Marktbericht
Xetra-Handel ist gestört
08. September 2006 Der Handel über die elektronische Aktienhandelsplattform Xetra der Deutschen Börse ist am Freitag mittag Händlern zufolge gestört. „Xetra ist gestört”, sagte ein Händler. Ein anderer Händler erklärte, auch an der Terminbörse Eurex gebe es Probleme. „Die Systeme sind nach und nach ausgefallen”, sagte ein Händler bei einer Großbank.
Der Ausfall habe kurz nach 13.00 Uhr begonnen. Von der Deutschen Börse war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Der Dax notiert aktuell bei 5.781 Punkten etwas höher als am Vorabend.
Metro sehr schwach
Der Aktienmarkt hält sich damit noch in der Gewinnzone. Eine Woche vor dem großen Verfallstermin an den Terminmärkten sei die freundlichere Tendenz vornehmlich auf eine technische Reaktion nach den Abschlägen der vergangenen Tage zurückzuführen, berichten Händler. Daneben werde die Stimmung von den Vorlagen aus Tokio gestützt.
Aus technischer Sicht bleibe das Bild auf mittlere Sicht positiv, solange die Schlüsselunterstützung bei 5.740 Punkten nicht unterschritten werde, so technisch orientierte Marktteilnehmer. Nach oben liege inzwischen im Bereich um 5.830 Punkte ein erster Widerstand.
Mit deutlichem Abstand schwächster Wert sind Metro, die von einer umfangreichen Plazierung gedrückt werden. Die Titel fallen um 3,5 Prozent auf 43,17 Euro. J.P. Morgan hatte am Vormittag 17,5 Millionen Aktien aus dem Besitz der Familie Schmidt-Ruthenbeck in einem beschleunigten Verfahren zu 43 Euro plaziert. Die Stücke seien sämtlich am Markt plaziert worden, nun dürfte der Druck langsam aus der Aktie weichen, sagt ein Händler.
Eon und BASF stark
Ebenfalls schwächer entwickeln sich Altana, die um 2,9 Prozent auf 45,38 Euro sinken, was Händler mit dem erwartet geringeren Erlös beim Verkauf der Pharmasparte begründen. Bis zum Abend sollen laut einem Pressebericht zumindest ein bis zwei Gebote eingehen, die aber jeweils unter den bisher diskutierten fünf bis sechs Milliarden Euro liegen sollen. Merck Finck & Co rechnet mit einem Verkaufsertrag in einer Größenordnung von 4,6 Milliarden Euro, was erheblich unter der Markterwartung liegen würde, berichtet Analyst Carsten Kunold.
Zu den stärksten Dax-Werten zählt Eon. Händler verweisen auf das bevorstehende Entgegenkommen Spaniens bei den Auflagen für die Endesa-Übernahme. Daneben präsentiere sich Eon derzeit auf einer Konferenz von Merrill Lynch in London, sagt ein Marktteilnehmer. Eon legen um 1,1 Prozent auf 99,13 Euro zu.
Keine Regung bei der Telekom
Ebenfalls fester tendieren BASF mit einem Plus von 0,7 Prozent auf 63,30 Euro, nachdem die Citigroup die Aktie auf „halten” von „verkaufen” hochgestuft hat. Keine spürbare Marktreaktion ziehen Berichte über ein neues Sparprogramm bei der Deutschen Telekom nach sich. Die Deutsche Telekom will fünf Milliarden Euro einsparen, wie Zeitungen übereinstimmend berichten. Die T-Aktie steigt um 0,3 Prozent auf 11,22 Euro. Sal. Oppenheim bestätigt die Anlageempfehlung „neutral” und beziffert den fairen Wert auf 17 Euro.
Im MDax stechen IWKA mit einem klaren Plus von 2,5 Prozent auf 15,47 Euro vor. In einem Gespräch mit dem „Handelsblatt” hatte IWKA-Vorstand Wolfgang-Dietrich Hein den Verkauf der Verpackungssparte als „möglich” bezeichnet. Hein komme damit dem bei IWKA engagierten Investor Guy Wyser-Pratte entgegen, ergänzt das Blatt. „In dieser Klarheit ist das noch nicht kommuniziert worden”, sagt Analyst Michael Schäfer von Equinet. Die Sparte Verpackungstechnik sei eher das „ungeliebte Kind” im Konzern. Ein Verkauf könne die angeschlagene Bilanzstruktur nachhaltig verbessern, sagt er.
