BERLIN (dpa-AFX) - Kassenärzte-Chef Andreas Gassen hält in medizinisch dringenden Fällen schnellere Facharzttermine für möglich. "Denkbar wäre eine schnelle Terminvermittlung für objektiv medizinisch dringende Termine mit einer entsprechenden Vergütung für die Praxen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung der "Bild"-Zeitung.
Für dich zusammengefasst:
Kassenärzte-Chef Andreas Gassen spricht von schnellen Terminen.
Ärzte könnten kurzfristige Termine innerhalb einer Woche anbieten.
Die Terminfrage ist Teil der geplanten Gesundheitsreform.
Die niedergelassenen Ärzte könnten unter diesen Voraussetzungen eine begrenzte Zahl kurzfristiger Termine bereitstellen. Das sei "in der Regel innerhalb einer Woche darstellbar", sagte Gassen. Die Zahl solcher Termine würde nach seiner Einschätzung für die Betroffenen wohl ausreichen. Die Dringlichkeit könnten Hausärzte per Überweisung oder auch der telefonische ärztliche Bereitschaftsdienst (116 117) bescheinigen.
Gassen hatte sich schon vor Monaten gegen eine generelle Garantie für Facharzttermine beispielsweise innerhalb von drei Wochen ausgesprochen. Diese Haltung bekräftigte er jetzt: "Eine pauschale gesetzliche Termingarantie ist erstens nicht umsetzbar - dafür gibt es keine Kapazitäten." Zudem sei die medizinische Notwendigkeit maßgeblich.
Die Terminfrage spielt bei der geplanten Gesundheitsreform eine Rolle. SPD-Politiker machen sich für eine Termingarantie bei Fachärzten für gesetzlich Versicherte stark, also einen Anspruch auf einen zeitnahen Termin. Fraktionschef Matthias Miersch hatte eine Frist von drei Wochen ins Gespräch gebracht. Sie kritisieren, dass privat Versicherte bislang bei der Terminvergabe bevorzugt würden./brd/DP/zb
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