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Ryanair Holdings Aktie

Aktie
WKN:  A1401Z ISIN:  IE00BYTBXV33 US-Symbol:  RYAOF Branche:  Fluggesellschaften Land:  Irland
28,65 €
-0,07 €
-0,24%
20.01.26
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
30,92 Mrd. €
Streubesitz
50,88%
KGV
12,87
Dividende
0,19 €
Dividendenrendite
0,67%
neu: Nachhaltigkeits-Score
40 %
Index-Zuordnung
-
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Ryanair Holdings Aktie Chart

Unternehmensbeschreibung

Ryanair Holdings plc ist eine irische börsennotierte Luftfahrt-Holding mit Fokus auf kostenführende Punkt-zu-Punkt-Verbindungen im europäischen Kurz- und Mittelstreckenverkehr. Die Gruppe betreibt eine der größten Flotten von Boeing-737-Flugzeugen in Europa und adressiert vor allem preissensitive Privatreisende sowie zunehmend auch kostenbewusste Geschäftsreisende. Das Unternehmen gilt als archetypischer Low-Cost-Carrier und prägt seit den 1990er-Jahren die Konsolidierung und Liberalisierung des europäischen Luftverkehrsmarktes. Für Anleger fungiert Ryanair als Hebel auf Luftverkehrsnachfrage, Tourismusströme und Kaufkraftentwicklung in Europa.

Geschäftsmodell und Erlösquellen

Das Geschäftsmodell von Ryanair ist konsequent auf eine Kostenführerschaftsstrategie ausgerichtet. Die Airline setzt auf ein Single-Type-Flottenkonzept mit standardisierten Boeing-737-Mustern, hohe Auslastung, schnelle Bodenzeiten und überwiegend Direktverbindungen ohne komplexe Umsteigestrukturen. Die Erlöse resultieren aus zwei Hauptsäulen: dem Ticketverkauf im Linienverkehr und einem breiten Portfolio an Nebenumsätzen (Ancillary Revenues). Zu den Nebenumsätzen zählen insbesondere entgeltpflichtiges Aufgabegepäck, Sitzplatzreservierungen, Priority Boarding, Bordverkauf, Provisionsmodelle mit Mietwagen-, Hotel- und Versicherungsanbietern sowie Werbeerlöse. Ryanair nutzt eine konsequent digitale Distributionsstrategie über Website und App und verzichtet weitgehend auf klassische Vertriebskanäle wie Reisebüros oder GDS-Systeme. Der Fokus auf Sekundärflughäfen mit niedrigeren Gebühren, vereinfachten Abfertigungsprozessen und geringerer Slot-Konkurrenz reduziert die operativen Stückkosten. Das Geschäftsmodell kombiniert damit hohe Flottenproduktivität, strikte Kostenkontrolle und ertragsstarke Zusatzleistungen zu einem skalierbaren Low-Cost-Netzwerk.

Mission und strategische Leitlinien

Die Mission von Ryanair lässt sich vereinfacht als Bereitstellung von möglichst niedrigen Flugtarifen bei hoher operativer Zuverlässigkeit im europäischen Luftverkehr beschreiben. Strategisch strebt das Management die Positionierung als kostengünstigste und zugleich pünktlichste große Airline Europas an. Aus Investorensicht basiert die Mission auf folgenden Leitlinien: erstens Maximierung der Sitzplatzkilometer zu niedrigsten verfügbaren Stückkosten, zweitens aggressive Preisgestaltung zur Auslastungsoptimierung, drittens kontinuierliche Flottenmodernisierung mit fokus auf Treibstoffeffizienz, viertens laufende Digitalisierung von Buchungs-, Abfertigungs- und Kundenprozessen zur Senkung der Overheadkosten. Die Mission steht im Kontext eines harten Wettbewerbsumfelds, in dem Ryanair als Disruptor traditioneller Netzwerkcarrier auftritt und weiterhin auf strukturelle Marktanteilsgewinne in Europa abzielt.

Produkte, Dienstleistungen und Angebotsstruktur

Das Kernerzeugnis ist der Linienflug im europäischen Kurz- und Mittelstreckensegment im Economy-Segment ohne inkludierte Zusatzleistungen. Auf dieser Basis bietet Ryanair ein Baukastenprodukt mit optionalen Upgrades. Zu den wesentlichen Produktbestandteilen gehören:
  • Basisbeförderung im Economy-Tarif ohne Aufgabegepäck
  • Zusatzleistungen wie Aufgabegepäck, Sportgepäck, Priority Boarding und flexible Umbuchungsoptionen
  • Tarifbündel für Familien, Gruppen und Geschäftsreisende mit inkludierten Services
  • Digitale Services über App und Webportal, etwa mobile Bordkarten und Self-Service-Änderungen
  • Reisebezogene Zusatzprodukte wie Mietwagen, Hotels und Reiseversicherungen mit Provisionsmodell
Im Geschäftsreisemarkt versucht Ryanair über bessere Taktung auf nachfragestarken Strecken, priorisierte Abfertigung und Kooperationsangebote mit Travel-Management-Firmen zusätzliche Marktsegmente zu erschließen. Operativ bleibt das Produkt bewusst standardisiert, um Komplexität im Flugbetrieb zu begrenzen und Skaleneffekte voll auszuschöpfen.

Business Units und Konzernstruktur

Ryanair Holdings plc fungiert als Holdinggesellschaft über mehrere operativ tätige Fluggesellschaften, die jeweils mit eigenen AOCs (Air Operator Certificates) in unterschiedlichen europäischen Jurisdiktionen agieren. Zu den wesentlichen Einheiten gehören:
  • Ryanair DAC mit Sitz in Irland als historischer Kerncarrier
  • Ryanair UK als britische Einheit zur Sicherung der Verkehrsrechte nach dem Brexit
  • Buzz (ehemals Ryanair Sun) mit Schwerpunkt auf Betrieb in Mittel- und Osteuropa
  • Malta Air als Plattform für Wachstum und Flottenregistrierung in der EU
  • Laudamotion beziehungsweise Nachfolgestrukturen, die in der Vergangenheit zur Marktbearbeitung in Österreich und Zentraleuropa dienten
Die Holding bündelt Funktionen wie Flottenplanung, Finanzierung, Einkauf, Netzwerkplanung und zentrale IT, während die operativen Gesellschaften den Flugbetrieb entsprechend nationaler regulatorischer Rahmenbedingungen durchführen. Diese Struktur ermöglicht Flexibilität bei der Allokation von Flugzeugen und Verkehrsrechten und dient zugleich der Optimierung arbeits- und steuerrechtlicher Rahmenbedingungen innerhalb der EU.