Quelle: faz.net
Euer
Einsamer Samariter
Xetra-Handel ist gestört
08. September 2006 Der Handel über die elektronische Aktienhandelsplattform Xetra der Deutschen Börse ist am Freitag mittag Händlern zufolge gestört. „Xetra ist gestört”, sagte ein Händler. Ein anderer Händler erklärte, auch an der Terminbörse Eurex gebe es Probleme. „Die Systeme sind nach und nach ausgefallen”, sagte ein Händler bei einer Großbank.
Der Ausfall habe kurz nach 13.00 Uhr begonnen. Von der Deutschen Börse war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Der Dax notiert aktuell bei 5.781 Punkten etwas höher als am Vorabend.
Metro sehr schwach
Der Aktienmarkt hält sich damit noch in der Gewinnzone. Eine Woche vor dem großen Verfallstermin an den Terminmärkten sei die freundlichere Tendenz vornehmlich auf eine technische Reaktion nach den Abschlägen der vergangenen Tage zurückzuführen, berichten Händler. Daneben werde die Stimmung von den Vorlagen aus Tokio gestützt.
Aus technischer Sicht bleibe das Bild auf mittlere Sicht positiv, solange die Schlüsselunterstützung bei 5.740 Punkten nicht unterschritten werde, so technisch orientierte Marktteilnehmer. Nach oben liege inzwischen im Bereich um 5.830 Punkte ein erster Widerstand.
Mit deutlichem Abstand schwächster Wert sind Metro, die von einer umfangreichen Plazierung gedrückt werden. Die Titel fallen um 3,5 Prozent auf 43,17 Euro. J.P. Morgan hatte am Vormittag 17,5 Millionen Aktien aus dem Besitz der Familie Schmidt-Ruthenbeck in einem beschleunigten Verfahren zu 43 Euro plaziert. Die Stücke seien sämtlich am Markt plaziert worden, nun dürfte der Druck langsam aus der Aktie weichen, sagt ein Händler.
Eon und BASF stark
Ebenfalls schwächer entwickeln sich Altana, die um 2,9 Prozent auf 45,38 Euro sinken, was Händler mit dem erwartet geringeren Erlös beim Verkauf der Pharmasparte begründen. Bis zum Abend sollen laut einem Pressebericht zumindest ein bis zwei Gebote eingehen, die aber jeweils unter den bisher diskutierten fünf bis sechs Milliarden Euro liegen sollen. Merck Finck & Co rechnet mit einem Verkaufsertrag in einer Größenordnung von 4,6 Milliarden Euro, was erheblich unter der Markterwartung liegen würde, berichtet Analyst Carsten Kunold.
Zu den stärksten Dax-Werten zählt Eon. Händler verweisen auf das bevorstehende Entgegenkommen Spaniens bei den Auflagen für die Endesa-Übernahme. Daneben präsentiere sich Eon derzeit auf einer Konferenz von Merrill Lynch in London, sagt ein Marktteilnehmer. Eon legen um 1,1 Prozent auf 99,13 Euro zu.
Keine Regung bei der Telekom
Ebenfalls fester tendieren BASF mit einem Plus von 0,7 Prozent auf 63,30 Euro, nachdem die Citigroup die Aktie auf „halten” von „verkaufen” hochgestuft hat. Keine spürbare Marktreaktion ziehen Berichte über ein neues Sparprogramm bei der Deutschen Telekom nach sich. Die Deutsche Telekom will fünf Milliarden Euro einsparen, wie Zeitungen übereinstimmend berichten. Die T-Aktie steigt um 0,3 Prozent auf 11,22 Euro. Sal. Oppenheim bestätigt die Anlageempfehlung „neutral” und beziffert den fairen Wert auf 17 Euro.
Im MDax stechen IWKA mit einem klaren Plus von 2,5 Prozent auf 15,47 Euro vor. In einem Gespräch mit dem „Handelsblatt” hatte IWKA-Vorstand Wolfgang-Dietrich Hein den Verkauf der Verpackungssparte als „möglich” bezeichnet. Hein komme damit dem bei IWKA engagierten Investor Guy Wyser-Pratte entgegen, ergänzt das Blatt. „In dieser Klarheit ist das noch nicht kommuniziert worden”, sagt Analyst Michael Schäfer von Equinet. Die Sparte Verpackungstechnik sei eher das „ungeliebte Kind” im Konzern. Ein Verkauf könne die angeschlagene Bilanzstruktur nachhaltig verbessern, sagt er.
Quelle: faz.net
Euer
Einsamer Samariter