Firstcash Holdings Inc

Aktie
WKN:  A3C9LA ISIN:  US33768G1076 US-Symbol:  FCFS Land:  USA
187,00 €
-2,60 €
-1,37%
11:21:41 Uhr
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
8,46 Mrd. €
Streubesitz
-
KGV
21,36
Dividende
1,42 EUR
Dividendenrendite
0,72%
Index-Zuordnung
-
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Firstcash Aktie Chart

Firstcash Unternehmensbeschreibung

FirstCash Holdings Inc. ist ein spezialisierter Finanzdienstleister mit Fokus auf Pfandkredite und den An- und Verkauf von Gebrauchtwaren sowie auf grenzüberschreitende Zahlungsdienste. Das börsennotierte Unternehmen mit Sitz in den USA agiert primär in Nord- und Lateinamerika und verfolgt ein skalierbares Filialnetz-Modell. Kern des Geschäfts ist die Bereitstellung kurzfristiger, besicherter Kleinkredite gegen Hinterlegung von beweglichen Konsumgütern wie Schmuck, Elektronik oder Werkzeug. Die Vergütung erfolgt über Zinsen und Gebühren auf Pfandkredite sowie über Handelsmargen aus dem Verkauf nicht ausgelöster Pfänder und weiterer Gebrauchtwaren. Ergänzend betreibt FirstCash nach der Übernahme des US-amerikanischen Zahlungsdienstleisters American First Finance ein Ratenkredit- und Leasing-ähnliches Finanzierungsgeschäft für Konsumgüter, das vor allem im Non-Prime-Segment ansetzt. Darüber hinaus bietet das Unternehmen in ausgewählten Märkten internationale Geldtransferdienste an. FirstCash adressiert damit vor allem Konsumentengruppen mit eingeschränktem Zugang zu klassischen Bankkrediten und Kreditkarten. Das Geschäftsmodell basiert auf hoher Filialdichte, standardisierten Prozessen, datenbasierter Risikosteuerung und regulatorischer Compliance in einem stark regulierten Nischenmarkt der Non-Bank-Finanzdienstleister.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von FirstCash besteht darin, einkommensschwächeren und häufig unbanked oder underbanked Konsumentengruppen verlässlichen, kurzfristigen Liquiditätszugang bereitzustellen und gleichzeitig Zugang zu preisgünstigen Gebrauchtwaren zu ermöglichen. Das Unternehmen positioniert sich als niedrigschwelliger Finanzintermediär mit transparenten Konditionen und hoher physischer Erreichbarkeit. Strategisch verfolgt FirstCash eine vertiefte Marktdurchdringung in bestehenden Kernmärkten, die Optimierung der Filialprofitabilität pro Standort sowie den Ausbau des Ratenfinanzierungs- und Leasing-ähnlichen Geschäfts, das überwiegend über Handelspartner im Einzelhandel vermittelt wird. Zudem soll das Serviceangebot im Bereich Zahlungsverkehr und digitaler Kanäle weiterentwickelt werden. Die Managementagenda umfasst typischerweise die folgenden übergeordneten Ziele:
  • Steigerung der operativen Effizienz je Filiale
  • Erhöhung des Kundenlebenszeitwerts durch wiederkehrende Nutzung von Pfandkrediten und Finanzierungslösungen
  • kontrollierte geografische Expansion in regulativ beherrschbare Märkte
  • konsequentes Risikomanagement hinsichtlich Regulierung, Reputation und Kreditqualität
Die Mission ist stark auf finanzielle Inklusion fokussiert, bleibt jedoch klar ertragsorientiert und shareholdergetrieben.

Produkte und Dienstleistungen

FirstCash bietet ein fokussiertes, aber diversifiziertes Portfolio von Finanz- und Handelsdienstleistungen rund um Pfandkredite, Ratenfinanzierungen und Zahlungsverkehr an. Zentrale Leistungsbausteine sind:
  • Pfandkredite auf Schmuck, Elektronik, Werkzeuge, Haushaltsgeräte und andere werthaltige Konsumgüter, typischerweise mit kurzer Laufzeit und standardisierten Konditionen
  • Einzelhandelsverkauf von gepfändeten und zusätzlich angekauften Gebrauchtwaren in stationären Filialen, inklusive Gold- und Schmuckhandel
  • Ratenfinanzierungs- und Leasing-ähnliche Lösungen für Konsumgüter im Non-Prime-Segment, die vorwiegend über kooperierende Einzelhändler vermittelt werden
  • Geldtransfer- und Zahlungsdienste in ausgewählten Märkten, insbesondere in lateinamerikanische Länder, teils in Kooperation mit spezialisierten Payment-Netzwerken
  • Ergänzende Dienstleistungen wie Währungsumtausch und ausgewählte Zahlungsservices, abhängig von der lokalen Regulierung
Die Produktarchitektur ist so gestaltet, dass Zinseinnahmen und Gebühren aus Pfandkrediten durch Handelsmargen im Gebrauchtwarengeschäft sowie durch Erträge aus Ratenfinanzierungen und Provisionsströme im Zahlungsverkehr ergänzt werden. Dadurch entsteht ein diversifizierter, aber eng miteinander verzahnter Ertragsmix.