Alleinstellungsmerkmale und Wettbewerbsposition

Ryanair differenziert sich im europäischen Luftverkehr durch eine Kombination aus ausgeprägter Kostenführerschaft, hoher Kapazität und aggressiver Preissetzung. Zu den wesentlichen Alleinstellungsmerkmalen zählen:
  • konsequente Single-Fleet-Strategie mit Fokus auf Boeing 737 zur Standardisierung von Wartung, Training und Ersatzteilhaltung
  • sehr hohe Flugzeugnutzung mit kurzen Bodenzeiten und dichter Flugplanung
  • breite Abdeckung von Sekundär- und Regionalflughäfen mit günstigen Entgeltstrukturen
  • starke Verhandlungsmacht gegenüber Flughäfen und Dienstleistern durch hohes Volumen
  • ausgeprägte Kultur der Kostenkontrolle und Prozessoptimierung im gesamten Unternehmen
Im Preis-Mengen-Segment des europäischen Point-to-Point-Verkehrs gehört Ryanair zu den dominanten Akteuren und beeinflusst die Preisbildung auf vielen Strecken maßgeblich. Das Unternehmen hat sich als unverzichtbarer Partner für zahlreiche Flughäfen mit touristischem Fokus etabliert und übt in diesen Märkten erheblichen Einfluss auf Passagierströme und Kapazitätsplanung aus.

Ökonomische Burggräben (Moats)

Der Wettbewerbsvorteil von Ryanair basiert weniger auf Markeneintrittsbarrieren im klassischen Sinne als auf kumulativen Kosten- und Skalenvorteilen. Wichtige Moats sind:
  • Skaleneffekte: Große und homogene Flotte, hohe Beschaffungsvolumina und Standardisierung senken die Stückkosten im Vergleich zu kleineren Wettbewerbern.
  • Netzwerk- und Flughafenzugänge: Langfristige Vereinbarungen mit vielen Sekundärflughäfen und gemeinsam aufgebaute Verkehrsnachfrage wirken als Barriere für neue Low-Cost-Anbieter.
  • Markenpositionierung im Low-Cost-Segment: Ryanair ist als „Billigflieger“ stark verankert, was die Preiserwartungen der Kunden prägt und Nachfrage selbst bei konjunktureller Schwäche stützen kann.
  • Operationelle Exzellenz: Routine im Umgang mit hohem Flugaufkommen, schnelle Turnarounds und effiziente Crewplanung sind organisatorisch schwer zu imitieren.
Diese Burggräben sind allerdings dynamisch und unterliegen technologischen, regulatorischen und wettbewerblichen Veränderungen. Für konservative Anleger bleibt zentral, ob Ryanair seine relativen Kosten- und Effizienzvorteile gegenüber neuen und etablierten Carriern langfristig verteidigen kann.

Wettbewerbsumfeld und Marktgegner

Ryanair agiert in einem fragmentierten, zyklischen und stark regulierten Markt. Zu den direkten Wettbewerbern im europäischen Low-Cost-Segment zählen vor allem:
  • easyJet mit starker Präsenz in Großbritannien, der Schweiz und auf kontinentaleuropäischen Primärflughäfen
  • Wizz Air mit Fokus auf Mittel- und Osteuropa und einem ebenfalls ausgeprägten Low-Cost-Ansatz
  • Vueling und andere Low-Cost-Töchter traditioneller Netzwerkcarrier in Südeuropa
Indirekte Konkurrenz entsteht durch Netzwerkairlines wie Lufthansa Group, Air France-KLM und IAG, die auf vielen Strecken mit Basis-Economy-Tarifen und eigenen Billigmarken agieren. Zusätzlich nimmt der Wettbewerb durch Hochgeschwindigkeitszüge auf bestimmten innereuropäischen Strecken zu, insbesondere in Westeuropa. Ryanair konkurriert dabei vorrangig über den Preis, aber auch über Frequenz, Streckenangebot und Reisezeit. Konsolidierungsprozesse und mögliche weitere Marktaustritte von kleineren Airlines können Ryanair zusätzliche Marktanteilsgewinne ermöglichen, erhöhen aber zugleich die regulatorische Aufmerksamkeit gegenüber marktbeherrschenden Positionen.

Management, Eigentümerstruktur und Strategie

Die Holding wird von einem erfahrenen Managementteam geführt, das seit Jahrzehnten im europäischen Luftverkehr aktiv ist. CEO Michael O'Leary gilt als treibende Kraft hinter der aggressiven Kostenführungsstrategie und ist eine prägende Figur des Unternehmens. Die Führung setzt auf eine klar quantifizierte, langfristige Flotten- und Wachstumsplanung, basierend auf großvolumigen Flugzeugbestellungen und einer kontinuierlichen Streckennetzoptimierung. Strategische Schwerpunkte des Managements sind:
  • Wachstum der Passagierkapazität und Verdichtung bestehender Routen
  • schrittweise Verbesserung der Kundenwahrnehmung ohne Aufgabe des Low-Cost-Profils
  • Ausbau des Geschäftsreiseanteils in ausgewählten Märkten
  • Investitionen in emissionsärmere Flugzeuggenerationen, um regulatorischen und gesellschaftlichen Anforderungen Rechnung zu tragen
Die Eigentümerstruktur ist breit gestreut mit institutionellen Anlegern und Privatinvestoren, wobei europarechtliche Vorgaben zur Eigentümerschaft in EU-Fluggesellschaften zu beachten sind. Corporate-Governance-Fragen, Arbeitsbeziehungen und der Umgang mit Regulierung stehen regelmäßig im Fokus von Öffentlichkeit und Investoren.

