MÜNCHEN (dpa-AFX) - Mehrere deutsche Konzerne erwägen einem Bericht der "Süddeutsche Zeitung" zufolge die Gründung einer gemeinsamen Rückversicherung. Gestartet werden solle das Projekt, falls die Staatshilfe beim Risikoschutz gegen Terror-Anschläge verwehrt bliebe, schreibt das Blatt am Mittwoch.
Bereits kurz nach den Anschlägen vom 11. September habe die Versicherungswirtschaft drastische Beitragserhöhungen von teilweise mehr als 100 Prozent bei gleichzeitig eingeschränkten Risikoabdeckungen angekündigt. Grund sei, dass die Anschläge ein bisher unvorstellbares Schadenspotenzial aufgezeigt hätten, hieß es seitens der Münchener Rück (MUV2.ETR). Daher besäßen manche Industrieunternehmen keinen Risikoschutz mehr gegen Terrorattentate.
VORSTÖSSE BEI DER BUNDESREGIERUNG WAREN ERFOLGLOS
Mehrere Vorstöße bei der Bundesregierung seien ohne Ergebnis geblieben, meldet die Zeitung. Dabei hätten die Unternehmen beklagt, dass ein Versicherungsschutz gegen Terror nicht erhältlich sei. In Berlin gelte eine staatliche Hilfe als "ziemlich unwahrscheinlich".
Bei der Suche nach einer Alternative gelte der Chemiekonzern BASF (BAS.ETR) als treibende Kraft. Der Aufbau einer eigenen Rückversicherung würde der Münchener Rück Paroli bieten. Die BASF suche nach zehn bis zwölf anderen Konzernen, um am Versicherungsmarkt mit Milliardenaufwand "einen neuen Faktor" zu schaffen.
Für eine Partnerschaft kursierten auch Namen aus der Chemie-, Luftfahrt- und Atomindustrie für eine Selbstversicherung. Darunter fielen auch Siemens (SIE.ETR) und Lufthansa (LHA.ETR). Den Partnern bei diesem Projekt würden günstigere Konditionen bei Versicherungspolicen winken. Brisant sei das Vorhaben, weil die Münchener Rück und die Allianz (ALV.ETR) über weit reichende Beziehungen in der Industrie verfügten./fn/tw/ar
Bereits kurz nach den Anschlägen vom 11. September habe die Versicherungswirtschaft drastische Beitragserhöhungen von teilweise mehr als 100 Prozent bei gleichzeitig eingeschränkten Risikoabdeckungen angekündigt. Grund sei, dass die Anschläge ein bisher unvorstellbares Schadenspotenzial aufgezeigt hätten, hieß es seitens der Münchener Rück (MUV2.ETR). Daher besäßen manche Industrieunternehmen keinen Risikoschutz mehr gegen Terrorattentate.
VORSTÖSSE BEI DER BUNDESREGIERUNG WAREN ERFOLGLOS
Mehrere Vorstöße bei der Bundesregierung seien ohne Ergebnis geblieben, meldet die Zeitung. Dabei hätten die Unternehmen beklagt, dass ein Versicherungsschutz gegen Terror nicht erhältlich sei. In Berlin gelte eine staatliche Hilfe als "ziemlich unwahrscheinlich".
Bei der Suche nach einer Alternative gelte der Chemiekonzern BASF (BAS.ETR) als treibende Kraft. Der Aufbau einer eigenen Rückversicherung würde der Münchener Rück Paroli bieten. Die BASF suche nach zehn bis zwölf anderen Konzernen, um am Versicherungsmarkt mit Milliardenaufwand "einen neuen Faktor" zu schaffen.
Für eine Partnerschaft kursierten auch Namen aus der Chemie-, Luftfahrt- und Atomindustrie für eine Selbstversicherung. Darunter fielen auch Siemens (SIE.ETR) und Lufthansa (LHA.ETR). Den Partnern bei diesem Projekt würden günstigere Konditionen bei Versicherungspolicen winken. Brisant sei das Vorhaben, weil die Münchener Rück und die Allianz (ALV.ETR) über weit reichende Beziehungen in der Industrie verfügten./fn/tw/ar