Netzagentur gibt Bußgeldverfahren gegen Mobilfunker 1&1 auf

dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 1136
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen

BONN/MONTABAUR (dpa-AFX) - Trotz einer deutlichen Verfehlung von Mobilfunk-Ausbauzielen stoppt die Bundesnetzagentur ein Bußgeldverfahren gegen den Handynetz-Betreiber 1&1 . Die zum United-Internet-Konzern gehörende Mobilfunkfirma hatte 2019 erstmals eigene Frequenzen ersteigert und sich verpflichtet, bis Ende 2022 mindestens 1000 Antennenstandorte in Betrieb zu nehmen. Tatsächlich wurden es nur fünf, was 1&1 mit Lieferschwierigkeiten eines Infrastruktur-Ausbaupartners begründete.

Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Im Frühjahr 2023 leitete die Bundesnetzagentur Bußgeldverfahren gegen 1&1 sowie gegen die drei anderen etablierten Netzbetreiber Telekom , Vodafone und O2 ein. Die Vorwürfe gegen diese drei Netzbetreiber betrafen andere, nur geringe Verfehlungen beim Ausbau.

Auf dpa-Anfrage teilte die Bundesnetzagentur mir, dass die Bußgeldverfahren wegen eines Gerichtsurteils "nicht weiterverfolgt" werden. Dabei bezog sich ein Behördensprecher auf ein Urteil des Kölner Verwaltungsgerichts aus dem Jahr 2024, das kürzlich rechtskräftig geworden ist. Damals befand das Gericht, dass die Auflagen rechtswidrig erarbeitet worden waren - das damals vom CSU-Politiker Andreas Scheuer geführte Bundesverkehrsministerium hätte keinen Einfluss nehmen dürfen, so die Richter.

Diese politische Einflussnahme auf die eigentlich unabhängige Behörde führte dazu, dass die Auflagen gekippt wurde. Das Regelwerk muss nun rückwirkend neu erarbeitet werden. Die Zuteilung, in denen die Auflagen standen, gilt zwar weiterhin - theoretisch hätte die Bundesnetzagentur die Bußgeldverfahren also weiterführen können. Das wird sie aber nicht tun, wie jetzt deutlich wird. Der Sprecher der Bundesnetzagentur wies zudem darauf hin, dass die Auflagen von damals inzwischen weitgehend erfüllt seien.

Für 1&1 hätte das Bußgeldverfahren eine teure Sache werden können: Pro Standort, der nicht gebaut worden war, hätten der Firma bis zu 50.000 Euro aufgebrummt werden können. Rein rechnerisch hätte 1&1 also eine Zahlungsaufforderung über knapp 50 Millionen Euro bekommen können./wdw/DP/zb

Werte aus dem Artikel:
1&1 AG Aktie 23,05 € +0,22%
Deutsche Telekom Aktie 24,70 € -7,94%
Telefonica Aktie 3,283 € -4,29%
United Internet Aktie 23,14 € -0,69%
Vodafone Group Aktie 1,395 € -4,81%

Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NG52TZ3 , DE000NG7RJ81 , DE000NB7TLU1 , DE000NB7D6M7 , DE000NB7R259 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Warnung
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlage­strategien geeignet.

Ähnliche Artikel

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Themen im Trend

Weitere Vorteile:

  • Kursalarme
  • Watchlists & Musterdepots
  • Börsenspiele & Community-Forum
  • Historische Kurse im CSV-Format
  • News & Themen abonnieren