Linke: Regierung verschafft Ölkonzernen Extragewinne

dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 413
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen

BERLIN (dpa-AFX) - Vor den geplanten Beschlüssen zum Tankrabatt in Bundestag und Bundesrat werfen die Linken im Bundestag der Koalition vor, damit für "kriegsbedingte Extragewinne" der Mineralölkonzerne zu sorgen. Die Bundesregierung habe sich anscheinend damit abgefunden, dass die Unternehmen einen Teil der Förderung einbehalten, sagte die Linke-Steuerexpertin Doris Achelwilm der Deutschen Presse-Agentur.

Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Unter Berufung auf eine Antwort der Regierung auf eine eigene Anfrage sagte Achelwilm: "Kurz vor dem geplanten Beschluss über einen erneuten Tankrabatt kann die Bundesregierung weder eigene Erkenntnisse zur Preisgestaltung auf dem Kraftstoffmarkt noch zu den massiv erhöhten Gewinnmargen der Ölkonzerne nennen." Angesichts verschiedener Studien über "kriegsbedingte Extragewinne bei den Ölkonzernen" sei dies "kaum nachzuvollziehen und verantwortungslos".

Exakte Entlastungsanteile unklar

Die Linke hatte unter anderem die Frage nach den Anteilen der Entlastung gestellt - nicht nur für Verbraucherinnen und Verbraucher, sondern auch für Mineralölunternehmen, Raffinerien, Großhandel und Tankstellenbetreiber. Darauf die Regierung: "Die Anteile lassen sich nicht genau beziffern, da alle Untersuchungen auf modellbasiertem Vergleich mit einer hypothetischen Preisentwicklung basieren." Zugleich verweist die Regierung auf vorliegende Schätzungen.

Hintergrund ist, dass an diesem Freitag der Weg für einen erneuten Tankrabatt frei gemacht werden soll. Die schwarz-rote Koalition will eine dafür vorgesehene Steuersenkung im Bundestag beschließen. Kurz darauf soll das Gesetz dann auch gleich den Bundesrat passieren, damit es noch zum 1. Oktober in Kraft treten kann. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte eine entsprechende Entlastung erst im September angekündigt.

Werte aus dem Artikel:
BP Aktie 6,64 € 0,00%
Shell Aktie 43,26 € 0,00%
TotalEnergies Aktie 84,025 $ 0,00%

Linke: Tempo bei Übergewinnsteuer

Achelwilm kritisierte: "Einer Übergewinnsteuer steht die Regierung offen gegenüber, lässt aber Ambitionen vermissen." In den Monaten seit Beginn des Irankriegs hätten sich die Übergewinne der Ölkonzerne milliardenschwer addiert. Das sei nicht akzeptabel. Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) hatte sich für eine solche Steuer ausgesprochen, Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist dagegen./bw/DP/zb


Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login
Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB47MX4 , DE000NB68FC8 , DE000NB7RD70 , DE000NB55AE2 , DE000NB5J9P0 , DE000NB59S51 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Warnung
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlage­strategien geeignet.

Ähnliche Artikel

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Themen im Trend

Weitere Vorteile:

  • Kursalarme
  • Watchlists & Musterdepots
  • Börsenspiele & Community-Forum
  • Historische Kurse im CSV-Format
  • News & Themen abonnieren