Mittlerweile sei der beste Bieter für die Übernahme der nicht-insolventen Tochter ausgewählt worden, die Transaktion stehe vor dem Abschluss, teilte Agiv am Montag mit. Um welchen Bieter es sich handelt, wollte ein Sprecher nicht sagen. Agiv-Insolvenzverwalter Reinhard Titz hatte Unternehmenskreisen zufolge zuletzt noch Offerten von der Bonner Immobilien-Holding IVG, Goldman Sachs/Whitehall, der Rickmers-Reederei sowie einem britischem Fonds näher geprüft.
Der Einstieg eines neuen Investors gilt als Voraussetzung für die weitere Gesundung der Deutschen Real Estate. Das vorliegende Angebot liege zwischen 300 bis 350 Millionen Euro, hieß es in Unternehmenskreisen. Zum Verkauf stehen rund 66 Prozent der Deutschen Real Estate. Die Beteiligungsgesellschaft WCM hält weitere 14 Prozent, die BayernLB und die HSH Nordbank jeweils rund fünf Prozent. Der Rest ist in Streubesitz.
GLÄUBIGERVERSAMMLUNG STIMMT SPÄTER AB
Agiv-Vorstand und -Insolvenzverwalter gehen davon aus, dass die Gläubigerversammlung dem Vertrag zustimmen wird, der in Kürze unterzeichnet werden soll. Wegen des bereits verzögerten Verkaufsprozesses soll die Gläubigerversammlung nun Mitte August statt wie geplant in dieser Woche über die Offerte abstimmen.
Die Sanierung der Agiv war im Mai gescheitert; seitdem steht die Gruppe vor der Zerschlagung. Im Zentrum des Interesses ist die Deutsche Real Estate, die über Gewerbeimmobilien im Wert von über 500 Millionen Euro verfügt.
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