Geschäftssegmente und regionale Präsenz

FirstCash strukturiert sein Geschäft im Wesentlichen entlang geografischer und produktbezogener Segmente. Historisch liegen die Schwerpunkte in den USA und Mexiko, mit einer zunehmenden Präsenz in weiteren lateinamerikanischen Ländern. Das Unternehmen unterscheidet im Kern zwischen den folgenden Segmentlogiken:
  • Nordamerikanischer Pfand- und Gebrauchtwarenhandel mit stärker reguliertem Umfeld, höherer Ticketgröße und relativ stabiler Nachfrage
  • Lateinamerikanischer Pfandkredit- und Gebrauchtwarenmarkt mit hohem Anteil un- und unterversorgter Konsumenten und erhöhter Wachstumsdynamik
  • Ratenfinanzierungs- und Leasing-ähnliches Geschäft über die Tochter American First Finance, das vor allem in den USA und in Partnerschaft mit Einzelhändlern betrieben wird
Ergänzend dazu existieren Zahlungsdienstleistungsaktivitäten, die insbesondere in Lateinamerika grenzüberschreitende Überweisungen abwickeln und von Migrationstrends sowie Währungsrelationen beeinflusst werden. Die Pfand- und Gebrauchtwarenfilialen dienen als physische Knotenpunkte für wesentliche Teile der operativen Aktivitäten und werden über ein einheitliches Betriebs- und Controllingsystem gesteuert.

Unternehmensgeschichte

FirstCash ist das Ergebnis einer Konsolidierungs- und Fusionshistorie im Pfandkredit- und kleinvolumigen Finanzdienstleistungssektor. Das Unternehmen entwickelte sich aus regionalen Pfandhausketten in den USA und expandierte über Jahre hinweg schrittweise nach Mexiko und in weitere lateinamerikanische Märkte. Ein prägender Meilenstein war die Fusion von First Cash Financial Services und Cash America International, durch die ein größerer Verbund entstand, der skalengetriebene Vorteile im Einkauf, in der Preisgestaltung und im regulatorischen Management erschloss. In einem weiteren wichtigen Schritt übernahm FirstCash den US-amerikanischen Anbieter American First Finance, um neben dem klassischen Pfandgeschäft ein wachstumsstarkes Ratenfinanzierungs- und Leasing-ähnliches Geschäft im Non-Prime-Segment zu integrieren. Parallel wurden Zahlungsdienstleistungsaktivitäten in ausgewählten Märkten aufgebaut, um die Infrastruktur der Filialen stärker auszulasten und zusätzliche wiederkehrende Einnahmequellen zu generieren. Die Historie ist geprägt von zahlreichen Standorteröffnungen, selektiven Akquisitionen und einem sukzessiven Übergang von einem reinen Pfandhausbetreiber zu einem breiter aufgestellten Anbieter von Non-Bank-Finanzdienstleistungen mit Fokus auf die untere Einkommens- und Mittelschicht.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

FirstCash verfügt über mehrere strukturelle Wettbewerbsvorteile, die im fragmentierten Pfandkredit- und Non-Prime-Finanzierungsmarkt einen relativen Burggraben darstellen. Zu den wesentlichen Moats zählen:
  • Filialnetz und Standortqualität: Ein breites physisches Netz in einkommensschwächeren Stadtvierteln und Grenzregionen schafft Kundennähe, Vertrauen und Convenience, die für Neukonkurrenten schwer zu replizieren sind.
  • Skaleneffekte: Größere Einkaufsmacht im Gebrauchtwarensegment, zentralisierte IT- und Compliance-Strukturen sowie effiziente Backoffice-Prozesse senken die Stückkosten pro Transaktion und Filiale.
  • Datenbasierte Risikomodelle: Langjährige Erfahrungswerte bei der Bewertung von Pfandgütern, in der Steuerung von Ausfallwahrscheinlichkeiten und in der Beurteilung von Non-Prime-Ratenkunden ermöglichen fein kalibrierte Beleihungsquoten und Preismodelle.
  • Markenbekanntheit und Reputation im Zielkundensegment: Für Konsumenten ohne Zugang zu Bankkrediten ist Vertrauen in eine etablierte Marke ein kritischer Entscheidungsfaktor.
  • Regulatorische Eintrittsbarrieren: Lizenzanforderungen, Verbraucherschutzvorschriften und Anti-Geldwäsche-Regeln erschweren den Markteintritt kleinerer oder unerfahrener Anbieter.
Diese Faktoren führen zusammen zu einer stabilen Wettbewerbsposition, sind allerdings teilweise von regulatorischen Entscheidungen und gesellschaftlichen Debatten über die Rolle von Pfandkrediten und Non-Prime-Finanzierungen abhängig.

Wettbewerbsumfeld

FirstCash agiert in einem heterogenen und stark fragmentierten Wettbewerbsumfeld. Direkt konkurriert das Unternehmen mit:
  • anderen großen Pfandhausketten in den USA, Mexiko und weiteren lateinamerikanischen Ländern
  • regionalen und lokalen Pfandhäusern mit hoher Verwurzelung in einzelnen Gemeinden
  • Non-Bank-Finanzdienstleistern, die kurzfristige Kleinkredite, Ratenfinanzierungen, Leasing-ähnliche Modelle oder vergleichbare Non-Prime-Produkte anbieten
  • regionalen und internationalen Anbietern von Geldtransfer- und Zahlungsdiensten in den Märkten, in denen FirstCash solche Services bereitstellt
Indirekter Wettbewerb entsteht zudem durch Digitalkreditplattformen, Fintechs und zunehmend auch durch Kreditangebote von Neobanken, die versuchen, die underbanked Zielgruppe mit App-basierten Lösungen zu adressieren. Der Markt für Pfandkredite bleibt jedoch aufgrund der physischen Besicherung und der Notwendigkeit zur Güterbewertung stark lokal verankert, was rein digitale Geschäftsmodelle bislang nur begrenzt substituieren können. Im Non-Prime-Ratenfinanzierungssegment konkurriert FirstCash mit spezialisierten Fintechs, Kreditkartenanbietern mit Subprime-Angeboten und Point-of-Sale-Finanzierern. In Lateinamerika steht das Unternehmen zudem im Wettbewerb mit informellen Kreditgebern und inoffiziellen Geldtransferkanälen, die jedoch meist weniger reguliert und weniger transparent sind.

