Protektionismus untergrabe die Grundlagen des globalen Wohlstands, warnte Lagarde. Mittlerweile seien die Länder durch globale Lieferketten zwar eng miteinander vernetzt, aber dennoch geopolitisch nicht mehr so eng verbunden wie früher. Handelspolitische Zwangsmaßnahmen können daher mit größerer Wahrscheinlichkeit zu gefährlichen Vergeltungsmaßnahmen führen.
"Wenn wir unseren Wohlstand ernsthaft bewahren wollen, müssen wir kooperative Lösungen anstreben - auch angesichts geopolitischer Differenzen", forderte die EZB-Präsidentin. In ihrer Rede hat Lagarde US-Präsident Donald Trump nicht namentlich erwähnt. In der Vergangenheit hatte Trump immer wieder das hohe Defizit der USA im Handel mit Ländern der EU oder mit China beklagt und verfolgt seit dem Amtsantritt im Januar eine aggressive Zollpolitik.
Zuletzt ist die US-Regierung bei der Zollpolitik allerdings zurückgerudert und strebt derzeit Handelsabkommen mit wichtigen Handelspartnern wie der EU oder China an. Zuletzt haben sich die USA und China bei ihren Handelsgesprächen auf ein Zwischenergebnis geeinigt. Sobald US-Präsident Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping zugestimmt haben, soll die Vereinbarung umgesetzt werden. Nähere Details zu den Inhalten waren zunächst nicht bekannt./jkr/zb/mis
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