Nicht Airbus oder Boeing: Dieser Konzern könnte die Luftfahrt elektrifizieren
Markus Weingran
Markus Weingran
Markus Weingran ist seit mehr als 20 Jahren als Kapitalmarkt-Stratege und Aktien-Experte aktiv. Geprägt durch die langjährige Zusammenarbeit mit dem Finanzexperten Hans A. Bernecker verfolgt er einen klaren Anspruch: in jeder Börsenphase das Beste für Anleger herauszuholen. Weitere Einschätzungen und Trading-Ideen teilt er auch täglich in der wallstreetONLINE Börsenlounge auf YouTube.
Die nächste Revolution der Luftfahrt könnte elektrisch werden. Ein US-Konzern setzt auf Fracht, medizinische Transporte und eigene Infrastruktur statt auf Flugtaxis. BofA Securities sieht darin einen möglichen "Wegbereiter der elektrischen Luftfahrt".
Für dich zusammengefasst:
Beta Technologies entwickelt elektrische Fluggeräte in den USA.
Das Unternehmen setzt auf Logistik und medizinische Transporte.
Im zweiten Quartal 2023 erzielte es 14,7 Millionen US-Dollar Umsatz.
Die Luftfahrt steht vor einem möglichen Technologiewandel. Während Airbus und Boeing weiterhin auf klassische Flugzeugkonzepte mit effizienteren Triebwerken setzen, arbeiten neue Unternehmen an elektrischen Fluggeräten für Kurzstrecken, Fracht und Spezialanwendungen. Einer der ambitioniertesten Player kommt aus den USA.
Beta Technologies verfolgt dabei einen anderen Ansatz als viele Konkurrenten im Bereich der elektrischen Luftmobilität. Statt sich ausschließlich auf futuristische Flugtaxis in Großstädten zu konzentrieren, setzt das Unternehmen auf konkrete Anwendungen wie Logistik, medizinische Transporte und regionale Verbindungen.
Elektroflugzeuge und eigene Ladeinfrastruktur
Das Geschäftsmodell basiert auf einer Kombination aus Flugzeugentwicklung und Infrastruktur. Im Mittelpunkt steht die ALIA-Familie. Die VTOL-Version kann senkrecht starten und landen und ist für Passagier-, Fracht- und Spezialmissionen ausgelegt. Daneben entwickelt das Unternehmen mit der CTOL-Variante ein klassisches Elektroflugzeug, das von normalen Startbahnen operieren kann.
Ein wichtiger Vorteil dieses Ansatzes: Die konventionelle Start- und Landevariante ermöglicht nach Einschätzung von Analysten einen schnelleren Einstieg in den Markt, da technische und regulatorische Hürden geringer sind als bei vollständig neuen Flugkonzepten.
Zusätzlich baut das Unternehmen ein eigenes Netzwerk an Ladestationen auf. Die sogenannten „Charge Cubes“ sollen nicht nur die eigenen Flugzeuge versorgen, sondern langfristig Teil einer neuen Infrastruktur für elektrische Luftfahrt werden.
Partnerschaften mit Luftfahrt- und Logistikkonzernen
Der Fokus auf praktische Anwendungen hat bereits verschiedene Partner angezogen. Das Unternehmen arbeitet unter anderem mit dem Logistikkonzern UPS, der Fluggesellschaft Air New Zealand sowie Akteuren aus dem US-Verteidigungsbereich zusammen.
Gerade der Frachtbereich gilt als attraktiver Einstiegspunkt für elektrische Flugzeuge. Unternehmen könnten zunächst kleinere regionale Strecken bedienen, bevor komplexere Passagieranwendungen folgen.
BofA sieht großes Potenzial
Auch die Analysten von BofA Securities sehen in dem Unternehmen einen möglichen Gewinner des Wandels in der Luftfahrt. In einer Analyse vom Jahresanfang verwies die Bank auf mehrere strategische Vorteile: die Konzentration auf Fracht- und medizinische Betreiber, den Zertifizierungsansatz, die vertikale Integration und die breite Produktstrategie.
Ein weiterer Wachstumstreiber könnte das Aftermarket-Geschäft werden. Laut BofA könnte der erwartete Batterieaustauschzyklus von etwa 12 bis 24 Monaten langfristig wiederkehrende Umsätze ermöglichen.
Die vertikale Integration – also die Entwicklung und Produktion wichtiger Komponenten aus einer Hand – soll zudem Kontrolle über Technologie, geistiges Eigentum und Produktionsqualität sichern.
Noch hohe Verluste – aber steigende Umsätze
Noch befindet sich das Unternehmen in einer frühen Entwicklungsphase. Im zweiten Quartal wurde ein Verlust von 0,64 US-Dollar je verwässerter Aktie ausgewiesen. Im Vorjahreszeitraum lag der Verlust noch bei 2,02 US-Dollar je Aktie.
Gleichzeitig wächst der Umsatz deutlich. Im Quartal bis Ende Juni erzielte das Unternehmen 14,7 Millionen US-Dollar nach 6 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Analysten hatten lediglich mit 9,5 Millionen US-Dollar gerechnet.
Zulassung bleibt der entscheidende Faktor
Die größten Herausforderungen bleiben jedoch bestehen. Die Zulassung durch Luftfahrtbehörden ist eine der wichtigsten Hürden. Zudem begrenzen Batteriekapazitäten weiterhin Reichweite und Nutzlast elektrischer Flugzeuge.
Auch der Wettbewerb ist intensiv. Unternehmen wie Joby Aviation und Archer Aviation verfolgen ähnliche Ziele im Bereich elektrischer Luftmobilität.
Trotz der Risiken sieht BofA Securities langfristiges Potenzial. Die Bank hat die Aktie mit einer Kaufempfehlung aufgenommen und ein Kursziel von 35 US-Dollar ausgegeben. BofA sieht in dem Konzern einen möglichen "Wegbereiter der elektrischen Luftfahrt".
Dieses Video wird aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen nicht abgespielt. Wenn Sie dieses Video betrachten möchten, geben Sie bitte hier die Einwilligung, dass wir Ihnen Youtube-Videos anzeigen dürfen.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier:
DE000NB2AQ53 ,
DE000NB2AQZ0 ,
DE000NB7SST0 ,
DE000NB7GQQ5 ,
DE000NB7PGA1 ,
DE000NB7Q3B2 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.