Barry Callebaut AG

Aktie
WKN:  914661 ISIN:  CH0009002962 US-Symbol:  BYCBF Branche:  Konditorien Land:  Schweiz
1.127 CHF
-13,00 CHF
-1,14%
1.208,8 € 31.07.26
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
6,20 Mrd. CHF
Streubesitz
69,48%
KGV
29,13
Dividende
30,85 EUR
Dividendenrendite
2,25%
Nachhaltigkeits-Score
47 %
Index-Zuordnung
-
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Barry Callebaut Aktie Chart

Barry Callebaut Unternehmensbeschreibung

Barry Callebaut AG mit Sitz in Zürich zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Kakaoprodukten und Schokolade für die weiterverarbeitende Industrie. Das Unternehmen agiert überwiegend als B2B-Zulieferer und beliefert globale Markenartikler, mittelständische Verarbeiter, Detailhändler mit Eigenmarken sowie professionelle Anwender im Konditorei- und Gastronomiebereich. Kern des Geschäftsmodells ist die integrierte Wertschöpfungskette von der Kakaobohne bis zum maßgeschneiderten Schokoladen- oder Kakaoprodukt. Barry Callebaut kombiniert Rohwarenbeschaffung, Verarbeitung, Produktentwicklung, industrielle Großserienfertigung und kundenspezifische Lösungen in meist langfristig ausgerichteten Liefer- und Outsourcing-Verträgen. Der Konzern fokussiert sich auf ein breites Portfolio an Schokoladen, Füllungen, Kakaomassen, Kakaobutter und Kakaopulver, ergänzt um Spezialitäten mit höherer Marge, etwa Premium- und Herkunftsschokoladen, funktionale Kakaoingredienzen und dekorative Anwendungen. Strukturierte Supply-Chain-Steuerung, globale Produktionskapazitäten und ein ausgeprägtes Innovations- und Co-Development-Modell mit Schlüsselkunden bilden die Basis für wiederkehrende Kundenbeziehungen und hohe Wechselkosten beim Kunden.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Barry Callebaut zielt auf die Bereitstellung nachhaltigerer Kakao- und Schokoladenlösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Unter der strategischen Leitlinie einer dauerhaft nachhaltigeren Schokoladenindustrie verfolgt der Konzern Programme zu verantwortungsvoller Rohstoffbeschaffung, Rückverfolgbarkeit und sozialer Entwicklung in Anbauregionen. Parallel will das Unternehmen als bevorzugter Innovationspartner der globalen Süßwaren- und Lebensmittelindustrie auftreten. Strategische Pfeiler sind: globale Präsenz in allen relevanten Absatzregionen, Ausbau von Outsourcing-Partnerschaften mit Markenherstellern und Detailhändlern, Fokussierung auf margenstärkere Spezialitäten und Premium-Segmente sowie eine konsequente Effizienzsteigerung in Produktion und Logistik. Die übergeordnete Zielsetzung besteht darin, Kundennutzen durch verlässliche Qualität, Innovationskraft und Kosteneffizienz in der industriellen Schokoladenproduktion zu verbinden.

Produkte und Dienstleistungen

Das Produktportfolio umfasst ein breites Spektrum entlang der Schokoladen- und Kakaowertschöpfung:
  • Industrielle Schokolade in flüssiger und fester Form für Markenartikler, Bäckereien, Detailhändler und die weiterverarbeitende Industrie
  • Kakaomasse, Kakaobutter und Kakaopulver als Ingredienzien für Lebensmittel-, Getränke- und Kosmetikindustrie
  • Spezialschokoladen, darunter Herkunftsschokoladen, blonde und rubinfarbene Schokolade, Varianten mit reduziertem Zuckergehalt und weiteren funktionalen Eigenschaften
  • Füllungen, Cremes, Glasuren, Couverturen, Dekore und Inclusions für Backwaren, Speiseeis, Cerealien und Snacks
  • Premium-Produkte und Marken für Chocolatiers, Konditoren und Gastronomie, inklusive Pralinen- und Dessertlösungen
  • l>Ergänzend bietet Barry Callebaut Dienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette:
    • Co-Development und Rezepturanpassung für Industriekunden
    • Outsourcing-Modelle, bei denen Barry Callebaut Produktionsanlagen übernimmt oder direkt an Fabriken von Markenherstellern angrenzend produziert
    • Beratung und Schulungsleistungen über eigene Akademien und Kompetenzzentren für professionelle Anwender
    • Supply-Chain- und Qualitätsmanagement einschließlich Zertifizierungen, Rückverfolgbarkeit und Nachhaltigkeitsprogramme
    • l>Durch diese Kombination aus Produktbreite, maßgeschneiderten Lösungen und Servicekompetenz positioniert sich der Konzern als ganzheitlicher Partner für die globale Schokoladenindustrie.

