Neue Struktur: Teil der Kühne-Anteile am HSV verkauft

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Die Fahne des Hamburger Sportvereins.
- pixabay.com / CC0

HAMBURG (dpa-AFX) - Die Dachgesellschaft des Unternehmers und HSV-Investors Klaus-Michael Kühne hat schon vor seinem Tod ein Drittel ihrer Anteile an dem Fußball-Bundesligisten Hamburger SV verkauft.

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Bislang hielt die Kühne Holding 13,5 Prozent an der ausgegliederten Profifußball-Gesellschaft HSV Fußball AG & Co. KGaA. 4,5 Prozent wurden nach Berichten der "Bild" und des "Hamburger Abendblatts" an eine kleine Investorengruppe mit dem Namen "Hanse & Raute GmbH" veräußert. Deren Geschäftsführer ist das HSV-Aufsichtsratsmitglied Hans-Walter Peters.

Der HSV-Vorstand Eric Huwer bestätigte diesen lange vorbereiteten Deal. "Der HSV bekommt eine vereinfachte und klarere Gesellschafterstruktur. Das begrüßen wir", sagte er. "Der e. V. bleibt faktisch, nicht nur formal, der einzige Ankergesellschafter. Das stärkt die Legitimation gegenüber den Mitgliedern."

Kühne Holding bleibt zweitgrößter Gesellschafter

Der Mutterverein Hamburger SV e.V. hält rund 75 Prozent der Anteile an der HSV Fußball AG. Strategisches Ziel der neuen Gesellschafterstruktur war es, keinen weiteren Großinvestor mehr an Bord zu haben. Die Kühne Holding ist immer noch der zweitgrößte Gesellschafter. Ihr Anteil beträgt zum ersten Mal seit 2016 aber wieder weniger als zehn Prozent.

Werte aus dem Artikel:
Kühne+Nagel Aktie 228,50 CHF +1,87%

Eingestiegen war der Milliardär Kühne 2015 mit dem Erwerb von 7,5 Prozent der HSV-Anteile. Bis Ende 2017 stieg sein Anteil auf 20,6 Prozent. Doch schon lange vor seinem Tod im August im Alter von 89 Jahren hatte Kühne damit begonnen, HSV-Anteile zu verkaufen. 2025 erwarb die Sparda-Bank ein Paket von 7,5 Prozent.

Mit dem Geldinstitut, der HanseMerkur-Versicherung, der "Hanse & Raute GmbH" sowie der Kühne Holding hat der HSV nun neben diversen Kleinaktionären noch vier ähnlich starke Anteilseigner, von denen die Kühne Holding auch weiterhin einen Platz im Aufsichtsrat hat./sti/DP/stw


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