- Redcare Pharmacy profitiert vom E-Rezept Boom in Deutschland.
- Der Umsatz stieg im dritten Quartal um 18 Prozent.
- Die Zahl aktiver Kunden wuchs um 0,5 Millionen auf 15,2 Millionen.
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An der Börse geriet die Aktie nach ihrer jüngsten Kurserholung unter Druck, Anleger nahmen Gewinne mit.
Das im SDax
Analysten lobten das Zahlenwerk. Jefferies-Experte Martin Comtesse sprach von einer anhaltend guten Geschäftsdynamik. Er geht sogar davon aus, dass Redcare die Jahresziele nochmals anheben dürfte. Alexander Zienkowicz von MWB Research nannte die Neunmonatszahlen "solide", und hob zudem den Ausblick für das Schlussquartal hervor, der vernünftig sei. In Deutschland zeige sich der Konzern in seinem Geschäft mit rezeptpflichtigen Medikament zudem sehr widerstandsfähig, obwohl sich der Wettbewerb verschärfe.
Insgesamt setzte Redcare in den drei Monaten bis Ende September 847 Millionen Euro um, das waren 18 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Fast ein Viertel der Umsätze stammten aus dem Geschäft mit rezeptpflichtigen Arzneien in Deutschland, die um 56 Prozent auf 197 Millionen Euro zulegten. Mit nicht rezeptpflichtigen Produkte setzte der Konzern in dem Quartal 489 Millionen um, ein Plus von 9 Prozent.
Konzernchef Peter Schmid von Linstow zeigte sich zufrieden und hob vor allem einen starken Kundenzuwachs in Deutschland hervor. Insgesamt sei die Zahl aktiver Kunden und Kundinnen binnen drei Monaten um 0,5 Millionen auf 15,2 Millionen gewachsen.
Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte um 68 Prozent auf 28,7 Millionen Euro, die entsprechende bereinigte operative Marge zog im Vergleich zum Vorjahr um einen Prozentpunkt auf 3,4 Prozent an. Der DocMorris
Hier will Redcare weiter anknüpfen: "Wir werden unseren Marketingmix weiter optimieren und die operativen Skaleneffekte verstärken, um unsere Größe in allen Segmenten in eine höhere Profitabilität umzusetzen", kündigte Schmid von Linstow weiter an. Der Konzern erwartet mittlerweile für 2026 ein Umsatzwachstum von 16 bis 18 Prozent, wobei das Geschäft rund um E-Rezepte in Deutschland besonders stark zulegen soll. Die bereinigte Ebitda-Marge soll zudem im Gesamtjahr bei 2,5 bis 3,0 Prozent herauskommen. 2025 hatte sie bei 2,0 Prozent gelegen./tav/nas/mis
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