- Die ASML-Aktie fiel am Montag um rund sieben Prozent.
- China plant, bis 2026 fünf DUV-Anlagen zu produzieren.
- Die Nasdaq 100 verlor zeitweise knapp ein Prozent.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Markus Weingran Die ASML-Aktie ist am Montag kräftig eingebrochen. Zeitweise verloren die Papiere rund sieben Prozent und fielen auf den tiefsten Stand seit einem Monat. Auslöser war ein Bericht von The Information über Fortschritte Chinas bei eigenen Anlagen für die Chipproduktion.
Demnach hat ein staatlich unterstütztes chinesisches Unternehmen mit der Fertigung von Immersionslithografie-Systemen für tiefes ultraviolettes Licht begonnen. Diese sogenannten DUV-Maschinen gehören zur Grundausstattung moderner Chipfabriken. Sie übertragen winzige Schaltkreisstrukturen auf Siliziumwafer und sind damit unverzichtbar für die Halbleiterproduktion.
Bislang beherrscht ASML diesen Markt nahezu vollständig. Lediglich Nikon (Nikon Aktie) und Canon (Canon Aktie) bieten vergleichbare Technik an. Für den niederländischen Konzern bildet die enorme technologische Eintrittsbarriere einen wichtigen Burggraben. Genau dieser könnte nun erste Risse bekommen.
China will dem Bericht zufolge noch 2026 zunächst fünf eigene DUV-Anlagen herstellen. Im Jahr 2027 soll die Produktion auf 20 Maschinen steigen. Das klingt im Vergleich zu den weltweiten Kapazitäten zunächst überschaubar. Entscheidend ist jedoch, dass China überhaupt in die Serienfertigung einsteigt.
Seit 2023 gelten für den Export fortschrittlicher DUV-Systeme nach China strenge westliche Beschränkungen. Diese sollten verhindern, dass chinesische Chiphersteller ihre Produktionskapazitäten für moderne Halbleiter schnell ausbauen können. Eine funktionierende heimische Alternative würde die Wirkung dieser Sanktionen langfristig deutlich abschwächen.
Noch ist unklar, wie leistungsfähig und zuverlässig die chinesischen Anlagen tatsächlich sind. Auch die geplanten Stückzahlen bedrohen das Geschäft von ASML kurzfristig kaum. Der starke Kursverlust dürfte daher zumindest teilweise eine Überreaktion sein.
Trotzdem verändert sich die strategische Ausgangslage. China investiert enorme Summen, um unabhängiger von westlicher Chiptechnologie zu werden. Jeder Fortschritt bei Lithografieanlagen verkleinert den Abstand zu den führenden Halbleiternationen.
Die Nachricht belastete deshalb nicht nur ASML. Auch der amerikanische Technologiesektor geriet unter Druck. Die Nasdaq 100 verlor am Montag zeitweise knapp ein Prozent und liegt inzwischen fast zehn Prozent unter seinem Rekordhoch von Anfang Juni.
Für ASML steht damit mehr auf dem Spiel als der Verkauf einiger weniger Maschinen. Der Konzern profitiert von einer technologischen Dominanz, die bislang kaum angreifbar schien. Sollte China seine DUV-Produktion schneller hochfahren als erwartet, könnte der wichtigste Burggraben der europäischen Chipindustrie langfristig an Tiefe verlieren.
Redaktion Ariva/MW
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
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5
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10
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20
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| Fallender Kurs |
Put
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5
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10
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20
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