Geschäftsbereiche und Segmentstruktur

Barry Callebaut berichtet seine Aktivitäten entlang regionaler und kundenspezifischer Strukturen. Im Zentrum stehen die großen Regionen Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien-Pazifik, Mittlerer Osten und Afrika, in denen der Konzern Produktionsstätten, Vertriebsorganisationen und Innovationszentren betreibt. Innerhalb dieser Regionen adressiert das Unternehmen mehrere Kundensegmente:
  • Großkunden, insbesondere internationale Markenhersteller und Konsumgüterkonzerne
  • Detailhändler, die Handelsmarken-Schokolade und -Pralinen unter eigener Marke vertreiben
  • Artisan- und Professional-Kunden wie Bäcker, Konditoren, Chocolatiers, Hotels und Gastronomie
  • Industriekunden außerhalb des klassischen Süßwarenbereichs, etwa Hersteller von Speiseeis, Cerealien, Getränken oder Molkereiprodukten
  • l>Ergänzend bestehen spezialisierte Einheiten für Kakaoprodukte und Ingredienzen, die Kakaomasse, -butter und -pulver als Zwischenprodukte für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie bereitstellen. Diese Struktur ermöglicht eine differenzierte Marktbearbeitung, abgestimmte Innovationspipelines und eine gezielte Kapazitätssteuerung entlang der Nachfrage in den jeweiligen Regionen und Segmenten.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Die wesentlichen Alleinstellungsmerkmale von Barry Callebaut liegen in der Kombination aus globaler Produktionsbasis, Integration wichtiger Wertschöpfungsstufen und Innovationsstärke. Das Unternehmen verfügt weltweit über ein Netz von Verarbeitungs- und Schokoladenwerken nahe wichtigen Kundenclustern, was Transportwege verkürzt und Versorgungssicherheit erhöht. Die Steuerung zentraler Stufen der Wertschöpfung von der Kakaobohne über die Verarbeitung bis zum Endprodukt verschafft eine hohe Kontrolle über Qualität, Rückverfolgbarkeit und Kostenstruktur. Es ergeben sich mehrere strukturelle Burggräben:
  • Skaleneffekte durch hohe Verarbeitungsvolumina und globale Beschaffungsbündelung im Kakaomarkt
  • Wechselkosten für Industriekunden, da Rezepturen, Produktionsprozesse und Qualitätsstandards eng mit dem Lieferanten abgestimmt sind
  • Langfristige Liefer- und Outsourcing-Verträge, die eine hohe Planungssicherheit und Kundenbindung schaffen können
  • Technologischer und produktbezogener Vorsprung in Spezialschokoladen und funktionalen Ingredienzien
  • Marken- und Reputationseffekte im Premium- und Profi-Segment, in dem Barry Callebaut mit etablierten Marken und Akademien auftritt
  • l>Diese Faktoren erschweren den Markteintritt neuer Anbieter und stützen die Wettbewerbsposition in einem ansonsten zyklischen und preisintensiven Rohstoffumfeld.

Wettbewerbsumfeld

Barry Callebaut agiert in einem stark konzentrierten B2B-Markt für Schokolade und Kakaoprodukte mit einigen großen, global tätigen Wettbewerbern. Zu den wichtigen internationalen Konkurrenten zählen andere industrielle Schokoladenhersteller und Kakaoverarbeiter, die ebenfalls mit großen Markenartikelherstellern und Detailhändlern kooperieren. Darüber hinaus konkurriert das Unternehmen mit integrierten Lebensmittelkonzernen, die Teile ihrer Schokoladenproduktion intern abdecken, sowie mit regionalen Spezialisten, die Nischenmärkte oder bestimmte Premiumsegmente bedienen. Wettbewerb findet in mehreren Dimensionen statt:
  • Rohstoffbeschaffung und Effizienz in der Kakaoverarbeitung
  • Fähigkeit zu Innovationen bei Geschmack, Textur, Gesundheit und Nachhaltigkeit
  • Servicequalität und Zuverlässigkeit in der Belieferung globaler Produktionsnetzwerke der Kunden
  • Preisgestaltung und Vertragsmodelle, insbesondere bei langfristigen Liefer- und Outsourcing-Vereinbarungen
  • l>Aufgrund seiner Größe, globalen Präsenz und Integration zentraler Wertschöpfungsstufen ist Barry Callebaut in einer Position, die es dem Unternehmen erlaubt, Branchentrends mitzugestalten und als Referenzanbieter für Industriekunden zu fungieren.

Management, Governance und Strategieumsetzung

Die Barry Callebaut AG wird von einem mehrköpfigen Group Executive Committee geführt, das die operative Verantwortung für Regionen und Funktionen trägt, und von einem Verwaltungsrat mit unabhängigen und nicht unabhängigen Mitgliedern überwacht. Der Verwaltungsrat setzt strategische Leitplanken, definiert Risikorahmen und überwacht Nachhaltigkeits- und Compliance-Themen. Die Unternehmensführung richtet die Strategie an einer langfristig wertorientierten Entwicklung entlang mehrerer Achsen aus:
  • Ausbau von Kapazitäten in wachstumsstarken Regionen und Schwellenländern
  • Intensivierung bestehender Partnerschaften mit globalen Marken und Detailhändlern
  • Verlagerung des Produktmix in Richtung höherwertiger, differenzierter Spezialitäten
  • Systematische Integration von Nachhaltigkeitszielen in Beschaffung, Produktion und Produktentwicklung
  • Fortlaufende Steigerung der operativen Effizienz entlang der globalen Lieferkette
  • l>Corporate-Governance-Strukturen orientieren sich an gängigen Standards des Schweizer Kapitalmarkts mit Transparenzanforderungen für börsennotierte Gesellschaften, Ausschüssen für Revision, Vergütung und Nominierung sowie einer klaren Trennung zwischen operativem Management und Aufsichtsfunktion.

