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Schröder-köpf die Bild ...


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Anarch:

Schröder-köpf die Bild ...

 
21.08.02 10:41
Schröder-Köpf schreibt an Friede Springer

Frau Friede Springer hat mich gebeten, auf Ihren offenen Brief zu antworten. Wie Sie wissen, bin ich bei Springer für die Postbearbeitung zuständig. Sie haben sich in einem Brief an meine Verlegerin darüber mokiert, daß ich in meiner "Bild"-Kolumne am Montag nicht nett über Politiker geschrieben habe. Das dürfen Sie, denn Sie sind die Frau eines Politikers. Sie haben darin Sätze geschrieben, die unsinnig sind. Das dürfen Sie nicht, denn Sie sind eine Journalistin. Ich schrieb zu dem Katastrophentourismus der Politiker in die Überschwemmungsgebiete: "Die Deutschen kennen sich im Elend aus. Meist haben Politiker sie ins Elend geführt. Wir werden uns selbst von dem Schlamm befreien. Sollen die Politiker ruhig ihre Wasser-Wahlreden halten." Früher, als Sie noch Journalistin waren und nicht Frau Bundeskanzler, haben Sie auch solche Sätze geschrieben. Heute aber, liebe Frau Schröder-Köpf, rümpfen Sie Ihr Näschen und schreiben an meine verehrte Verlegerin: "Der Schlamm bezieht sich nicht allein auf die Zerstörungen durch das Hochwasser. Ist diese Form von ,Schmutz-Journalismus' und Demokratieverachtung in Ihrem Sinne?" Gemach, Fräulein, gemach. Es ist rührend zu sehen, wie Sie, da die CDU es so sträflich vernachlässigt, jetzt endlich wieder das klassische Rollenbild der Frau mit Leben erfüllen. Ich sehe Sie vor mir, wie Sie die Zeitung lesen und dann zu Ihrem Mann rufen, der sich gerade im Bad vor dem Spiegel die Krawatte bindet: Gerd, das können die nicht mit dir machen! Als Gerd dann ins Büro gegangen war, haben Sie sich hingesetzt, so denke ich mal, und haben versucht, von Frau zu Frau, einen mahnenden Brief an meine Verlegerin zu schreiben. Leider ist dann wohl Franz Müntefering auf einen Kaffee bei Ihnen vorbeigekommen, hat gesehen, an wen Sie schreiben, und laut gerufen "Keine Briefe! Besser gleich verklagen!" Darauf Sie: Aber wegen des Hochwassers sind doch alle Verbindungen nach Magdeburg unterbrochen, wo soll ich mich denn dann mit Kai Diekmann zu vergeblichen Vermittlungsgesprächen treffen? Da hat dann Müntefering nachgedacht. Er zwirbelt lange mit der linken Hand seine rechte Augenbraue. Plötzlich springt er auf und ruft: "Ich hab's! Das ist ,Schmutzjournalismus'! Verstehst du, Doris? Wegen des Schlamms, das ist ein subtiler Vergleich, der zieht." Und schon schrieb Müntefering Ihren Brief zu Ende, in gewagter Ausdeutung seines Amtes als Generalsekretär. Ich kann mir vorstellen, daß Ihnen die ganze Sache jetzt schon peinlich ist. Nachdem Sie Ihr Buch "Der Kanzler wohnt im Swimming-Pool" genannt hatten, obwohl Ihnen doch klargewesen sein müßte, daß Sie ihn da mit Scharping verwechseln, ist das jetzt schon der zweite Klopper. Friede Springer, so schreiben Sie in Ihrem offenen Brief, "bevorzuge es, dezent im Hintergrund zu bleiben". Wollen Sie es nicht auch einmal damit versuchen?
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Anarch:

Immer diese Nervosität

 
22.08.02 10:03


Schon wieder Wirbel um BILD in der SPD-Wahlkampfzentrale

Nach der Pleite von SPD-Generalsekretär Franz Müntefering mit der Strafanzeige gegen BILD in der Bonusmeilen-Affäre geht es diesmal um Doris Schröder-Köpf!

In einem offenen Brief hatte die Kanzlergattin der BILD-Zeitung „Schmutz-Journalismus“ und „Demokratieverachtung“ vorgeworfen. Der Anlass: BILD-Kolumnist Franz-Josef Wagner hatte die Wahlkampfauftritte von Politikern im Zusammenhang mit der Hochwasserkatastrophe kritisiert. Zitat: „Sollen die Politiker ruhig ihre Wasser-Wahlreden halten. Wir Deutschen helfen uns ganz persönlich, von Mensch zu Mensch...“


Machte sich in seiner Sendung über die Attacken Schröder-Köpfs lustig: SAT.1-Moderator Harald Schmidt (45)


Für ihre Attacke gegen BILD muss die Frau des Bundeskanzlers nun heftige Kritik einstecken.

Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) in Köln kommentiert: „Als Privatfrau kann sie machen, was sie will. Sie aber beutet ganz bewusst und immer mehr eine Rolle aus, die ihr nicht zusteht.“ Weiter: „Das ist auch ein Missbrauch der Verwandtschaftsbeziehung zum Kanzler. Frau Schröder-Köpf wäre mehr Zurückhaltung zu empfehlen. Sonst könnten einige Leute auf die Idee kommen, dass es am 22. September auch um ihre Abwahl geht.“

Die „Berliner Zeitung“ schreibt an die Adresse von Doris Schröder-Köpf: „Warum schreiben Sie für den SPD-Parteivorstand? Haben Sie sich von Müntefering benutzen lassen, der ja noch eine Rechnung offen hat mit BILD?“ Und: „Ist das Ihre Auffassung von Pressefreiheit?“

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ machte sich gestern in einem eigenen „offenen Brief“ über die Angriffe der Kanzlergattin lustig: „Gemach, Fräulein, gemach...“

Auch Harald Schmidt widmete sich in seiner Show den Vorwürfen von Doris Schröder-Köpf gegen BILD: „Ich glaube, bei der Kanzlergattin liegen die Nerven blank...“

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