dass bei Erfolglosigkeit einzelne Spieler oder insbesondere der Trainer zum Sündenbock gemacht werden. Wobei hierzu ein gutes Stück die Medien beitragen, die ja keine Situation auslassen, nach dem aktuellen Stand des Präsidiums (vor/hinter/neben dem Trainer) auslässt.
Im übrigen hielt man in Kaiserslautern - denke ich - relativ lange an Otto Rehhagel fest. Und dass obwohl in zwei aufeinanderfolgenden Jahren 2 x die Champions-League schlampig verspielt wurde. Der letzte Tabellenplatz und die folgende Entlassung im dritten Problem-Jahr war fast unausweichlich. Der Vorstand hat sich in dieser Sache ziemlich lange gegen den Druck der Presse und Teilen des Lauterer Umfeldes gestellt!
Zudem muss ich sagen, dass mir Rehhagel als Mensch bzw. als den Menschen, wie ich ihn über die Medien kennengelernt habe, zunehmend auch fremd wurde. Seine Distanz zu den Medien war ja fast schon krankhaft (aber sicherlich durch seine widersprüchlichen Erfahrungen in Bremen und München begründet).
Zudem ist etwa in Freiburg auch nicht alles Gold was glänzt: Wenn es da nicht läuft, wird nicht die Mannschaft längst auch nicht mehr gefeiert!
Und ich meine - auch zu Recht: Als Fan sollte man zwar die Mannschaft während des Spiels bedingunslos unterstützen, nach dem Spiel muss man aber auch der Mannschaft, dem Trainer, dem Präsidium zeigen dürfen, dass man mit dem Spiel evtl. nicht einverstanden war. Die Fans sind doch keine reine Jubel-Beilage für´s Fernsehen. Vielleicht sollte man darüber mal in Babelsberg nachdenken, zumal die Fans von Babelberg sicherlich keine so heterogene Masse darstellen, wie in der Bundesliga und auch die Ansprüche sind dort sicherlich ganz anders.
Hätte Babelsberg bei Heimspielen etwa jedesmal 40.000 Zuschauer und es startet eine schlechtere Serie, dann würden sicherlich über kurz oder lang einige Teile der Fans unruhig werden.
Gruß
Happy End
(der keiner Mannschaft schlechtes wünscht!)