Branchen- und Regionenanalyse

Barry Callebaut ist in der globalen Schokoladen- und Kakaowertschöpfung tätig, die eng mit der Lebensmittel- und Konsumgüterindustrie verflochten ist. Die Branche ist charakterisiert durch:
  • Langfristig relativ stabile, aber regional unterschiedliche Konsumtrends bei Schokolade und kakaohaltigen Produkten
  • Hohe Abhängigkeit von landwirtschaftlichen Rohstoffen und deren Volatilität
  • Zunehmende Regulierung hinsichtlich Lebensmittelsicherheit, Nachhaltigkeit und Transparenz
  • Wachsende Nachfrage nach Premium-, Herkunfts- und Spezialprodukten sowie nach zucker- und fettreduzierten Alternativen und Produkten mit spezifischen Ernährungsprofilen
  • l>Regional ist der Konzern stark in Europa und Nordamerika verankert, wo die Märkte reifer sind und Premiumisierung sowie Innovation im Vordergrund stehen. In Schwellenländern in Asien, Afrika und Lateinamerika treiben Bevölkerungswachstum, Urbanisierung und steigende Einkommen den strukturellen Zuwachs im Schokoladenkonsum. Gleichzeitig sind diese Regionen häufig Ursprungsländer für Kakao, wodurch Themen wie Kleinbauernunterstützung, Ertragssteigerung und soziale Standards an Bedeutung gewinnen. Für Barry Callebaut ergeben sich damit Chancen aus dem langfristigen globalen Nachfragewachstum, aber auch Risiken durch klimatische, politische und logistische Störfaktoren in Anbauregionen.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Die heutige Barry Callebaut AG entstand aus der Verbindung zweier Traditionsunternehmen der Schokoladenindustrie. Die Wurzeln reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück, als sich in Europa erste Schokoladenhersteller etablierten und spezialisierte Produzenten von Kakaoprodukten entstanden. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts entwickelten sich Vorgängerunternehmen von Barry Callebaut zu bedeutenden Lieferanten für Industrie und Gewerbe. Durch die Zusammenführung dieser Aktivitäten in den 1990er-Jahren entstand ein globaler Player mit Fokus auf B2B-Geschäft. Seither hat das Unternehmen seine internationale Präsenz durch Akquisitionen, Joint Ventures und organischen Ausbau von Produktionskapazitäten deutlich erweitert. Der Konzern hat frühzeitig auf Outsourcing-Modelle gesetzt und sich als strategischer Partner für große Markenhersteller positioniert. Parallel dazu wurden Premium- und Spezialitätenmarken für professionelle Anwender entwickelt und in internationalen Märkten eingeführt. Im Laufe der Jahre hat sich die Bedeutung von Nachhaltigkeit, Rückverfolgbarkeit und sozialer Verantwortung in der Unternehmensstrategie stark erhöht, was sich in Programmen zur Unterstützung von Kakaobauern, zur Bekämpfung von Kinderarbeit und zur Reduktion der ökologischen Auswirkungen der Produktion niederschlägt.

Nachhaltigkeit, Beschaffung und Besonderheiten

Ein zentrales Merkmal von Barry Callebaut ist die Ausrichtung auf nachhaltigere Beschaffung und verantwortungsvollere Wertschöpfung in der Kakaokette. Das Unternehmen engagiert sich in Programmen in den wichtigsten Anbauregionen Westafrikas, Lateinamerikas und Asiens, um Erträge und Einkommen der Kakaobauern zu unterstützen, Schulungsangebote zu etablieren und Sozial- und Umweltstandards zu verbessern. Zu den Besonderheiten gehören:
  • Programme zur Zertifizierung und Rückverfolgbarkeit von Kakao aus nachhaltigeren Quellen
  • Kooperationen mit Nichtregierungsorganisationen, Regierungen und Brancheninitiativen zur Förderung verantwortungsvoller Lieferketten
  • Investitionen in Agrarberatung, Pflanzmaterial und Infrastruktur in den Ursprungsländern
  • Entwicklung von Produkten, die auf spezifische Nachhaltigkeitsanforderungen von Kunden und Konsumenten zugeschnitten sind
  • l>Darüber hinaus verfügt Barry Callebaut über ein Netzwerk von Innovationszentren und Akademien, in denen Kunden gemeinsam mit Produktentwicklern an neuen Anwendungen, Geschmacksprofilen und Produktionsprozessen arbeiten. Diese Nähe zum Kunden, kombiniert mit technologischem Know-how in der Kakaoverarbeitung, verstärkt die Rolle des Unternehmens als Lösungsanbieter über die reine Rohwarenlieferung hinaus.

Chancen aus Investorensicht

Aus Investorensicht ergeben sich aus der Struktur des Geschäftsmodells verschiedene potenzielle Chancen:
  • Positionierung in einem globalen Markt für Schokolade und Kakaoprodukte mit grundlegender, relativ widerstandsfähiger Nachfrage im Lebensmittelbereich
  • Integration zentraler Wertschöpfungsstufen und Skaleneffekte, die langfristig eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur unterstützen können
  • Langfristige Lieferverträge und Outsourcing-Modelle, die zu planbaren, wiederkehrenden Erträgen beitragen und die Kundenbindung stärken können
  • Wachstumspotenzial in Schwellenländern mit aufholendem Schokoladenkonsum sowie anhaltender Premiumisierung in etablierten Märkten
  • Strategischer Fokus auf margenstärkere Spezialitäten, Premiumprodukte und maßgeschneiderte Lösungen für Industriekunden
  • Stärkere Nachfrage aus dem Handel nach Eigenmarken, bei denen Barry Callebaut als ausgelagerter Produktionspartner fungieren kann
  • Reputations- und Differenzierungsvorteile durch Programme für mehr Nachhaltigkeit und Rückverfolgbarkeit entlang der Lieferkette
  • l>Langfristig orientierte Marktteilnehmer müssen jedoch berücksichtigen, dass sich Marktdynamiken, Kundenanforderungen und regulatorische Rahmenbedingungen verändern können und die tatsächliche Entwicklung von zahlreichen externen Faktoren abhängt.

Risiken aus Investorensicht

Dem stehen aus Sicht eines vorsichtigen Anlegers relevante Risiken gegenüber, die das Chance-Risiko-Profil des Unternehmens beeinflussen:
  • Hohe Abhängigkeit von der Verfügbarkeit und Qualität landwirtschaftlicher Rohstoffe, insbesondere Kakao, mit entsprechenden Preis- und Mengenschwankungen
  • Exponierung gegenüber klimatischen Veränderungen, politischen Instabilitäten und infrastrukturellen Engpässen in wichtigen Anbauregionen
  • Konzentriertes Kundenportfolio mit großen internationalen Markenherstellern, bei denen Vertragsverhandlungen und Volumenschwankungen erheblichen Einfluss haben können
  • Regulatorische Risiken in Bezug auf Nachhaltigkeit, Arbeitsbedingungen, Rückverfolgbarkeit und Gesundheitsaspekte von Lebensmitteln
  • Währungs- und Zinsrisiken aufgrund der globalen Aufstellung und des Rohstoffhandels
  • Operative Risiken in einem komplexen, globalen Produktions- und Logistiknetzwerk, einschließlich Qualitäts- und Lebensmittelsicherheitsanforderungen
  • Intensiver Wettbewerb im B2B-Schokoladen- und Kakaomarkt, der zu Preisdruck und Margenbelastungen führen kann
  • l>Marktteilnehmer sollten diese Faktoren im Kontext ihrer eigenen Risikotragfähigkeit, Anlagestrategie und Diversifikationsziele beurteilen. Eine Anlage in die Barry Callebaut AG bleibt mit branchentypischen und unternehmensspezifischen Unsicherheiten verbunden, auch wenn das Unternehmen strukturelle Stärken und etablierte Marktpositionen aufweist.

