: Fokussierung auf margenstärkere „Social Solutions“, Reduktion weniger profitabler Hardware-Aktivitäten, Ausbau von Cloud-, KI- und Sicherheitslösungen sowie vertiefte Partnerschaften mit globalen Technologiekonzernen. Gleichzeitig versucht das Management, die Kapitalallokation zu professionalisieren, etwa durch Priorisierung von Wachstumsfeldern, Optimierung des Projekt- und Risikomanagements sowie selektive M&A-Transaktionen. Für konservative Anleger sind insbesondere die langfristige Kontinuität des Managements, die allmähliche Verbesserung der Governance-Strukturen und die stärkere Ergebnisorientierung relevant, auch wenn die Transformation nicht frei von operativen Risiken ist.

Branchen- und Regionenanalyse

NEC ist hauptsächlich in der globalen ICT-Industrie tätig, mit Schwerpunkten in Telekommunikationsinfrastruktur, IT-Services, Cybersecurity, Biometrie und öffentlichen Infrastrukturlösungen. Die Branche ist durch hohe Innovationsgeschwindigkeit, intensiven Wettbewerb und zunehmende Konsolidierung geprägt. Trends wie 5G-Ausbau, Cloud-Migration, Edge Computing, digitale Verwaltung und Smart-City-Konzepte schaffen strukturelle Nachfrage, erhöhen aber zugleich den Preisdruck und die Notwendigkeit permanenter F&E-Investitionen. Regional bildet Japan den Kernmarkt mit hoher Bedeutung des öffentlichen Sektors und stabilen, aber reifen Nachfrageprofilen. Im asiatisch-pazifischen Raum, Europa, dem Nahen Osten und Amerika treibt NEC das internationale Projektgeschäft voran, insbesondere in den Bereichen Telekommunikation, öffentliche Sicherheit und Unterseekabel. Politische und regulatorische Rahmenbedingungen spielen dabei eine entscheidende Rolle, etwa bei der Zulassung ausländischer Anbieter in sicherheitskritischen Bereichen. Insgesamt operiert NEC in einem Umfeld, das von langfristigen Infrastrukturzyklen, staatlicher Regulierung und geopolitischen Interessen beeinflusst wird. Dies kann sowohl Stabilität durch öffentliche Investitionsprogramme als auch Volatilität durch politische Kurswechsel und Exportbeschränkungen bedeuten.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

NEC wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Japan gegründet und zählt zu den traditionellen Technologiekonglomeraten des Landes. Ursprung war die Produktion von Telekommunikationsausrüstung in Kooperation mit internationalen Partnern. Im Verlauf der Jahrzehnte entwickelte sich NEC von einem Hardwarehersteller für Telefon- und Funktechnik zu einem breiter aufgestellten Elektronik- und IT-Konzern. In der Nachkriegszeit profitierte das Unternehmen von der Telekommunikationsmodernisierung in Japan und engagierte sich in der Computerentwicklung, Halbleiterfertigung und Elektronik. Ab den 1980er- und 1990er-Jahren geriet NEC im globalen Wettbewerb mit US-amerikanischen und später asiatischen Konkurrenten unter Druck und begann, sich stärker auf Systemintegration, Netzwerktechnik und Dienstleistungsgeschäfte zu konzentrieren. In den 2000er- und 2010er-Jahren folgten Restrukturierungen, Desinvestitionen im Halbleiterbereich und eine zunehmende Fokussierung auf „Social Solutions“. Strategische Allianzen und Akquisitionen im Bereich Biometrie, Sicherheit und digitale Plattformen ergänzten die organische Entwicklung. Heute versteht sich NEC als historisch gewachsener, technologieorientierter Lösungsanbieter mit Wurzeln in Telekommunikation und Elektronik, der aktiv versucht, sich in der datengetriebenen, serviceorientierten ICT-Welt neu zu positionieren.

Besonderheiten und aktuelle Schwerpunktthemen

Eine Besonderheit von NEC ist die starke Ausrichtung auf gesellschaftliche Infrastruktur und öffentliche Sicherheit, die das Unternehmen enger mit staatlichen Interessen verknüpft als viele reine Privatkundenanbieter. Dies betrifft etwa:
  • Biometrische Identitätssysteme und Grenzkontrolllösungen, die in mehreren Ländern für Passkontrolle, Visaverwaltung und Strafverfolgung eingesetzt werden.
  • Unterseeische Glasfaserkabel, die globale Datenverbindungen sichern und in geopolitisch sensiblen Regionen relevant sind.
  • Smart-City-Projekte, bei denen Verkehrssteuerung, Energieeffizienz, Videoüberwachung und Datenanalyse in integrierten Plattformen zusammengeführt werden.
NEC verfolgt zudem einen strategischen Schwerpunkt auf offenen Netzwerktechnologien wie Open RAN, was Telecom-Betreibern mehr Lieferantenflexibilität bieten soll. Diese Positionierung kann dem Unternehmen in Märkten zugutekommen, in denen Betreiber aus Sicherheits- oder Compliance-Gründen ihre Abhängigkeit von einzelnen Ausrüstern reduzieren wollen. Gleichzeitig bewegt sich NEC in einem Spannungsfeld zwischen Datenschutz, Bürgerrechten und Sicherheitsbedürfnissen, insbesondere bei biometrischen Anwendungen und Videoüberwachung. Regulatorische Entwicklungen und gesellschaftliche Debatten können hier direkten Einfluss auf Geschäftsmodelle und Projektpipelines haben.