Branchen- und Regionsanalyse

Ryanair ist nahezu vollständig auf den europäischen Luftverkehrsmarkt fokussiert, einschließlich Verbindungen nach Nordafrika und in den Nahen Osten im begrenzten Umfang. Der Kernmarkt zeichnet sich aus durch:
  • Liberalisierte Binnenluftverkehrsrechte im EU/EWR-Raum
  • hohe Saisonalität mit Spitzen im Sommer- und Ferienreiseverkehr
  • starke Korrelation mit Tourismus, privatem Konsum und allgemeiner Konjunkturlage
  • zunehmende regulatorische Eingriffe in Form von Klimaauflagen, Steuern und Verbraucherschutzvorschriften
Der europäische Luftverkehr weist im Langfristtrend eine wachsende Nachfrage nach preisgünstigen Punkt-zu-Punkt-Verbindungen auf, gleichzeitig nimmt der politische Druck in Richtung CO₂-Reduktion, Lärmschutz und alternativer Verkehrsträger zu. Für Ryanair eröffnet das Marktumfeld Chancen, Kapazität von schwächeren oder staatlich eingeschränkten Wettbewerbern zu übernehmen, birgt aber Risiken durch potenziell steigende Abgaben und operative Restriktionen. Geografisch ist Ryanair breit diversifiziert über zahlreiche Basen in West-, Mittel- und Südeuropa, was länderspezifische Nachfrageschwankungen teilweise ausgleicht.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Ryanair wurde in den 1980er-Jahren in Irland gegründet und begann als kleine Regionalairline. Mit der Liberalisierung des europäischen Luftverkehrs in den 1990er-Jahren vollzog das Unternehmen den strategischen Wandel zum Low-Cost-Carrier nach dem Vorbild von US-Vorbildern. Eine konsequente Fokussierung auf günstige Tickets, standardisierte Flotte und Sekundärflughäfen ermöglichte ein starkes Wachstum und eine sukzessive Ausweitung des Streckennetzes über Irland und Großbritannien hinaus. In den 2000er- und 2010er-Jahren etablierte sich Ryanair als einer der größten Passagierbeförderer Europas und nutzte Marktverwerfungen sowie Krisenphasen im Luftverkehr wiederholt zur Expansion. Die Gesellschaft wandelte sich parallel von einer stark auf Punktpreis und Volumen ausgerichteten Marke zu einem etwas kundenfreundlicheren, aber weiterhin strikt kostenorientierten Anbieter. Die Gründung und Akquisition einzelner Tochtergesellschaften, insbesondere in Mittel- und Osteuropa, diente der regionalen Diversifikation und der Anpassung an unterschiedliche regulatorische Rahmenbedingungen. Historisch war Ryanair häufig Gegenstand öffentlicher Kontroversen zu Themen wie Arbeitsbedingungen, Entschädigungspraktiken und Umwelteinfluss, was die reputationsbezogenen Risiken des Geschäftsmodells unterstreicht.

Besonderheiten und Risikofaktoren des Geschäftsmodells

Ryanairs Modell weist mehrere Besonderheiten auf, die für konservative Investoren relevant sind. Dazu zählen:
  • hoher Fixkostenblock durch Flugzeuge, Wartung und Slots, der eine stetige Auslastung erfordert
  • Abhängigkeit von einem einzigen Flugzeughersteller und wenigen Flugzeugtypen
  • konsequente Niedrigpreisstrategie, die den Spielraum bei Margen in Nachfrageschwächen begrenzt
  • ausgeprägter Fokus auf Sekundärflughäfen und vertragliche Abhängigkeiten von lokalen Behörden
  • regelmäßige arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen und Tarifkonflikte
Zusätzlich ist Ryanair besonders exponiert gegenüber regulatorischen Maßnahmen im Bereich Klimaschutz, Passagierrechten und Flughafengebühren. Image- und Reputationsrisiken können sich in Zeiten intensiver öffentlicher Diskussion über Flugemissionen und soziale Standards verstärken. Die strikte Kostendisziplin erhöht nach innen den Druck auf Prozesse, Personalplanung und Lieferketten, was bei Störungen, etwa durch Streiks oder operative Engpässe, zu überproportionalen Ausfällen führen kann.

Chancen für langfristig orientierte Anleger

Für konservative Anleger ergeben sich mögliche Chancen vor allem aus den strukturellen Eigenschaften des europäischen Luftverkehrs und der Marktposition von Ryanair. Potenzielle positive Treiber sind:
  • weitere Verlagerung von Nachfrage von Netzwerkcarriern zu Low-Cost-Airlines aufgrund von Preissensitivität
  • Marktbereinigung durch Krisen, die kapital- und kostenstärkere Anbieter begünstigt
  • Skaleneffekte durch Flottenmodernisierung mit effizienteren Flugzeugen, die Treibstoffverbrauch und CO₂-Kosten pro Sitz senken
  • Digitalisierung und Automatisierung von Kundenprozessen, die Overheadkosten und Fehleranfälligkeit verringern
  • Wachstum im intraeuropäischen Tourismus sowie zunehmende Kurzreisen, insbesondere bei jüngeren Kundengruppen
Sofern es Ryanair gelingt, seine Kostenführerschaft zu behaupten und regulatorische Anforderungen proaktiv zu adressieren, könnte das Unternehmen seine Marktstellung ausbauen und von einer langfristig wachsenden Passagiernachfrage in Europa profitieren. Die geografische Diversifikation im europäischen Raum kann zyklische Schwankungen in einzelnen Ländern abfedern, bleibt jedoch insgesamt konjunkturabhängig.

Risiken und Bewertung aus konservativer Anlegerperspektive

Dem gegenüber steht ein Bündel von Risiken, das für risikoaverse Anleger sorgfältig zu gewichten ist. Zentrale Faktoren sind:
  • branchenübliche hohe Volatilität der Ertragslage aufgrund von Konjunkturzyklen, geopolitischen Spannungen, Pandemien und Treibstoffpreisschwankungen
  • regulatorische Risiken durch potenzielle Flugsteuern, CO₂-Bepreisung, strengere Emissionsvorgaben und Einschränkungen kurzstreckiger Flüge
  • Wechselkursrisiken und Energiepreissensitivität, da Treibstoffkosten eine wesentliche Kostenkomponente darstellen
  • Abhängigkeit vom Managementstil einer stark profilierenden Führungspersönlichkeit
  • Arbeits- und Tarifkonflikte, die zu Streiks und Reputationsschäden führen können
  • mögliche Kapazitätsüberhänge im Markt, wenn mehrere Airlines gleichzeitig expandieren
Konservative Investoren sollten zudem die inhärente Zyklik der Luftfahrtbranche und die oftmals geringe Prognosesicherheit künftiger Margen berücksichtigen. Ein Engagement in Ryanair stellt damit eher eine Beteiligung an einem zyklischen, kapitalintensiven Geschäftsmodell mit strukturellen Wettbewerbsvorteilen im Low-Cost-Segment dar, jedoch ohne planbaren, stetigen Cashflow-Verlauf. Eine Anlageentscheidung erfordert neben der unternehmensspezifischen Analyse eine gründliche Einschätzung der allgemeinen Luftverkehrskonjunktur, der europäischen Regulierungsdynamik und der individuellen Risikotragfähigkeit, ohne dass daraus eine Empfehlung im engeren Sinne abgeleitet werden sollte.