Kursdaten

Geld/Brief 1.110 CHF / 1.135 CHF
Spread +2,25%
Schluss Vortag 1.140 CHF
Gehandelte Stücke 9.379
Tagesvolumen Vortag 9.177.116 CHF
Tagestief 1.116 CHF
Tageshoch 1.136 CHF
52W-Tief 923,50 CHF
52W-Hoch 1.538 CHF
Jahrestief 1.024 CHF
Jahreshoch 1.538 CHF

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Warnung
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlage­strategien geeignet.

Community: Diskussion zur Barry Callebaut Aktie

Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community

  • Die Beiträge heben vor allem hervor, dass Barry Callebaut aufgrund hoher Kakaopreise ein Volumenrückgang zu verzeichnen hat, zugleich aber dank Sparmaßnahmen und deutlich verbessertem freien Cashflow die Nettoverschuldung stärker als erwartet gesunken ist, während die Unternehmensführung für 2025/26 eine vorsichtige Guidance mit mittlerem einstelligen Volumenrückgang ausgibt.
  • Gleichzeitig wird diskutiert, dass sich der Preisdruck auf Kakao entschärfen könnte durch Angebotsausweitungen in der Elfenbeinküste, Ghana und Brasilien, während Branchenvergleiche (etwa zu Lindt) sowie die Frage, ob Rohstoffkosten an Kunden weitergegeben werden können, die Margenperspektive und Marktanteilsentwicklungen prägen.
  • Die Meinungen der Anleger reichen von optimistisch (Aufstockungen, Dividendenrendite, aktivistischer Investor als Chance, eingeschränkte Exportrisiken dank US-Standorten) bis vorsichtig (verzögerter Turnaround, unpopulärer CEO, Reputationsrisiken durch Kinderarbeit und hohe Kursvolatilität), was zu unterschiedlichen Handelsreaktionen und Positionsentscheidungen führt.
Hinweis
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Barry Callebaut Aktie: Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 14.789 CHF
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 635,11 CHF
Jahresüberschuss in Mio. 185,87 CHF
Umsatz je Aktie 2.691,59 CHF
Gewinn je Aktie 33,85 CHF
Gewinnrendite +1,26%
Umsatzrendite +1,26%
Return on Investment +1,47%
Marktkapitalisierung in Mio. 6.201 CHF
KGV (Kurs/Gewinn) 31,91
KBV (Kurs/Buchwert) 2,26
KUV (Kurs/Umsatz) 0,40
Eigenkapitalrendite +7,09%
Eigenkapitalquote +20,74%

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Derivate

Anlageprodukte (16)
Discount-Zertifikate 16
Hebelprodukte (95)
Knock-Outs 59
Faktor-Zertifikate 36
Alle Derivate

Dividenden Kennzahlen

Dividendenrendite 2,25%
Auszahlungen/Jahr 1
Keine Senkung seit 4 Jahren
Stabilität der Dividende 0,61 (max 1,00)
Jährlicher 2,21% (5 Jahre)
Dividendenzuwachs 6,47% (10 Jahre)
Ausschüttungs- 73,51% (auf den Gewinn/FFO)
quote

Dividenden Historie

Datum Dividende
12.01.2026 29,00 CHF
07.01.2025 29,00 CHF
08.01.2024 29,00 CHF
09.01.2023 28,00 CHF
04.01.2022 28,00 CHF
05.01.2021 22,00 CHF
06.01.2020 23,99 CHF
07.01.2019 21,36 CHF
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Barry Callebaut Aktie: Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 1.202 -1,48%
1.220 € 31.07.26
Frankfurt 1.219 -0,16%
1.221 € 31.07.26
Gettex 1.212 -1,30%
1.228 € 31.07.26
Hamburg 1.209 -0,82%
1.219 € 31.07.26
L&S RT 1.218,5 +0,83%
1.208,5 € 19:02
München 1.217 -1,22%
1.232 € 31.07.26
Nasdaq OTC Other 1.431,95 $ +2,07%
1.402,85 $ 31.07.26
Quotrix 1.220 -0,65%
1.228 € 31.07.26
SIX Swiss Exchange 1.127 ¤ -1,14%
1.140 ¤ 31.07.26
Stuttgart 1.211 -1,54%
1.230 € 31.07.26
Tradegate 1.212 -1,70%
1.233 € 31.07.26
Wien 1.207 -3,29%
1.248 € 31.07.26
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
31.07.26 1.127 10,6 M
30.07.26 1.140 9,14 M
29.07.26 1.149 13,5 M
27.07.26 1.101 8,01 M
24.07.26 1.095 8,06 M
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 1.095 CHF +2,92%
1 Monat 1.153 CHF -2,25%
6 Monate 1.352 CHF -16,64%
1 Jahr 996,50 CHF +13,10%
5 Jahre 2.296 CHF -50,91%