Chancen für langfristig orientierte, konservative Anleger

Für konservative Anleger liegen die Chancen von NEC vor allem in der Stabilität von Infrastruktur- und Regierungsprojekten sowie im strukturellen Bedarf an moderner Kommunikations- und Sicherheitsinfrastruktur. Wesentliche Chancefelder sind:
  • Nachfrage nach 5G- und Glasfaserinfrastruktur, bei der NEC von der Rolle als Ausrüster und Systemintegrator profitieren kann.
  • Weltweit zunehmende Digitalisierung von Verwaltung und öffentlicher Daseinsvorsorge, die den Bedarf an E-Government-, Identitäts- und Sicherheitslösungen erhöht.
  • Smart-City- und Verkehrsinfrastrukturprojekte, insbesondere in wachsenden urbanen Regionen Asiens und anderer Emerging Markets.
  • Skalierung von Biometrie- und KI-Lösungen, sofern regulatorische Rahmenbedingungen klar definiert und gesellschaftlich akzeptiert werden.
  • Potenzial für Margenverbesserungen durch Portfoliofokus, Effizienzsteigerungen und höheren Software- sowie Serviceanteil.
Die breite Diversifikation über Sektoren und Regionen hinweg kann die Abhängigkeit von einzelnen Projekten mindern. Für Anleger mit langfristigem Horizont und konservativem Profil bietet NEC damit die Möglichkeit, an strukturellen Digitalisierungs- und Infrastrukturtrends teilzuhaben, ohne ausschließlich auf junge, wachstumsstarke, aber hoch volatile Technologiewerte setzen zu müssen.

Risiken und strukturelle Herausforderungen

Gleichzeitig ist ein Investment in NEC mit einer Reihe von Risiken verbunden, die insbesondere konservative Anleger sorgfältig abwägen sollten. Zentrale Risikofaktoren sind:
  • Projekt- und Ausführungsrisiken: Großprojekte im öffentlichen Sektor sind komplex, anfällig für Verzögerungen und Budgetüberschreitungen. Fehlkalkulationen oder technische Probleme können die Profitabilität belasten.
  • Intensiver Wettbewerb und Preisdruck: In den Kernsegmenten Telekommunikation, IT-Services und Sicherheit sind zahlreiche starke Wettbewerber aktiv, die Margendruck und Preiswettbewerb forcieren.
  • Technologischer Strukturwandel: Schneller Wandel bei Cloud, KI, Cybersecurity und Netzwerkarchitekturen erfordert hohe und kontinuierliche F&E-Investitionen. Strategische Fehlentscheidungen können zu technologischer Veraltung einzelner Produktlinien führen.
  • Regulatorische und politische Risiken: Geschäfte mit Regierungen und Sicherheitsbehörden hängen stark von politischen Prioritäten, Haushaltslagen, Exportkontrollen und Datenschutzregelungen ab. Geopolitische Spannungen können sowohl Chancen als auch Beschränkungen erzeugen.
  • Transformationsrisiken im Konzern: Die Umstellung von hardwarelastigen auf stärker service- und softwareorientierte Geschäftsmodelle kann interne Reibungen, Restrukturierungskosten und Übergangsphasen schwächerer Ertragsqualität verursachen.
Für konservative Anleger ist insbesondere relevant, dass die Geschäftsentwicklung von NEC anfällig für externe Schocks in Form von politischen Entscheidungen, regulatorischen Veränderungen oder Verschiebungen in staatlichen Investitionsprogrammen ist. Zudem erfordert die technologische Breite des Portfolios ein hohes Maß an Managementdisziplin, um Kapital effizient zu allokieren und Fokusverluste zu vermeiden. Eine sorgfältige, laufende Beobachtung der Unternehmensstrategie, der Governance-Weiterentwicklung und der Positionierung in Schlüsselsegmenten ist für ein risikobewusstes Investment unerlässlich. Konkrete Anlageentscheidungen sollten auf einer umfassenden individuellen Analyse und unabhängiger Beratung beruhen.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 40,16 Mrd. €
Aktienanzahl 1,36 Mrd.
Streubesitz 45,33%
Währung EUR
Land Japan
Sektor Technologie
Branche IT-Dienste
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+54,67% Weitere
+45,33% Streubesitz

Community-Beiträge zu NEC Corp

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amd lenovo
Wär ich da lieber mal eingestiegen :)
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amd lenovo
Ich beobachte ...

aber bin mir nicht sicher ob man da reinsollte.

