Knorr-Bremse: China-Geschäft läuft schneller als der eigene Plan

Julian Schick Julian Schick
Julian Schick Julian Schick
Julian Schick schreibt seit 2020 über die Themen, die Anleger bewegen – mit einem besonderen Fokus auf Aktienanalysen, Dividendenstrategien und ETFs. Der ausgebildete Journalist absolvierte die Kölner Journalistenschule und sammelte Erfahrungen unter anderem beim Handelsblatt, der Financial Times Deutschland sowie Euronews und WDR5. Für Ariva bringt er fundiertes Marktwissen und einen klaren Blick für das Wesentliche mit.

 | 
aufrufe Aufrufe: 1238
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen
Bremse eines Schienenfahrzeugs (Symbolbild).
pixabay.com / CC0
Knorr-Bremse dürfte sein eigenes China-Ziel im Schienengeschäft klar übertreffen: BofA-Analysten sehen bis 2030 rund 15 Prozent mehr Umsatz als geplant, dazu bessere Margen und mehr Rückenwind aus dem Lkw-Geschäft.
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Der Münchner Bremsenspezialist Knorr-Bremse dürfte sein eigenes China-Ziel im Schienengeschäft deutlich übertreffen. Das geht aus einer aktuellen Analyse der Bank of America hervor. Die Analysten rechnen für 2030 mit chinesischen Rail-Umsätzen von rund 1,03 Milliarden Euro, 15 Prozent mehr als das eigene 900-Millionen-Ziel des Unternehmens, ein jährliches Wachstum von 8,5 Prozent ab 2026.

Treiber sind vor allem das Ersatzteilgeschäft und der Hochgeschwindigkeitsverkehr, zusammen rund 84 Prozent des Wachstums. Grund ist die große Flotte an Hochgeschwindigkeitszügen aus den Jahren 2013 bis 2018, die nun in Überholungszyklen läuft, dazu kommt ab 2027 mehr Magnetbremstechnik im neuen Zugmodell CR450.

Selbst beim eigenen China-Ziel käme das globale Rail-Geschäft auf etwa 5,9 Milliarden Euro, am oberen Ende der Konzern-Spanne von 5,5 bis 6 Milliarden Euro und über dem Marktkonsens von 5,6 Milliarden Euro. BofA sieht das bereinigte Konzern-EBIT für 2027 und 2028 vier beziehungsweise fünf Prozent über den Schätzungen des Marktes.

Auch bei der Marge sind die Analysten optimistisch: Sie erwarten im Schienengeschäft bis 2030 eine Rendite von 20,9 Prozent, fast einen Prozentpunkt mehr als vom Management angepeilt. Das Ersatzteilgeschäft soll auf rund 28 Prozent Marge kommen, während sich die Marge im Neugeschäft von 7,8 auf 12,8 Prozent erholen dürfte, getragen von China-Volumina und Nachfrage in Europa.

Werte aus dem Artikel:
Knorr Bremse Aktie 106,10 € +0,38%

An der Börse spiegelt sich die Wachstumsfantasie bislang kaum wider. Die Aktie notiert mit dem 14,5-Fachen des für 2027 erwarteten EV/EBITA-Verhältnisses, drei Prozent unter dem Schnitt von 14,9 seit dem Börsengang. Die Analysten heben ihr Kursziel von 130 auf 133 Euro an, ein Potenzial von rund 26 Prozent.


Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Themen im Trend