BAD STAFFELSTEIN (dpa-AFX) - CSU-Chef Markus Söder lehnt eine grundlegende Neuordnung des Systems aus gesetzlicher und privater Krankenversicherung strikt ab. "Das ist ein völlig falscher Ansatz. Das hätte ich auch ganz persönlich verhindert", sagte er auf einer CSU-Fraktionsklausur im Kloster Banz in Oberfranken. Er reagierte damit auf eine Debatte, die Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz persönlich mit Äußerungen am Vortag ausgelöst hatte.
Für dich zusammengefasst:
Markus Söder lehnt eine Neuordnung des Krankenversicherungssystems ab.
Er reagierte auf Äußerungen von Friedrich Merz zur Thematik.
Söder ist gegen die Einführung einer Bürgerversicherung.
Merz hatte angekündigt, Nachteile von Kassenpatienten etwa bei Wartezeiten für Behandlungen in den Blick zu nehmen. Wenn sich in der Bevölkerung der Eindruck verfestige, dass privat Versicherte sofort jede Leistung bekämen und gesetzlich Versicherte Wochen und Monate darauf warten müssten, sei das ein Gerechtigkeitsproblem, sagte er und fügte hinzu: "Wir sehen das Problem."
Es gebe gute Gründe für beide Systeme, sagte Merz. "Aber wenn die Bevölkerung das als ein so massives Problem ansieht, und ich teile die Einschätzung, dann müssen wir daran etwas ändern. Und genau darüber werden wir reden." Ein Regierungssprecher sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe später: "Der Bundeskanzler hat das System der Krankenversicherung nicht infrage gestellt."
Söder sagte nun, er sei froh, dass dies "korrigiert" worden sei. "Wir hätten das nicht mitgemacht, die private Krankenversicherung irgendwie abzuschaffen oder zu schleifen. Die Bürgerversicherung ist mit uns völlig unvorstellbar." Er fügte hinzu: "Ich bin froh, dass das offenkundig nur ein bisschen überinterpretiert wurde. Das war auch nicht so gemeint."/ctt/dm/DP/jha
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.