Deutz-Aktie: Insider kaufen für Millionen – sollten Anleger jetzt folgen?

Markus Weingran Markus Weingran
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Markus Weingran ist seit mehr als 20 Jahren als Kapitalmarkt-Stratege und Aktien-Experte aktiv. Geprägt durch die langjährige Zusammenarbeit mit dem Finanzexperten Hans A. Bernecker verfolgt er einen klaren Anspruch: in jeder Börsenphase das Beste für Anleger herauszuholen. Weitere Einschätzungen und Trading-Ideen teilt er auch täglich in der wallstreetONLINE Börsenlounge auf YouTube.

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Während die Deutz-Aktie schwächelt, kaufen Manager und Aufsichtsräte Aktien für Millionen Euro. Steht der nächste Kursschub bevor? Die Zahlen und ein möglicher Milliarden-Deal machen Hoffnung.
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Während viele Anleger nach dem jüngsten Kursrückgang bei Deutz nervös werden, nutzen ausgerechnet die Unternehmensinsider die niedrigeren Notierungen zum Einstieg. Seit Anfang August haben Führungskräfte und Aufsichtsräte Aktien im Wert von mehr als 2,6 Millionen Euro erworben. Allein seit September summieren sich die Käufe auf über 700.000 Euro. Ein bemerkenswertes Vertrauenssignal – zumal der Motorenbauer operativ kräftig wächst.

Millionenkäufe vor den Quartalszahlen

Zuletzt griff Aufsichtsratsmitglied Dietmar Voggenreiter am 22. Oktober für 50.400 Euro zu. Auch die ihm nahestehende Simone Voggenreiter erwarb Aktien. Insgesamt wurden für diesen Tag drei Transaktionen mit einem Volumen von knapp 150.000 Euro gemeldet.

Die Insider setzen damit offenbar auf eine bessere Zukunft für den Kölner Traditionskonzern. Ob sie richtigliegen, könnte sich bereits am 5. November zeigen. Dann veröffentlicht Deutz (Deutz Aktie) seine Zahlen für die ersten neun Monate.

Werte aus dem Artikel:
Deutz Aktie 10,05 € -2,62%

Die Ausgangslage ist vielversprechend: Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um 10,7 Prozent auf 1,12 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) legte sogar um 43,1 Prozent auf 79,7 Millionen Euro zu. Die Marge verbesserte sich von 5,5 auf 7,1 Prozent. Besonders erfreulich entwickelte sich der Auftragseingang mit einem Plus von 28,7 Prozent auf 1,33 Milliarden Euro.

Steht Deutz vor einem Wachstumssprung?

Für das dritte Quartal rechnen Analysten mit rund 560 Millionen Euro Umsatz. Das entspräche einem Wachstum von etwa 14 Prozent. Bei einer stabilen Profitabilität wären rund 40 Millionen Euro bereinigtes EBIT möglich.

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Noch spannender wird allerdings der Blick auf 2027. Mit der geplanten Übernahme des Militärfahrzeugherstellers FFG könnte Deutz einen gewaltigen Wachstumssprung schaffen. FFG soll mehr als eine Milliarde Euro Umsatz und eine operative Marge von über 20 Prozent beisteuern.

Damit könnte das Unternehmen seine ursprünglich für 2030 angestrebten Ziele von vier Milliarden Euro Umsatz und zehn Prozent EBIT-Marge deutlich früher erreichen. Voraussetzung ist allerdings, dass die Übernahme erfolgreich abgeschlossen und integriert wird.

Chart Deutz

Mutige Anleger folgen den Insidern

Die jüngsten Insiderkäufe sind ein starkes Signal, aber keine Garantie für steigende Kurse. Auch der mögliche Stellenabbau im Kleinmotorengeschäft und die Herausforderungen beim Konzernumbau dürfen nicht unterschätzt werden.

Charttechnisch bleibt die Aktie angeschlagen. Mit einer nachhaltigen Rückkehr über die Marke von zehn Euro würde sich das zuletzt trübe Chartbild jedoch wieder etwas aufhellen.

Angesichts der operativen Fortschritte, der Übernahmefantasie und der auffälligen Insiderkäufe erscheint ein spekulativer Einstieg interessant. Mutige Anleger können den Insidern mit einer kleinen Position folgen. Entscheidend wird 
sein, ob die Zahlen am 5. November das Vertrauen rechtfertigen.

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Redaktion Ariva/MW



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