Immer wieder tolle Meldungen und Erfindungen aber es kommt nie wirklich was dabei raus. 

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schaemic
Keiner der die Aktie beobachtet
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mamex7
Cyborgs werden Realität
NEC bringt einen tragbaren Kleinstrechner auf den Markt, der dem Anwender den Bildschirminhalt direkt ins Auge projiziert. Vor einigen Jahren galten sie noch als Spielereien aus der Science-fiction-Welt: Tragbare Computer, deren Bildschirm-Output beispielsweise auf der Innenseite einer Brille erschien. So könnten etwa Monteure in Industrieanlagen die aktuellen Pläne buchstäblich vor Augen haben, während sie Anlagenteile zusammenfügen. Glaubt man dem japanischen Hersteller NEC, so wird dieses Szenario nun Wirklichkeit. Das «Tele Scouter» genannte Gerät ist etwa so gross wie ein Taschenbuch und lässt sich am Gürtel tragen. Die Bilder, die der Rechner liefert, werden dabei von zwei Kleinstprojektoren, die in der Schutzbrille untergebracht sind, direkt in die Augen gebeamt. Dem Anwender kommt es dann vor, als würde er auf einen 16-Zoll-Monitor mit einer Auflösung von 800 mal 600 Punkten schauen, der ungefähr ein Meter vor seiner Nase ist. Weil dieser «Bildschirm» nur einen Teil des Blickfelds des Anwenders einnimmt, respektive weil der User durch das Display hindurch schauen kann, richtet sich der Tele Scouter zunächst an Bauarbeiter und Monteure. Diese könnten sich etwa Handbücher, Baupläne und Montageanleitungen anzeigen lassen. Daneben liefert NEC eine Software, die es etwa dem Ingenieur oder Polier erlaubt, via WiFi direkt mit dem Ausführenden in Kontakt zu treten. Zukünftig will NEC natürlich auch Endverbraucher mit seinen Geräten beglücken. Wenn die Japaner ihre Pläne verwirklichen, könnten bald Passanten sich Navigationsanweisungen in die Augen schicken lassen. Oder Touristen könnten sich im Sinne der Augmented Reality Zusatzinformationen zu Sehenswürdigkeiten einblenden lassen. Gegen Letzteres steht noch etwas der Preis des Computers, dessen Recheneinheit einen ARM-Prozessor mit 500 MHz Taktrate aufweist und unter der Embedded-Version von Windows läuft: Tele Scouter soll ab dem 26. Dezember für 5200 Dollar verkauft werden. Das Steuersystem wird für gut 26’000 Dollar gehandelt. http://www.computerworld.ch/news/hardware/artikel/cyborgs-werden-realitaet-58013/
Die Gedanken hier geben nur meine Meinung wider. Sprecht mit eurem Finanzberater darüber...
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Häufig gestellte Fragen zur NEC Aktie und zum NEC Kurs

Der aktuelle Kurs der NEC Aktie liegt bei 30,99 €.

Für 1.000€ kann man sich 32,27 NEC Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der NEC Aktie lautet NIPNF.

Die 1 Monats-Performance der NEC Aktie beträgt aktuell 7,54%.

Die 1 Jahres-Performance der NEC Aktie beträgt aktuell 96,65%.

Der Aktienkurs der NEC Aktie liegt aktuell bei 30,99 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von 7,54% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von NEC eine Wertentwicklung von 9,24% aus und über 6 Monate sind es 35,20%.

Das 52-Wochen-Hoch der NEC Aktie liegt bei 34,20 €.

Das 52-Wochen-Tief der NEC Aktie liegt bei 15,40 €.

Das Allzeithoch von NEC liegt bei 34,20 €.

Das Allzeittief von NEC liegt bei 2,88 €.

Die Volatilität der NEC Aktie liegt derzeit bei 52,36%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von NEC in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 40,16 Mrd. €

Insgesamt sind 1.332,8 Mio NEC Aktien im Umlauf.

Am 28.03.2025 gab es einen Split im Verhältnis 1:5.

Am 28.03.2025 gab es einen Split im Verhältnis 1:5.

NEC hat seinen Hauptsitz in Japan.

NEC gehört zum Sektor IT-Dienste.

Das KGV der NEC Aktie beträgt 23,70.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von NEC betrug 3,423 Bio JPY.

Die nächsten Termine von NEC sind:
  • 31.03.2026 - Quartalsmitteilung

Ja, NEC zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 29.09.2025 eine Dividende in Höhe von 16,00 ¥ (0,092 €) gezahlt.

Zuletzt hat NEC am 29.09.2025 eine Dividende in Höhe von 16,00 ¥ (0,092 €) gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 0,00%. Die Dividende wird halbjährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von NEC wurde am 29.09.2025 in Höhe von 16,00 ¥ (0,092 €) je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 0,00%.

Die Dividende wird halbjährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 29.09.2025. Es wurde eine Dividende in Höhe von 16,00 ¥ (0,092 €) gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.