Kursdaten

Geld/Brief -   / -  
Spread -
Schluss Vortag 28,72 €
Gehandelte Stücke 57.998
Tagesvolumen Vortag 388.016,3 €
Tagestief 28,45 €
Tageshoch 29,24 €
52W-Tief 16,38 €
52W-Hoch 30,08 €
Jahrestief 28,03 €
Jahreshoch 29,88 €

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Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 13.949 €
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 1.558 €
Jahresüberschuss in Mio. 1.612 €
Umsatz je Aktie -
Gewinn je Aktie 1,45 €
Gewinnrendite +22,90%
Umsatzrendite +11,55%
Return on Investment +9,21%
Marktkapitalisierung in Mio. -
KGV (Kurs/Gewinn) 12,87
KBV (Kurs/Buchwert) -
KUV (Kurs/Umsatz) -
Eigenkapitalrendite +22,90%
Eigenkapitalquote +40,19%

Derivate

Hebelprodukte (277)
Knock-Outs 135
Faktor-Zertifikate 101
Optionsscheine 41

Dividenden Kennzahlen

Auszahlungen/Jahr 2
Gesteigert seit 1 Jahr
Keine Senkung seit 1 Jahr
Stabilität der Dividende 1 (max 1,00)
Ausschüttungs- 19,9% (auf den Gewinn/FFO)
quote 20,1% (auf den Free Cash Flow)
Erwartete Dividendensteigerung 5%

Dividenden Historie

Datum Dividende
15.01.2026 0,19 €
07.08.2025 0,23 €
16.01.2025 0,22 €
08.08.2024 0,18 €
18.01.2024 0,18 €
12.02.2015 0,38 €
14.11.2012 0,34 €
15.09.2010 0,34 €
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Termine

31.03.2026 Quartalsmitteilung
Quelle: Leeway

Prognose & Kursziel

Die Ryanair Holdings Aktie wird von Analysten als unterbewertet eingestuft.
Ø Kursziel Akt. Kurs Abstand
30,19 € 28,70 € +5,18%

Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 28,89 € +0,77%
28,67 € 20.01.26
Frankfurt 28,94 € -4,08%
30,17 € 20.01.26
Hamburg 30,60 € +7,44%
28,48 € 20.01.26
München 28,89 € +1,19%
28,55 € 20.01.26
Stuttgart 28,95 € -3,53%
30,01 € 20.01.26
Xetra 28,65 € -0,24%
28,72 € 20.01.26
L&S RT 29,08 € -3,20%
30,04 € 20.01.26
Tradegate 28,30 € -6,45%
30,25 € 20.01.26
Quotrix 28,57 € -4,73%
29,99 € 20.01.26
Gettex 29,12 € -3,16%
30,07 € 20.01.26
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
20.01.26 28,60 1,51 M
19.01.26 28,72 388 T
16.01.26 28,80 327 T
15.01.26 28,79 226 T
14.01.26 28,16 97 T
13.01.26 28,42 299 T
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 28,42 € +0,63%
1 Monat 29,39 € -2,69%
6 Monate 23,26 € +22,96%
1 Jahr 18,305 € +56,24%
5 Jahre 15,615 € +83,16%

Unternehmensprofil Ryanair Holdings plc

Ryanair Holdings plc ist eine irische börsennotierte Luftfahrt-Holding mit Fokus auf kostenführende Punkt-zu-Punkt-Verbindungen im europäischen Kurz- und Mittelstreckenverkehr. Die Gruppe betreibt eine der größten Flotten von Boeing-737-Flugzeugen in Europa und adressiert vor allem preissensitive Privatreisende sowie zunehmend auch kostenbewusste Geschäftsreisende. Das Unternehmen gilt als archetypischer Low-Cost-Carrier und prägt seit den 1990er-Jahren die Konsolidierung und Liberalisierung des europäischen Luftverkehrsmarktes. Für Anleger fungiert Ryanair als Hebel auf Luftverkehrsnachfrage, Tourismusströme und Kaufkraftentwicklung in Europa.

Geschäftsmodell und Erlösquellen

Das Geschäftsmodell von Ryanair ist konsequent auf eine Kostenführerschaftsstrategie ausgerichtet. Die Airline setzt auf ein Single-Type-Flottenkonzept mit standardisierten Boeing-737-Mustern, hohe Auslastung, schnelle Bodenzeiten und überwiegend Direktverbindungen ohne komplexe Umsteigestrukturen. Die Erlöse resultieren aus zwei Hauptsäulen: dem Ticketverkauf im Linienverkehr und einem breiten Portfolio an Nebenumsätzen (Ancillary Revenues). Zu den Nebenumsätzen zählen insbesondere entgeltpflichtiges Aufgabegepäck, Sitzplatzreservierungen, Priority Boarding, Bordverkauf, Provisionsmodelle mit Mietwagen-, Hotel- und Versicherungsanbietern sowie Werbeerlöse. Ryanair nutzt eine konsequent digitale Distributionsstrategie über Website und App und verzichtet weitgehend auf klassische Vertriebskanäle wie Reisebüros oder GDS-Systeme. Der Fokus auf Sekundärflughäfen mit niedrigeren Gebühren, vereinfachten Abfertigungsprozessen und geringerer Slot-Konkurrenz reduziert die operativen Stückkosten. Das Geschäftsmodell kombiniert damit hohe Flottenproduktivität, strikte Kostenkontrolle und ertragsstarke Zusatzleistungen zu einem skalierbaren Low-Cost-Netzwerk.

