"Natürlich war niemand ernsthaft davon ausgegangen, dass das Mullah-Regime plötzlich zum verlässlichen Vertragspartner werden würde. Seit Jahrzehnten ist bekannt, dass gerade die persischen Diplomaten mit allen Wassern gewaschen sind. Doch genau darin liegt Trumps naive Fehleinschätzung: Er glaubte offenbar, dass maximale militärische Härte und maximale persönliche Selbstgewissheit ausreichen würden, um solche jahrzehntelangen strategischen Realitäten einfach außer Kraft zu setzen. In Wahrheit lassen sich die Mullahs von Trumps Inszenierungen weit weniger beeindrucken, als der Präsident offenbar noch immer hofft. Die Machthaber im Iran wissen genau, wo die Grenzen amerikanischer Macht liegen. Ohne Bodentruppen bleiben Luftangriffe ein begrenztes Druckmittel. Schickt Trump Soldaten, droht ihm innenpolitisch ein Desaster. Schickt er keine, bleibt Teheran genügend Spielraum, die US-Regierung immer wieder vor neue heikle Entscheidungen zu stellen./yyzz/DP/he
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