Unternehmensprofil Barry Callebaut

Unternehmensprofil Barry Callebaut
Barry Callebaut AG mit Sitz in Zürich zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Kakaoprodukten und Schokolade für die weiterverarbeitende Industrie. Das Unternehmen agiert überwiegend als B2B-Zulieferer und beliefert globale Markenartikler, mittelständische Verarbeiter, Detailhändler mit Eigenmarken sowie professionelle Anwender im Konditorei- und Gastronomiebereich. Kern des Geschäftsmodells ist die integrierte Wertschöpfungskette von der Kakaobohne bis zum maßgeschneiderten Schokoladen- oder Kakaoprodukt. Barry Callebaut kombiniert Rohwarenbeschaffung, Verarbeitung, Produktentwicklung, industrielle Großserienfertigung und kundenspezifische Lösungen in meist langfristig ausgerichteten Liefer- und Outsourcing-Verträgen. Der Konzern fokussiert sich auf ein breites Portfolio an Schokoladen, Füllungen, Kakaomassen, Kakaobutter und Kakaopulver, ergänzt um Spezialitäten mit höherer Marge, etwa Premium- und Herkunftsschokoladen, funktionale Kakaoingredienzen und dekorative Anwendungen. Strukturierte Supply-Chain-Steuerung, globale Produktionskapazitäten und ein ausgeprägtes Innovations- und Co-Development-Modell mit Schlüsselkunden bilden die Basis für wiederkehrende Kundenbeziehungen und hohe Wechselkosten beim Kunden.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Barry Callebaut zielt auf die Bereitstellung nachhaltigerer Kakao- und Schokoladenlösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Unter der strategischen Leitlinie einer dauerhaft nachhaltigeren Schokoladenindustrie verfolgt der Konzern Programme zu verantwortungsvoller Rohstoffbeschaffung, Rückverfolgbarkeit und sozialer Entwicklung in Anbauregionen. Parallel will das Unternehmen als bevorzugter Innovationspartner der globalen Süßwaren- und Lebensmittelindustrie auftreten. Strategische Pfeiler sind: globale Präsenz in allen relevanten Absatzregionen, Ausbau von Outsourcing-Partnerschaften mit Markenherstellern und Detailhändlern, Fokussierung auf margenstärkere Spezialitäten und Premium-Segmente sowie eine konsequente Effizienzsteigerung in Produktion und Logistik. Die übergeordnete Zielsetzung besteht darin, Kundennutzen durch verlässliche Qualität, Innovationskraft und Kosteneffizienz in der industriellen Schokoladenproduktion zu verbinden.

Produkte und Dienstleistungen

Das Produktportfolio umfasst ein breites Spektrum entlang der Schokoladen- und Kakaowertschöpfung:
  • Industrielle Schokolade in flüssiger und fester Form für Markenartikler, Bäckereien, Detailhändler und die weiterverarbeitende Industrie
  • Kakaomasse, Kakaobutter und Kakaopulver als Ingredienzien für Lebensmittel-, Getränke- und Kosmetikindustrie
  • Spezialschokoladen, darunter Herkunftsschokoladen, blonde und rubinfarbene Schokolade, Varianten mit reduziertem Zuckergehalt und weiteren funktionalen Eigenschaften
  • Füllungen, Cremes, Glasuren, Couverturen, Dekore und Inclusions für Backwaren, Speiseeis, Cerealien und Snacks
  • Premium-Produkte und Marken für Chocolatiers, Konditoren und Gastronomie, inklusive Pralinen- und Dessertlösungen
  • l>Ergänzend bietet Barry Callebaut Dienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette:
    • Co-Development und Rezepturanpassung für Industriekunden
    • Outsourcing-Modelle, bei denen Barry Callebaut Produktionsanlagen übernimmt oder direkt an Fabriken von Markenherstellern angrenzend produziert
    • Beratung und Schulungsleistungen über eigene Akademien und Kompetenzzentren für professionelle Anwender
    • Supply-Chain- und Qualitätsmanagement einschließlich Zertifizierungen, Rückverfolgbarkeit und Nachhaltigkeitsprogramme
    • l>Durch diese Kombination aus Produktbreite, maßgeschneiderten Lösungen und Servicekompetenz positioniert sich der Konzern als ganzheitlicher Partner für die globale Schokoladenindustrie.

Geschäftsbereiche und Segmentstruktur

Barry Callebaut berichtet seine Aktivitäten entlang regionaler und kundenspezifischer Strukturen. Im Zentrum stehen die großen Regionen Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien-Pazifik, Mittlerer Osten und Afrika, in denen der Konzern Produktionsstätten, Vertriebsorganisationen und Innovationszentren betreibt. Innerhalb dieser Regionen adressiert das Unternehmen mehrere Kundensegmente:
  • Großkunden, insbesondere internationale Markenhersteller und Konsumgüterkonzerne
  • Detailhändler, die Handelsmarken-Schokolade und -Pralinen unter eigener Marke vertreiben
  • Artisan- und Professional-Kunden wie Bäcker, Konditoren, Chocolatiers, Hotels und Gastronomie
  • Industriekunden außerhalb des klassischen Süßwarenbereichs, etwa Hersteller von Speiseeis, Cerealien, Getränken oder Molkereiprodukten
  • l>Ergänzend bestehen spezialisierte Einheiten für Kakaoprodukte und Ingredienzen, die Kakaomasse, -butter und -pulver als Zwischenprodukte für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie bereitstellen. Diese Struktur ermöglicht eine differenzierte Marktbearbeitung, abgestimmte Innovationspipelines und eine gezielte Kapazitätssteuerung entlang der Nachfrage in den jeweiligen Regionen und Segmenten.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Die wesentlichen Alleinstellungsmerkmale von Barry Callebaut liegen in der Kombination aus globaler Produktionsbasis, Integration wichtiger Wertschöpfungsstufen und Innovationsstärke. Das Unternehmen verfügt weltweit über ein Netz von Verarbeitungs- und Schokoladenwerken nahe wichtigen Kundenclustern, was Transportwege verkürzt und Versorgungssicherheit erhöht. Die Steuerung zentraler Stufen der Wertschöpfung von der Kakaobohne über die Verarbeitung bis zum Endprodukt verschafft eine hohe Kontrolle über Qualität, Rückverfolgbarkeit und Kostenstruktur. Es ergeben sich mehrere strukturelle Burggräben:
  • Skaleneffekte durch hohe Verarbeitungsvolumina und globale Beschaffungsbündelung im Kakaomarkt
  • Wechselkosten für Industriekunden, da Rezepturen, Produktionsprozesse und Qualitätsstandards eng mit dem Lieferanten abgestimmt sind
  • Langfristige Liefer- und Outsourcing-Verträge, die eine hohe Planungssicherheit und Kundenbindung schaffen können
  • Technologischer und produktbezogener Vorsprung in Spezialschokoladen und funktionalen Ingredienzien
  • Marken- und Reputationseffekte im Premium- und Profi-Segment, in dem Barry Callebaut mit etablierten Marken und Akademien auftritt
  • l>Diese Faktoren erschweren den Markteintritt neuer Anbieter und stützen die Wettbewerbsposition in einem ansonsten zyklischen und preisintensiven Rohstoffumfeld.