Management und Unternehmensstrategie

Das Management von FirstCash kombiniert Erfahrung im traditionellen Pfandgeschäft mit Know-how in Ratenfinanzierungen, Zahlungsdiensten und Compliance. Auf Vorstandsebene liegt der Fokus auf einem disziplinierten, kapitalrenditeorientierten Ansatz. Zentrale strategische Leitlinien sind:
  • streng selektive Filialexpansion mit Fokus auf Standorte mit hoher Kundenfrequenz und stabiler Regulierung
  • kontinuierliche Optimierung von Beleihungsquoten, Konditionsstrukturen und Lagerumschlag im Gebrauchtwarengeschäft
  • Ausbau des Ratenfinanzierungs- und Leasing-ähnlichen Geschäfts, um zusätzliche Kundensegmente im Non-Prime-Bereich zu erschließen
  • Weiterentwicklung von Zahlungsservices und ausgewählten Geldtransferangeboten in Märkten, in denen regulatorische Rahmenbedingungen dies zulassen
  • investive Stärkung von IT-Systemen, Compliance-Funktionen und Anti-Geldwäsche-Strukturen
  • konsequentes Kostenmanagement und Standardisierung betrieblicher Abläufe
Das Management verfolgt eine konservative Finanz- und Risikopolitik, da das Geschäftsmodell in einem sensiblen politischen und regulatorischen Umfeld operiert. Die strategische Ausrichtung bleibt dabei klar auf Cashflow-Generierung und nachhaltige Profitabilität in den Kernsegmenten fokussiert.

Branchen- und Regionenanalyse

FirstCash ist in der Schnittmenge von Pfandkreditwesen, Gebrauchtwareneinzelhandel, Non-Prime-Ratenfinanzierung und ausgewählten Zahlungsdienstleistungen tätig, primär in Nord- und Lateinamerika. Die Branche für Pfandkredite gilt als konjunkturresistent bis leicht antizyklisch, da Nachfrage nach kurzfristiger Liquidität in wirtschaftlichen Schwächephasen eher steigt. In den USA ist der Sektor vergleichsweise reif und reguliert, mit hohen Transparenzanforderungen und intensiver Verbraucherschutzdiskussion. In Mexiko und anderen lateinamerikanischen Ländern ist der Markt durch eine geringere Bankpenetration, größere Einkommensungleichheit und hohe Bedeutung von Bargeld geprägt. Dadurch entsteht strukturell hohe Nachfrage nach kurzfristigem Kredit und ergänzenden Finanzdienstleistungen. Gleichzeitig erhöht sich das politische und regulatorische Risiko, da Regierungen auf soziale Spannungen reagieren und Konditionen für Kleinstkredite, Pfandkredite sowie Non-Prime-Finanzierungen verschärfen können. Das Umfeld für Non-Prime-Ratenfinanzierungen wird zusätzlich von Aufsichtsbehörden beobachtet, die Themen wie Überschuldung, faire Vertragsgestaltung und Kostentransparenz adressieren. Der Markt für internationale Geldtransfers wird außerdem von Währungsschwankungen, Migrationsströmen und technologischen Innovationen geprägt. Digitale Wallets und Fintech-Überweisungslösungen erhöhen den Wettbewerbsdruck, schaffen aber auch Kooperationspotenziale für etablierte Anbieter mit physischer Präsenz wie FirstCash.

Sonstige Besonderheiten

Eine Besonderheit von FirstCash ist die Kombination von Pfandkrediten, Gebrauchtwarenhandel und Non-Prime-Finanzierungslösungen in einem Unternehmensverbund, der sowohl filialbasierte Angebote als auch über Handelspartner vermittelte Finanzierungen umfasst. In Lateinamerika kommen in vielen Filialen ergänzende Geldtransfer- und Zahlungsdienste hinzu. Diese Multi-Service-Struktur erhöht die Kundenfrequenz und verbessert die Fixkostenallokation, führt aber zugleich zu komplexeren Compliance-Anforderungen. Die Zielkundensegmente umfassen häufig Haushalte mit volatilem Einkommen, begrenzter Bonität und hoher Bargeldaffinität. Damit gehen erhöhte Reputationsempfindlichkeit und gesellschaftliche Diskussionen über die Fairness von Konditionen einher. Das Pfand- und Gebrauchtwarengeschäft ist stark bargeldbasiert, was hohe Anforderungen an Sicherheitskonzepte, interne Kontrollen und Anti-Geldwäsche-Systeme stellt. Zudem ist das Unternehmen exponiert gegenüber Diebstahl- und Betrugsrisiken in Filialen. Aus Investorensicht ist bemerkenswert, dass FirstCash in einem Nischenmarkt agiert, der von vielen klassischen Banken und Großfinanzinstituten nur begrenzt adressiert wird, wodurch sich Potenziale für stabile Margen, aber auch erhöhte regulatorische und politische Risiken ergeben.

Chancen aus Sicht konservativer Anleger

Für vorsichtige Investoren ergeben sich mehrere potenzielle Chancen. Erstens operiert FirstCash in einem strukturell robusten Nachfragesegment: kurzfristige Liquiditätsbedürfnisse, der Bedarf an Non-Prime-Finanzierungen für Konsumgüter und Teile des Zahlungsverkehrs bestehen weitgehend unabhängiger von klassischen Konjunkturzyklen. Zweitens verfügt das Unternehmen über ein etabliertes, skalenfähiges Filialnetz mit teils hohen Eintrittsbarrieren, was mittel- bis langfristig stabile Marktpositionen begünstigen kann. Drittens diversifiziert die Kombination aus Zins- und Gebührenerträgen, Handelsmargen und weiteren Ertragsströmen die Cashflow-Quellen und reduziert die Abhängigkeit von einem einzelnen Erlösstrom. Viertens kann eine vorsichtige, regulatorisch gut eingebettete Expansion in unterversorgte lateinamerikanische Märkte zusätzliches Wachstumspotenzial eröffnen. Fünftens kann die Weiterentwicklung digitaler Kanäle, etwa für Kreditprüfung, Zahlungsverkehr und Kundenkommunikation, Effizienzvorteile schaffen und die Bindung bestehender Kunden intensivieren. Konservative Anleger, die sich mit diesem Marktsegment beschäftigen, könnten das Unternehmen daher als möglichen Baustein in einem breiter diversifizierten Finanzdienstleistungsuniversum analysieren, sofern sie die spezifischen Risiken im Detail verstehen.

