Europas Währungshüter digitalisieren Wertpapierhandel

dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 447
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen
Euro-Zeichen vor dem Gebäude der EZB.
- © instamatics / iStock / Getty Images Plus / Getty Images

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Europäische Zentralbank (EZB) und die nationalen Notenbanken des Euroraums wagen einen bedeutenden Schritt in die digitale Finanzzukunft. Mit dem Start der neuen Plattform namens "Pontes" ermöglicht das Eurosystem Finanzinstituten künftig, digitale Wertpapiere direkt mit sicherem Zentralbankgeld zu verrechnen. Gleichzeitig kündigte die EZB an, künftig selbst einen Teil ihrer eigenen Finanzmittel in solche neuartigen Papiere anzulegen, um die Technologie in der Praxis zu erproben.

Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Schnellere Geschäfte durch Tokenisierung

Bislang beruht der traditionelle Wertpapierhandel auf einer Kette von Zwischenstationen: Wer Anleihen oder Aktien kauft, durchläuft getrennte Prozesse von der Börse über Clearingstellen bis hin zur Verwahrung bei Spezialbanken. Durch die sogenannte Tokenisierung - bei der Vermögenswerte in Form digitaler Token auf Basis moderner Blockchain-Technologie (Distributed Ledger Technology, DLT) erfasst werden - lassen sich diese Schritte in einem einzigen, automatisierten Vorgang bündeln.

Diese dezentrale Datenbank-Technologie ist der breiten Öffentlichkeit bislang vor allem als technisches Fundament von Kryptowährungen wie Bitcoin bekannt. Sie findet nun aber zunehmend Einzug in die regulierte Finanzwelt. Das spart Zeit, verringert Kosten und senkt Risiken im Großkundengeschäft.

Zentralbankgeld als risikofreies Fundament

Werte aus dem Artikel:
Deutsche Bank Aktie 28,815 € +1,95%

Allerdings fehlte auf diesen modernen Plattformen bislang ein zentraler Baustein: ein vollkommen sicheres und stabiles Zahlungsmittel. Genau hier setzt "Pontes" an, dessen Name sich vom lateinischen Wort für "Brücken" ableitet. Die Plattform fungiert als Verbindung zwischen der Welt der Blockchain-Netzwerke und dem klassischen Zentralbankgeld, das als risikofrei gilt. EZB-Präsidentin Christine Lagarde betonte, das Eurosystem arbeite daran, den europäischen Finanzmarkt im digitalen Zeitalter integrierter, innovativer und krisenfester aufzustellen. Nach Angaben von EZB-Direktoriumsmitglied Piero Cipollone bringt "Pontes" die notwendige Stabilität und das Vertrauen in die tokenisierte Finanzwelt, um dieser zum Durchbruch zu verhelfen.

Großbanken von Beginn an mit an Bord

Zum Start steht "Pontes" zunächst mit grundlegenden Funktionen bereit; bis 2028 soll das System schrittweise ausgebaut werden. Das Interesse aus der Finanzbranche ist bereits groß: Eine erste Gruppe führender Banken - darunter Institute wie die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) , die BayernLB, die DZ Bank sowie Förderbanken wie die KfW und die Europäische Investitionsbank - sowie Betreiber von DLT-Netzwerken haben sich der Plattform schon angeschlossen oder Vorbereitungen dafür abgeschlossen.

Notenbank investiert eigenes Geld

Um die Praxistauglichkeit nicht nur von außen zu begleiten, will die EZB zudem selbst als Anlegerin aktiv werden. Die Notenbank bereitet vor, einen kleinen Teil ihres sogenannten Eigenmittelportfolios - aus dem unter anderem laufende Betriebsausgaben bestritten werden - in tokenisierte Wertpapiere zu investieren. Die Notenbank will damit aus erster Hand Erfahrungen über den gesamten Lebenszyklus digitaler Wertpapiere sammeln und ein deutliches Signal für den Finanzstandort Europa setzen./chd/DP/men


Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB2B5R5 , DE000NB6J0X2 , DE000NB6T323 , DE000NB7N0K2 , DE000NB7UJJ6 , DE000NB7XKX9 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Warnung
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlage­strategien geeignet.

Ähnliche Artikel

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Themen im Trend

Weitere Vorteile:

  • Kursalarme
  • Watchlists & Musterdepots
  • Börsenspiele & Community-Forum
  • Historische Kurse im CSV-Format
  • News & Themen abonnieren