"Je billiger, je lieber"

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Auhof:

"Je billiger, je lieber"

 
17.01.01 23:13
#1
Welcome back Zocker!!
Die Aktien können gar nicht billig genug sein. "Je billiger, je lieber" lautet seit einigen Tagen das Motto der Zocker, die an der US-Technologiebörse Nasdaq auf der Suche nach dem schnellen Geld sind. Sie müssen nicht lange suchen, denn der Crash an der Wall Street hat unzählige Opfer gefordert.

Die Börsenbewertungen vieler verheißungsvoller Hightech-Start-Ups schrumpfte nicht selten binnen des letzten Börsenjahres von Milliarden auf Millionen Dollar zusammen. Die Gründe für das Schlachtfest waren häufig hausgemacht: Unerfahrene Managements, exzessive Werbeetats oder einfach nur wackelige Geschäftsmodelle – der Stoff aus dem seither Alpträume gestrickt werden.

Seit einigen Tagen erfreuen sich diese "Fallen Angels" jedoch wieder wachsender Beliebtheit. Getreu der Börsenweisheit: "Was tief fällt, muss auch wieder steigen", hauchten Daytrader den Totgeglaubten Leben ein.

Alleine am Dienstag schossen die Notierungen bei PSINet [Nasdaq: PSIX Kurs/Chart ] und Ventro [Nasdaq: VNTR Kurs/Chart ] um 17 bzw. über 50 Prozent in die Höhe. Unbedarfte Anleger sprangen auf den Zug der Spekulanten auf und trieben die Notierungen weiter in die Höhe. Fundamental hat sich bei den Firmen indes wenig geändert. Der frühere Marktplatzbetreiber Ventro jedenfalls hat keine Nachrichten veröffentlicht, die einen derartigen Kurssprung rechtfertigen könnten.

Ventro hatte vor einigen Wochen vielmehr das endgültige Aus seiner beiden B2B-Handelsplattformen beschlossen, gleichzeitig aber die Neuausrichtung des Unternehmens auf den B2B-Consulting-Bereich angekündigt. Experten fragen sich seither, wie Ventro Kunden gewinnen will, wenn das Unternehmen nicht einmal seine eigenen Plattformen am Laufen halten konnte.

Seit Ende Dezember 1999 sind laut The Standard bei mehr als 80 Internetfirmen die Lichter ausgegangen. Die Gruppe mit der höchsten Ausfallquote sind eCommerce-Unternehmen. Bei ihnen gibt es kaum Markteintrittsbarrieren, gleichzeitig fallen enorme Kosten für Werbung und Logistik an. Das katastrophale Marktumfeld Ende letzten Jahres verstopfte zudem die Kapitalströme. Die Folge: Exodus.

Experten warnen die Anleger schon jetzt, dass sich die Zahl der Pleiten voraussichtlich weiter erhöhen wird. Dutzende Unternehmen, darunter so bekannte wie der Online-Spielwarenhändler eToys [Nasdaq: ETYS Kurs/Chart ], die Gesundheitsseite drkoop.com [Nasdaq: KOOP Kurs/Chart ] und die Suchmaschinen LookSmart [Nasdaq: LOOK Kurs/Chart ] und Ask Jeeves [Nasdaq: ASKJ Kurs/Chart ], stehen praktisch mit dem Rücken zur Wand. Das haben auch die Anleger erkannt und die Aktien der betroffenen Unternehmen aus ihren Depots geräumt. Übrig geblieben sind Trümmerhaufen.

Ganz wie am NM
Grüsse Auhof
ML2711:

Warum, man muß nur bei den ersten dabei sein.

 
17.01.01 23:18
#2
Die letzten beißen die Hunde ;-)

@ml2711: Schneeballprinzip nennt man sowas. o.T.

 
#3


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