Risiken und zentrale Unsicherheiten

Dem stehen signifikante Risiken gegenüber, die für konservative Anleger besonders relevant sind. Das wichtigste Risiko liegt im regulatorischen und politischen Umfeld. Diskussionen über Zinshöchstgrenzen, Gebührendeckel oder Restriktionen für Pfandkredite, Kleinstkredite und Non-Prime-Finanzierungen können das Geschäftsmodell substanziell beeinträchtigen. Ebenso können verschärfte Anti-Geldwäsche- und Verbraucherschutzauflagen die Kostenbasis erhöhen und Filialschließungen oder Anpassungen im Produktangebot erzwingen. Ein weiteres Risiko ist die Reputationsanfälligkeit: Medienberichte über angeblich ausbeuterische Praktiken in der Branche oder gerichtliche Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit Non-Prime-Finanzierungen können zu politischem Druck, Kundenabwanderung und verschärfter Aufsicht führen, selbst wenn das Unternehmen regulatorisch konform agiert. Zudem besteht technologische Disruptionsgefahr durch Fintechs und Neobanken, die mit digitalen Mikrokredit-, Ratenfinanzierungs- und Remittance-Lösungen den Bedarf an physisch präsenten Pfandhäusern und klassischen Point-of-Sale-Modellen teilweise substituieren könnten. In Lateinamerika kommen makroökonomische und politische Risiken hinzu, darunter Währungsabwertungen, Inflationsschübe, Sicherheitsprobleme und plötzliche regulatorische Eingriffe. Schließlich ist die Kundschaft von FirstCash einkommens- und beschäftigungsseitig besonders verwundbar. Tiefgreifende wirtschaftliche Schocks oder strukturelle Veränderungen am Arbeitsmarkt können die Rückzahlungsfähigkeit schwächen und die Qualität sowohl des Pfandportfolios als auch der Non-Prime-Finanzierungen beeinträchtigen. Konservative Anleger sollten diese Unsicherheiten sorgfältig berücksichtigen und das Risiko-Rendite-Profil in den Kontext ihrer gesamten Anlagestrategie stellen.

Realtime-Kursdaten

Geld/Brief 187,20 € / 189,05 €
Spread +0,99%
Schluss Vortag 189,60 €
Gehandelte Stücke 76
Tagesvolumen Vortag 27.744,75 €
Tagestief 187,00 €
Tageshoch 188,40 €
52W-Tief 102,50 €
52W-Hoch 206,00 €
Jahrestief 131,85 €
Jahreshoch 206,00 €

Firstcash Aktie: Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 3.389 $
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 450,41 $
Jahresüberschuss in Mio. 258,82 $
Umsatz je Aktie 75,35 $
Gewinn je Aktie 5,76 $
Gewinnrendite +12,60%
Umsatzrendite +7,64%
Return on Investment +5,78%
Marktkapitalisierung in Mio. 4.659 $
KGV (Kurs/Gewinn) 17,99
KBV (Kurs/Buchwert) 2,27
KUV (Kurs/Umsatz) 1,37
Eigenkapitalrendite +12,60%
Eigenkapitalquote +45,88%

Derivate

Hebelprodukte (39)
Knock-Outs 39

Dividenden Kennzahlen

Dividendenrendite 0,72%
Auszahlungen/Jahr 4
Gesteigert seit 9 Jahren
Keine Senkung seit 9 Jahren
Stabilität der Dividende 0,91 (max 1,00)
Jährlicher 8,18% (5 Jahre)
Dividendenzuwachs
Ausschüttungs- 15,39% (auf den Gewinn/FFO)
quote % (auf den Free Cash Flow)

Dividenden Historie

Datum Dividende
15.05.2026 0,42 $
18.02.2026 0,42 $
14.11.2025 0,42 $
15.08.2025 0,42 $
15.05.2025 0,38 $
14.02.2025 0,38 $
15.11.2024 0,38 $
15.08.2024 0,38 $
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Firstcash Termine

30.06.2026 Quartalsmitteilung
Quelle: Leeway

Firstcash Aktie: Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 186,95 -1,55%
189,90 € 13:05
Frankfurt 188,45 -0,16%
188,75 € 08:10
München 190,35 -0,91%
192,10 € 08:01
Stuttgart 187,20 -1,08%
189,25 € 13:02
L&S RT 188,075 -0,67%
189,35 € 13:21
NYSE 220,22 $ -1,47%
223,50 $ 16.06.26
Nasdaq 219,89 $ -1,74%
223,78 $ 16.06.26
AMEX 224,70 $ -
-   15.06.26
Tradegate 187,00 -1,37%
189,60 € 11:21
Quotrix 189,40 -2,04%
193,35 € 07:27
Gettex 188,70 -2,66%
193,85 € 13:14
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
17.06.26 187,00 14.309
16.06.26 189,60 27.745
15.06.26 193,10 47.382
12.06.26 194,35 75 T
11.06.26 188,35 23.761
10.06.26 183,40 45.135
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 183,40 € +1,96%
1 Monat 194,95 € -4,08%
6 Monate 137,00 € +36,50%
1 Jahr 112,90 € +65,63%
5 Jahre - -

