Die wehende Flagge der EU.
Quelle: - pixabay.com:
Google
dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 272

Weltartenkonferenz: EU-Antrag für mehr Aal-Schutz abgelehnt

SAMARKAND (dpa-AFX) - Für den Japanischen und den Amerikanischen Aal kommen keine Handelsbeschränkungen wie für ihren gefährdeten europäischen Verwandten. Dies hat die zuständige Kommission auf der Weltartenkonferenz Cites in Samarkand beschlossen. Der Beschluss muss zum Ende der Konferenz im Plenum noch bestätigt werden.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Eingebracht hatte den Antrag die Europäische Union. Aalfleisch gilt in einigen Ländern als Delikatesse und ist daher für den Handel interessant.

Umweltschützer kritisierten die Entscheidung. Die Entscheidung, den Antrag abzulehnen, sei "leider nicht richtungsweisend für den Artenschutz und den Erhalt der Biodiversität", sagte Stefan Ziegler vom WWF.

Deutsche Delegation rechnete mit Diskussion bei Antrag

Die deutsche Delegationsleitung erwartete bereits Diskussionen beim Thema Aale. Inka Gnittke, die Unterabteilungsleiterin Naturschutz beim Umweltministerium ist, erklärte im Vorfeld der Konferenz: "Der Gedanke bei den Aalen ist, dass sie für den Zoll in der Praxis ohne DNA-Abgleich eigentlich nicht auseinanderzuhalten sind." Der Schmuggel mit geschützten Aalen, die dann zum Beispiel als Japanischer Aal deklariert würden, sei daher nicht auszuschließen. Für den Europäischen Aal waren bereits 2009 Handelsbeschränkungen beschlossen worden.

Seit Montag beraten in der usbekischen Großstadt Samarkand fast 200 Vertragsstaaten des Cites-Artenschutzübereinkommens. Ziel der Konvention ist, den internationalen Handel mit wildlebenden Tieren und Pflanzen so zu begrenzen, dass das Überleben gefährdeter Arten gesichert ist. Bislang ist der Handel mit mehr als 40.000 Tier- und Pflanzenarten beschränkt oder verboten worden./ksr/DP/jha

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend