Apple tauscht Falt-iPhones aus: Droht jetzt ein Samsung-Moment wie 2019?

Nicolas Ebert Nicolas Ebert
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Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.

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Großbritannien, London: Aufgeklappte iPhones sind in einem Apple Store in der Regent Street in London ausgestellt. Das iPhone Duo ist das erste faltbare Smartphone von Apple. (zu dpa: «Apple bestätigt Probleme bei einigen Falt-iPhones»)
Foto: Kin Cheung/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Kaum im Laden, schon mit Rissen: Apple muss seine Falt-iPhones austauschen. Die Nachfrage bleibt riesig, die Bewertung auch. Wie gefährlich wird die Panne für die Apple-Aktie vor den Zahlen am 2. November?
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Kaum im Handel, schon in der Werkstatt. Apple räumt Displayprobleme bei seinem ersten faltbaren iPhone ein. "Wir sind uns eines Problems bewusst, das das innere Display bei einer kleinen Anzahl von iPhone-Duo-Geräten betrifft", erklärte der Konzern am Montag.

Betroffene Kunden sollen sich über AppleCare ein Ersatzgerät holen. Am Wochenende hatten Nutzer in sozialen Netzwerken Risse und Streifen entlang des Scharniers gezeigt. Zur Ursache schweigt Apple.

Die Reparaturexperten von iFixit haben eine Spur gefunden. Ihre Simulation zeigt die Schäden genau dort, wo ein Displaykabel nahe einer Stützleiste verläuft. Weicht diese beim Zuklappen nicht weit genug aus, entstehe ein "kleiner Spannungshotspot".

Francisco Jeronimo vom Marktforscher IDC lobt den schnellen Austausch als "richtigen ersten Schritt". Samsung habe 2019 beim Galaxy Fold gezeigt, dass eine schnelle und offene Reaktion den Schaden begrenzt.

Werte aus dem Artikel:
Nvidia Aktie 195,42 € +0,84%
Apple Aktie 311,95 € +1,50%
Samsung (ADR) Aktie 3.010 € +7,31%

Nachfrage: Mehr Käufer als Geräte

Begehrt ist das 1.999 US-Dollar teure Gerät trotzdem. Die ersten Bestellungen waren binnen Minuten ausverkauft. Die Nachfrage laufe dem Angebot weit davon, schreibt Dan Ives von Yorkville Ives. Er traut der Aktie 400 US-Dollar zu.

JPMorgan-Analyst Samik Chatterjee sieht hinter Wartezeiten von mehr als drei Monaten auch "Probleme beim Hochfahren der Produktion".

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Skeptischer ist Loop Capital. Analyst Ananda Baruah stufte die Aktie auf Halten ab, weil sie nach dem jüngsten Anstieg einen neuen Kurstreiber brauche.

Apple-Aktie: Teurer Billionen-Riese

An der Börse ist Apple laut Ariva rund 5,1 Billionen US-Dollar wert und hat seit Jahresbeginn gut 26 Prozent zugelegt. Nur Nvidia ist noch wertvoller. Die Zahlen zum vierten Geschäftsquartal folgen am 2. November. Das iPhone Duo fehlt darin noch, denn das Quartal endete im September.

Neue Macs: Mehr Tempo für künstliche Intelligenz

Für Gesprächsstoff sorgt Apple derweil mit neuen Rechnern. Das 14 Zoll große MacBook Pro mit dem neuen M6-Chip kostet ab 1.999 US-Dollar, der iMac ab 1.499 US-Dollar. Beide sollen Aufgaben der künstlichen Intelligenz deutlich schneller erledigen. Am Mittwoch folgt eine Veranstaltung in Los Angeles. Dort zeigt Apple laut Bloomberg sein erstes MacBook Pro mit Touchscreen.

Fazit

Die Displaypanne ist ärgerlich, aber kein Grund zur Panik. Apple reagiert schnell, und die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich. Größer ist das Risiko der hohen Bewertung. Bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 36 muss Apple am 2. November mit einem starken Ausblick überzeugen.


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