Unternehmensprofil Firstcash

FirstCash Holdings Inc. ist ein spezialisierter Finanzdienstleister mit Fokus auf Pfandkredite und den An- und Verkauf von Gebrauchtwaren sowie auf grenzüberschreitende Zahlungsdienste. Das börsennotierte Unternehmen mit Sitz in den USA agiert primär in Nord- und Lateinamerika und verfolgt ein skalierbares Filialnetz-Modell. Kern des Geschäfts ist die Bereitstellung kurzfristiger, besicherter Kleinkredite gegen Hinterlegung von beweglichen Konsumgütern wie Schmuck, Elektronik oder Werkzeug. Die Vergütung erfolgt über Zinsen und Gebühren auf Pfandkredite sowie über Handelsmargen aus dem Verkauf nicht ausgelöster Pfänder und weiterer Gebrauchtwaren. Ergänzend betreibt FirstCash nach der Übernahme des US-amerikanischen Zahlungsdienstleisters American First Finance ein Ratenkredit- und Leasing-ähnliches Finanzierungsgeschäft für Konsumgüter, das vor allem im Non-Prime-Segment ansetzt. Darüber hinaus bietet das Unternehmen in ausgewählten Märkten internationale Geldtransferdienste an. FirstCash adressiert damit vor allem Konsumentengruppen mit eingeschränktem Zugang zu klassischen Bankkrediten und Kreditkarten. Das Geschäftsmodell basiert auf hoher Filialdichte, standardisierten Prozessen, datenbasierter Risikosteuerung und regulatorischer Compliance in einem stark regulierten Nischenmarkt der Non-Bank-Finanzdienstleister.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von FirstCash besteht darin, einkommensschwächeren und häufig unbanked oder underbanked Konsumentengruppen verlässlichen, kurzfristigen Liquiditätszugang bereitzustellen und gleichzeitig Zugang zu preisgünstigen Gebrauchtwaren zu ermöglichen. Das Unternehmen positioniert sich als niedrigschwelliger Finanzintermediär mit transparenten Konditionen und hoher physischer Erreichbarkeit. Strategisch verfolgt FirstCash eine vertiefte Marktdurchdringung in bestehenden Kernmärkten, die Optimierung der Filialprofitabilität pro Standort sowie den Ausbau des Ratenfinanzierungs- und Leasing-ähnlichen Geschäfts, das überwiegend über Handelspartner im Einzelhandel vermittelt wird. Zudem soll das Serviceangebot im Bereich Zahlungsverkehr und digitaler Kanäle weiterentwickelt werden. Die Managementagenda umfasst typischerweise die folgenden übergeordneten Ziele:
  • Steigerung der operativen Effizienz je Filiale
  • Erhöhung des Kundenlebenszeitwerts durch wiederkehrende Nutzung von Pfandkrediten und Finanzierungslösungen
  • kontrollierte geografische Expansion in regulativ beherrschbare Märkte
  • konsequentes Risikomanagement hinsichtlich Regulierung, Reputation und Kreditqualität
Die Mission ist stark auf finanzielle Inklusion fokussiert, bleibt jedoch klar ertragsorientiert und shareholdergetrieben.

Produkte und Dienstleistungen

FirstCash bietet ein fokussiertes, aber diversifiziertes Portfolio von Finanz- und Handelsdienstleistungen rund um Pfandkredite, Ratenfinanzierungen und Zahlungsverkehr an. Zentrale Leistungsbausteine sind:
  • Pfandkredite auf Schmuck, Elektronik, Werkzeuge, Haushaltsgeräte und andere werthaltige Konsumgüter, typischerweise mit kurzer Laufzeit und standardisierten Konditionen
  • Einzelhandelsverkauf von gepfändeten und zusätzlich angekauften Gebrauchtwaren in stationären Filialen, inklusive Gold- und Schmuckhandel
  • Ratenfinanzierungs- und Leasing-ähnliche Lösungen für Konsumgüter im Non-Prime-Segment, die vorwiegend über kooperierende Einzelhändler vermittelt werden
  • Geldtransfer- und Zahlungsdienste in ausgewählten Märkten, insbesondere in lateinamerikanische Länder, teils in Kooperation mit spezialisierten Payment-Netzwerken
  • Ergänzende Dienstleistungen wie Währungsumtausch und ausgewählte Zahlungsservices, abhängig von der lokalen Regulierung
Die Produktarchitektur ist so gestaltet, dass Zinseinnahmen und Gebühren aus Pfandkrediten durch Handelsmargen im Gebrauchtwarengeschäft sowie durch Erträge aus Ratenfinanzierungen und Provisionsströme im Zahlungsverkehr ergänzt werden. Dadurch entsteht ein diversifizierter, aber eng miteinander verzahnter Ertragsmix.

Geschäftssegmente und regionale Präsenz

FirstCash strukturiert sein Geschäft im Wesentlichen entlang geografischer und produktbezogener Segmente. Historisch liegen die Schwerpunkte in den USA und Mexiko, mit einer zunehmenden Präsenz in weiteren lateinamerikanischen Ländern. Das Unternehmen unterscheidet im Kern zwischen den folgenden Segmentlogiken:
  • Nordamerikanischer Pfand- und Gebrauchtwarenhandel mit stärker reguliertem Umfeld, höherer Ticketgröße und relativ stabiler Nachfrage
  • Lateinamerikanischer Pfandkredit- und Gebrauchtwarenmarkt mit hohem Anteil un- und unterversorgter Konsumenten und erhöhter Wachstumsdynamik
  • Ratenfinanzierungs- und Leasing-ähnliches Geschäft über die Tochter American First Finance, das vor allem in den USA und in Partnerschaft mit Einzelhändlern betrieben wird
Ergänzend dazu existieren Zahlungsdienstleistungsaktivitäten, die insbesondere in Lateinamerika grenzüberschreitende Überweisungen abwickeln und von Migrationstrends sowie Währungsrelationen beeinflusst werden. Die Pfand- und Gebrauchtwarenfilialen dienen als physische Knotenpunkte für wesentliche Teile der operativen Aktivitäten und werden über ein einheitliches Betriebs- und Controllingsystem gesteuert.