Mission und strategische Leitlinien

Die Mission von Ryanair lässt sich vereinfacht als Bereitstellung von möglichst niedrigen Flugtarifen bei hoher operativer Zuverlässigkeit im europäischen Luftverkehr beschreiben. Strategisch strebt das Management die Positionierung als kostengünstigste und zugleich pünktlichste große Airline Europas an. Aus Investorensicht basiert die Mission auf folgenden Leitlinien: erstens Maximierung der Sitzplatzkilometer zu niedrigsten verfügbaren Stückkosten, zweitens aggressive Preisgestaltung zur Auslastungsoptimierung, drittens kontinuierliche Flottenmodernisierung mit fokus auf Treibstoffeffizienz, viertens laufende Digitalisierung von Buchungs-, Abfertigungs- und Kundenprozessen zur Senkung der Overheadkosten. Die Mission steht im Kontext eines harten Wettbewerbsumfelds, in dem Ryanair als Disruptor traditioneller Netzwerkcarrier auftritt und weiterhin auf strukturelle Marktanteilsgewinne in Europa abzielt.

Produkte, Dienstleistungen und Angebotsstruktur

Das Kernerzeugnis ist der Linienflug im europäischen Kurz- und Mittelstreckensegment im Economy-Segment ohne inkludierte Zusatzleistungen. Auf dieser Basis bietet Ryanair ein Baukastenprodukt mit optionalen Upgrades. Zu den wesentlichen Produktbestandteilen gehören:
  • Basisbeförderung im Economy-Tarif ohne Aufgabegepäck
  • Zusatzleistungen wie Aufgabegepäck, Sportgepäck, Priority Boarding und flexible Umbuchungsoptionen
  • Tarifbündel für Familien, Gruppen und Geschäftsreisende mit inkludierten Services
  • Digitale Services über App und Webportal, etwa mobile Bordkarten und Self-Service-Änderungen
  • Reisebezogene Zusatzprodukte wie Mietwagen, Hotels und Reiseversicherungen mit Provisionsmodell
Im Geschäftsreisemarkt versucht Ryanair über bessere Taktung auf nachfragestarken Strecken, priorisierte Abfertigung und Kooperationsangebote mit Travel-Management-Firmen zusätzliche Marktsegmente zu erschließen. Operativ bleibt das Produkt bewusst standardisiert, um Komplexität im Flugbetrieb zu begrenzen und Skaleneffekte voll auszuschöpfen.

Business Units und Konzernstruktur

Ryanair Holdings plc fungiert als Holdinggesellschaft über mehrere operativ tätige Fluggesellschaften, die jeweils mit eigenen AOCs (Air Operator Certificates) in unterschiedlichen europäischen Jurisdiktionen agieren. Zu den wesentlichen Einheiten gehören:
  • Ryanair DAC mit Sitz in Irland als historischer Kerncarrier
  • Ryanair UK als britische Einheit zur Sicherung der Verkehrsrechte nach dem Brexit
  • Buzz (ehemals Ryanair Sun) mit Schwerpunkt auf Betrieb in Mittel- und Osteuropa
  • Malta Air als Plattform für Wachstum und Flottenregistrierung in der EU
  • Laudamotion beziehungsweise Nachfolgestrukturen, die in der Vergangenheit zur Marktbearbeitung in Österreich und Zentraleuropa dienten
Die Holding bündelt Funktionen wie Flottenplanung, Finanzierung, Einkauf, Netzwerkplanung und zentrale IT, während die operativen Gesellschaften den Flugbetrieb entsprechend nationaler regulatorischer Rahmenbedingungen durchführen. Diese Struktur ermöglicht Flexibilität bei der Allokation von Flugzeugen und Verkehrsrechten und dient zugleich der Optimierung arbeits- und steuerrechtlicher Rahmenbedingungen innerhalb der EU.

Alleinstellungsmerkmale und Wettbewerbsposition

Ryanair differenziert sich im europäischen Luftverkehr durch eine Kombination aus ausgeprägter Kostenführerschaft, hoher Kapazität und aggressiver Preissetzung. Zu den wesentlichen Alleinstellungsmerkmalen zählen:
  • konsequente Single-Fleet-Strategie mit Fokus auf Boeing 737 zur Standardisierung von Wartung, Training und Ersatzteilhaltung
  • sehr hohe Flugzeugnutzung mit kurzen Bodenzeiten und dichter Flugplanung
  • breite Abdeckung von Sekundär- und Regionalflughäfen mit günstigen Entgeltstrukturen
  • starke Verhandlungsmacht gegenüber Flughäfen und Dienstleistern durch hohes Volumen
  • ausgeprägte Kultur der Kostenkontrolle und Prozessoptimierung im gesamten Unternehmen
Im Preis-Mengen-Segment des europäischen Point-to-Point-Verkehrs gehört Ryanair zu den dominanten Akteuren und beeinflusst die Preisbildung auf vielen Strecken maßgeblich. Das Unternehmen hat sich als unverzichtbarer Partner für zahlreiche Flughäfen mit touristischem Fokus etabliert und übt in diesen Märkten erheblichen Einfluss auf Passagierströme und Kapazitätsplanung aus.

Ökonomische Burggräben (Moats)

Der Wettbewerbsvorteil von Ryanair basiert weniger auf Markeneintrittsbarrieren im klassischen Sinne als auf kumulativen Kosten- und Skalenvorteilen. Wichtige Moats sind:
  • Skaleneffekte: Große und homogene Flotte, hohe Beschaffungsvolumina und Standardisierung senken die Stückkosten im Vergleich zu kleineren Wettbewerbern.
  • Netzwerk- und Flughafenzugänge: Langfristige Vereinbarungen mit vielen Sekundärflughäfen und gemeinsam aufgebaute Verkehrsnachfrage wirken als Barriere für neue Low-Cost-Anbieter.
  • Markenpositionierung im Low-Cost-Segment: Ryanair ist als „Billigflieger“ stark verankert, was die Preiserwartungen der Kunden prägt und Nachfrage selbst bei konjunktureller Schwäche stützen kann.
  • Operationelle Exzellenz: Routine im Umgang mit hohem Flugaufkommen, schnelle Turnarounds und effiziente Crewplanung sind organisatorisch schwer zu imitieren.
Diese Burggräben sind allerdings dynamisch und unterliegen technologischen, regulatorischen und wettbewerblichen Veränderungen. Für konservative Anleger bleibt zentral, ob Ryanair seine relativen Kosten- und Effizienzvorteile gegenüber neuen und etablierten Carriern langfristig verteidigen kann.