Wettbewerbsumfeld

Barry Callebaut agiert in einem stark konzentrierten B2B-Markt für Schokolade und Kakaoprodukte mit einigen großen, global tätigen Wettbewerbern. Zu den wichtigen internationalen Konkurrenten zählen andere industrielle Schokoladenhersteller und Kakaoverarbeiter, die ebenfalls mit großen Markenartikelherstellern und Detailhändlern kooperieren. Darüber hinaus konkurriert das Unternehmen mit integrierten Lebensmittelkonzernen, die Teile ihrer Schokoladenproduktion intern abdecken, sowie mit regionalen Spezialisten, die Nischenmärkte oder bestimmte Premiumsegmente bedienen. Wettbewerb findet in mehreren Dimensionen statt:
  • Rohstoffbeschaffung und Effizienz in der Kakaoverarbeitung
  • Fähigkeit zu Innovationen bei Geschmack, Textur, Gesundheit und Nachhaltigkeit
  • Servicequalität und Zuverlässigkeit in der Belieferung globaler Produktionsnetzwerke der Kunden
  • Preisgestaltung und Vertragsmodelle, insbesondere bei langfristigen Liefer- und Outsourcing-Vereinbarungen
  • l>Aufgrund seiner Größe, globalen Präsenz und Integration zentraler Wertschöpfungsstufen ist Barry Callebaut in einer Position, die es dem Unternehmen erlaubt, Branchentrends mitzugestalten und als Referenzanbieter für Industriekunden zu fungieren.

Management, Governance und Strategieumsetzung

Die Barry Callebaut AG wird von einem mehrköpfigen Group Executive Committee geführt, das die operative Verantwortung für Regionen und Funktionen trägt, und von einem Verwaltungsrat mit unabhängigen und nicht unabhängigen Mitgliedern überwacht. Der Verwaltungsrat setzt strategische Leitplanken, definiert Risikorahmen und überwacht Nachhaltigkeits- und Compliance-Themen. Die Unternehmensführung richtet die Strategie an einer langfristig wertorientierten Entwicklung entlang mehrerer Achsen aus:
  • Ausbau von Kapazitäten in wachstumsstarken Regionen und Schwellenländern
  • Intensivierung bestehender Partnerschaften mit globalen Marken und Detailhändlern
  • Verlagerung des Produktmix in Richtung höherwertiger, differenzierter Spezialitäten
  • Systematische Integration von Nachhaltigkeitszielen in Beschaffung, Produktion und Produktentwicklung
  • Fortlaufende Steigerung der operativen Effizienz entlang der globalen Lieferkette
  • l>Corporate-Governance-Strukturen orientieren sich an gängigen Standards des Schweizer Kapitalmarkts mit Transparenzanforderungen für börsennotierte Gesellschaften, Ausschüssen für Revision, Vergütung und Nominierung sowie einer klaren Trennung zwischen operativem Management und Aufsichtsfunktion.

Branchen- und Regionenanalyse

Barry Callebaut ist in der globalen Schokoladen- und Kakaowertschöpfung tätig, die eng mit der Lebensmittel- und Konsumgüterindustrie verflochten ist. Die Branche ist charakterisiert durch:
  • Langfristig relativ stabile, aber regional unterschiedliche Konsumtrends bei Schokolade und kakaohaltigen Produkten
  • Hohe Abhängigkeit von landwirtschaftlichen Rohstoffen und deren Volatilität
  • Zunehmende Regulierung hinsichtlich Lebensmittelsicherheit, Nachhaltigkeit und Transparenz
  • Wachsende Nachfrage nach Premium-, Herkunfts- und Spezialprodukten sowie nach zucker- und fettreduzierten Alternativen und Produkten mit spezifischen Ernährungsprofilen
  • l>Regional ist der Konzern stark in Europa und Nordamerika verankert, wo die Märkte reifer sind und Premiumisierung sowie Innovation im Vordergrund stehen. In Schwellenländern in Asien, Afrika und Lateinamerika treiben Bevölkerungswachstum, Urbanisierung und steigende Einkommen den strukturellen Zuwachs im Schokoladenkonsum. Gleichzeitig sind diese Regionen häufig Ursprungsländer für Kakao, wodurch Themen wie Kleinbauernunterstützung, Ertragssteigerung und soziale Standards an Bedeutung gewinnen. Für Barry Callebaut ergeben sich damit Chancen aus dem langfristigen globalen Nachfragewachstum, aber auch Risiken durch klimatische, politische und logistische Störfaktoren in Anbauregionen.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Die heutige Barry Callebaut AG entstand aus der Verbindung zweier Traditionsunternehmen der Schokoladenindustrie. Die Wurzeln reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück, als sich in Europa erste Schokoladenhersteller etablierten und spezialisierte Produzenten von Kakaoprodukten entstanden. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts entwickelten sich Vorgängerunternehmen von Barry Callebaut zu bedeutenden Lieferanten für Industrie und Gewerbe. Durch die Zusammenführung dieser Aktivitäten in den 1990er-Jahren entstand ein globaler Player mit Fokus auf B2B-Geschäft. Seither hat das Unternehmen seine internationale Präsenz durch Akquisitionen, Joint Ventures und organischen Ausbau von Produktionskapazitäten deutlich erweitert. Der Konzern hat frühzeitig auf Outsourcing-Modelle gesetzt und sich als strategischer Partner für große Markenhersteller positioniert. Parallel dazu wurden Premium- und Spezialitätenmarken für professionelle Anwender entwickelt und in internationalen Märkten eingeführt. Im Laufe der Jahre hat sich die Bedeutung von Nachhaltigkeit, Rückverfolgbarkeit und sozialer Verantwortung in der Unternehmensstrategie stark erhöht, was sich in Programmen zur Unterstützung von Kakaobauern, zur Bekämpfung von Kinderarbeit und zur Reduktion der ökologischen Auswirkungen der Produktion niederschlägt.