Unternehmensgeschichte

FirstCash ist das Ergebnis einer Konsolidierungs- und Fusionshistorie im Pfandkredit- und kleinvolumigen Finanzdienstleistungssektor. Das Unternehmen entwickelte sich aus regionalen Pfandhausketten in den USA und expandierte über Jahre hinweg schrittweise nach Mexiko und in weitere lateinamerikanische Märkte. Ein prägender Meilenstein war die Fusion von First Cash Financial Services und Cash America International, durch die ein größerer Verbund entstand, der skalengetriebene Vorteile im Einkauf, in der Preisgestaltung und im regulatorischen Management erschloss. In einem weiteren wichtigen Schritt übernahm FirstCash den US-amerikanischen Anbieter American First Finance, um neben dem klassischen Pfandgeschäft ein wachstumsstarkes Ratenfinanzierungs- und Leasing-ähnliches Geschäft im Non-Prime-Segment zu integrieren. Parallel wurden Zahlungsdienstleistungsaktivitäten in ausgewählten Märkten aufgebaut, um die Infrastruktur der Filialen stärker auszulasten und zusätzliche wiederkehrende Einnahmequellen zu generieren. Die Historie ist geprägt von zahlreichen Standorteröffnungen, selektiven Akquisitionen und einem sukzessiven Übergang von einem reinen Pfandhausbetreiber zu einem breiter aufgestellten Anbieter von Non-Bank-Finanzdienstleistungen mit Fokus auf die untere Einkommens- und Mittelschicht.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

FirstCash verfügt über mehrere strukturelle Wettbewerbsvorteile, die im fragmentierten Pfandkredit- und Non-Prime-Finanzierungsmarkt einen relativen Burggraben darstellen. Zu den wesentlichen Moats zählen:
  • Filialnetz und Standortqualität: Ein breites physisches Netz in einkommensschwächeren Stadtvierteln und Grenzregionen schafft Kundennähe, Vertrauen und Convenience, die für Neukonkurrenten schwer zu replizieren sind.
  • Skaleneffekte: Größere Einkaufsmacht im Gebrauchtwarensegment, zentralisierte IT- und Compliance-Strukturen sowie effiziente Backoffice-Prozesse senken die Stückkosten pro Transaktion und Filiale.
  • Datenbasierte Risikomodelle: Langjährige Erfahrungswerte bei der Bewertung von Pfandgütern, in der Steuerung von Ausfallwahrscheinlichkeiten und in der Beurteilung von Non-Prime-Ratenkunden ermöglichen fein kalibrierte Beleihungsquoten und Preismodelle.
  • Markenbekanntheit und Reputation im Zielkundensegment: Für Konsumenten ohne Zugang zu Bankkrediten ist Vertrauen in eine etablierte Marke ein kritischer Entscheidungsfaktor.
  • Regulatorische Eintrittsbarrieren: Lizenzanforderungen, Verbraucherschutzvorschriften und Anti-Geldwäsche-Regeln erschweren den Markteintritt kleinerer oder unerfahrener Anbieter.
Diese Faktoren führen zusammen zu einer stabilen Wettbewerbsposition, sind allerdings teilweise von regulatorischen Entscheidungen und gesellschaftlichen Debatten über die Rolle von Pfandkrediten und Non-Prime-Finanzierungen abhängig.

Wettbewerbsumfeld

FirstCash agiert in einem heterogenen und stark fragmentierten Wettbewerbsumfeld. Direkt konkurriert das Unternehmen mit:
  • anderen großen Pfandhausketten in den USA, Mexiko und weiteren lateinamerikanischen Ländern
  • regionalen und lokalen Pfandhäusern mit hoher Verwurzelung in einzelnen Gemeinden
  • Non-Bank-Finanzdienstleistern, die kurzfristige Kleinkredite, Ratenfinanzierungen, Leasing-ähnliche Modelle oder vergleichbare Non-Prime-Produkte anbieten
  • regionalen und internationalen Anbietern von Geldtransfer- und Zahlungsdiensten in den Märkten, in denen FirstCash solche Services bereitstellt
Indirekter Wettbewerb entsteht zudem durch Digitalkreditplattformen, Fintechs und zunehmend auch durch Kreditangebote von Neobanken, die versuchen, die underbanked Zielgruppe mit App-basierten Lösungen zu adressieren. Der Markt für Pfandkredite bleibt jedoch aufgrund der physischen Besicherung und der Notwendigkeit zur Güterbewertung stark lokal verankert, was rein digitale Geschäftsmodelle bislang nur begrenzt substituieren können. Im Non-Prime-Ratenfinanzierungssegment konkurriert FirstCash mit spezialisierten Fintechs, Kreditkartenanbietern mit Subprime-Angeboten und Point-of-Sale-Finanzierern. In Lateinamerika steht das Unternehmen zudem im Wettbewerb mit informellen Kreditgebern und inoffiziellen Geldtransferkanälen, die jedoch meist weniger reguliert und weniger transparent sind.

