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POLITIK: IAEA-Chef: 'Große Sorge' wegen Irans Uran-Anreicherung

WIEN (dpa-AFX) - Der oberste UN-Atomwächter, Rafael Grossi, ist zunehmend beunruhigt über das iranische Nuklearprogramm. Der rasche Anstieg der Mengen von beinahe atomwaffentauglichem Uran im Iran gebe Anlass zu "großer Sorge", sagte Grossi vor dem Gouverneursrat der IAEA in Wien.

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Die Flagge des Iran. (Symbolbild)
Quelle: - ©unsplash.com:
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Der Iran sei das einzige Land ohne Atomwaffen, dass solches Material produziere, betonte er danach in einer Pressekonferenz. Grossi verlangte am Montag auch von Teheran, endlich Fragen zu ungeklärten nuklearen Projekten zu beantworten. "Ich fordere den Iran dringend auf, vollständig und nachhaltig mit der Internationalen Atomenergiebehörde zusammenzuarbeiten", sagte er.

Deutschland und andere Staaten planen Iran-Resolution

Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Vereinigten Staaten wollen dieser Forderung diese Woche Nachdruck verleihen: Sie wollen in einer Resolution im Gouverneursrat festhalten, dass der Iran seine rechtlichen Verpflichtungen gegenüber der IAEA verletzt. Sollte Teheran weiterhin nicht kooperieren, könnte im Sommer der UN-Sicherheitsrat eingeschaltet werden, hieß es aus diplomatischen Kreisen.

Iranische Vertreter haben angesichts des steigenden westlichen Drucks mit Konsequenzen gedroht und erneut versichert, dass ihr Land nicht vorhabe, Atomwaffen zu bauen. Ob die Resolution negative Auswirkungen auf die seit April laufenden US-iranischen Atomgespräche oder auf die Zusammenarbeit zwischen der IAEA und Iran haben wird, war vorerst unklar.

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Kein Unbedenklichkeits-Zeugnis der IAEA

Der Iran hat aus Sicht der Internationalen Atomenergiebehörde bis zu den frühen 2000er Jahren ein Programm zur Entwicklung von Atomwaffen-Komponenten betrieben. Auch danach habe es noch Teilprojekte gegeben, "die in dieser Hinsicht relevant sein könnten", sagte Grossi vor Journalisten.

Die IAEA behaupte nicht, dass auch jetzt noch ein Atomwaffenprogramm laufe, sagte er. Dennoch könnte seine Behörde keine Garantie abgeben, dass derzeit alle nuklearen Aktivitäten in dem Land ausschließlich friedlichen Zwecken dienten./al/DP/stw

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