IM Internationalmedia kein Potential
TradeCentre.de
Die Experten des Börsenbriefs "TradeCentre.de" sehen derzeit bei der Aktie von IM Internationalmedia (ISIN DE0005488803/ WKN 548880) kein Kurspotential und raten von einem Engagement ab.
"Und täglich grüßt das Murmeltier." Der amüsante Streifen könnte von Internationalmedia stammen. Fernseh-Wetterfrosch Phil erlebe in dem Film den "Groundhog Day" jeden Tag aufs Neue - mit den gleichen Songs im Radio, denselben Leuten auf der Straße und der üblichen Ohrfeige der Kollegin. Hauptakteure bei den Münchenern seien indes die Aktionäre, die seit dem IPO im Jahr 2000 jährlich mit einer Umsatz- und Gewinnwarnung leben müssten - wegen der Verschiebung von Filmen ins Folgejahr. So auch in 2003.
Die Filme "Mindhunters" und "Suspect Zero" seien von Q4 2003 auf das erste Quartal 2004 verschoben worden. Das Unternehmen habe den Umsatzanteil der beiden Streifen auf bis zu 70 Millionen Dollar beziffert. Die ursprüngliche Prognose von 330 bis 350 Umsatzmillionen und ein positives EBITA seien daher nicht mehr zu erreichen gewesen. Nach neun Monaten habe der Konzern vor allem wegen des Erfolges von Terminator 3 einen Umsatz von 245,7 Millionen Euro erzielt.
Das EBITA habe mit fünf Millionen Euro im Minus gelegen. Netto habe die Firma knapp acht Millionen Euro verloren. Im Gesamtjahr sollte sich das EBITA, laut der Planung des Managements, im einstelligen negativen Millionenbereich einpendeln. Da im Schlussquartal 2003 kein Film mehr aus dem Hause Internationalmedia in die Kinos gekommen sei, rechne man für Q4 mit einem Umsatz im einstelligen Millionenbereich und einem negativen Ergebnis.
Für das Gesamtjahr dürfte sich der Umsatz zwischen 250 und 253 Millionen Euro belaufen. Das EBITA werde nach Schätzungen der Experten mit circa zehn Millionen Euro im roten Terrain landen. Mögliche Sonderabschreibungen auf das Filmvermögen, welches nach neun Monaten mit mehr als 300 Millionen Euro in der Bilanz gestanden habe, könnten das Nettoergebnis nochmals erheblich in den Keller drücken.
Glücklicherweise blicke die Börse nach vorne und hake die Vergangenheit schnell ab. Schließlich zähle der weitere Ausblick. In 2004 seien acht Filme geplant. Kämen alle Filme in diesem Jahr ins Kino sei ein Umsatz von 350 bis 400 Millionen Euro realistisch. Dann erscheine auch ein Überschuss darstellbar. Bleibe nur das Hoffen, dass die Anteilseigner in 2004 vom täglichen Murmeltier verschont bleiben würden. Mit "Alexander" und "Aviator" (beide bereits planmäßig fertiggestellt) hätten die Bayern zwei potenzielle Blockbuster in der Pipeline. Beide Großproduktionen seien aber erst für Q4 im Kino geplant.
Verschiebungen in 2005 seien zum Glück relativ unwahrscheinlich, da die Streifen sicherlich im Rennen um einen Oscar mitmischen wollten. Bei "Aviator" sei es sogar möglich, dass der Kinostart (bisher 17. Dezember) vorgezogen werde. Etwas enttäuschend sei, dass die geplanten Filme für Q1, "Mindhunters" und "Suspect Zero", aller Voraussicht nicht im laufenden Quartal an den Start gehen würden. Neue Termine gebe es noch nicht. Für IM bedeute dies keinen Film in Q1. Also eine Periode mit wenig Umsatz und einem schwachen Ergebnis.
Ob das Unternehmen in diesem Jahr Gewinne erzielen könne, werde sich erst im vierten Quartal zeigen. Dort allein spiele die Musik. Typischerweise werde die Aktie circa vier Wochen vor dem Start von besonderen Filmen, hier "Alexander" (fünfter November), wieder in aller Munde sein.
Aktuell sehen die Experten von "TradeCentre.de" kein Kurspotenzial für die IM Internationalmedia-Aktie und raten von einem Engagement ab.
Quelle Atiencheck.de
Wie wird die nächste Analyse von Tradecentre ausfallen ???
Positiv sicherlich nicht.Strong Sell oder so ähnlich ???
Gruss
Bombastic