Management und Unternehmensstrategie

Das Management von FirstCash kombiniert Erfahrung im traditionellen Pfandgeschäft mit Know-how in Ratenfinanzierungen, Zahlungsdiensten und Compliance. Auf Vorstandsebene liegt der Fokus auf einem disziplinierten, kapitalrenditeorientierten Ansatz. Zentrale strategische Leitlinien sind:
  • streng selektive Filialexpansion mit Fokus auf Standorte mit hoher Kundenfrequenz und stabiler Regulierung
  • kontinuierliche Optimierung von Beleihungsquoten, Konditionsstrukturen und Lagerumschlag im Gebrauchtwarengeschäft
  • Ausbau des Ratenfinanzierungs- und Leasing-ähnlichen Geschäfts, um zusätzliche Kundensegmente im Non-Prime-Bereich zu erschließen
  • Weiterentwicklung von Zahlungsservices und ausgewählten Geldtransferangeboten in Märkten, in denen regulatorische Rahmenbedingungen dies zulassen
  • investive Stärkung von IT-Systemen, Compliance-Funktionen und Anti-Geldwäsche-Strukturen
  • konsequentes Kostenmanagement und Standardisierung betrieblicher Abläufe
Das Management verfolgt eine konservative Finanz- und Risikopolitik, da das Geschäftsmodell in einem sensiblen politischen und regulatorischen Umfeld operiert. Die strategische Ausrichtung bleibt dabei klar auf Cashflow-Generierung und nachhaltige Profitabilität in den Kernsegmenten fokussiert.

Branchen- und Regionenanalyse

FirstCash ist in der Schnittmenge von Pfandkreditwesen, Gebrauchtwareneinzelhandel, Non-Prime-Ratenfinanzierung und ausgewählten Zahlungsdienstleistungen tätig, primär in Nord- und Lateinamerika. Die Branche für Pfandkredite gilt als konjunkturresistent bis leicht antizyklisch, da Nachfrage nach kurzfristiger Liquidität in wirtschaftlichen Schwächephasen eher steigt. In den USA ist der Sektor vergleichsweise reif und reguliert, mit hohen Transparenzanforderungen und intensiver Verbraucherschutzdiskussion. In Mexiko und anderen lateinamerikanischen Ländern ist der Markt durch eine geringere Bankpenetration, größere Einkommensungleichheit und hohe Bedeutung von Bargeld geprägt. Dadurch entsteht strukturell hohe Nachfrage nach kurzfristigem Kredit und ergänzenden Finanzdienstleistungen. Gleichzeitig erhöht sich das politische und regulatorische Risiko, da Regierungen auf soziale Spannungen reagieren und Konditionen für Kleinstkredite, Pfandkredite sowie Non-Prime-Finanzierungen verschärfen können. Das Umfeld für Non-Prime-Ratenfinanzierungen wird zusätzlich von Aufsichtsbehörden beobachtet, die Themen wie Überschuldung, faire Vertragsgestaltung und Kostentransparenz adressieren. Der Markt für internationale Geldtransfers wird außerdem von Währungsschwankungen, Migrationsströmen und technologischen Innovationen geprägt. Digitale Wallets und Fintech-Überweisungslösungen erhöhen den Wettbewerbsdruck, schaffen aber auch Kooperationspotenziale für etablierte Anbieter mit physischer Präsenz wie FirstCash.

Sonstige Besonderheiten

Eine Besonderheit von FirstCash ist die Kombination von Pfandkrediten, Gebrauchtwarenhandel und Non-Prime-Finanzierungslösungen in einem Unternehmensverbund, der sowohl filialbasierte Angebote als auch über Handelspartner vermittelte Finanzierungen umfasst. In Lateinamerika kommen in vielen Filialen ergänzende Geldtransfer- und Zahlungsdienste hinzu. Diese Multi-Service-Struktur erhöht die Kundenfrequenz und verbessert die Fixkostenallokation, führt aber zugleich zu komplexeren Compliance-Anforderungen. Die Zielkundensegmente umfassen häufig Haushalte mit volatilem Einkommen, begrenzter Bonität und hoher Bargeldaffinität. Damit gehen erhöhte Reputationsempfindlichkeit und gesellschaftliche Diskussionen über die Fairness von Konditionen einher. Das Pfand- und Gebrauchtwarengeschäft ist stark bargeldbasiert, was hohe Anforderungen an Sicherheitskonzepte, interne Kontrollen und Anti-Geldwäsche-Systeme stellt. Zudem ist das Unternehmen exponiert gegenüber Diebstahl- und Betrugsrisiken in Filialen. Aus Investorensicht ist bemerkenswert, dass FirstCash in einem Nischenmarkt agiert, der von vielen klassischen Banken und Großfinanzinstituten nur begrenzt adressiert wird, wodurch sich Potenziale für stabile Margen, aber auch erhöhte regulatorische und politische Risiken ergeben.

Chancen aus Sicht konservativer Anleger

Für vorsichtige Investoren ergeben sich mehrere potenzielle Chancen. Erstens operiert FirstCash in einem strukturell robusten Nachfragesegment: kurzfristige Liquiditätsbedürfnisse, der Bedarf an Non-Prime-Finanzierungen für Konsumgüter und Teile des Zahlungsverkehrs bestehen weitgehend unabhängiger von klassischen Konjunkturzyklen. Zweitens verfügt das Unternehmen über ein etabliertes, skalenfähiges Filialnetz mit teils hohen Eintrittsbarrieren, was mittel- bis langfristig stabile Marktpositionen begünstigen kann. Drittens diversifiziert die Kombination aus Zins- und Gebührenerträgen, Handelsmargen und weiteren Ertragsströmen die Cashflow-Quellen und reduziert die Abhängigkeit von einem einzelnen Erlösstrom. Viertens kann eine vorsichtige, regulatorisch gut eingebettete Expansion in unterversorgte lateinamerikanische Märkte zusätzliches Wachstumspotenzial eröffnen. Fünftens kann die Weiterentwicklung digitaler Kanäle, etwa für Kreditprüfung, Zahlungsverkehr und Kundenkommunikation, Effizienzvorteile schaffen und die Bindung bestehender Kunden intensivieren. Konservative Anleger, die sich mit diesem Marktsegment beschäftigen, könnten das Unternehmen daher als möglichen Baustein in einem breiter diversifizierten Finanzdienstleistungsuniversum analysieren, sofern sie die spezifischen Risiken im Detail verstehen.