Nachhaltigkeit, Beschaffung und Besonderheiten

Ein zentrales Merkmal von Barry Callebaut ist die Ausrichtung auf nachhaltigere Beschaffung und verantwortungsvollere Wertschöpfung in der Kakaokette. Das Unternehmen engagiert sich in Programmen in den wichtigsten Anbauregionen Westafrikas, Lateinamerikas und Asiens, um Erträge und Einkommen der Kakaobauern zu unterstützen, Schulungsangebote zu etablieren und Sozial- und Umweltstandards zu verbessern. Zu den Besonderheiten gehören:
  • Programme zur Zertifizierung und Rückverfolgbarkeit von Kakao aus nachhaltigeren Quellen
  • Kooperationen mit Nichtregierungsorganisationen, Regierungen und Brancheninitiativen zur Förderung verantwortungsvoller Lieferketten
  • Investitionen in Agrarberatung, Pflanzmaterial und Infrastruktur in den Ursprungsländern
  • Entwicklung von Produkten, die auf spezifische Nachhaltigkeitsanforderungen von Kunden und Konsumenten zugeschnitten sind
  • l>Darüber hinaus verfügt Barry Callebaut über ein Netzwerk von Innovationszentren und Akademien, in denen Kunden gemeinsam mit Produktentwicklern an neuen Anwendungen, Geschmacksprofilen und Produktionsprozessen arbeiten. Diese Nähe zum Kunden, kombiniert mit technologischem Know-how in der Kakaoverarbeitung, verstärkt die Rolle des Unternehmens als Lösungsanbieter über die reine Rohwarenlieferung hinaus.

Chancen aus Investorensicht

Aus Investorensicht ergeben sich aus der Struktur des Geschäftsmodells verschiedene potenzielle Chancen:
  • Positionierung in einem globalen Markt für Schokolade und Kakaoprodukte mit grundlegender, relativ widerstandsfähiger Nachfrage im Lebensmittelbereich
  • Integration zentraler Wertschöpfungsstufen und Skaleneffekte, die langfristig eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur unterstützen können
  • Langfristige Lieferverträge und Outsourcing-Modelle, die zu planbaren, wiederkehrenden Erträgen beitragen und die Kundenbindung stärken können
  • Wachstumspotenzial in Schwellenländern mit aufholendem Schokoladenkonsum sowie anhaltender Premiumisierung in etablierten Märkten
  • Strategischer Fokus auf margenstärkere Spezialitäten, Premiumprodukte und maßgeschneiderte Lösungen für Industriekunden
  • Stärkere Nachfrage aus dem Handel nach Eigenmarken, bei denen Barry Callebaut als ausgelagerter Produktionspartner fungieren kann
  • Reputations- und Differenzierungsvorteile durch Programme für mehr Nachhaltigkeit und Rückverfolgbarkeit entlang der Lieferkette
  • l>Langfristig orientierte Marktteilnehmer müssen jedoch berücksichtigen, dass sich Marktdynamiken, Kundenanforderungen und regulatorische Rahmenbedingungen verändern können und die tatsächliche Entwicklung von zahlreichen externen Faktoren abhängt.

Risiken aus Investorensicht

Dem stehen aus Sicht eines vorsichtigen Anlegers relevante Risiken gegenüber, die das Chance-Risiko-Profil des Unternehmens beeinflussen:
  • Hohe Abhängigkeit von der Verfügbarkeit und Qualität landwirtschaftlicher Rohstoffe, insbesondere Kakao, mit entsprechenden Preis- und Mengenschwankungen
  • Exponierung gegenüber klimatischen Veränderungen, politischen Instabilitäten und infrastrukturellen Engpässen in wichtigen Anbauregionen
  • Konzentriertes Kundenportfolio mit großen internationalen Markenherstellern, bei denen Vertragsverhandlungen und Volumenschwankungen erheblichen Einfluss haben können
  • Regulatorische Risiken in Bezug auf Nachhaltigkeit, Arbeitsbedingungen, Rückverfolgbarkeit und Gesundheitsaspekte von Lebensmitteln
  • Währungs- und Zinsrisiken aufgrund der globalen Aufstellung und des Rohstoffhandels
  • Operative Risiken in einem komplexen, globalen Produktions- und Logistiknetzwerk, einschließlich Qualitäts- und Lebensmittelsicherheitsanforderungen
  • Intensiver Wettbewerb im B2B-Schokoladen- und Kakaomarkt, der zu Preisdruck und Margenbelastungen führen kann
  • l>Marktteilnehmer sollten diese Faktoren im Kontext ihrer eigenen Risikotragfähigkeit, Anlagestrategie und Diversifikationsziele beurteilen. Eine Anlage in die Barry Callebaut AG bleibt mit branchentypischen und unternehmensspezifischen Unsicherheiten verbunden, auch wenn das Unternehmen strukturelle Stärken und etablierte Marktpositionen aufweist.
Stand: Juli 2026
Hinweis

Barry Callebaut Prognose 2026: Einstufung & Empfehlung von Analysten

Barry Callebaut Kursziel 2026

  • Die Barry Callebaut Kurs Performance für 2026 liegt bei -13,71%.