Wettbewerbsumfeld und Marktgegner

Ryanair agiert in einem fragmentierten, zyklischen und stark regulierten Markt. Zu den direkten Wettbewerbern im europäischen Low-Cost-Segment zählen vor allem:
  • easyJet mit starker Präsenz in Großbritannien, der Schweiz und auf kontinentaleuropäischen Primärflughäfen
  • Wizz Air mit Fokus auf Mittel- und Osteuropa und einem ebenfalls ausgeprägten Low-Cost-Ansatz
  • Vueling und andere Low-Cost-Töchter traditioneller Netzwerkcarrier in Südeuropa
Indirekte Konkurrenz entsteht durch Netzwerkairlines wie Lufthansa Group, Air France-KLM und IAG, die auf vielen Strecken mit Basis-Economy-Tarifen und eigenen Billigmarken agieren. Zusätzlich nimmt der Wettbewerb durch Hochgeschwindigkeitszüge auf bestimmten innereuropäischen Strecken zu, insbesondere in Westeuropa. Ryanair konkurriert dabei vorrangig über den Preis, aber auch über Frequenz, Streckenangebot und Reisezeit. Konsolidierungsprozesse und mögliche weitere Marktaustritte von kleineren Airlines können Ryanair zusätzliche Marktanteilsgewinne ermöglichen, erhöhen aber zugleich die regulatorische Aufmerksamkeit gegenüber marktbeherrschenden Positionen.

Management, Eigentümerstruktur und Strategie

Die Holding wird von einem erfahrenen Managementteam geführt, das seit Jahrzehnten im europäischen Luftverkehr aktiv ist. CEO Michael O'Leary gilt als treibende Kraft hinter der aggressiven Kostenführungsstrategie und ist eine prägende Figur des Unternehmens. Die Führung setzt auf eine klar quantifizierte, langfristige Flotten- und Wachstumsplanung, basierend auf großvolumigen Flugzeugbestellungen und einer kontinuierlichen Streckennetzoptimierung. Strategische Schwerpunkte des Managements sind:
  • Wachstum der Passagierkapazität und Verdichtung bestehender Routen
  • schrittweise Verbesserung der Kundenwahrnehmung ohne Aufgabe des Low-Cost-Profils
  • Ausbau des Geschäftsreiseanteils in ausgewählten Märkten
  • Investitionen in emissionsärmere Flugzeuggenerationen, um regulatorischen und gesellschaftlichen Anforderungen Rechnung zu tragen
Die Eigentümerstruktur ist breit gestreut mit institutionellen Anlegern und Privatinvestoren, wobei europarechtliche Vorgaben zur Eigentümerschaft in EU-Fluggesellschaften zu beachten sind. Corporate-Governance-Fragen, Arbeitsbeziehungen und der Umgang mit Regulierung stehen regelmäßig im Fokus von Öffentlichkeit und Investoren.

Branchen- und Regionsanalyse

Ryanair ist nahezu vollständig auf den europäischen Luftverkehrsmarkt fokussiert, einschließlich Verbindungen nach Nordafrika und in den Nahen Osten im begrenzten Umfang. Der Kernmarkt zeichnet sich aus durch:
  • Liberalisierte Binnenluftverkehrsrechte im EU/EWR-Raum
  • hohe Saisonalität mit Spitzen im Sommer- und Ferienreiseverkehr
  • starke Korrelation mit Tourismus, privatem Konsum und allgemeiner Konjunkturlage
  • zunehmende regulatorische Eingriffe in Form von Klimaauflagen, Steuern und Verbraucherschutzvorschriften
Der europäische Luftverkehr weist im Langfristtrend eine wachsende Nachfrage nach preisgünstigen Punkt-zu-Punkt-Verbindungen auf, gleichzeitig nimmt der politische Druck in Richtung CO₂-Reduktion, Lärmschutz und alternativer Verkehrsträger zu. Für Ryanair eröffnet das Marktumfeld Chancen, Kapazität von schwächeren oder staatlich eingeschränkten Wettbewerbern zu übernehmen, birgt aber Risiken durch potenziell steigende Abgaben und operative Restriktionen. Geografisch ist Ryanair breit diversifiziert über zahlreiche Basen in West-, Mittel- und Südeuropa, was länderspezifische Nachfrageschwankungen teilweise ausgleicht.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Ryanair wurde in den 1980er-Jahren in Irland gegründet und begann als kleine Regionalairline. Mit der Liberalisierung des europäischen Luftverkehrs in den 1990er-Jahren vollzog das Unternehmen den strategischen Wandel zum Low-Cost-Carrier nach dem Vorbild von US-Vorbildern. Eine konsequente Fokussierung auf günstige Tickets, standardisierte Flotte und Sekundärflughäfen ermöglichte ein starkes Wachstum und eine sukzessive Ausweitung des Streckennetzes über Irland und Großbritannien hinaus. In den 2000er- und 2010er-Jahren etablierte sich Ryanair als einer der größten Passagierbeförderer Europas und nutzte Marktverwerfungen sowie Krisenphasen im Luftverkehr wiederholt zur Expansion. Die Gesellschaft wandelte sich parallel von einer stark auf Punktpreis und Volumen ausgerichteten Marke zu einem etwas kundenfreundlicheren, aber weiterhin strikt kostenorientierten Anbieter. Die Gründung und Akquisition einzelner Tochtergesellschaften, insbesondere in Mittel- und Osteuropa, diente der regionalen Diversifikation und der Anpassung an unterschiedliche regulatorische Rahmenbedingungen. Historisch war Ryanair häufig Gegenstand öffentlicher Kontroversen zu Themen wie Arbeitsbedingungen, Entschädigungspraktiken und Umwelteinfluss, was die reputationsbezogenen Risiken des Geschäftsmodells unterstreicht.