Risiken und zentrale Unsicherheiten

Dem stehen signifikante Risiken gegenüber, die für konservative Anleger besonders relevant sind. Das wichtigste Risiko liegt im regulatorischen und politischen Umfeld. Diskussionen über Zinshöchstgrenzen, Gebührendeckel oder Restriktionen für Pfandkredite, Kleinstkredite und Non-Prime-Finanzierungen können das Geschäftsmodell substanziell beeinträchtigen. Ebenso können verschärfte Anti-Geldwäsche- und Verbraucherschutzauflagen die Kostenbasis erhöhen und Filialschließungen oder Anpassungen im Produktangebot erzwingen. Ein weiteres Risiko ist die Reputationsanfälligkeit: Medienberichte über angeblich ausbeuterische Praktiken in der Branche oder gerichtliche Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit Non-Prime-Finanzierungen können zu politischem Druck, Kundenabwanderung und verschärfter Aufsicht führen, selbst wenn das Unternehmen regulatorisch konform agiert. Zudem besteht technologische Disruptionsgefahr durch Fintechs und Neobanken, die mit digitalen Mikrokredit-, Ratenfinanzierungs- und Remittance-Lösungen den Bedarf an physisch präsenten Pfandhäusern und klassischen Point-of-Sale-Modellen teilweise substituieren könnten. In Lateinamerika kommen makroökonomische und politische Risiken hinzu, darunter Währungsabwertungen, Inflationsschübe, Sicherheitsprobleme und plötzliche regulatorische Eingriffe. Schließlich ist die Kundschaft von FirstCash einkommens- und beschäftigungsseitig besonders verwundbar. Tiefgreifende wirtschaftliche Schocks oder strukturelle Veränderungen am Arbeitsmarkt können die Rückzahlungsfähigkeit schwächen und die Qualität sowohl des Pfandportfolios als auch der Non-Prime-Finanzierungen beeinträchtigen. Konservative Anleger sollten diese Unsicherheiten sorgfältig berücksichtigen und das Risiko-Rendite-Profil in den Kontext ihrer gesamten Anlagestrategie stellen.
Stand: Mai 2026
Hinweis

Firstcash Prognose 2026: Einstufung & Empfehlung von Analysten

Firstcash Kursziel 2026

  • Die Firstcash Kurs Performance für 2026 liegt bei +36,55%.

Stammdaten

Marktkapitalisierung 8,46 Mrd. €
Aktienanzahl 44,13 Mio.
Währung EUR
Land USA
Sektor Finanzen
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+10,76% BlackRock Inc
+9,14% Vanguard Group Inc
+8,44% FMR Inc
+5,06% Earnest Partners LLC
+3,25% State Street Corp
+3,20% T. Rowe Price Associates, Inc.
+2,63% Geode Capital Management, LLC
+2,55% Bank of America Corp
+2,55% Hood River Capital Management LLC
+2,26% Dimensional Fund Advisors, Inc.
+2,20% Fiduciary Management, Inc. of Milwaukee
+2,14% AllianceBernstein L.P.
+1,90% Stephens Inv Mgmt Group LLC
+1,77% SEI Investments Co
+1,28% Capital Research Global Investors
+1,27% AQR Capital Management LLC
+1,21% Victory Capital Management Inc.
+1,18% Northern Trust Corp
+1,18% JPMorgan Chase & Co
+1,13% Fuller & Thaler Asset Management Inc
+34,91% Weitere
0,00% Streubesitz

Häufig gestellte Fragen zur Firstcash Aktie und zum Firstcash Kurs

Der aktuelle Kurs der Firstcash Aktie liegt bei 187,00 €.

Für 1.000€ kann man sich 5,35 Firstcash Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Firstcash Aktie lautet FCFS.

Die 1 Monats-Performance der Firstcash Aktie beträgt aktuell -4,08%.

Die 1 Jahres-Performance der Firstcash Aktie beträgt aktuell 65,63%.

Der Aktienkurs der Firstcash Aktie liegt aktuell bei 187,00 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von -4,08% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Firstcash eine Wertentwicklung von 13,06% aus und über 6 Monate sind es 36,50%.

Das 52-Wochen-Hoch der Firstcash Aktie liegt bei 206,00 €.

Das 52-Wochen-Tief der Firstcash Aktie liegt bei 102,50 €.

Das Allzeithoch von Firstcash liegt bei 206,00 €.

Das Allzeittief von Firstcash liegt bei 79,00 €.

Die Volatilität der Firstcash Aktie liegt derzeit bei 27,31%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Firstcash in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 8,46 Mrd. €

Insgesamt sind 45,0 Mio Firstcash Aktien im Umlauf.

BlackRock Inc hält +10,76% der Aktien und ist damit Hauptaktionär.

Am 22.02.2006 gab es einen Split im Verhältnis 1:2.

Am 22.02.2006 gab es einen Split im Verhältnis 1:2.

Firstcash hat seinen Hauptsitz in USA.

Das KGV der Firstcash Aktie beträgt 21,36.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Firstcash betrug 3.388.514.000 $.

Die nächsten Termine von Firstcash sind:
  • 30.06.2026 - Quartalsmitteilung

Ja, Firstcash zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 15.05.2026 eine Dividende in Höhe von 0,42 $ (0,36 €) gezahlt.

Zuletzt hat Firstcash am 15.05.2026 eine Dividende in Höhe von 0,42 $ (0,36 €) gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 0,19%. Die Dividende wird vierteljährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Firstcash wurde am 15.05.2026 in Höhe von 0,42 $ (0,36 €) je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 0,19%.

Die Dividende wird vierteljährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 15.05.2026. Es wurde eine Dividende in Höhe von 0,42 $ (0,36 €) gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.