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Vor allem eine Nachricht bewegte die Bitcoin-Gemeinde in der abgelaufenen Woche: Google hat mit dem neuen Spezialchip „Willow“ den Weg für die Entwicklung praktisch nutzbarer Quantencomputer geebnet. Die superleistungsfähigen Rechner können mathematische Probleme sehr viel schneller lösen als bisherige Computer, beispielsweise beim Verschlüsseln von Daten. Jetzt wird diskutiert, ob Quantencomputer irgendwann die Blockchain entschlüsseln können, in der Datensätzen („Blöcke“) durch verschlüsselte Verfahren verkettet sind. Das Thema beschäftigte auch die drei Fondsmanager, die sich bei unserem Anlage-Roundtable beim Thema Bitcoin in die Wolle gerieten: Hendrik Leber, Fondsmanager und Gründer von Acatis; Christian Kopf, Chef des Rentenfondsmanagements bei Union Investment; Leonhard „Lenny“ Fischer, Ex-Investmentbanker und Chef des Anlageausschusses bei „Der Zukunftsfonds“.
Hendrik Leber: Ein enormes Risiko für Bitcoin wird der Quantencomputer sein. In ein paar Jahren könnte die Blockchain entschlüsselt werden.
Leonhard Fischer: Dann könnte man von außen einbrechen und alles sehen?
Leber: Ja. Nichts wäre mehr anonym.
Fischer: Wenn das droht, könnte der Bitcoin über Nacht wertlos werden. Das ist der Super-GAU.
Leber: Ich habe eine Quantencomputerfirma gefragt, ob sie nicht Bitcoin schürfen wollen, um Geld in die Kasse zu holen. Aber das können sie heute noch nicht.
Fischer: Aber Sie glauben, dass sie es eines Tages können?
Leber: Wahrscheinlich ja.
Fischer: Dann wäre die Zukunft des Bitcoins fraglich.
www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/...rtlos-werden/30137866.html