Vollständige Neupositionierung des WCM-Konzerns
03.12.2004 (08:19)
Frankfurt am Main, 2. Dezember 2004 - Der Aufsichtsrat der WCM Beteiligungs- und Grundbesitz-Aktiengesellschaft hat dem Verkauf des Wohnimmobilienbereichs der WCM mit rund 31.000 Wohnungen an den Finanzinvestor Blackstone zugestimmt. Die Kaufverträge wurden nach der heutigen Aufsichtsratssitzung vom Vorstand der WCM und der RSE Grundbesitz und Beteiligungs-AG unterzeichnet. Die Transaktion wird bis Ende Dezember 2004 vollzogen. Das Transaktions-volumen für den Verkauf des Wohnimmobilienbereichs beträgt insgesamt rund 1,4 Mrd. EUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden sich durch den Verkauf voraussichtlich von 1,4 Mrd. EUR auf unter 0,2 Mrd. € verringern.
Der Verkauf des Wohnungsgeschäfts geht einher mit einer Neupositionierung des Konzerns zu einer industrieorientierten Gesellschaft. WCM erlitt durch die allgemeine Börsenentwicklung und ihren Engagements in die Commerzbank und die SIRIUS/IVG-Beteiligung in den letzten Jahren große Verluste. Das Unternehmen hat sich in einer Übergangsphase auf die beiden Standbeine Wohnimmobilien und den Bereich Industrie konzentriert und zunächst nur das risikoreiche Beteiligungsgeschäft aufgegeben. Durch die eindeutige Fokussierung auf ein Geschäftsfeld verbessert der Konzern jetzt seine Position auf dem Kapitalmarkt.
*Wir haben mit einem radikalen Schuldenabbau die Grundlage für eine vollständig neue Positionierung der WCM gelegt. Im letzten Jahr betrugen die Bankschulden noch 3,4 Mrd. EUR. Anfang 2004 haben wir diese zunächst auf 1,4 Mrd. EUR reduziert. Durch den Verkauf der Wohnimmobilien wird unser Schuldenstand auf unter 0,2 Mrd. EUR fallen. Nun haben wir die Chance zur Umorientierung auf den Industriebereich und zum Wachstum auf Basis einer soliden Finanzierung und Eigenkapitalausstattung ", erklärt Roland Flach, Vorstandsvorsitzender der WCM und Aufsichtsratsvorsitzender der Klöckner-Werke AG.
Aufsichtsräte beschließen Verschmelzung
Die Aufsichtsräte und Vorstände der WCM Beteiligungs- und Grundbesitz-Aktiengesellschaft und der Klöckner-Werke Aktiengesellschaft haben in den heutigen Sitzungen zudem einer Verschmelzung beider Gesellschaften auf den Stichtag 1. Januar 2005 grundsätzlich zugestimmt.
Die ordentlichen Hauptversammlungen beider Gesellschaften werden darüber in 2005 abstimmen. Ein wesentliches Ziel der Verschmelzung ist die Verbesserung der Ertragskraft und damit verbunden eine langfristige Steigerung des Börsenwerts. Der Konzern wird sich als international tätiges Industrieunternehmen positionieren. Der Kern des Unternehmens wird der Bereich Abfüll- und Verpackungstechnik sein, der durch die KHS-Gruppe repräsentiert wird. Die KHS-Gruppe steht bereits jetzt in ihren Teilmärkten weltweit an führender Stelle. Neben den industriellen Aktivitäten im Bereich Abfüll- und Verpackungstechnik wird an weiteren Maschinenbau-unternehmen festgehalten, die Spezialmaschinen für unterschiedliche Anwendungen bauen. Weiterhin befinden sich temporär noch verschiedene Finanzbeteiligungen im Konzern, die dauerhaft allerdings zum Verkauf vorgesehen sind. Der angestrebte Umsatz des Konzerns liegt bei 1 Mrd. EUR mit erheblichem Potential hinsichtlich der Renditefähigkeit.
Konzern wird in Klöckner umbenannt
Der Konzern wird sich im Zuge der Verschmelzung umfirmieren, dabei soll der Name Klöckner erhalten bleiben. *Der Name Klöckner steht sowohl in Deutschland als auch im Ausland und insbesondere in den USA für technologische Kompetenz im Industriegeschäft. Die Umfirmierung unterstreicht die Neupositionierung des Konzerns als ein weltweit führendes Industrieunternehmen und führt mit dem Namen Klöckner eine lange Unternehmenstradition weiter", erklärt Roland Flach, Vorstandsvorsitzender der WCM und Aufsichtsratsvorsitzender der Klöckner-Werke. Die genaue Firmierung wird in der Hauptversammlung
2005 vorgestellt.
Ausblick
An der Einschätzung über die operative Entwicklung der WCM-Gruppe hat sich gegenüber den Angaben im letzten Quartalsbericht nichts verändert.
Die Abgabe des Wohnimmobilienbereichs führt im Geschäftsjahr 2004 zu einer Ergebnisbelastung von voraussichtlich rund 30 Mio. EUR. Daher lässt sich die bisher angekündigte Prognose nicht mehr aufrecht erhalten. Wir erwarten ein negatives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Das EBIT für das Gesamtjahr 2004 wird trotz des Verkaufs des Wohnimmobilienbereichs in etwa ausgeglichen sein.
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Die Kohle für die 15% Gehag fehlt noch!
s.o.