- Der Export in die EU sichert 7,2 Millionen Jobs in DE.
- Die Bruttowertschöpfung beträgt rund 550 Milliarden Euro.
- Besonders stark betroffen sind Auto- und Maschinenbau.
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Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2022 - für aktuelle Jahre liegen die dafür nötigen Daten noch nicht vor. Die Bedeutung dürfte aktuell aber eher zu- als abnehmen. Zuletzt haben die Exporte in die USA und nach China tendenziell nachgegeben, in die EU führten deutsche Unternehmen dagegen mehr aus.
Wichtiger als andere Wirtschaftsräume
"Im internationalen Vergleich ist die EU für Deutschland deutlich wichtiger als andere große Wirtschaftsräume", betont auch vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. "Sie bietet stabile und verlässliche Rahmenbedingungen, deren Bedeutung angesichts wachsender geopolitischer Unsicherheiten weiter zunimmt."
Besonders hohe Wertschöpfung in Deutschland, die auf Nachfrage aus der EU zurückgeht, gibt es unter anderem im Auto- und Maschinenbau aber auch der Chemie. "Schlüsselindustrien wie der Kraftwagen- und Maschinenbau profitieren nicht nur am stärksten von der europäischen Importnachfrage, sondern sind zugleich strukturell eng in europäische Produktionsnetzwerke eingebettet", heißt es in der Studie.
Das setzt die Wirtschaft allerdings auch einer besonders hohen Abhängigkeit in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung in den anderen EU-Ländern aus. Eine wirtschaftliche Stagnation dort würde das Bruttoinlandsprodukt bis 2030 um mehr als 20 Milliarden Euro schrumpfen lassen. Besonders stark träfe dies Autobau, Maschinenbau und Chemie.
Auch die Freizügigkeit hilft
Die Studie beschäftigt sich aber nicht nur mit den Auswirkungen der Exportnachfrage, sondern auch denen der Freizügigkeit im Schengen-Raum. Summiert man deren Effekte für Güterverkehr, Tourismus und grenzüberschreitende Pendler aus Deutschland auf, kommen die Forscher auf einen positiven Effekt von 1,5 Milliarden bis 2 Milliarden Euro.
"Die Studie macht deutlich, dass wir die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa verbessern und so unsere Wettbewerbsfähigkeit stärken müssen", sagt Brossardt. "Der Binnenmarkt muss vollendet werden, indem wir nach wie vor bestehende Handelshemmnisse abbauen. Ein wirtschaftlich starkes Europa sorgt gerade in Deutschland und Bayern für Wachstum."/ruc/DP/stk
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