Besonderheiten und Risikofaktoren des Geschäftsmodells

Ryanairs Modell weist mehrere Besonderheiten auf, die für konservative Investoren relevant sind. Dazu zählen:
  • hoher Fixkostenblock durch Flugzeuge, Wartung und Slots, der eine stetige Auslastung erfordert
  • Abhängigkeit von einem einzigen Flugzeughersteller und wenigen Flugzeugtypen
  • konsequente Niedrigpreisstrategie, die den Spielraum bei Margen in Nachfrageschwächen begrenzt
  • ausgeprägter Fokus auf Sekundärflughäfen und vertragliche Abhängigkeiten von lokalen Behörden
  • regelmäßige arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen und Tarifkonflikte
Zusätzlich ist Ryanair besonders exponiert gegenüber regulatorischen Maßnahmen im Bereich Klimaschutz, Passagierrechten und Flughafengebühren. Image- und Reputationsrisiken können sich in Zeiten intensiver öffentlicher Diskussion über Flugemissionen und soziale Standards verstärken. Die strikte Kostendisziplin erhöht nach innen den Druck auf Prozesse, Personalplanung und Lieferketten, was bei Störungen, etwa durch Streiks oder operative Engpässe, zu überproportionalen Ausfällen führen kann.

Chancen für langfristig orientierte Anleger

Für konservative Anleger ergeben sich mögliche Chancen vor allem aus den strukturellen Eigenschaften des europäischen Luftverkehrs und der Marktposition von Ryanair. Potenzielle positive Treiber sind:
  • weitere Verlagerung von Nachfrage von Netzwerkcarriern zu Low-Cost-Airlines aufgrund von Preissensitivität
  • Marktbereinigung durch Krisen, die kapital- und kostenstärkere Anbieter begünstigt
  • Skaleneffekte durch Flottenmodernisierung mit effizienteren Flugzeugen, die Treibstoffverbrauch und CO₂-Kosten pro Sitz senken
  • Digitalisierung und Automatisierung von Kundenprozessen, die Overheadkosten und Fehleranfälligkeit verringern
  • Wachstum im intraeuropäischen Tourismus sowie zunehmende Kurzreisen, insbesondere bei jüngeren Kundengruppen
Sofern es Ryanair gelingt, seine Kostenführerschaft zu behaupten und regulatorische Anforderungen proaktiv zu adressieren, könnte das Unternehmen seine Marktstellung ausbauen und von einer langfristig wachsenden Passagiernachfrage in Europa profitieren. Die geografische Diversifikation im europäischen Raum kann zyklische Schwankungen in einzelnen Ländern abfedern, bleibt jedoch insgesamt konjunkturabhängig.

Risiken und Bewertung aus konservativer Anlegerperspektive

Dem gegenüber steht ein Bündel von Risiken, das für risikoaverse Anleger sorgfältig zu gewichten ist. Zentrale Faktoren sind:
  • branchenübliche hohe Volatilität der Ertragslage aufgrund von Konjunkturzyklen, geopolitischen Spannungen, Pandemien und Treibstoffpreisschwankungen
  • regulatorische Risiken durch potenzielle Flugsteuern, CO₂-Bepreisung, strengere Emissionsvorgaben und Einschränkungen kurzstreckiger Flüge
  • Wechselkursrisiken und Energiepreissensitivität, da Treibstoffkosten eine wesentliche Kostenkomponente darstellen
  • Abhängigkeit vom Managementstil einer stark profilierenden Führungspersönlichkeit
  • Arbeits- und Tarifkonflikte, die zu Streiks und Reputationsschäden führen können
  • mögliche Kapazitätsüberhänge im Markt, wenn mehrere Airlines gleichzeitig expandieren
Konservative Investoren sollten zudem die inhärente Zyklik der Luftfahrtbranche und die oftmals geringe Prognosesicherheit künftiger Margen berücksichtigen. Ein Engagement in Ryanair stellt damit eher eine Beteiligung an einem zyklischen, kapitalintensiven Geschäftsmodell mit strukturellen Wettbewerbsvorteilen im Low-Cost-Segment dar, jedoch ohne planbaren, stetigen Cashflow-Verlauf. Eine Anlageentscheidung erfordert neben der unternehmensspezifischen Analyse eine gründliche Einschätzung der allgemeinen Luftverkehrskonjunktur, der europäischen Regulierungsdynamik und der individuellen Risikotragfähigkeit, ohne dass daraus eine Empfehlung im engeren Sinne abgeleitet werden sollte.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 30,92 Mrd. €
Aktienanzahl 1,05 Mrd.
Streubesitz 50,88%
Währung EUR
Land Irland
Sektor Industrie
Branche Fluggesellschaften
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+49,12% Weitere
+50,88% Streubesitz

