- ASML präsentiert Q3 Zahlen am 14. Oktober.
- TSMC steigert Umsatz um 36 Prozent auf 40,2 Milliarden USD.
- TSMC plant Investitionen in Texas für zwölf Werke.
- Energiekrise als Kurstreiber:
Diese 5 Aktien könnten durchstarten (hier klicken)
Nicolas Ebert Für die Chipbranche beginnt Mitte Oktober die Stunde der Wahrheit. Der niederländische Maschinenbauer ASML legt am 14. Oktober seine Zahlen zum dritten Quartal vor, der taiwanische Auftragsfertiger TSMC folgt einen Tag später.
Die Börse rätselt, ob die Berichte als Test oder als Treibstoff wirken. So formuliert es Sara Awad vom Analysehaus Tech Contrarians im Podcast Investing Experts des Finanzportals Seeking Alpha. Awad ist bei beiden Aktien optimistisch. Mehr als die Zahlen interessiere sie aber die Reaktion des Marktes.
Starke Zahlen, schwache Kurse
Beide Konzerne gelten als Frühindikatoren mit langem Vorlauf, TSMC für die Chipfertigung, ASML für die Lithografie. Über die kurzfristige Lage sagen sie daher wenig. Im vergangenen Quartal lieferten beide glänzend ab und gerieten trotzdem unter Druck. TSMC steigerte den Umsatz um 36 Prozent auf 40,2 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn schoss um 77 Prozent nach oben.
Weil der Konzern zugleich seine Investitionen kräftig erhöhte, verlor die Aktie rund fünf Prozent. ASML hob seine Jahresprognose auf 43 bis 45 Milliarden Euro und wurde an der Börse dennoch abgestraft. Nach dem Dämpfer im dritten Quartal liegen die Erwartungen nun niedriger. Das könnte helfen.
Preiskampf bei künstlicher Intelligenz
Genau hinschauen werden Anlegerinnen und Anleger auch bei den Investitionsplänen der großen Cloud-Konzerne für 2027. Künstliche Intelligenz wird kostenbewusster. Zudem drängen günstigere Anbieter aus China auf den Markt. Awad verweist auf fallende Preise. Das Modell Opus 5.5 von Anthropic sei bei typischen Aufgaben 40 Prozent günstiger als sein Vorgänger. OpenAI senkte mit zwei neuen Modellen die Preise für Entwickler um die Hälfte, Microsoft gewährt Großkunden Mengenrabatte von 30 bis 50 Prozent.
TSMC blickt nach Texas
Unterdessen prüft TSMC laut der Nachrichtenagentur Reuters eine Investition in Texas. Sie käme zu den 265 Milliarden US-Dollar hinzu, die der Konzern bereits für Arizona zugesagt hat. Damit sollen in den Vereinigten Staaten insgesamt zwölf Werke entstehen. Joe Quatrochi von Wells Fargo sieht in einem Ausbau der Fertigung von Zwei-Nanometer-Chips vor allem Rückenwind für die Hersteller von Chipausrüstung, zu denen auch ASML zählt.
Die Aktie von TSMC schloss am Dienstag an der New Yorker Börse 0,9 Prozent höher bei 456,94 US-Dollar. ASML legte an der Nasdaq um 3,6 Prozent zu. Laut Stockanalysis sehen die Analysten bei TSMC im Schnitt noch 21 Prozent Luft, bei ASML 15 Prozent.
Fazit
Die Latte liegt hoch, die Bewertungen ebenso. ASML kostet rund das 57-Fache des Gewinns, TSMC knapp das 29-Fache. Entscheidend wird der Ausblick auf das Jahr 2027 sein. Langfristig bleiben beide Konzerne die Mautstellen des Booms um künstliche Intelligenz. Rund um die Zahlen drohen aber starke Schwankungen. Wer einsteigen will, wartet die Reaktion auf die Berichte besser ab.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
|
5
|
10
| |
| Fallender Kurs |
Put
|
5
|
10
|
20
|
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.