Stammdaten

Marktkapitalisierung 6,20 Mrd. CHF
Streubesitz 69,48%
Währung CHF
Land Schweiz
Sektor Defensive Konsumgüter
Branche Konditorien
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+40,81% Institutionelle Aktionäre
+69,48% Streubesitz
+28,67% Individuelle Aktionäre

Community-Beiträge zu Barry Callebaut

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Highländer49
Barry Callebaut
Barry Callebaut Group 9-Monats-Schlüsselumsatzzahlen, Geschäftsjahr 2025/26 https://www.barry-callebaut.com/en/about-us/media/news-stories/barry-callebaut-group-9-month-key-sales-figures-fiscal-year-202526 Wie ist Eure Meinung zu den neusten Zahlen?
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Chaecka
Q3/2025 kam gut an!
https://www.srf.ch/news/wirtschaft/schokoladen-markt-in-aufruhr-barry-callebaut-mehr-umsatz-aber-weniger-gewinn Der Volumenrückgang bei Barry Callebaut im vergangenen Geschäftsjahr (per Ende August) kommt angesichts der explodierenden Preise für Kakaobohnen nicht überraschend. Gleichzeitig konnten die Gewinnzahlen nicht zuletzt dank Sparanstrengungen verbessert werden. Und vor allem den deutlich verbesserten freien Cashflow hatten die Experten so nicht erwartet. Laut den Analysten von Barclays flossen dem Unternehmen im zweiten Halbjahr 1,8 Milliarden Franken zu, rund 1,1 Milliarden entfielen auf operative Massnahmen. Das sei ein Hinweis auf das aktive Schuldenmanagement des Unternehmens. Dadurch sei die Nettoverschuldung mit zuletzt noch 4,3 Milliarden Franken viel deutlicher gesunken als erwartet. Barclays etwa hatte einen Schuldenstand von 5,4 Milliarden vorhergesagt. Das Haar in der Suppe ist die für 2025/26 sehr vorsichtig formulierte Guidance - vor allem bezüglich der Volumenentwicklung. So wird ein mittlerer einstelliger Rückgang erwartet.
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Chaecka
Der Grund für den Anstieg
https://www.cash.ch/news/top-news/barry-callebaut-klettert-auf-20-wochen-hoch-855071 Auszug: Hintergrund des Aufstiegs sind Nachrichten, wonach sich ein Problem von Barry Callebaut teilweise auflöst: der Preisdruck bei Kakao. Wie der zuständige Analyst der UBS schreibt, wird in verschiedenen Ländern zusätzliches Kakaoangebot geschaffen. In der Elfenbeinküste, die 40 Prozent des weltweiten Angebots stellt, sei eine Beschränkung für den Anbau neuer Kakaopflanzen aufgehoben worden. In Brasilien soll die Produktion so weit hochgefahren werden, dass sie in zehn Jahren ein Volumen von 1,5 Millionen Tonnen Kakaobohnen erreicht (aktuell: 200'000 Tonnen). Und in Ghana wolle die Regierung 200'000 Hektar Land für den Kakaoanbau erwerben und die Produktion von derzeit 0,5 Millionen Tonnen auf 1 Million Tonnen erhöhen.
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Chaecka
Unbeliebter CEO?
https://insideparadeplatz.ch/2025/08/20/barry-callebaut-ceo-provoziert-massenflucht-der-cracks/ Peter Feld hat keine sonderlich gute Presse. Wobei das nicht schädlich für den Kurs sein muss.
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alpenland2
kein Exportrisiko USA
Barry C (952 CHF +2.5% ) muss nicht aus CH -> USA exportieren Ja, Barry Callebaut betreibt Fabriken in den USA. Insbesondere Produktionsstätten befinden sich in American Canyon, Kalifornien, und Chicago, Illinois. Außerdem gibt es ein neues Lager in Bethlehem, Pennsylvania. Diese Erweiterungen und Investitionen in den USA zeigen, wie sehr Barry Callebaut sich dafür einsetzt, die Kundenbedürfnisse zu erfüllen und die Produktverfügbarkeit in der Region zu erhöhen.
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Häufig gestellte Fragen zur Barry Callebaut Aktie und zum Barry Callebaut Kurs

Der aktuelle Kurs der Barry Callebaut Aktie liegt bei 1.208,84 €.

Für 1.000€ kann man sich 0,83 Barry Callebaut Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Barry Callebaut Aktie lautet BYCBF.

Die 1 Monats-Performance der Barry Callebaut Aktie beträgt aktuell -2,25%.

Die 1 Jahres-Performance der Barry Callebaut Aktie beträgt aktuell 13,10%.

Der Aktienkurs der Barry Callebaut Aktie liegt aktuell bei 1.208,84 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von -2,25% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Barry Callebaut eine Wertentwicklung von -3,59% aus und über 6 Monate sind es -16,64%.

Das 52-Wochen-Hoch der Barry Callebaut Aktie liegt bei 1.538,00 CHF.

Das 52-Wochen-Tief der Barry Callebaut Aktie liegt bei 923,50 CHF.

Das Allzeithoch von Barry Callebaut liegt bei 2.382,00 CHF.

Das Allzeittief von Barry Callebaut liegt bei 222,00 CHF.

Die Volatilität der Barry Callebaut Aktie liegt derzeit bei 26,43%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Barry Callebaut in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 6,20 Mrd. CHF

Insgesamt sind 5,5 Mio Barry Callebaut Aktien im Umlauf.

Institutionelle Aktionäre hält +40,81% der Aktien und ist damit Hauptaktionär.

Laut money:care Nachhaltigkeitsscore liegt die Nachhaltigkeit von Barry Callebaut bei 47%. Erfahre hier mehr

Barry Callebaut hat seinen Hauptsitz in Schweiz.

Barry Callebaut gehört zum Sektor Konditorien.

Das KGV der Barry Callebaut Aktie beträgt 29,13.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Barry Callebaut betrug 14,79 Mrd CHF.

Ja, Barry Callebaut zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 12.01.2026 eine Dividende in Höhe von 29,00 CHF (31,11 €) gezahlt.

Zuletzt hat Barry Callebaut am 12.01.2026 eine Dividende in Höhe von 29,00 CHF (31,11 €) gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 2,57%. Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Barry Callebaut wurde am 12.01.2026 in Höhe von 29,00 CHF (31,11 €) je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 2,57%.

Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 12.01.2026. Es wurde eine Dividende in Höhe von 29,00 CHF (31,11 €) gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.

Die Barry Callebaut Aktie ist in den folgenden 1 großen ETFs enthalten:
  1. iShares STOXX Europe Small 200 UCITS ETF (DE)