Community-Beiträge zu Ryanair Holdings plc

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  • Aktuellste Threads

Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community

  • Die Beiträge thematisieren kurzfristige Marktereignisse und Gerüchte — besonders Spekulationen über eine mögliche Übernahme durch Elon Musk — sowie starke Kursgewinne und Allzeithochs, die die Anlegerstimmung prägen.
  • Finanz‑ und Quartalsberichte liefern ein zwiespältiges Bild: teils kräftige Gewinnsprünge (u. a. durch späten Ostertermin und höhere Ticketpreise) zugleich Phasen mit Gewinnrückgängen, fallenden Tarifen und einem vorsichtigen Ausblick; Analystenkommentare, Boeing‑Lieferprobleme und Streckenreduzierungen in Deutschland werden als relevante Einflussfaktoren genannt.
  • Diskutiert werden außerdem operative Stärken wie Rekordpassagierzahlen, Treibstoff‑Hedges und Aktienrückkäufe versus Risiken durch Rabattierung der Preise, mögliche Management‑Bonusse sowie Anlegermeinungen zu Volatilität, technischen Mustern und Kaufchancen mittelfristig bis langfristig.
Hinweis
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Highländer49
Ryanair
Die jüngsten Spekulationen über eine mögliche Übernahme der Billigfluggesellschaft Ryanair durch Tech-Unternehmer Elon Musk sorgen derzeit für Aufsehen an den Finanzmärkten und in der europäischen Luftfahrtbranche. Obwohl es bislang keine offizielle Bestätigung gibt, haben entsprechende Gerüchte eine intensive Debatte darüber ausgelöst, wie realistisch ein solches Szenario wäre – und welche Folgen es für den europäischen Flugverkehr haben könnte. https://www.wallstreet-online.de/nachricht/20390812-ryanair-aktie-schlaegt-elon-musk-zu
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Highländer49
Ryanair
Die Ryanair-Aktie befindet sich weiterhin im Höhenflug. Ende vergangener Woche stieg der Kurs des irischen Billigfliegers auf ein neues Allzeithoch. In den letzten zwölf Monaten legte die Aktie um +55% zu. Wer vor drei Jahren in Ryanair investierte, konnte seinen Einsatz sogar mehr als verdoppeln. Hat die Ryanair-Aktie noch weiteres Potenzial oder wird die Luft nach oben langsam dünn? https://www.sharedeals.de/ryanair-aktie-neigt-sich-der-hoehenflug-dem-ende-zu/
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Highländer49
Ryanair
Der späte Ostertermin und höhere Ticketpreise haben Europas größtem Billigflieger Ryanair einen überraschend kräftigen Gewinnsprung beschert. Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Juni verdiente das Unternehmen 820 Millionen Euro und damit mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Vorstandschef Michael O'Leary erwartet, dass der Gewinn im gesamten Geschäftsjahr bis Ende März 2026 ordentlich steigt. Für eine konkrete Prognose sei es jedoch noch zu früh, erklärte er bei der Zahlenvorlage am Montag in Dublin. Für die Aktien zeichneten sich vorbörslich deutliche Gewinne ab. In den Monaten April bis Juni beförderte Ryanair 57,9 Millionen Passagiere und damit vier Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dabei profitierte die Gesellschaft davon, dass der Ostertermin diesmal anders als 2024 in den April fiel. Die Ticketpreise stiegen sogar um 21 Prozent, sodass der Gewinn trotz höherer Kosten um 128 Prozent wuchs. Damit übertraf Ryanair auch die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. Für die Sommermonate Juli bis September erwartet das Management einen geringeren Anstieg der Ticketpreise als im Vorquartal, nachdem sie im vergangenen Geschäftsjahr um sieben Prozent gefallen waren. Quelle: dpa-AFX
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Highländer49
Ryanair
Die Aktie von Ryanair befindet sich zum Wochenstart deutlich im Aufwind. Das treibt die Papiere jetzt an, und darum ergibt sich eine potenziell spannende Kaufchance bei dem Luftfahrtbetreiber. https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2025-07/65953173-ryanair-aktie-perfekte-kaufchance-486.htm
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Häufig gestellte Fragen zur Ryanair Holdings Aktie und zum Ryanair Holdings Kurs

Der aktuelle Kurs der Ryanair Holdings Aktie liegt bei 28,65 €.

Für 1.000€ kann man sich 34,90 Ryanair Holdings Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Ryanair Holdings Aktie lautet RYAOF.

Die 1 Monats-Performance der Ryanair Holdings Aktie beträgt aktuell -2,69%.

Die 1 Jahres-Performance der Ryanair Holdings Aktie beträgt aktuell 56,24%.

Der Aktienkurs der Ryanair Holdings Aktie liegt aktuell bei 28,65 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von -2,69% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Ryanair Holdings eine Wertentwicklung von 13,67% aus und über 6 Monate sind es 22,96%.

Das 52-Wochen-Hoch der Ryanair Holdings Aktie liegt bei 30,08 €.

Das 52-Wochen-Tief der Ryanair Holdings Aktie liegt bei 16,38 €.

Das Allzeithoch von Ryanair Holdings liegt bei 30,08 €.

Das Allzeittief von Ryanair Holdings liegt bei 2,97 €.

Die Volatilität der Ryanair Holdings Aktie liegt derzeit bei 51,45%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Ryanair Holdings in letzter Zeit schwankte.

Das aktuelle durchschnittliche Kursziel liegt bei 30,19 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies einen Unterschied von +5,18%.

Die aktuelle durchschnittliche Prognose von Analysten liegt bei 30,19 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies einen Unterschied von +5,18%.

Analysten haben ein Kursziel für 2027 abgegeben. Das durchschnittliche Ryanair Holdings Kursziel beträgt 30,19 €. Das ist +5,18% höher als der aktuelle Aktienkurs. Die Analysten empfehlen Ryanair Holdings 4 x zum Kauf, 3 x zum Halten und 0 x zum Verkauf.

Analysten haben ein Kursziel 2027 abgegeben. Das durchschnittliche Ryanair Holdings Kursziel beträgt 30,19 €. Das ist +5,18% höher als der aktuelle Aktienkurs. Die Analysten empfehlen Ryanair Holdings 4 x zum Kauf, 3 x zum Halten und 0 x zum Verkauf.

Analysten haben ein Kursziel für 2027 abgegeben. Laut Analysten liegt das durchschnittliche Kursziel bei 30,19 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies ein Kurspotenzial von +5,18%.

Laut aktuellen Analystenschätzungen liegt das durchschnittliche Kursziel für die Ryanair Holdings Aktie bei 30,19 €. Viele Analysten sehen damit Potenzial nach oben bei der Ryanair Holdings Aktie.

Die Marktkapitalisierung beträgt 30,92 Mrd. €

Am 28.10.2015 gab es einen Split im Verhältnis 40:39.

Am 28.10.2015 gab es einen Split im Verhältnis 40:39.

Laut money:care Nachhaltigkeitsscore liegt die Nachhaltigkeit von Ryanair Holdings bei 40%. Erfahre hier mehr

Ryanair Holdings hat seinen Hauptsitz in Irland.

Ryanair Holdings gehört zum Sektor Fluggesellschaften.

Das KGV der Ryanair Holdings Aktie beträgt 12,87.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Ryanair Holdings betrug 13,95 Mrd €.

Die nächsten Termine von Ryanair Holdings sind:
  • 31.03.2026 - Quartalsmitteilung

Ja, Ryanair Holdings zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 15.01.2026 eine Dividende in Höhe von 0,19 € gezahlt.

Zuletzt hat Ryanair Holdings am 15.01.2026 eine Dividende in Höhe von 0,19 € gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 0,67%. Die Dividende wird halbjährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Ryanair Holdings wurde am 15.01.2026 in Höhe von 0,19 € je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 0,67%.

Die Dividende wird halbjährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 15.01.2026. Es wurde eine Dividende in Höhe von 0,19 € gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.